Der Einzug des Messias Jesus in Jerusalem 

21

Als sie sich nun Jerusalem näherten und nach Bethphage an den Ölberg kamen , sandte Jesus zwei Jünger ||| 2 und sprach zu ihnen : Geht in das Dort , das vor euch liegt , und sogleich werdet ihr eine Eselin angebunden finden und ein Füllen bei ihr ; die bindet los und führt sie zu mir ! ||| 3 Und wenn euch jemand etwas sagt , so sprecht : Der Herr braucht sie ! , dann wird er sie sogleich senden . ||| 4 Das ist aber alles geschehen , damit erfüllt würde , was durch den Propheten gesagt ist , der spricht : ||| 5 " Sagt der Tochter Zion ; Siehe , dein König kommt zu dir demütig und reitend auf einem Esel , und zwar auf einem Füllen , dem Jungen des Lasttiers" . ||| 6 Die Jünger aber gingen hin und taten , wie Jesus ihnen befohlen hatte , ||| 7 und brachten die Eselin und das Füllen und legten ihre Kleider aus auf dem Weg ; andere hieben Zweige von den Bäumen und streuten sie auf den Weg . ||| 9 Und die Volksmenge , die vorausging , und die , welche nachfolgten , riefen und sprachen : Hosianna dem Sohn Davids ! Gepriesen sei der , welcher kommt im Namen des Herrn ! Hosianna in der Höhe ! ||| 10 Und als er in Jerusalem einzog , kam die ganze Stadt in Bewegung und sprach : Wer ist dieser ? ||| 11 Die Menge aber sagte : Das ist Jesus , der Prophet von Nazareth in Galiläa ! ||| 

Die zweite Tempelreinigung 

12 Und Jesus ging in den Tempel Gottes hinein und trieb alle hinaus , die im Tempel verkauften und kauften , und stieß die Tische der Wechsler um und die Stühle der Taubenverkäufer . ||| 13 Und er sprach zu ihnen : Es steht geschrieben : " Mein Haus soll ein Bethaus genannt werden !" Ihr aber habt eine Räuberhöhle daraus gemacht ! ||| 14 Und es kamen Blinde und Lahme im Tempel zu ihm , und er heilte sie . ||| 15 Als aber die obersten Priester und die Schriftgelehrten die Wunder sahen , die er tat , und die Kinder , die im Tempel riefen und sprachen : Hosianna dem Sohn Davids ! , da wurden sie entrüstet ||| 16 und sprach zu ihm : Hörst du , was diese sagen ? Jesus aber sprach zu ihnen : Ja ! Habt ihr noch nie gelesen : " Aus dem Mund der Unmündigen und Säuglinge hast du ein Lob bereitet " ? ||| 17 Und er verließ sie , ging zur Stadt hinaus nach Bethanien und übernachtete dort . |||

Der unfruchtbare Feigenbaum . Die Macht des Glaubens 

18 Als er aber früh am Morgen in die Stadt zurückkehrte , hatte er Hunger . ||| 19 Und als er einen einzelnen Feigenbaum am Weg sah , ging er zu ihm hin und fand nichts daran als nur Blätter . Da sprach er zu ihm : Nun soll von dir keine Frucht mehr kommen in Ewigkeit ! Und auf der Stelle verdorrte der Feigenbaum . ||| 20 Und als die Jünger es sahen , verwunderten sie sich und sprachen : Wie ist der Feigenbaum so plötzlich verdorrt ? ||| 21 Jesus aber antwortete und sprach zu ihnen : Wahrlich , ich sage euch : Wenn ihr Glauben habt und nicht zweifelt , so werdet ihr nicht nur tun , was mit dem Feigenbaum geschah , sondern auch , wenn ihr zu diesem Berg sagt : Hebe dich und wirf dich ins Meer ! , so wird es geschehen . ||| 22 Und alles , was ihr glaubend erbittet im Gebet , das werdet ihr empfangen ! |||

Die Frage nach der Vollmacht Jesu 

23 Und als er in den Tempel kam , traten die obersten Priester und die Ältesten des Volkes zu ihm , während er lehrte , und sprachen : In welcher Vollmacht tust du dies , und wer hat dir diese Vollmacht gegeben ? ||| 24 Und Jesus antwortete und sprach zu ihnen : Auch ich will euch ein Wort fragen ; wenn ihr mir darauf antwortet , will ich euch auch sagen , in welcher Vollmacht ich dies tue . ||| 25 Woher war die Taufe des Johannes ? Vom Himmel oder von Menschen ? Da überlegten sie bei sich selbst und sprachen : Wenn wir sagen : Vom Himmel , so wird er uns fragen : Warum habt ihr ihm dann nicht geglaubt ? ||| 26 Wenn wir aber sagen : Von Menschen , so müssen wir die Volksmenge fürchten , denn alle halten Johannes für einen Propheten . ||| 27 Und sie antworteten Jesus und sprachen : Wir wissen es nicht ! Da sprach er zu ihnen : So sage ich euch auch nicht , in welcher Vollmacht ich dies tue . |||

Das Gleichnis von den zwei Söhnen 

28 Was meint ihr aber ? Ein Mensch hatte zwei Söhne . Und er ging zu dem ersten und sprach : Sohn , mache dich auf und arbeite heute in meinem Weinberg ! ||| 29 Der aber antwortete und sprach : Ich will nicht ! Danach aber reute es ihn , und er ging . ||| 30 Und er ging zu dem zweiten und sagte dasselbe . Da antwortete dieser und sprach : Ich ( gehe ) , Herr! und ging nicht . ||| 31 Wer von diesen beiden hat den Willen des Vaters getan ? Sie sprachen zu ihm : Der erste . Da spricht Jesus zu ihnen : Wahrlich , ich sage euch : Die Zöllner und die Huren kommen eher in das Reich Gottes als ihr ! ||| 32 Denn Johannes ist zu euch gekommen mit dem Weg der Gerechtigkeit , und ihr habt ihm nicht geglaubt . Die Zöllner und die Huren aber glaubten ihm ; und obwohl ihr es gesehen habt , reute es euch nicht nachträglich , sodass ihr ihm geglaubt hättet . |||

Das Gleichnis von dem Hausherrn und den Weingärtnern 

33 Hört ein anderes Gleichnis : Es war ein gewisser Hausherr , der pflanzte einen Weinberg , zog einen Zaun darum , grub eine Kelter darin , baute einen Wachtturm , verpachtete ihn an Weingärtner und reiste außer Landes . ||| 34 Als nun die Zeit der Früchte nahte , sandte er seine Knechte zu den Weingärtnern , um seine Früchte in Empfang zu nehmen . ||| 35 Aber die Weingärtner ergriffen seine Knechte und schlugen den einen , den anderen töteten sie , den dritten steinigten sie . ||| 36 Da sandte er wieder andere Knechte , mehr als zuvor ; und sie behandelten sie ebenso . ||| 37 Zuletzt sandte er seinen Sohn zu ihnen und sprach : Sie werden sich vor meinem Sohn scheuen ! ||| 38 Als aber die Weingärtner den Sohn sahen , sprachen sie untereinander : Das ist der Erbe ! Kommt , lasst uns ihn töten und sein Erbgut in Besitz nehmen ! ||| 39 Und sie ergriffen ihn , stießen ihn zum Weinberg hinaus uns töteten ihn . ||| 40 Wenn nun der Herr des Weinbergs kommt , was wird er mit diesem Weingärtnern tun ? ||| 41 Sie sprachen zu ihm : Er wird die Übeltäter auf üble Weise umbringen und den Weinberg anderen Weingärtnern verpachten , welche ihm die Früchte zu ihrer Zeit abliefern werden . ||| 42 Jesus spricht zu ihnen : Habt ihr noch nie in den Schriften gelesen : " Der Stein , den die Bauleute verworfen haben , der ist zum Eckstein geworden . Vom Herrn ist das geschehen , und es ist wunderbar in unseren Augen" ? ||| 43 Darum sage ich euch : Das Reich Gottes wird von euch genommen und einem Volk gegeben werden , das dessen Früchte bringt . ||| 44 Und wer auf diesen Stein fällt , der wird zerschmettert werden ; auf wen er aber fällt , den wird er zermalmen . ||| 45 Und als die obersten Priester und die Pharisäer seine Gleichnisse hörten , erkannten sie , dass er von ihnen redete . ||| 46 Und sie suchten ihn zu ergreifen , fürchteten aber die Volksmenge , weil sie ihn für einen Propheten hielt . |||

Das Gleichnis vom königlichen Hochzeitsmahl 

22

Da begann Jesus und redete wieder in Gleichnissen zu ihnen und sprach : ||| 2 Das Reich der Himmel gleicht einem König , der für seinen Sohn das Hochzeitsfest veranstaltete . ||| 3 Und er sandte seine Knechte aus , um die Geladenen zur Hochzeit zu rufen ; aber sie wollten nicht kommen . ||| 4 Da sandte er nochmals andere Knechte und sprach : Sagt den Geladenen : Siehe , meine Mahlzeit habe ich bereitet ; meine Ochsen und das Mastvieh sind geschlachtet , und alles ist bereit ; kommt zur Hochzeit ! ||| 5 Sie aber achteten nicht darauf , sondern gingen hin , der eine auf seinen Acker , der andere zu seinem Gewerbe ; ||| 6 die Übrigen aber ergriffen seine Knechte , misshandelten und töteten sie . ||| 7 Als der König das hörte , wurde er zornig , sandte seine Heere aus und brachte diese Mörder um und zündete ihre Stadt an . ||| 8 Dann sprach er zu seinen Knechten : Die Hochzeit ist zwar bereit , aber die Geladenen waren nicht würdig . ||| 9 Darum geht hin an die Kreuzungen der Straßen und ladet zur Hochzeit ein , so viele ihr findet ! ||| 10 Und jene Knechte gingen hinaus auf die Straßen und brachten alle zusammen , so viele sie fanden , Böse und Gute , und der Hochzeitssaal wurde voll von Gästen . ||| 11 Als aber der König hineinging , um sich die Gäste anzusehen , sah er dort einen Menschen , der kein hochzeitliches Gewand anhatte ; ||| 12 und er sprach zu ihm : Freund , wie bist du hier hereingekommen und hast doch kein hochzeitliches Gewand an ? Er aber verstummte . ||| 13 Da sprach der König zu den Dienern : Bindet ihm Hände und Füße , führt ihn weg und werft ihn hinaus in die äußerste Finsternis ! Da wird das Heulen und Zähneknirschen sein . ||| 14 Denn viele sind berufen , aber wenige sind auserwählt ! |||

Die Frage nach der Steuer 

15 Da gingen die Pharisäer und hielten Rat , wie sie ihn in der Rede fangen könnten . ||| 16 Und sie sandten ihre Jünger samt den Herodianern zu ihm , die sprachen : Meister , wir wissen , dass du wahrhaftig bist und den Weg Gottes in Wahrheit lehrst und auf niemand Rücksicht nimmst ; denn du siehst die Person der Menschen nicht an . ||| 17 Darum sage uns , was meinst du : Ist es erlaubt , dem Kaiser die Steuer zu geben , oder nicht ? ||| 18 Da aber Jesus ihre Bosheit erkannte , sprach er : Ihr Heuchler , was versucht ihr mich ? ||| 19 Zeigt mir die Steuermünze ! Da reichten sie ihm einen Denar . ||| 20 Und er spricht zu ihnen : Wessen ist dieses Bild und die Aufschrift ? ||| 21 Sie antworteten ihm : Des Kaiser , was des Kaisers ist , und Gott , was Gottes ist ! ||| 22 Als sie das hörten , verwunderten sie sich , und sie ließen ab von ihm und gingen davon . |||

Die Frage nach der Auferstehung 

23 An jenem Tag traten Sadduzäer zu ihm , die sagen , es gebe keine Auferstehung , und sie fragten ihn ||| 24 und sprachen : Meister , Mose hat gesagt : Wenn jemand ohne Kinder stirbt , so soll sein Bruder dessen Frau zur Ehe nehmen und seinem Bruder Nachkommen erwecken . ||| 25 Nun waren bei uns sieben Brüder . Der erste heiratete und starb ; und weil er keine Nachkommen hatte , hinterließ er seine Frau seinem Bruder . ||| 26 Gleicherweise auch der andere und der dritte , bis zum siebten . ||| 27 Zuletzt , nach allen , starb auch die Frau . ||| 28 Wenn von den Sieben wird sie nun in der Auferstehung als Frau angehören ? Denn alle haben sie zur Frau gehabt . ||| 29 Aber Jesus antwortete und sprach zu ihnen : Ihr irrt , weil ihr weder die Schriften noch die Kraft Gottes kennt . ||| 30 Denn in der Auferstehung heiraten sie nicht , noch werden sie verheiratet , sonder sie sind wie die Engel Gottes im Himmel . ||| 31 Was aber die Auferstehung der Toten betrifft , habt ihr nicht gelesen , was euch von Gott gesagt ist , der spricht : ||| 32 " Ich bin der Gott Abrahams und der Gott Isaaks und der Gott Jakobs" ? Gott ist aber nicht ein Gott der Toten , sondern der Lebendigen . ||| 33 Und als die Menge dies hörte , erstaunte sie über seine Lehre . |||

Die Frage nach dem größten Gebot 

34 Als nun die Pharisäer hörten , dass er den Sadduzäern den Mund gestopft hatte , versammelten sie sich ; ||| 35 und einer von ihnen , ein Gesetzesgelehrter , stellte ihm eine Frage um ihn zu versuchen , und sprach : ||| 36 Meister , welches ist das größte Gebot im Gesetz ? ||| 37 Und Jesus sprach zu ihm : " Du sollst den Herrn , deinen Gott , leiben mit deinem ganzen Herzen und mit deiner ganzen Seele und mit deinem ganzen Denken" . ||| 38 Das ist das erste und größte Gebot . ||| 39 Und das zweite ist ihm vergleichbar ! : " Du sollst deinen Nächsten lieben wie dich selbst" . ||| 40 An diesen zwei Geboten hängen das ganze Gesetz und die Propheten . ||| 

Wessen Sohn ist der Christus ? 

41 Als nun die Pharisäer versammelt waren , fragte sie Jesus  ||| 42 und sprach : Was denkt ihr von dem Christus ? Wessen Sohn ist er ? Sie sagten zu ihm : Davids . ||| 43 Er spricht zu ihnen : Wieso nennt ihn denn David im Geist " Herr " , indem er spricht : ||| 44 " Der Herr hat zu  meinem Herrn gesagt : Setze dich zu meiner Rechten , bis ich deine Feinde hinlege als Schemel für deine Füße" ? ||| 45 Wenn also David ihn Herr nennt , wie kann er dann sein Sohn sein ? ||| 46 Und niemand konnte ihm ein Wort erwidern . Auch getraute sich von jenem Tag an niemand mehr , ihn zu fragen . |||

Strafrede gegen die Schriftgelehrten und Pharisäer 

23 

Da redete Jesus zu der Volksmenge und zu seinen Jüngern ||| 2 und sprach : Die Schriftgelehrten und Pharisäer haben sich auf Moses Stuhl gesetzt . ||| 3 Alles nun , was sie euch sagen , dass ihr halten sollt , das haltet und tut ; aber nach ihren Werken tut nicht , denn sie sagen es wohl , tun es aber nicht . ||| 4 Sie binden nämlich schwere und kaum erträgliche Bürden und legen sie den Menschen auf die Schultern ; sie aber wollen sie nicht mit einem Finger anrühren . ||| 5 Alle ihre Werke tun sie aber , um von den Leuten gesehen zu werden . Sie machen nämlich ihre Gebetsriemen breit und die Säume an ihren Gewändern groß , ||| 6 und sie lieben den obersten Platz bei den Mahlzeiten und die ersten Sitze in den Synagogen ||| 7 und die Begrüßungen auf den Märkten , und wenn sie von den Leuten " Rabbi , Rabbi " genannt werden . ||| 8 Ihr aber sollt euch nicht Rabbi nennen lassen , denn einer ist euer Meister , der Christus ; ihr aber seid alle Brüder . ||| 9 Nennt auch niemand auf Erden euren Vater ; denn einer ist euer Vater , der im Himmel ist . || 10 Auch sollt ihr euch nicht Meister nennen lassen ; denn einer ist euer Meister , der Christus . ||| 11 Der Größte aber unter euch soll euer Diener sein . ||| 12 Wer sich aber selbst erhöht , der wird erniedrigt werden ; und wer sich selbst erniedrigt , der wird erhöht werden . ||| 13 Aber wehe euch , ihr Schriftgelehrten und Pharisäer , ihr Heuchler , dass ihr das Reich der Himmel vor den Menschen zuschließt ! Ihr selbst geht nicht hinein , und die hinein wollen , die lasst ihr nicht hinein . ||| 14 Wehe euch , ihr Schriftgelehrten und Pharisäer , ihr Heuchler , dass ihr die Häuser der Witwen fresst und zum Schein lange betet . Darum werdet ihr ein schwereres Gericht empfangen ! ||| 15 Wehe euch , ihr Schriftgelehrten und Pharisäer , ihr Heuchler , dass ihr Meer und Land durchzieht , um meinen einzigen Proselyten zu machen , und wenn er es geworden ist , macht ihr einen Sohn der Hölle aus ihm , zweimal mehr , als ihr es seid ! ||| 16 Wehe euch , ihr blinden Führer , die ihr sagt : Wer beim Tempel schwört , das gilt nichts ; wer aber beim Gold des Tempels schwört , der ist gebunden . ||| 17 Ihr Narren und Blinden , was ist denn größer , das Gold oder der Tempel , der das Gold heiligt ? ||| 18 Und : Wer beim Brandopferaltar schwört , das darauf liegt , der ist gebunden . ||| 19 Ihr Narren und Blinden ! Was ist denn größer , das Opfer oder der Brandopferaltar , der das Opfer heiligt ? ||| 20 Darum , wer beim Altar schwört , der schwört bei ihm , und bei allem , was darauf ist . ||| 21 Und wer beim Tempel schwört , der schwört bei ihm und bei dem , der darin wohnt . ||| 22 Und wer beim Himmel schwört , der schwört bei dem Thron Gottes und bei dem , der darauf sitzt . ||| 23 Wehe euch , ihr Schriftgelehrten und Pharisäer , ihr Heuchler , dass ihr die Minze und den Anis und den Kümmel verzehntet und das Wichtigere im Gesetz vernachlässigt , nämlich das Recht und das Erbarmen und den Glauben ! Dieses sollte man tun und jenes nicht lassen . |||

 24 Ihr blinden Führer , die ihr die Mücke aussiebt , das Kamel aber verschluckt ! |||

 25 Wehe euch , ihr Schriftgelehrten und Pharisäer , ihr Heuchler , dass ihr das Äußerste des Bechers und der Schüssel reinigt , inwendig aber sind sie voller Raub und Unmäßigkeit ! ||| 26 Du blinder Pharisäer , reinige zuerst das Inwendige des Bechers und der Schüssel , damit auch ihr Äußeres rein werde ! ||| 27 Wehe euch , ihr Schriftgelehrten und Pharisäer , ihr Heuchler , dass ihr getünchten Gräbern gleicht , die äußerlich zwar schön scheinen , inwendig aber voller Totengebeine und aller Unreinheit sind ! ||| 28 So erscheint auch ihr äußerlich vor den Menschen als gerecht , inwendig aber seid ihr voller Heuchelei und Gesetzlosigkeit . ||| 29 Wehe euch , ihr Schriftgelehrten und Pharisäer , ihr Heuchler , dass ihr die Gräber der Propheten baut und ihre Denkmäler der Gerechten schmückt ||| 30 und sagt : Hätten wir in den Tagen unserer Väter gelebt , wir hätten uns nicht mit ihnen des Blutes des Propheten schuldig gemacht . ||| So geht ihr ja euch selbst das Zeugnis , dass ihr Söhne der Prophetenmörder seid . ||| 32 Ja , macht ihr nur das Maß eurer Väter voll ! ||| 33 Ihr Schlangen ! Ihr Otterngezücht ! Wie wollt ihr dem Gericht der Hölle entgehen ? ||| 34 Siehe , darum sende ich zu euch Propheten und Weise und Schriftgelehrte ; und etliche von ihnen werdet ihr töten und kreuzigen , und etliche werdet ihr in euren Synagogen geißeln und sie verfolgen von einer Stadt zur anderen , ||| 35 damit über euch alles gerechte Blut kommt , das auf Erden vergossen worden ist , vom Blut Abels , des Gerechten , bis zum Blut des Zacharias , des Sohnes Barachias , den ihr zwischen dem Tempel und dem Altar getötet habt . ||| 36 Wahrlich , ich sage euch : Dies alles wird über dieses Geschlecht kommen ! |||

Klage über Jerusalem 

37 Jerusalem , Jerusalem , die du die Propheten tötest und steinigst , die zu dir gesandt sind ! Wie oft habe ich deine Kinder sammeln wollen , wie eine Henne ihre Küken unter die Flügel sammelt , aber ihr habt nicht gewollt ! ||| 38 Siehe , euer Haus wird euch verwüstet gelassen werden ; ||| 39 denn ich sage euch ; Ihr werdet mich von jetzt an nicht mehr sehen , bis ihr sprechen werdet : " Gepriesen sei der , welcher kommt im Namen des Herrn !" |||

DIE ENDZEITREDE JESU AUF DEM ÖLBERG 

KAPITEL 24 - 25 

24 

Und Jesus trat hinaus und ging vom Tempel hinweg . Und seine Jünger kamen herzu , im ihm die Gebäude des Tempels zu zeigen . ||| 2 Jesus aber sprach zu ihnen : Steht ihr nicht dies alles ? Wahrlich , ich sage euch : Hier wird kein Stein auf dem anderen bleiben , der nicht abgebrochen wird ! ||| 3 Als er aber auf dem Ölberg saß , traten die Jünger allein zu ihm und sprachen : Sage uns , wann wird dies geschehen , und was wird das Zeichen deiner Wiederkunft und des Endes der Weltzeit sein ? |||

Verführungen und Nöte in der Endzeit 

4 Und Jesus antwortete und sprach zu ihnen : Habt acht , dass euch niemand verführt ! ||| 5 Denn viele werden unter meinem Namen kommen und sagen : Ich bin der Christus ! Und sie werden viele verführen . ||| 6 Ihr werdet aber von Kriegen und Kriegsgerüchten hören ; habt acht , erschreckt nicht ; denn dies alles muss geschehen ; aber es ist noch nicht das Ende . ||| 7 Denn ein Heidenvolk wird sich gegen das andere erheben und ein Königreich gegen das andere ; und es werden hier und dort Hungersnöte , Seuchen und Erdbeben geschehen . ||| 8 Dies alles ist der Anfang der Wehen . ||| 9 Dann wird man euch der Drangsal preisgeben und euch töten ; und ihr werdet gehasst sein von allen Heidenvölkern um meines Namens willen . ||| 10 Und dann werden viele Anstoß nehmen , einander verraten und einander hassen . ||| 11 Und es werden viele falsche Propheten auftreten und werden viele verführen . ||| 12 Und weil die Gesetzlosigkeit überhandnimmt , wird die Liebe in vielen erkalten . ||| 13 Wer aber ausharrt bis ans Ende , der wird gerettet werden . ||| 14 Und dieses Evangelium vom Reich wird in der ganzen Welt verkündigt werden , zum Zeugnis für alle Heidenvölker , und dann wird das Ende kommen . |||

Die große Drangsal 

15 Wenn ihr nun den Gräuel der Verwüstung , von dem durch den Propheten Daniel geredet wurde , an heiliger Stätten stehen seht ( wer es liest , der achte darauf ! ) , ||| 16 dann fliehe auf die Berge , wer in Judäa ist ; ||| 17 wer auf dem Dach ist , der steige nicht hinab , um etwas aus seinem Haus zu holen , ||| 18 und wer auf dem Feld ist , der kehre nicht zurück , um seine Kleider zu holen . ||| 19 Wehe aber den Schwangeren und den Stillenden in jenen Tagen ! ||| 20 Bittet aber , dass eure Flucht nicht im Winter noch am Sabbat geschieht . ||| 21 Denn dann wird eine große Drangsal sein , wie von Anfang der Welt an bis jetzt keine gewesen ist und auch keine mehr kommen wird . ||| 22 Und wenn jene Tage nicht verkürzt würden , so würde kein Fleisch gerettet werden ; aber um der Auserwählten willen sollen jene Tage verkürzt werden . ||| 23 Wenn dann jemand zu euch sagen wird : Siehe , hier ist der Christus , oder dort , so glaubt es nicht ! ||| 24 Denn es werden falsche Christusse und falsche Propheten auftreten und werden große Zeichen und Wunder tun , um , wenn möglich , auch die Auserwählten zu verführen . ||| 25 Siehe , ich habe es euch vorhergesagt . ||| 26 Wenn sie nun zu euch sagen werden : " Siehe , er ist in der Wüste !" , so geht nicht hinaus ; " Siehe , er ist in den Kammern !" , so glaubt es nicht ! ||| 27 Denn wie der Blitz vom Osten ausfährt und bis zum Westen scheint , so wird auch die Wiederkunft des Menschensohnes sein . ||| 28 Denn wo das Aas ist , da sammeln sich die Geier . |||

Das Kommen des Menschensohnes 

29 Bald aber nach der Drangsal jener Tage wird die Sonne verfinstert werden , und der Mond wird seinen Schein nicht geben , und die Sterne werden vom Himmel fallen und die Kräfte des Himmels erschüttert werden . ||| 30 Und dann wird das Zeichen des Menschensohnes am Himmel erscheinen , und dann werden sich alle Geschlechter der Erde an die Brust schlagen , und sie werden den Sohn des Menschen kommen sehen auf den Wolken des Himmels mit großer Kraft und Herrlichkeit . ||| 31 Und er wird seine Engel aussenden mit starkem Posaunenschall , und sie werden seine Auserwählten versammeln von den vier Windrichtungen her , von einem Ende des Himmels bis zum anderen . ||| 32 Von dem Feigenbaum aber lernt das Gleichnis : Wenn sein Zweig schon saftig wird und Blätter treibt , so erkennt ihr , dass der Sommer nahe ist . ||| 33 Also auch ihr , wenn ihr dies alles seht , so erkennt , dass er nahe vor der Türe ist . ||| 34 Wahrlich , ich sage euch : Dieses Geschlecht wird nicht vergehen , bis dies alles geschehen ist . ||| 35 Himmel und Erde werden vergehen , aber meine Worte werden nicht vergehen . |||

Ermahnung zur Wachsamkeit 

36 Um jenen Tag aber und die Stunde weiß niemand , auch die Engel im Himmel nicht , sondern allein der Vater . ||| 37 Wie es aber in den Tagen Noahs war , so wird es auch bei der Wiederkunft des Menschensohnes sein . ||| 38 Denn wie sie in den Tagen vor der Sintflut aßen und tranken , heirateten und verheirateten bis zu dem Tag , als Noah in die Arche ging , ||| 39 und nichts merkten , bis die Sintflut kam und sie alle dahinraffte , so wird auch die Wiederkunft des Menschensohnes sein . ||| 40 Dann werden zwei auf dem Feld sein ; der eine wird genommen , und der andere wird zurückgelassen . ||| 41 Zwei werden auf der Mühle mahlen ; die eine wird genommen , und die andere wird zurückgelassen . ||| 42 So wacht nun , da ihr nicht wisst , in welcher Stunde euer Herr kommt ! ||| 43 Das aber erkennt : Wenn der Hausherr wüsste , in welcher Nachtstunde der Dieb käme , so würde er wohl wachen und nicht in sein Haus einbrechen lassen . ||| 44 Darum seid auch ihr bereit ! Denn der Sohn des Menschen kommt zu einer Stunde , da ihr es nicht meint . ||| 45 Wer ist nun der treue und kluge Knecht , den sein Herr über seine Dienerschaft gesetzt hat , damit er ihnen die Speise gibt zur rechten Zeit ? ||| 46 Glückselig ist jener Knecht , den sein Herr , wenn er kommt , bei solchen Tun finden wird . ||| 47 Wahrlich , ich sage euch : Er wird ihn über alle seine Güter setzen . ||| 48 Wenn aber jener böse Knecht in seinem Herzen spricht : Mein Herr säumt zu kommen ! , ||| 49 und anfängt , die Mitknechte zu schlagen und mit den Schlemmern zu essen und zu trinken , ||| 50 so wird der Herr jenes Knechtes an einem Tag kommen , da er es nicht erwartet , und zu einer Stunde , die er nicht kennt , ||| 51 und wird ihn entzweihauen und ihm seinen Teil mit den Heuchlern geben . Da wird das Heulen und Zähneknirschen sein . |||

Das Gleichnis von den zehn Jungfrauen 

25 

Dann wird das Reich der Himmel zehn Jungfrauen gleichen , die ihre Lampen nahmen und den Bräutigam entgegengingen . ||| 2 Fünf von ihnen aber waren klug und fünf töricht . ||| 3 Die törichten nahmen zwar ihre Lampen , aber sie nahmen kein Öl mit sich . ||| 4 Die klugen aber nahmen Öl in ihren Gefäßen mitsamt ihrer Lampen . ||| 5 Als nun der Bräutigam auf sich warten ließ , wurden sie alle schläfrig und schliefen ein . ||| 6 Um Mitternacht aber entstand ein Geschrei : Siehe , der Bräutigam kommt ! Geht aus , ihm entgegen ! ||| 7 Da erwachten alle jene Jungfrauen und machten ihre Lampen bereit . ||| 8 Die törichten aber sprachen zu den klugen : Gebt uns von eurem Öl , denn unsere Lampen erlöschen ! ||| 9 Aber die klugen antworteten und sprachen : Nein , es würde nicht reichen für uns und für euch . Geht doch vielmehr hin zu den Händlern und kauft für euch selbst ! ||| 10 Während sie aber hingingen , um zu kaufen , kam der Bräutigam ; und die bereit waren , gingen mit ihm hinein zur Hochzeit ; und die Tür wurde verschlossen . ||| 11 Danach kommen auch die übrigen Jungfrauen und sagen : Herr , Herr , tue uns auf ! ||| 12 Er aber antwortete und sprach : Wahrlich , ich sage euch : Ich kenne euch nicht ! ||| 13 Darum wacht ! Denn ihr wisst weder den Tag noch die Stunde , in welcher der Sohn des Menschen kommen wird . |||

Das Gleichnis von den anvertrauten Talenten 

14 Denn es ist wie bei einem Menschen , der außer Landes reisen wollte , seine Knechte rief und ihnen seine Güter hingab . ||| 15 Dem einen gab er fünf Talente , dem anderen zwei , dem dritten eins , jedem nach seiner Kraft , und er reiste sogleich ab . ||| 16 Da ging der hin , welcher die fünf Talente empfangen hatte , handelte mit ihnen und gewann fünf weitere Talente . ||| 17 Und ebenso der , welcher die zwei Talente ( empfangen hatte ) , auch er gewann zwei weitere . ||| 18 Aber der , welcher das eine empfangen hatte , ging hin , grub die Erde auf und verbarg das Geld seines Herrn . ||| 19 Nach langer Zeit aber kommt der Herr dieser Knechte und hält Abrechnung mit ihnen . ||| 20 Und es trat der hinzu , der die die fünf Talente empfangen hatte , brachte noch fünf weitere Talente herzu und sprach : Herr , du hast mir fünf Talente übergeben ; siehe , ich habe mit ihnen fünf weitere Talente gewonnen . ||| 21 Da sagte sein Herr zu ihm : Recht so , du guter und treuer Knecht ! Du bist über wenigem treu gewesen , ich will dich über vieles setzen ; geh ein zur Freude deines Herrn ! ||| 22 Und es trat auch der hinzu , der die zwei Talente empfangen hatte , und sprach : Herr , du hast mir zwei Talente übergeben ; siehe , ich habe mit ihnen zwei andere Talente gewonnen . ||| 23 Sein Herr sagte zu ihm : Recht so , du guter und treuer Knecht ! Du bist über wenigem treu gewesen , ich will dich über vieles setzen , geh ein zur Freude deines Herrn ! ||| 24 Da trat auch der hinzu , der das eine Talent empfangen hatte , und sprach : Herr , ich kannte dich , dass du ein harter Mann bist . Du erntest , wo du nicht gesät , und sammelst , wo du nicht ausgestreut hast ; ||| 25 und ich fürchtete mich , ging hin und verbarg dein Talent in der Erde . Siehe , da hast du das Deine ! ||| 26 Aber sein Herr antwortete und sprach zu ihm : Du böser und fauler Knecht ! Wusstest du , dass ich ernte , wo ich nicht gesät , und sammle , wo ich nicht ausgestreut habe ? ||| 27 Dann hättest du mein Geld den Wechslern bringen sollen , so hätte ich bei meinem Kommen das Meine mit Zinsen zurückerhalten . ||| 28 Darum nehmt ihm das Talent weg und gebt es dem , der die zehn Talente hat ! ||| 29 Denn wer hat , dem wird gegeben werden , damit er Überfluss hat ; von dem aber , der nicht hat , wird auch das genommen werden , was er hat . ||| 30 Und den unnützen Knecht werft hinaus in die äußerste Finsternis ! Dort wird das Heulen und Zähneknirschen sein . |||

Das Gericht über die Heidenvölker 

31 Wenn aber der Sohn des Menschen in seiner Herrlichkeit kommen wird und alle heiligen Engel mit ihm , dann wird er auf dem Thron seiner Herrlichkeit sitzen , ||| 32 und vor ihm werden alle Heidenvölker versammelt werden . Und er wird sie voneinander scheiden , wie ein Hirte die Schafe von den Böcken scheidet , ||| 33 und er wird die Schafe zu seiner Rechten stellen , die Böcke aber zu seiner Linken . ||| 34 Dann wird der König denen zu seiner Rechten sagen : Kommt her , ihr Gesegneten meines Vaters , und erbt das Reich , das euch bereitet ist seit Grundlegung der Welt ! ||| 35 Denn ich bin hungrig gewesen , und ihr habt mich gespeist ; ich bin durstig gewesen , und ihr habt mir zu trinken gegeben ; ich bin ein Fremdling gewesen , und ihr habt mich beherbergt ; ||| 36 ich bin ohne Kleidung gewesen , und ihr habt mich bekleidet ; ich bin krank gewesen , und ihr habt mich besucht ; ich bin gefangen gewesen , und ihr seid zu mir gekommen . ||| 37 Dann werden ihm die Gerechten antworten und sagen : Herr , wann haben wir dich hungrig gesehen und haben dich gespeist , oder durstig , und haben dir zu trinken gegeben ? ||| 38 Wann haben wir dich als Fremdling gesehen und haben dich beherbergt , oder ohne Kleidung , und haben dich bekleidet ? ||| 39 Wann haben wir dich krank gesehen oder im Gefängnis , und sind zu dir gekommen ? ||| 40 Und der König wird ihnen antworten und sagen : Wahrlich , ich sage euch : Was ihr einem dieser meiner geringsten Brüder getan habt , das habt ihr mir getan ! ||| 41 Dann wird er auch denen zur Linken sagen : Geht hinweg von mir , ihr Verfluchten , in das ewige Feuer , das dem Teufel und seinen Engeln bereitet ist ! |||  42 Denn ich bin hungrig gewesen , und ihr habt mich nicht gespeist ; ich bin durstig gewesen , und ihr habt mir nicht zu trinken gegeben ; ||| 43 ich bin ein Fremdling gewesen , und ihr habt mich nicht beherbergt ; ohne Kleidung , und ihr habt mich nicht bekleidet ; krank und gefangen , und ihr habt mich nicht besucht ! ||| 44 Dann werden auch sie ihm antworten und sagen : Herr , wann haben wir dich hungrig oder durstig oder als Fremdling oder ohne Kleidung oder krank oder gefangen gesehen und haben dir nicht gedient ? ||| 45 Dann wird er ihnen antworten : Wahrlich , ich sage euch : Was ihr einem dieser Geringsten nicht getan habt , das hat ihr mir auch nicht getan ! ||| 46 Und sie werden in die ewige Strafe hingehen , die Gerechten aber in das ewige Leben . |||

DAS LEIDEN UND STERBEN JESU CHRISTI 

KAPITEL 26 - 27 

26 

Und es geschah , als Jesus alle diese Worte beendet hatte , sprach er zu seinen Jüngern ; |||  2 Ihr wisst , dass in zwei Tagen das Passah ist ; dann wird der Sohn des Menschen ausgeliefert , damit er gekreuzigt werde . |||

Der Plan der obersten Priester und Ältesten 

3 Da versammelten sich die obersten Priester und die Schriftgelehrten und die Ältesten des Volkes im Hof des Hohepriesters , der Kajaphas hieß . ||| 4 Und sie heilten miteinander Rat , wie sie Jesus mit List ergreifen und töten könnten . ||| 5 Sie sprachen aber : Nicht während des Festes , damit kein Aufruhr unter dem Volk entsteht ! |||

Die Salbung Jesu in Behanien 

6 Als nun Jesus in Behanien im Haus Simons des Aussätzigen war , ||| 7 da trat eine Frau zu ihm mit einer alabasternen Flasche voll kostbaren Salböls und goss es auf sein Haupt , während er zu Tisch saß . ||| 8 Als das seine Jünger sahen , wurden sie unwillig und sprachen : Wozu diese Verschwendung ? ||| 9 Man hätte dieses Salböl doch teuer verkaufen und den Armen geben können ! ||| 10 Als es aber Jesus bemerkte , sprach er zu ihnen : Warum bekümmert ihr diese Frau ? Sie hat doch ein gutes Werk an mir getan ! ||| 11 Denn die Armen habt ihr allezeit bei euch , mich aber hat ihr nicht allezeit . ||| 12 Damit , dass sie dieses Salböl auf meinen Leib goss , hat sie mich zum Begräbnis bereitet . ||| 13 Wahrlich , ich sage euch : Wo immer dieses Evangelium verkündigt wird in der ganzen Welt , da wird man auch von dem sprechen , was diese getan hat , zu ihrem Gedenken ! |||

Der Verrat des Judas 

14 Da ging einer der Zwölf namens Judas Ichariot hin zu den obersten Priestern ||| 15 und sprach : Was wollt ihr mir geben , wenn ich ihn euch verrate ? Und sie setzten ihm 30 Silberlinge fest . ||| 16 Und von da an suchte er eine gute Gelegenheit , ihn zu verraten . |||

Das letzte Passahmahl 

17 Am ersten Tag der ungesäuerten Broten traten die Jünger nun zu Jesus und sprachen zu ihm : Wo willst du , dass wir dir das Passahmahl zu essen bereiten ? ||| 18 Und er sprach : Geht hin in die Stadt zu dem und dem und sprecht zu ihm : Der Meister lässt dir sagen : Meine Zeit ist nahe ; bei dir will ich mit meinen Jüngern das Passah halten ! ||| 19 Und die Jünger machten es , wie Jesus ihnen befohlen hatte , und bereiteten das Passah . ||| 20 Als es nun Abend geworden war , setzte er sich mit den Zwölfen zu Tisch . ||| 21 Und während sie aßen , sprach er : Wahrlich , ich sage euch : Einer von euch wird mich verraten ! ||| 22 Da wurden sie sehr betrübt , und jeder von ihnen fing an , ihn zu fragen : Herr , doch nicht ich ? ||| 23 Er antwortete aber und sprach : Der mit mir die Hand in die Schüssel taucht , der wird mich verraten . ||| 24 Der Sohn des Menschen geht zwar dahin , wie von ihm geschrieben steht ; aber wehe jenem Menschen , durch den der Sohn des Menschen verraten wird ! Es wäre für jenen Menschen besser , wenn ernicht geboren wäre . ||| 25 Da antworte Judas , der ihn verriet , und sprach : Rabbi , doch nicht ich ? Er spricht zu ihm : Du hast es gesagt ! |||

Die Einsetzung des Mahles des Herrn 

26 Als sie nun aßen , nahm Jesus das Brot und sprach den Segen , brach es , gab es den Jüngern und sprach : Nehmt , esst ! Das ist mein Leib . ||| 27 Und er nahm den Kelch und dankte , gab ihnen denselben und sprach : Trinkt alle daraus ! ||| 28 Denn das ist mein Blut , das des neuen Bundes , das für viele vergossen wird zur Vergebung der Sünden . ||| 29 Ich sage euch aber : Ich werde von jetzt an von diesem Gewächs des Weinstocks nicht mehr trinken bis zu jenem Tag , da ich es neu mit euch trinken werde im Reich meines Vaters ! |||

Die Ankündigung der Verleugnung durch Petrus 

30 Und nachdem sie den Lobgesang gesungen hatten , gingen sie hinaus an den Ölberg . ||| 31 Da spricht Jesus zu ihnen : Ihr werdet in dieser Nacht alle an mir Anstoß nehmen ; denn es steht geschrieben : " Ich werde den Hirten schlagen , und die Schafe der Herde werden sich zerstreuen " . ||| 32 Aber nachdem ich auferweckt worden bin , will ich euch nach Galiläa vorangehen . ||| 33 Da antwortete Petrus und sprach zu ihm : Wenn auch alle an dir Anstoß nehmen , so werde doch ich niemals Anstoß nehmen ! ||| 34 Jesus spricht zu ihm : Wahrlich , ich sage dir : In dieser Nacht , ehe der Hahn kräht , wirst du mich dreimal verleugnen ! ||| 35 Petrus spricht zu ihm : Und wenn ich auch mit dir sterben müsste , werde ich dich nicht verleugnen ! Ebenso sprach auch alle Jünger . |||

Gethsemane 

36 Da kommt Jesus mit ihnen zu einem Grundstück , das Gethsemane genannt wird . Und er spricht zu den Jüngern : Setzt euch hier hin , während ich weggehe und dort bete ! ||| 37 Und er nahm Petrus und die zwei Söhne des Zebedäus mit sich ; und er fing an , betrübt zu werden , und ihm graute sehr . ||| 38 Da spricht er zu ihnen : Meine Seele ist tief betrübt bis zum Tod . Bleibt hier und wacht mit mir ! ||| 39 Und er ging ein wenig weiter , warf sich auf sein Angesicht , betete und sprach : Mein Vater ! Ist es möglich , so gehe dieser Kelch an mir vorüber ; doch nicht wie ich will , sondern wir du willst ! ||| 40 Und er kommt zu den Jüngern und findet sie schlagend und spricht zu Petrus : Könnt ihr also nicht eine Stunde mit mir wachen ? ||| 41 Wacht und betet , damit ihr nicht in Versuchung kommt ! Der Geist ist willig , aber das Fleisch ist schwach . ||| 42 Wiederum ging er zum zweiten Mal hin , betete und sprach : Mein Vater , wenn dieser Kelch nicht an mir vorübergehen kann , ohne dass ich ihn trinke , so geschehe dein Wille ! ||| 43 Und er kommt und findet sie wieder schlafend ; denn die Augen waren ihnen schwer geworden . ||| 44 Und er ließ sie , ging wieder hin , betete zum dritten Mal und sprach dieselben Worte . ||| 45 Dann kommt er zu seinen Jüngern und spricht zu ihnen : Schlaft ihr noch immer und ruht ? Siehe , die Stunde ist nahe , und der Sohn des Menschen wird in die Hände der Sünder ausgeliefert . ||| 46 Steht auf , lasst uns gehen ! Siehe , der mich verrät , ist nahe . |||

Die Gefangennahme Jesu 

47 Und während er noch redete , siehe , da kam Judas , einer der Zwölf , und mit ihm eine große Schar mit Schwertern und Stöcken , ( gesandt ) von den obersten Priestern und Ältesten des Volkes . ||| 48 Der ihn aber verriet , hatten ihnen ein Zeichen gegeben und gesagt : Der , den ich küssen werde , der ist´s , den ergreift ! ||| 49 Und sogleich trat er zu Jesus und sprach : Sei gegrüßt , Rabbi ! , und küsste ihn . ||| 50 Jesus aber sprach zu ihm : Freund , wozu bist du hier ? Da traten sie hinzu , legten Hand an Jesus und nahmen ihn fest . ||| 51 Und siehe , einer von denen , die bei Jesus waren , streckte die Hand aus , zog sein Schwert , schlug den Knecht des Hohenpriesters und hieb ihm ein Ohr ab . ||| 52 Da sprach Jesus zu ihm : Stecke dein Schwert an seinen Platz ! Denn alle , die zum Schwert greifen , werden durch das Schwert umkommen ! ||| 53 Und meinst du , ich könnte nicht jetzt meinen Vater bitten , und er würde mir mehr als zwölf Legionen Engel schickten ? ||| 54 Wie würden dann aber die Schriften erfüllt , dass es so kommen muss ? ||| 55 In jener Stunde sprach Jesus zu der Volksmenge : Wie gegen einen Räuber seid ihr ausgezogen mit Schwertern und Stöcken , um mich zu fangen ! Täglich bin ich bei euch im Tempel gesessen und habe gelehrt , und ihr habt mich nicht ergriffen . ||| 56 Das alles aber ist geschehen , damit die Schriften der Propheten erfüllt würden . ____ Da verließen ihn alle Jünger und flohen . |||

Jesus vor dem Hohen Rat 

57 Die aber Jesus festgenommen hatten , führten ihn ab zu dem Hohepriester Kajaphas , wo die Schriftgelehrten und die Ältesten versammelt waren . ||| 58 Petrus aber folgte ihnen von ferne bis zum Hof des Hohepriesters . Und er ging hinein und setzte sich zu den Dienern , um den Ausgang ( der Sache ) zu sehen . ||| 59 Aber die obersten Priester und die Ältesten und der ganze Hohe Rat suchten ein falsches Zeugnis gegen Jesus , um ihn zu töten . ||| 60 Aber sie fanden keines ; und obgleich viele falsche Zeugen herzukamen , fanden sie doch keines . ||| 61 Zuletzt aber kamen zwei falsche Zeugen und sprachen : Dieser hat gesagt : Ich kann den Tempel Gottes zerstören und ihn in drei Tagen aufbauen ! ||| 62 Und der Hohepriester stand auf und sprach zu ihm : Antwortest du nichts auf das , was diese gegen dich aussagen ? ||| 63 Jesus aber schwieg . Und der Hohepriester begann und sprach zu ihm : Ich beschwöre dich bei dem lebendigen Gott , dass du uns sagst , ob du der Christus bist , der Sohn Gottes ! ||| 64 Jesus spricht zu ihm : Du hast es gesagt ! Überdies sage ich euch : Künftig werdet ihr den Sohn des Menschen sitzen sehen zur Rechten der Macht und kommen auf den Wolken des Himmels ! ||| 64 Da zerriss der Hohepriester seine Kleider und sprach : Er hat gelästert ! Was brauchen wir weitere Zeugen ? Siehe , nun habt ihr seine Lästerung gehört . ||| 66 Was meint ihr ? Sie antworteten und sprachen : Er ist des Todes schuldig ! ||| 67 Da spuckten sie ihm ins Angesicht und schlugen ihn mit Fäusten ; andere gaben ihm Backenstreiche ||| 68 und sprachen : Christus , weissage uns ! Wer ist´s , der dich geschlagen hat ? |||

Die dreifache Verleugnung durch Petrus 

69 Petrus aber saß draußen im Hof . Und eine Magd trat zu ihm und sprach : Auch du warst mit Jesus , dem Galiläer ! ||| 70 ER aber leugnete vor allem und sprach : Ich weiß nicht , was du sagst ! ||| 71 Als er dann in den Vorhof hinausging , sah ihn eine andere und sprach zu denen , die dort waren : Auch dieser war mit Jesus , dem Nazarener ! ||| 72 Und er leugnete nochmals mit einem Schwur : Ich kenne die Menschen nicht ! ||| 73 Bald darauf aber traten die Umstehenden herzu und sagten zu Petrus ; Wahrhaftig , du bist auch einer von ihnen ; denn auch deine Sprache verrät dich . ||| 74 Da fing er an , ( sich ) zu verfluchen und zu schwören : Ich kenne den Menschen nicht ! Und sogleich krähte der Hahn . ||| 75 Und Petrus erinnerte sich an das Wort Jesu , der zu ihm gesagt hatte ; Ehe der Hahn kräht , wirst du mich dreimal verleugnen . Und er ging hinaus und weinte bitterlich . ||| 

Die Auslieferung Jesu an Pilatus 

27 Als es aber Morgen geworden war , hielten alle obersten Priester und die Ältesten des Volkes einen Rat gegen Jesus , um ihn zu töten . ||| 2 Und sie banden ihn , führten ihn ab und lieferten ihn dem Statthalter Ponitius Pilatus aus . |||

Das Ende des Judas 

3 Als nun Judas , der ihn verraten hatte , sah , dass er verurteilt war , reute es ihn ; und er brachte die 30 Silberlinge den obersten Priestern und den Ältesten zurück ||| 4 und sprach : Ich habe gesündigt , dass ich unschuldiges Blut verraten habe ! Sie aber sprachen : Was geht das uns an ? Da sieh du zu ! ||| 5 Da warf er die Silberlinge im Tempel hin und machte sich davon , ging hin und erhängte sich . ||| 6 Die Obersten Priester aber nahmen die Silberlinge und sprachen : Wir dürfen sie nicht in den Opferkasten legen , weil es Blutgeld ist ! ||| 7 Nachdem sie aber Rat gehalten hatten , kauften sie dafür den Acker des Töpfers als Begräbnisstätte für die Fremdlinge . ||| 8 Daher wird jener Acker " Blutacker" genannt bis zum heutigen Tag . ||| 9 Da wurde erfüllt , was durch den Propheten Jeremia gesagt ist , der spricht : " Und sie nahmen die 30 Silberlinge , den Wert dessen , der geschätzt wurde , den die Kinder Israels geschätzt hatten , ||| 10 und gaben sie für den Acker des Töpfers , wie der Herr befohlen hatte ." |||

Jesus vor Pilatus 

11 Jesus aber stand vor dem Statthalter ; und der Statthalter fragte ihn und sprach : Bist du der König der Juden ? Jesus sprach zu ihm : Du sagst es ! ||| 12 Und als er von den obersten Priestern und den Ältesten verklagt wurde , antwortete er nichts . ||| 13 Da sprach Pilatus zu ihm : Hörst du nicht , was sie alles gegen dich aussagen ? ||| 14 Und er antwortete ihm auch nicht auf ein einziges Wort , sodass der Statthalter sich sehr verwunderte . |||

Die Verurteilung Jesu durch die Volksmenge 

15 Aber anlässlich des Festes pflegte der Statthalter der Volksmenge einen Gefangenen freizugeben , welchen sie wollten . ||| 16 Sie hatten aber damals einen berüchtigten Gefangenen namens Barabbas . ||| 17 Als sie nun versammelt waren , sprach Pilatus zu ihnen : Welchen wollt ihr , dass ich euch freilasse , Barabbas oder Jesus , den man Christus nennt ? ||| 18 Denn er wusste , dass sie ihn aus Neid ausgeliefert hatten . ||| 19 Als er aber auf dem Richterstuhl saß , sandte seine Frau zu ihm und ließ ihm sagen : Habe du nichts zu schaffen mit diesem Gerechten ; denn ich habe heute im Traum seinetwegen viel gelitten ! ||| 20 Aber die obersten Priester und die Ältesten überredeten die Volksmenge , den Barabbas zu erbitten , Jesus aber umbringen zu lassen . ||| 21 Der Statthalter aber antwortete und sprach zu ihnen : Welchen von diesen beiden wollt ihr , dass ich euch freilasse ? Sie sprachen : Den Barabbas ! ||| 22 Pilatus spricht zu ihnen : Was soll ich denn mit Jesus tun , den man Christus nennt ? Sie sprachen alle zu ihm : Kreuzige ihn ! ||| 23 Da sagte der Statthalter : Was hat er denn Böses getan ? Sie aber schrien noch viel mehr und sprachen : Kreuzige ihn ! |||| 24 Als nun Pilatus sah , dass er nichts ausrichtete , sondern dass vielmehr ein Aufruhr entstand , nahm er Wasser und wusch sich vor der Volksmenge die Hände und sprach : Ich bin unschuldig an dem Blut dieses Gerechten ; steht ihr zu ! ||| 25 Und das ganze Volk antwortete und sprach : Sein Blut komme über uns und über unsere Kinder ! ||| 26 Da gab er ihnen den Barabbas frei ; Jesus aber ließ er geißeln und übergab ihn zur Kreuzigung . 

Verspottung und Dornenkrone 

27 Da kamen die Kriegsknechte des Statthalters Jesus in das Prätorium und versammelten die ganze Schar um ihn . ||| 28 Und sie zogen ihn aus und legten ihm einen Purpurmantel um ||| 29 und flochten eine Krone aus Dornen , setzten sie auf sein Haupt , gaben ihm ein Rohr in die rechte Hand und beugten vor ihm die Knie , versprotteten ihn und sprachen : Sei gegrüßt , König der Juden ! ||| 30 Dann spuckten sie ihn an und nahmen das Rohr und schlugen ihn auf das Haupt . ||| 31 Und nachdem sie ihn verpottet hatten , zogen sie ihm den Mantel aus und legten ihm seine Kleider an . Und sie führten ihn ab , um ihn zu kreuzigen . |||

Die Kreuzigung Jesu 

32 Als sie aber hinauszogen , fanden sie einen Mann von Kyrene namens Simon ; den zwangen sie , ihm das Kreuz zu tragen . ||| 33 Und als sie an den Platz kamen , den man Golgatha nennt , das heißt "Schädelstätte" , ||| 34 gaben sie ihm Essig mit Galle vermischt zu trinken ; und als er es gekostet hatte , wollte er nicht trinken . ||| 35 Nachdem sie ihn nun gekreuzigt hatten , teilten sie seine Kleider unter sich und warfen das Los , damit erfüllt würde , was durch den Propheten gesagt ist : " Sie haben meine Kleider unter sich geteilt , und das Los über mein Gewand geworfen" . |||| 36 Und sie saßen dort und bewachten ihn . ||| 37 Und sie befestigten über seinem Haupt die Inschrift seiner Schuld : " Dies ist Jesus , der König der Juden" . ||| 38 Dann wurden mit ihm zwei Räuber gekreuzigt , einer zur Rechten , der andere zur Linken . ||| 39 Aber die Vorübergehenden lästern ihn , schüttelten den Kopf ||| 40 und sprachen : Der du den Tempel zerstörst und in drei Tagen aufbaust , rette dich selbst ! Wenn du Gottes Sohn bist , so steige vom Kreuz herab ! ||| 41 Gleicherweise spotteten aber auch die obersten Priester samt den Schriftgelehrten und Ältesten und sprachen : ||| 42 Andere hat er gerettet , sich selbst kann er nicht retten ! Ist er den König Israels , so steige er nun vom Kreuz herab , und wir wollen ihm glauben ! ||| 43 Er hat auf Gott vertraut ; der befreie ihn jetzt , wenn er Lust an ihm hat ; denn er hat ja gesagt : Ich bin Gottes Sohn ! ||| 44 Ebenso schmähten ihn auch die Räuber, die mit ihm gekreuzigt waren . |||

Der Tod Jesu 

45 Aber von der sechsten Stunde an kam eine Finsternis über das ganze Land bis zur neunten Stunde . ||| 46 Und um die neunte Stunde rief Jesus mit lauter Stimme : Eli , Eli , lama sabachthani , das heißt : " Mein Gott , mein Gott , warum hast du mich verlassen ?" ||| 47 Etliche der Anwesenden sprachen , als sie es hörten : Der ruft den Elia ! ||| 48 Und sogleich lief einer von ihnen , nahm einen Schwamm , füllte ihn mit Essig , steckte ihn auf ein Rohr und gab ihm zu trinken . ||| 49 Die Übrigen aber sprachen : Halt , lasst uns sehen , ob Elia kommt , um ihn zu retten ! ||| 50 Jesus aber schrie nochmals mit lauter Stimme und gab den Geist auf . ||| 51 Und siehe , der Vorhang im Tempel riss von oben bis unten entzwei , und die Erde erbebte , und die Felsen spalteten sich , und viele Leiber der entschlafenen Heiligen wurden auferweckt ||| 53 und gingen aus den Gräbern hervor nach seiner Auferstehung und kamen in die heilige Stadt und erschienen vielen . ||| 54 Als aber der Hauptmann und die , welche mit ihm Jesus bewachten , das Erdbeben sahen und was geschah , fürchteten sie sich sehr und sprachen : Wahrhaftig , dieser war Gottes Sohn ! ||| 55 Es waren aber dort viele Frauen , die von ferne zusahen , welche Jesus von Galiläa her gefolgt waren und ihm gedient hatten ; ||| 56 unter ihnen waren Maria Magdalena und Maria , die Mutter des Jakobus und Joses , und die Mutter der Söhne des Zebedäus . |||

Die Grablegung Jesu durch Joseph von Arimathia 

57 Als es nun Abend geworden war , kam ein reicher Mann von Arimathia namens Joseph , der auch ein Jünger Jesu geworden war . ||| 58 Dieser ging zu Pilatus , dass ihm der Leib gegeben werde . ||| 59 Und Joseph nahm den Leib , wickelte ihn in reine Leinwand ||| 60 und legte ihn in sein neues Grab , das er im Felsen hatte aushauen lassen ; und er wälzte einen großen Stein vor den Eingang des Grabes und ging davon . ||| 61 Es waren aber dort Maria Magdalena und die andere Maria , die saßen dem Grab gegenüber . |||

Das Grab wird versiegelt und bewacht 

62 Am anderen Tag nun , der auf den Rüsttag folgt , versammelten sich die obersten Priester und die Pharisäer bei Pilatus ||| 63 und sprachen : Herr , wir erinnern uns , dass dieser Verführer sprach , als er noch lebte : Nach drei Tagen werde ich auferstehen . ||| 64 So befiehl nun , dass das Grab sicher bewacht wird bis zum dritten Tag , damit nicht etwa seine Jünger in der Nacht kommen , ihn stehlen und zum Volk sagen : Er ist aus den Toten auferstanden ! , ||| und der letzte Betrug schlimmer wird als der erste . ||| 65 Pilatus aber sprach zu ihnen : Ihr sollt eine Wache haben ! Geht hin und bewacht es , so gut ihr könnt ! ||| 66 Da gingen sie hin , versiegelten den Stein und bewachten das Grab mit der Wache . |||

Die Auferstehung Jesu Christi 

28 

Nach dem Sabbat aber , als der erste Tag der Woche anbrach , kamen Maria Magdalena und die andere Maria , um das Grab zu besehen . ||| 2 Und siehe , es geschah ein großes Erdbeben , denn ein Engel des Herrn stieg vom Himmel herab , trat herzu , wälzte den Stein von dem Eingang hinweg und setzte sich darauf . ||| 3 Sein Aussehen war wie der Blitz und sein Gewand weiß wie der Schnee . ||| 4 Vor seinem furchtbaren Anblick aber erbebten die Wächter und wurden wie tot . ||| 5 Der Engel aber wandte sich zu den Frauen und sprach : Fürchtet ihr euch nicht ! Ich weiß wohl , dass ihr Jesus , den Gekreuzigten , sucht . ||| 6 Er ist nicht hier , denn er ist auferstanden , wie er gesagt hat . Kommt her , seht den Ort , wo der Herr gelegen hat ! ||| 7 Und geht schnell hin und sagt seinen Jüngern , dass er aus den Toten auferstanden ist . Und siehe , er geht euch voran nach Galiläa ; dort werdet ihr ihn sehen . Siehe , ich habe es euch gesagt ! ||| 8 Und sie gingen schnell zum Grab hinaus mit Furcht und großer Freude und liefen , um es seinen Jüngern zu verkünden . ||| 9 Und als sie gingen , um es seinen Jüngern zu verkünden , siehe , da begegnete ihnen Jesus und sprach : Seid gegrüßt ! Sie aber traten herzu und umfassten seine Füße und beteten ihn an . ||| 10 Da sprach Jesus zu ihnen : Fürchtet euch nicht ! Geht hin , verkündet meinen Brüdern , dass sie nach Galiläa gehen sollen ; dort werden sie mich sehen ! |||

Die Bestechung der Kriegsknechte 

11 Während sie aber hingingen , siehe , da kamen etliche von der Wache in die Stadt und verkündeten den obersten Priestern alles , was geschehen war . ||| 12 Diese versammelten sich samt den Ältesten , und nachdem sie Rat gehalten hatten , gaben sie den Kriegsknechten Geld genug ||| 13 und sprachen : Sagt , seine Jünger sind bei Nacht gekommen und haben ihn gestohlen , während wir schliefen . ||| 14 Und wenn dies vor den Statthalter kommt , so wollen wir ihn besänftigen und machen , dass ihr ohne Sorge sein könnt . ||| 15 Sie aber nahmen das Geld und machten es so , wie sie belehrt worden waren . Und so wurde dieses Wort unter den Juden verbreitet bis zum heutigen Tag . |||

Der Auftrag an die Jünger 

16 Die elf Jünger aber gingen nach Galiläa auf den Berg , wohin Jesus sie bestellt hatte . ||| 17 Und als sie ihn sahen , warfen sie sich anbetend vor ihm nieder ; etliche aber zweifelten . ||| 18 Und Jesus trat herzu , redete mit ihnen und sprach : Mir ist gegeben alle Macht im Himmel und auf Erden . ||| 19 So geht nun hin und macht zu Jüngern alle Völker , und tauft sie auf den Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes ||| 20 und lehrt sie alles halten , was ich euch befohlen habe . Und siehe , ich bin bei euch alle Tage bis an das Ende der Weltzeit ! Amen . |||


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