Die Pharisäer und die Überlieferung der Alten 

Und es versammelten sich bei ihm die Pharisäer und etliche Schriftgelehrte , die von Jerusalem gekommen waren ; ||| 2 und als sie einige seiner Jünger mit unreinen , das heißt mit ungewaschenen Händen Brot essen sahen , tadelten sie es . ||| 3 Denn die Pharisäer und alle Juden essen nicht , wenn sie sich nicht zuvor gründlich die Hände gewaschen haben , weil sie die Überlieferung der Alten halten . ||| 4 Und wenn sie vom Markt kommen , essen sie nicht , ohne sich gewaschen zu haben . Und noch vieles andere haben sie zu halten angenommen , nämlich Waschungen von Bechern und Krügen und ehernem Geschirr und Polstern . ||| 5 Daraufhin fragten ihn die Pharisäer und Schriftgelehrten : Warum wandeln deine Jünger nicht nach der Überlieferung der Alten , sondern essen das Brot mit ungewaschenen Händen ? ||| 6 Er aber antwortete und sprach zu ihnen : Trefflich hat Jesaja von euch Heuchlern geweissagt , wie geschrieben steht : "Dieses Volk ehrt  mich mit den Lippen , doch ihr Herz ist fern von mir . ||| 7 Vergeblich aber verehren sie mich , weil sie Lehren vortragen , die Menschengebote sind ." ||| 8 Denn ihr verlasst das Gebot Gottes und haltet die Überlieferung der Menschen ein , Waschungen von Krügen und Bechern ; und viele andere ähnliche Dinge tut ihr . ||| 9 Und er sprach zu ihnen : Trefflich verwerft ihr das Gebot Gottes , um eure Überlieferung festzuhalten . ||| 10 Denn Mose hat gesagt : " Du sollst deinen Vater und deine Mutter ehren !" , und : "Wer Vater oder Mutter flucht , der soll des Todes sterben !" ||| 11 Ihr aber lehrt ( so ) : Wenn jemand zu Vater oder zur Mutter spricht : "Korban" , das heißt zur Weihegabe ist bestimmt , was dir von mir zugutekommen sollte ! , ||| 12 dann gestattet ihr ihm auch fortan nicht mehr , irgendetwas für seinen Vater oder seine Mutter zu tun ; ||| 13 und so hebt ihr mit eurer Überlieferung , die ihr weitergegeben habt , das Wort Gottes auf ; und viele ähnliche Dinge tut ihr  . |||

Das Herz des Menschen : 
Quelle der Verunreinigung 

14 Und er rief die ganze Volksmenge zu sich und sprach zu ihnen : Hört mir alle zu und versteht ! ||| 15 Nichts , was außerhalb des Menschen ist und in ihn hineinkommt , kann ihn verunreinigen ; sondern was aus ihm herauskommt , das ist es , was den Menschen verunreinigt . ||| 16 Wenn jemand Ohren hat zu hören , der höre ! ||| 17 Und als er von der Menge weg nach Hause gegangen war , fragten ihn seine Jünger über das Gleichnis . ||| 18 Und er sprach zu ihnen : Seid auch ihr so unverständig ? Begreift ihr nicht , dass alles , was von außen in den Menschen hineinkommt , ihn nicht verunreinigen kann ? ||| 19 Denn es kommt nicht in sein Herz , sondern in den Bauch und wird auf dem natürlichen Weg , der alle Speisen reinigt , ausgeschieden . ||| 20 Er sprach aber : Was aus dem Menschen herauskommt , das verunreinigt den Menschen . ||| 21 Denn von ihnen , aus dem Herzen des Menschen , kommen die bösen Gedanken Gedanken hervor , Ehebruch , Unzucht , Mord , ||| 22 Diebstahl , Geiz , Bosheit , Betrug , Zügellosigkeit , Neid , Lästerung , Hochmut , Unvernunft . ||| 23 All dieses Böse kommt von ihnen heraus und verunreinigt den Menschen . ||| 

Jesus und die Frau aus Syrophönizien 

24 Und er brach auf von dort und begab sich in die Gegend von Tyrus und Zidon und trat in das Haus , wollte aber nicht , dass es jemand erfuhr , und konnte doch nicht verborgen bleiben . ||| 25 Denn eine Frau hatte von ihm gehört , deren Tochter einen unreinen Geist hatte , und sie kam und fiel ihm zu Füßen ||| 26 ___ die Frau aber war eine Griechin , aus Syrophönizien gebürtig ___ , und sie bat ihn , den Dämon aus ihrer Tochter auszutreiben . ||| 27 Aber Jesus sprach zu ihr : Lass zuvor die Kinder satt werden ! Denn es ist nicht recht , dass man das Brot der Kinder nimmt und es den Hunden hinwirft ! ||| 28 Sie aber antwortete und sprach zu ihm : Ja , Herr ; und doch essen die Hunde unter dem Tisch von den Brosamen der Kinder ! ||| 29 Und er sprach zu ihr : Um dieses Wortes willen geh hin ; der Dämon ist aus deiner Tochter ausgefahren ! |||  30 Und als sie in ihr Haus kam , fand sie , dass der Dämon ausgefahren war und die Tochter auf dem Bett lag . |||

Die Heilung eines Taubstummen 

31 Und er verließ das Gebiet von Tyrus und Zidon wieder und begab sich zum See von Galiläa , mitten durch das Gebiet der Zehn Städte . ||| 32 Und sie brachten einen Tauben zu ihm , der kaum reden konnte , und baten ihn , ihm die Hand aufzulegen . ||| 33 Und er nahm ihn beiseite , weg von der Volksmenge , legte seine Finger in die Ohren und berührte seine Zunge mit Speichel . ||| 34 Dann blickte er zum Himmel auf , seufzte und sprach zu ihm : Ephata ! , das heißt : Tu dich auf ! ||| 35 Und sogleich wurden seine Ohren aufgetan und das Band seiner Zunge gelöst , und er redete richtig . ||

 36 Und er gebot ihnen , sie sollten es niemand sagen ; aber je mehr er es ihnen gebot , desto mehr machten sie es bekannt . ||| 37 Und sie erstaunten über die Maßen und sprachen : Er hat alles wohlgemacht ! Die Tauben macht er hören und die Sprachlosen reden ! |||

Die Speisung der Viertausend 

In jenen Tagen , als eine sehr große Volksmenge zugegen war uns sie nichts zu essen hatten , rief Jesus seine Jünger zu sich und sprach zu ihnen : ||| 2 Ich bin voll Mitleid mit der Menge , denn sie verharren nun schon drei Tage bei mir und haben nichts zu essen . ||| 3 Und wenn ich sie ohne Speise nach Hause entlasse , so werden sie auf dem Weg verschmachten , denn etliche von ihnen sind von weit her gekommen . ||| 4 Und seine Jünger antworteten ihm : Woher könnte jemand diese hier in der Einöde mit Brot sättigen ? ||| 5 Und er fragte sie : Wie viele Brote habt ihr ? Sie aber sprachen : Sieben . ||| 6 Da befahl er der Menge , sich auf die Erde zu lagern . Und er nahm die sieben Brote , dankte , brach sie und gab sie seinen Jüngern , damit sie sie austeilten . Und sie teilten sie dem Volk aus . ||| 7 Sie hatten auch noch einige kleine Frische ; und nachdem er gedankt hatte , gebot er , auch diese auszuteilen . ||| 8 Sie aber aßen und wurden satt . Und sie hoben noch sieben Körbe voll übrig gebliebener Brocken auf . ||| 9 Es waren aber etwa 4000 , die gegessen hatten ; und er entließ sie . |||

Die Pharisäer fordern ein Zeichen vom Himmel 

10 Und sogleich stieg er mit seinen Jüngern in das Schiff und kam in die Gegend von Dalmanutha . ||| 11 Und die Pharisäer gingen hinaus und fingen an , mit ihm zu streiten , indem sie von ihm ein Zeichen vom Himmel forderten , um ihn zu versuchen . ||| 12 Und er seufzte in seinem Geist und sprach : Warum fordert dieses Geschlecht ein Zeichen ? Wahrlich , ich sage euch : Es wird diesem Geschlecht kein Zeichen gegeben werden ! ||| 13 Und er ließ sie ( gehen ) , stieg wieder in das Schiff und fuhr ans jenseitige Ufer . |||

Warnung vor dem Sauerteig der Pharisäer 

14 Und sie hatten vergessen , Brote mitzunehmen , und hatten nur ein Brot bei sich im Schiff . ||| 15 Da gebot er ihnen und sprach : Seht euch vor , hütet euch vor dem Sauerteig der Pharisäer und vor dem Sauerteig des Herodes ! ||| 16 Und sie besprachen sich untereinander und sagten : Weil wir kein Brot haben ! ||| 17 Und als es Jesus merkte , sprach er zu ihnen : Was macht ihr euch Gedanken darüber , dass ihr kein Brot habt ? Versteht ihr noch nicht und begreift ihr noch nicht ? Habt ihr noch euer verhärtetes Herz ? ||| 18 Habt Augen und seht nicht , Ohren und hört nicht ? Und denkt ihr nicht daran , ||| 19 als ich die fünf Brote brach für die Fünftausend , wie viel Körbe voll Brocken ihr aufgehoben habt ? Sie sprachen zu ihm : Zwölf ! ||| 12 Als ich aber die sieben für die Viertausend ( brach ) , wie viel Körbe voll Brocken habt ihr aufgehoben ? Sie sprachen : Sieben ! ||| 21 Und er sprach zu ihnen : Warum seid ihr denn so unverständig ? |||

Jesus heilt einen Blinden 

22 Und er kommt nach Bethsaida ; und man bringt einen Blinden zu ihm und bittet ihn , dass er ihn anrühre . ||| 23 Und er nahm den Blinden bei der der Hand und führte ihn vor das Dorf hinaus , spie ihm die Augen , legte ihm die Hände auf und fragte ihn , ob er etwas sehe . ||| 24 Und er blickte auf und sprach : Ich sehe die Leute , als sähe ich wandelnde Bäume ! ||| 25 Hierauf legte er noch einmal die Hände auf seine Augen und ließ ihn aufblicken ; und er wurde wiederhergestellt und sah jedermann deutlich . ||| 26 Und er schickte ihn in sein Haus und sprach : Du sollst nicht ins Dorf hineingehen , noch es jemand im Dorf sagen ! |||

Das Bekenntnis des Petrus 

27 Und Jesus ging samt seinen Jüngern hinaus in die Dörfer bei Cäsarea Philippi ; und auf dem Weg fragte er seine Jünger und sprach zu ihnen : Für wen halten mich die Leute ? ||| 28 Sie antworteten : Für Johannes den Täufer ; und andere für Elia ; andere aber für einen der Propheten . ||| 29 Und er sprach zu ihnen ; Ihr aber , für wen haltet ihr mich ? Da antwortete Petrus und sprach zu ihm : Du bist der Christus ! ||| 30 Und er gebot ihnen ernstlich , dass sie niemand von ihm sagen sollten . |||

Die erste Ankündigung von Jesu Leiden und Auferstehung 

31 Und er fing an , sie zu lehren , der Sohn des menschen müsse viel leiden und von den Ältesten und den obersten Priestern und Schriftgelehrten verworfen und getötet werden und nach drei Tagen wiederauferstehen . ||| 32 Und er redete das Wort ganz offen . Da nahm Petrus ihn beiseite und fing an , ihm zu wehren . ||| 33 Er aber wandte sich um und sah seine Jünger an und ermahnte den Petrus ernstlich und sprach : Weiche von mir , Satan ! Denn du denkst nicht göttlich , sondern menschlich ! |||

Über die Nachfolge 

34 Und er rief die Volksmenge samt seinen Jüngern zu sich und sprach zu ihnen : Wer mir nachkommen will , der verleugne sich selbst und nehme sein Kreuz auf sich und folge mir nach ! ||| 35 Denn wer sein Leben retten will , der wird es verlieren ; wer aber sein Leben verliert um meinetwillen und um des Evangeliums willen , der wird es retten . ||| 36 Denn was wird es einem Menschen helfen , wenn er die ganze Welt gewinnt und sein Leben verliert ? ||| 37 Oder was kann ein Mensch als Lösegeld für sein Leben geben ? |||  38 Denn wer sich meiner und meiner Wort schämt unter diesem ehebrecherischen und sündigen Geschlecht , dessen wird sich auch der Sohn des Menschen schämen , wenn er kommen wird in der Herrlichkeit seines Vaters mit den heiligen Engeln . |||

Und er sprach zu ihnen : Wahrlich , ich sage euch : Es sind einige unter denen , die  hier stehen , die den Tod nicht schmecken werden , bis sie das Reich Gottes in Kraft haben kommen sehen ! |||

Die Verklärung Jesu 
( *die zweite Ankündigung von Jesu Leiden und Auferstehung ) 

2 Und nach sechs Tagen nimmt Jesus den Petrus und den Jakobus und den Johannes zu sich und führt sie allein beiseite auf einen hohen Berg . Und er wurde vor ihnen verklärt , ||| 3 und seine Kleider wurden glänzend , sehr weiß wie Schnee , wie kein Bleicher auf Erden sie weiß machen kann . ||| 4 Und es erschien ihnen Elia mit Mose , die redeten  mit Mose , die redeten mit Jesus . ||| 5 Und Petrus begann und sprach zu Jesus ; Rabbi , es ist gut , dass wir hier sind ! So lass uns drei Hütten bauen , dir eine und Mose eine und Elia eine ! ||| 6 Er wusste nämlich nicht , was er sagen sollte ; denn sie waren voller Furcht . ||| 7 Da kam eine Wolke , die überschatte sie , und aus der Wolke kam eine Stimme , die sprach : Dies ist mein geliebter Sohn ; auf ihn sollt ihr hören ! ||| 8 Und plötzlich , als sie umherblickten , sahen sie niemand mehr bei sich als Jesus allein . ||| 9 Als sie aber vom Berg herabgingen , gebot er ihnen , niemand zu erzählen , was sie gesehen hatten , bis der Sohn des Menschen aus den Toten auferstanden sei . ||| 19 Und sie behielten das Wort bei sich und besprachen sich untereinander , was das Auferstehen aus den Toten bedeute . ||| 11 Und sie fragten ihn uns sprachen : Warum sagen die Schriftgelehrten , dass zuvor Elia kommen müsse ? ||| 12 Er aber antwortete und sprach zu ihnen : Elia kommt wirklich zuvor und stellt alles wieder her , so wie es auch über den Sohn des Menschen geschrieben steht , dass er viel leiden und verachtet werden muss . ||| 13 Aber ich sage euch , dass Elia schon gekommen ist , und sie haben mit ihm gemacht , was sie wollten , wie über ihn geschrieben steht . |||

Heilung eines besessenen Knaben 

14 Und als er zu den Jüngern kam , sah er eine große Volksmenge um sie her und Schriftgelehrte , die sich mit ihnen stritten . ||| 15 Und die ganze Volksmenge geriet sogleich in Bewegung , als sie ihn sah , und sie liefen herzu und begrüßten ihn . ||| 16 Und er fragte die Schriftgelehrten : Was streitet ihr euch mit ihnen ? ||| 17 Und einer aus der Menge antwortete und sprach : Meister , ich habe meinen Sohn zu dir gebracht , der hat einen sprachlosen Geist ; ||| 18 und wo immer der ihn ergreift , da wirft er ihn nieder , und er schäumt und knirscht mit seinen Zähnen und wird starr . Und ich habe deinen Jüngern gesagt , sie sollten ihn austreiben ; aber sie konnten es nicht ! ||| 19 Er aber antwortete ihm und sprach : O du ungläubiges Geschlecht ! Wie lange soll ich euch ertragen ? Bringt ihn her zu m ir ! ||| 20 Und sie brachten ihn zu ihm . Und sobald der Geist ihn sah , zerrte er ihn , und er fiel auf die Erde , wälzte sich und schäumte . ||| 21 Und er fragte seinen Vater : Wie lange geht es ihm schon so ? Er sprach : Von Kindheit an ; ||| 22 und er hat ihn oft ins Feuer und ins Wasser geworfen , um ihn umzubringen ; doch wenn du etwas kannst , so erbarme dich über uns und hilf uns ! ||| 23 Jesus aber sprach zu ihm : Wenn du glauben hast ____ alles ist möglich dem , der glaubt ! ||| 24 Und sogleich rief der Vater des Knaben mit Tränen und sprach : Ich glaube , Herr ; hilf mir , ( loszukommen ) von meinem Unglauben ! ||| 25 Da nun Jesus eine Volksmenge herbeilaufen sah , befahl er dem unreinen Geist und sprach zu ihm : Du sprachloser und tauber Geist , ich gebiete dir ; Fahre aus von ihm und fahre nicht mehr in ihn hinein ! ||| 26 Da schie er und zerrte ihn heftig und fuhr aus ; und er wurde wie tot , sodass viele sagten : Er ist tot ! |||| 27 Aber Jesus ergriff ihn bei der Hand und richtete ihn auf ; und er stand auf . ||| 28 Und als er in ein Haus getreten war , fragten ihn seine Jünger für sich allein : Warum konnten wir ihn nicht austreiben ? ||| 

29 Und er sprach zu ihnen : Diese Art kann durch nichts ausfahren außer durch Gebet und Fasten . |||

 Zweite Ankündigung von Jesu Tod und Auferstehung

30 Und sie gingen von dort weg und zogen durch Galiläa . Und er wollte nicht , dass es jemand erfuhr . ||| 31 Denn er lehrte seine Jünger und sprach zu ihnen : Der Sohn des Menschen wird in die Hände der Menschen ausgeliefert ; und sie werden ihn töten , und nachdem er getötet worden ist , wird er am dritten Tag auferstehen . ||| 32 Sie aber verstanden das Wort nicht und fürchteten sich , ihn zu fragen . |||

Der Größte im Reich Gottes 

33 Und er kam nach Kapernaum ; und als er zu Hause angelangt war , fragte er sie : Was habt ihr unterwegs miteinander verhandelt ? ||| 34 Sie aber schwiegen ; denn sie hatten unterwegs miteinander verhandelt , wer der Größte sei . ||| 35 Und er setzte sich und rief die Zwölf und sprach zu ihnen : Wenn jemand der Erste sein will , so sei er von allen der Letzte und aller Diener ! ||| 36 Und er nahm ein Kind und stellte es mitten unter sie ; und nachdem er es in die Arme genommen hatte , sprach er zu ihnen : ||| 37 Wer ein solches Kind in meinem Namen aufnimmt , der nimmt mich auf ; und wer mich aufnimmt , der nimmt nicht mich auf , sondern den , der mich gesandt hat . ||| 38 Johannes aber antwortete ihm und sprach : meister , wir sahen einen , der uns nicht nachfolgt , in deinem Namen Dämonen austreiben , und wir wehrten es ihm , weil er uns nicht nachfolgt . ||| 39 Jesus aber sprach : Wehrt es ihm nicht ! Denn niemand , der in meinem Namen Wunder tut , wird mich bald darauf schmähen können . ||| 

 40 Denn wer nicht gegen uns ist , der ist für uns . ||| 41 Denn wer euch einen Becher Wasser in meinem Namen zu trinken gibt , weil ihr Christus angehört , wahrlich , ich sage euch . Ihm wird sein Lohn nicht ausbleiben . |||

Warnung vor Verführung zur Sünde 

42 Wer aber einem der Kleinen , die an mich glauben , Anstoß ( zur Sünde ) wird , so haue sie ab ! Es ist besser für dich , dass du als Krüppel in das Leben eingehst , als dass du beide Hände hast und in die Hölle fährst , in das unauslöschliche Feuer , ||| 44 Wo ihr Wurm nicht stirbt und das Feuer nicht erlischt . ||| 

45 Und wenn dein Fuß für dich ein Anstoß ( zur Sünde ) wird , so haue ihn ab ! Es ist besser für dich , dass du lahm in das Leben eingehst , als dass du beide Füße hast und in die Hölle geworfen wirst , in das unauslöschliche Feuer , |||  46 wo ihr Wurm nicht stirbt und das Feuer nicht erlischt . |||

47 Und wenn dein Auge für dich ein Anstoß ( zur Sünde ) wird , so reiß es auf ! Es ist besser für dich , dass du einäugig in das Reich Gottes eingehst , als dass du zwei Augen hast und in das höllische Feuer geworfen wirst , ||| 48 wo ihr Wurm nicht stirbt und das Feuer nicht erlischt . |||

49 Denn jeder muss mit Feuer gesalzen werden , wie jedes Opfer mit Salz gesalzen wird . ||| 50 Das Salz ist etwas Gutes ; wenn aber das Salz salzlos wird , womit wollt ihr es würzen ? Habt Salz in euch und haltet Frieden untereinander ! |||

Über die Ehescheidung 

10 

Und er brach auf von dort und kam durch das Land jenseits des Jordan in das Gebiet von Judäa . Und wieder kamen die Volksmengen zu ihm , und er lehrte sie wieder , wie er es gewohnt war . ||| 2 Und die Pharisäer traten herzu und fragten ihn , um ihn zu versuchen : Ist es einem Mann erlaubt , seine Frau zu entlassen ? ||| 3 Er aber antwortete und sprach zu ihnen : Was hat euch Mose geboten ? ||| 4 Sie sprachen : Mose hat erlaubt , einen Scheidebrief zu schreiben und ( seine Frau ) zu entlassen . ||| 5 Da antwortete Jesus und sprach zu ihnen : Wegen der Härte eures Herzens hat er euch dieses Gebot geschrieben . ||| 6 Am Anfang der Schöpfung aber hat Gott sie als Mann und Frau erschaffen . |||

7 "Darum wird ein Mann seinen Vater und seine Mutter verlassen und seiner Frau anhängen ; ||| 8 und die zwei werden ein Fleisch sein ."  So sind sie nicht mehr zwei , sondern ein Fleisch . ||| 

9 Was nun Gott zusammengefügt hat , das soll der Mensch nicht scheiden ! |||

10 Und seine Jünger fragten ihn zu Hause nochmals darüber . ||| 11 Und er sprach zu ihnen : Wer seine Frau entlässt und eine andere heiratet , der bricht die Ehe ihr gegenüber . ||| 12 Und wenn eine Frau ihren Mann entlässt und sich mit einem anderen verheiratet , so bricht sie die Ehe . |||

Jesus segnet die Kinder 

13 Und sie brachten Kinder zu ihm , damit er sie anrühre ; die Jünger aber tadelten die , welche sie brachten . ||| 14 Als das Jesus sah , wurde er unwillig und sprach zu ihnen : Lasst die Kinder zu mir kommen und wehrt ihnen nicht ; denn solcher ist das Reich Gottes ! ||| 15 Wahrlich , ich sage euch : Wer das Reich Gottes nicht annimmt wie ein Kind , wird nicht hineinkommen ! ||| 16 Und er nahm sie auf die Arme , legte ihnen die Hände auf und segnete sie . |||

Der reiche Jüngling 

17 Und als er auf den Weg hinausging , lief einer herzu , fiel vor ihm auf die Knie und fragte ihn : Guter Meister , was soll ich tun , um das ewige Leben zu erben ? ||| 18 Jesus aber sprach zu ihm : Was nennst du mich gut ? Niemand ist gut als Gott allein ! ||| 19 Du kennst die Gebote : " Du sollst nicht ehebrechen ! Du sollst nicht töten ! Du sollst nicht stehlen ! Du sollst nicht falsches Zeugnis reden ! Du sollst nicht rauben ! Du sollt seinen Vater und deine Mutter ehren ! " |||| 20 Er aber antwortete und sprach zu ihm : Meister , das alles habe ich gehalten von meiner Jugend an . ||| 21 Da blickte ihn Jesus an und gewann ihn lieb und sprach zu ihm : Eines fehlt dir ! Geh hin , verkaufe alles , was du hast , und gib es den Armen , so wirst du einen Schatz im Himmel haben ; und komm , nimm das Kreuz auf dich und folge mir nach ! ||| 22 Er aber wurde traurig über dieses Wort und ging betrübt davon ; denn er hatte viele Güter . ||| 23 Da blickte Jesus umher und sprach zu seinen Jüngern : Wie schwer werden die Reichen in das Reich Gottes eingehen ! ||| 24 Die Jünger aber erstaunten über seine Worte . Da begann Jesus wiederum und sprach zu ihnen : Kinder , wie schwer ist es für die , welche ihr Vertrauen auf Reichtum setzen , in das Reich GOttes hineinzukommen ! ||| 25 Es ist leichter , dass ein Kamel durch das Nadelöhr geht , als dass ein Reicher in das Reich Gottes hineinkommt . ||| 26 Sie aber entsetzten sich sehr und sprachen untereinander : Wer kann dann überhaupt erretten werden ? ||| 27 Jesus aber blickte sie an und sprach : Bei den Menschen ist es unmöglich , aber nicht bei Gott ! Denn bei Gott sind alle Dinge möglich . |||

Vom Lohn der Nachfolge 

28 Da begann Petrus und sprach zu ihm : Siehe , wir haben alles verlassen und sind dir nachgefolgt ! ||| 29 Jesus aber antwortete und sprach : Wahrlich , ich sage euch : Es ist niemand , der Haus oder Brüder oder Schwestern oder Vater oder Mutter oder Frau oder Kinder oder Äcker verlassen hat um meinetwillen und um des Evangeliums willen , ||| 30 der nicht hundertfältig empfängt , jetzt in dieser Zeit Häuser und Brüder und Schwestern und Mütter und Kinder und Äcker unter Verfolgungen , und in der zukünftigen Weltzeit ewiges Leben . ||| 31 Aber viele von den Ersten werden Letzte sein und die Letzten Erste . |||

Die dritte Ankündigung von Jesu Tod und Auferstehung 

32 Sie waren aber auf dem Weg und zogen hinauf nach Jerusalem , und Jesus ging ihnen voran , und sie entsetzten sich und folgten ihm mit Bangen . Da nahm er die Zwölf nochmals beiseite und fing an , ihnen zu sagen , was mit ihm geschehen werde : ||| 33 Siehe , wir ziehen hinauf nach Jerusalem , und der Sohn des Menschen wird den obersten Priestern und den Schriftgelehrten ausgeliefert werden ; und sie werden ihn zum Tode verurteilen und ihn den Heiden ausliefern ; ||| 34 und sie werden ihn verspotten und geißeln und anspucken und ihn töten ; und am dritten Tag wird er wiederauferstehen . |||

Die Söhne des Zebedäus . 
Vom Herrschen und vom Dienen 

35 Da traten Jakobus und Johannes , die Söhne des Zebedäus , zu ihm und sprachen : Meister , wir wünschen , dass du uns gewährst , um was wir bitten ! ||| 36 Und er sprach zu ihnen : Was wünscht ihr , dass ich euch tun soll ? ||| 37 Sie sprachen zu ihm : Gewähre uns , dass wir einer zu deiner Rechten und einer zu deiner Linken sitzen dürfen in deiner Herrlichkeit ! ||| 38 Jesus aber sprach zu ihnen ; Ihr wisst nicht , um was ihr bittet ! Könnt ihr den Kelch trinken , den ich trinke , und getauft werden mit der Taufe , womit ich getauft werde ? ||| 39 Und sie sprachen zu ihm : Wir können es ! Jesus aber sprach zu ihenn : IHr werdet zwar den Kelch trinken , den ich trinke , und getauft werden mit der Taufe , womit ich getauft werden ; ||| 40 aber das Sitzen zu meiner Rechten und zu meiner linken zu verleihen , steht nicht mir zu , sondern ( es wird denen zuteil ) , denen es bereitet ist . ||| 41 Und als die Zehn es hörten , fingen sie , über Jakobus und Johannes unwillig zu werden . ||| 42 Aber Jesus rief sie zu sich und sprach zu ihnen : Ihr wisst , dass diejenigen, welche als Herrscher der Heidenvölker gelten , sie unterdrücken , und dass ihre Großen Gewalt über sie ausüben . ||| 43 Unter euch aber soll es nicht so sein , sondern wer unter euch groß werden will , der sei euer Diener , ||| 44 Und wer von euch der ERste werden will , der sei aller Knecht . ||| 45 Denn auch der Sohn des Menschen ist nicht gekommen , um sich dienen zu lassen , sondern um zu dienen und sein Leben zu geben als Lösegeld für viele . |||

Die Heilung des blinden Bartimäus 

46 Und sie kommen nach Jericho . Und als er von Jericho auszog samt seinen Jüngern und einer großen Volksmenge , saß ein SOhn des Timäus , Bartimäus der Blinde , am Weg und bettelte . ||| 47 Und als er hörte , dass es Jesus , der Nazarener , war , begann er zu rufen und sprach : Jesus , du Sohn Davids , erbarme dich über mich ! ||| 49 Und Jesus stand still und ließ ihn ( zu sich ) rufen . Da riefen sie den Blinden und sprachen zu ihm : Sei getrost , steh auf ; er ruft dich ! ||| 50 Er aber warf seinen Mantel ab , stand auf und kam zu Jesus . ||| 51 Und Jesus begann und sprach zu ihm : Was willst du , dass ich dir tun soll ? Der Blinde sprach zu ihm : Rabbuni , dass ich sehend werde ! ||| 52 Da sprach Jesus zu ihm : Geh hin ; dein Glaube hat dich gerettet ! Und sogleich wurde er sehend und folgte Jesus nach auf dem Weg . |||

Der Einzug des Messias Jesus in Jerusalem 

11 

Und als sie sich Jerusalem näherten und nach Bethphage und Bethanien an den Ölberg kamen , sandte er zwei seiner Jünger ||| 2 und sprach zu ihnen : Geht in das Dorf , das vor euch liegt , und sobald ihr dort hineinkommt , werdet ihr ein Füllen angebunden finden , auf dem nie ein Mensch gesessen hat ; bindet es los und führt es her ! ||| 3 Und wenn jemand zu euch sagt : Warum tut ihr das ? , so sprecht : Der Herr braucht es ! , so wird er es sogleich hierher senden . ||| 4 Sie aber gingen hin und fanden das Füllen angebunden an dem Tor draußen am Scheideweg und banden es los . ||| 5 Und etliche der Umstehenden sprachen zu ihnen : Was macht ihr da , dass ihr das Füllen losbindet ? ||| 6 Sie aber redeten zu ihnen , wie Jesus befohlen hatte , und sie ließen es ihnen . ||| 7 Und sie führten das Füllen zu Jesus und legten ihre Kleider darauf , und er setzte sich darauf . ||| Da breiteten viele ihre Kleider aus auf dem Weg , andere aber hieben Zweige von den Bäumen und streuten sie auf den Weg . ||| 9 Und die vorausgingen und die nachfolgten , riefen und sprachen : " Hosianna ! Gepriesen sei der , welcher kommt im Namen des Herrn !" ||| 10 Gepriesen sei das Reich unseres Vaters David , das kommt im Namen des Herrn ! Hosianna in der Höhe ! ||| 11 Und Jesus zog ein in Jerusalem und in dem Tempel . Und nachdem er alles betrachtet hatte , ging er , da die Stunde schon vorgerückt war , mit den Zwölfen hinaus nach Bethanien . |||

Der unfruchtbare Feigenbaum . 
Die zweite Tempelreinigung . 
Die Macht des Glaubens . 

12 Und als sie am folgenden Tag Bethanien verließen , hatte er Hunger . ||| 13 Und als er von fern einen Feigenbaum sah , der Blätter hatte , ging er hin , ob er etwas daran finden würde . Und als er zu ihm kam , fand er nichts als Blätter ; denn es war nicht die Zeit der Feigen . ||| 14 Und Jesus begann und sprach zu ihm : Es esse in Ewigkeit niemand mehr eine Frucht von dir ! Und seine Jünger hörten es . ||| 15 Und sie kamen nach Jerusalem . Und Jesus ging in den Tempel und begann die hinauszutreiben , die im Tempel verkauften und kauften ; und er stieß die Tische der Wechsler um und die Stühle der Taubenverkäufer . ||| 16 Und er ließ nicht zu , dass jemand ein Gerät durch den Tempel trug . ||| 17 Und er lehrte und sprach zu ihnen : Steht nicht geschrieben : " Mein Haus soll ein Bethaus für alle Völker genannt werden ?" Ihr aber habt eine Räuberhöhle daraus gemacht ! ||| 18 Und die Schriftgelehrten und die obersten Priester hörten es und suchten , wie sie ihn umbringen könnten ; denn sie fürchteten ihn , weil die ganze Volksmenge über seine Lehre staunte . ||| 19 Und als es Abend geworden war , ging er aus der Stadt hinaus . ||| 20 Und als sie am Morgen vorbeikamen , sahen sie , dass der Feigenbaum von den Wurzeln an verdorrt war . |||  21 Und Petrus erinnerte sich und sprach zu ihm : Rabbi , siehe , der Feigenbaum , den du verflucht hast , ist verdorrt ! ||| 22 Und Jesus antwortete und sprach zu ihnen : Habt Glauben an Gott ! ||| 23 Denn wahrlich , ich sage euch : Wenn jemand zu diesem Berg spricht : Hebe dich und wird dich ins Meer ! , und in seinem Herzen nicht zweifelt , sondern glaubt , dass das , was er sagt , geschieht , so wird ihm zuteilwerden , was immer er sagt . ||| 24 Darum sage ich euch : Alles , was ihr auch immer im Gebet erbittet , glaubt , dass ihr es empfangt , so wird es euch zuteilwerden ! ||| 25 Und wenn ihr dasteht und betet , so vergebt , wenn ihr etwas gegen jemand habt , damit auch euer Vater im Himmel euch eure Verfehlungen vergibt . ||| 26 Wenn ihr aber nicht vergebt , so wird auch euer Vater im Himmel eure Verfehlungen nicht vergeben . |||

Die Frage nach der Vollmacht Jesu 

27 Und sie kamen wiederum nach Jerusalem . Und als er im Tempel umherging , traten die obersten Priester und die Schriftgelehrten und die Ältesten zu ihm  ||| 28 und sprachen zu ihm : In welcher Vollmacht tust du dies ? Und wer hat dir diese Vollmacht gegeben , dies zu tun ? ||| 29 Jesus aber antwortete und sprach zu ihnen : Auch ich will euch ein Wort fragen ; wenn ihr mir antwortet , so will ich euch sagen , in welcher Vollmacht ich dies tue . ||| 30 War die Taufe des Johannes vom Himmel oder von Menschen ? Antwortet mir ! ||| 31 Und sie überlegten bei sich selbst und sprachen : Wenn wir sagen : Vom Himmel , so wird er fragen : Warum habt ihr ihm dann nicht geglaubt ? ||| 32 Wenn wir aber sagen : Von Menschen ____ da fürchteten sie das Volk ; denn alle meinten , dass Johannes wirklich ein Prophet gewesen war . ||| 33 Und sie antworten Jesus und sprachen : Wir wissen es nicht ! Da erwiderte Jesus und sprach zu ihnen : So sage ich euch auch nicht , in welcher Vollmacht ich dies tue ! |||

Das Gleichnis von den Weingärtnern 

12 

Und er fing an , in Gleichnissen zu ihnen zu reden : Ein Mensch pflanzte einen Weinberg und zog einen Zaun darum und grub eine Kelter und baute einen Wachtturm und verpachtete ihn an Weingärtner und reiste außer Landes .  ||| 2 Und er sandte zur bestimmten Zeit einen Knecht zu den Weingärtnern , damit er von den Weingärtnern ( seinen Anteil ) von der Frucht des Weinberges empfange . ||| 3 Die aber ergriffen ihn , schlugen ihn und schickten ihn mit leeren Händen fort . ||| 4 Und wiederum sandte er einen anderen Knecht zu ihnen ; und den steinigten sie , schlugen ihn auf den Kopf und schickten ihn entehrt fort . ||| 5 Und er sandte wiederum einen anderen , den töteten sie , und noch viele andere ; die einen schlugen sie , die anderen töteten sie . ||| 6 Nun hatte er noch einen einzigen Sohn , seinen geliebten ; den sandte er zuletzt auch zu ihnen und sprach : Sie werden sich vor meinem Sohn scheuen ! ||| 7 Jene Weingärtner aber sprachen untereinander : Das ist der Erbe ! Kommt , lasst uns ihn töten , so wird das Erbgut uns gehören ! ||| 8 Und sie ergriffen ihn , töteten ihn und warfen ihn zum Weinberg hinaus . ||| 9 Was wird nun der Herr des Weinbergs tun ? Er wird kommen un die Weingärtner umbringen un den Weinberg anderen geben ! ||| 10 Habt ihr nicht auch dieses Schriftwort gelesen ; " Der Stein , den die Bauleute verworfen haben , der ist zum Eckstein geworden . ||| 11 Vom Herrn ist das geschehen , und es ist wunderbar in unseren Augen" ? ||| 12 Da suchten sie ihn zu ergreifen , aber sie fürchteten das Volk ; denn sie erkannten , dass er das Gleichnis gegen sie gesagt hatte . Und sie ließen ab von ihm und gingen davon . |||

Die Frage  nach der Steuer 

13 Und sie sandten etliche von den Pharisäerns und Herodianern zu ihm , um ihn in der Rede zu fangen . ||| 13 Diese kamen nun und sprachen zu ihm : Meister , wir wissen , dass du wahrhaftig bist und auf niemand Rücksicht nimmst ; denn du siehst die Person der Menschen nicht an , sondern lehrst den Weg Gottes der Wahrheit gemäß . Ist es erlaubt , dem Kaiser die Steuer zu geben , oder nicht ? Sollen wir sie geben oder nicht geben ? ||| 15 Da er aber ihre Heuchelei erkannte , sprach er zu ihnen : Weshalb versucht ihr mich ? Bringt mir einen Denar , damit ich ihn ansehe ! ||| 16 Da brachten sie einen . Und er sprach zu ihnen : Wessen ist dieses Bild und die Aufschrift ? Sie aber sprachen zu ihm : Des Kaisers ! ||| 17 Und Jesus antwortete und sprach zu ihnen : Gebt dem Kaiser , was des Kaisers ist , und Gott , was Gottes ist ! Und sie verwunderten sich über ihn . |||

Die Frage nach der Auferstehung 

18 Und es kamen Sadduzäer zu ihm , die sagen , es gebe keine Auferstehung ; und sie fragten ihn und sprachen : ||| 19 Meister , Mose hat uns geschrieben : Wenn jemandes Bruder stirbt und eine Frau hinterlässt , aber keine Kinder , so soll sein Bruder dessen Frau nehmen und seinem Bruder Nachkommen erwecken . ||| 20 Nun waren da sieben Brüder . Und der erste nahm eine Frau , und er starb und hinterließ keine Nachkommen . ||| 21 Da nahm sie der zweite , und er starb , und auch er hinterließ keine Nachkommen ; und der dritte ebenso . ||| 22 Und es nahmen sie alle sieben und hinterließen keine Nachkommen . Als Letzte von allen starb auch die Frau . ||| 23 In der Auferstehung nun , wenn sie auferstehen , wessen Frau wird sie sein ? Denn all sieben haben sie zur Frau gehabt . ||| 24 Da antwortete Jesus und sprach zu ihnen : Irrt ihr nicht darum , weil ihr weder die Schriften kennt noch die Kraft Gottes ? ||| 25 Denn wenn sie aus den Toten auferstehen , so heiraten sie nicht noch werden sie verheiratet , sondern sie sind wie die Engel , die im Himmel sind . ||| 26 Was aber die Toten anbelangt , dass sie auferstehen : Habt ihr nicht gelesen im Buch Moses , bei ( der Stelle von ) dem Busch , wie Gott zu ihm sprach ; " Ich bin der Gott Abrahams und der Gott Isaaks und der Gott Jakobs " ? ||| 27 Er ist nicht der Gott der Toten , sondern der Gott der Lebendigen . Darum irrt ihr sehr . |||

Die Frage nach dem größten Gebot 

28 Da trat einer der Schriftgelehrten herzu , der ihrem Wortwechsel zugehört hatte , und weil er sah , dass er ihnen gut geantwortet hatte , fragte er ihn : Welches ist das erste Gebot unter allen ? ||| 29 Jesus aber antwortete ihm : Das erste Gebot unter allen ist : " Höre , Israel , der Herr , unser Gott , ist Herr allein ; ||| 30 und du sollst den Herrn , deinen Gott , leiben mit deinem ganzen Herzen und mit deiner ganzen Seele und mit deinem ganzen Denken un mit deiner ganzen Kraft !" Dies ist das erste Gebot . ||| 31 Und das zweite ist ( ihm ) vergleichbar , nämlich dies : " Du sollst deinen Nächsten lieben wie dich selbst ! " Größer als diese ist kein anderes Gebot . ||| 32 Und der Schriftgelehrte sprach zu ihm : Recht so , Meister ! Es ist in Wahrheit so , wie du sagst , dass es nur einen Gott gibt und keinen anderen außer ihm ; ||| 33 und ihn zu lieben mit ganzem Herzen und mit ganzem Verständnis und mit ganzer Seele und mit aller Kraft und den Nächsten zu lieben wie sich selbst , das ist mehr als alle Brandopfer und Schlachtopfer ! ||| 34 Und das Jesus sah , dass er verständig geantwortet hatte , sprach er zu ihm : Du bist nicht fern vom Reich Gottes ! Und es getraute isch niemand mehr , ihn weiter zu fragen . |||

 Wessen Sohn ist der Christus ? 
Warnung vor den Schriftgelehrten 

35 Und Jesus begann uns sprach , währen er im Tempel lehrte : Wie können die Schriftgelehrten sagen , dass der Christus Davids Sohn ist ? ||| 36 David selbst sprach doch im Heiligen Geist : " Der Herr sprach zu meinem Herrn : Setze dich zu meiner Rechten , bis ich deine Feinde hinlege als Schemel für deine Füße !" ||| 37 David selbst nennt ihn also Herr ; wie kann er dann sein Sohn sein ? Und die große Volksmenge hörte ihm mit Freude zu . ||| 38 Und er sagte ihnen in seiner Lehre : Hütet euch vor den Schriftgelehrten , welche gern im Talar einhergehen und auf den Märkten sich grüßen lassen |||  39 und die ersten Sitze in den Synagogen und die obersten Plätze bei den Mahlzeiten einnehmen wollen , ||| 40 welche die Häuser der Witwen fressen und zum Schein lange Gebete sprechen . Diese werden ein umso schwereres Gericht empfangen ! |||

Die Scherflein der Witwe 

41 Und Jesus setzte sich dem Opferkasten gegenüber und schaute zu , wie die Leute Geld in den Opferkasten legten . Und viele Reiche legten viel ein . ||| 42 Und es kam eine arme Witwe , die legte zwei Scherflein ein , das ist ein Groschen . ||| 43 Da rief er seine Jünger zu sich und sprach zu ihnen : Wahrlich , ich sage euch : Diese arme Witwe hat mehr in den Opferkasten gelegt als alle , die eingelegt haben . ||| 44 Denn alle haben von ihrem Überfluss eingelegt ; diese aber hat von ihrer Armut alles eingelegt , was sie hatte , ihren ganzen Lebensunterhalt . |||


Die Endzeitrede Jesu auf dem Ölberg 

13

Und als er aus dem Tempel ging , sprach einer seiner Jünger zu ihm : Meister , sieh nur ! Was für Steine ! Und was für Gebäude sind das ! ||| 2 Und Jesus antwortete und sprach zu ihm : Siehst du diese großen Gebäude ? Es wird kein einziger Stein auf dem anderen bleiben , der nicht abgebrochen wird ! ||| 3 Und als er am Ölberg saß , dem Tempel gegenüber , fragten ihn Petrus und Jakobus und Johannes und Andreas für sich allein : ||| 4 Sage uns , wann wird dies geschehen , und was wird das Zeichen sein , wann dies alles vollendet werden soll ? |||

Verführungen und Nöte in der Endzeit 

5 Jesus aber antwortete ihnen und begann zu reden : Habt acht , dass euch niemand verführt ! ||| 6 Denn viele werden unter meinem Namen kommen und sagen : Ich bin es ! , und werden viele verführen . ||| 7 Wenn ihr aber von Kriegen und Kriegsgeschrei hören werdet , so erschreckt nicht ; denn es muss geschehen , aber es ist noch nicht das Ende . ||| 8 Denn ein Heidenvolk wird sich gegen das andere erheben und ein Königreich gegen das andere ; und es wird hier und dort Erdbeben geben , und Hungersnöte und Unruhen werden geschehen . Das sind die Anfänge der Wehe . ||| 9 Ihr aber , habt acht auf euch selbst ! Denn sie werden euch den Gerichten und den Synagogen ausliefern ; ihr werdet geschlagen werden , und man wird euch vor Fürsten und Könige stellen um meinetwillen , ihnen zum Zeugnis . ||| 10 Und allen Heidenvölkern muss zuvor das Evangelium verkündigt werden . ||| 11 Wenn sie euch aber wegführen und ausliefern werden , so sorgt nicht im Voraus , was ihr reden sollt , und überlegt es nicht vorher , sondern was euch zu jener Stunde gegeben wird , das redet ! Denn nicht ihr seid es , die reden , sondern der Heilige Geist . ||| 12 Es wird aber ein Bruder den anderen zum Tode ausliefern und der Vater das Kind , und Kinder werden sich gegen die Eltern erheben und werden sie töten helfen ; ||| 13 und ihr werdet von allen gehasst sein um meines Namens willen . Wer aber ausharrt bis ans Ende , der wird gerettet werden ! |||

Die große Drangsal 

14 Wenn ihr aber den Gräuel der Verwüstung , von dem durch den Propheten Daniel geredet wurde , da stehen seht , wo er nicht soll ( wer es liest , der achte darauf ! ) , dann fliege auf die Berge , wer in Judäa ist ; ||| 15 wer aber auf dem Dach ist , der steige nicht hinab ins Haus und gehe auch nicht hinein , um etwas aus seinem Haus zu holen ; ||| 16 und wer auf dem Feld ist , der kehre nicht zurück , um sein Gewand zu holen . ||| 17 Wehe aber den Schwangeren und den Stillenden in jenen Tagen ! ||| 18 Bittet aber , dass eure Flucht nicht im Winter geschieht . ||| 19 Denn jene Tage werden eine Drangsal sein , wie es keine gegeben hat von Anfang der Schöpfung , die Gott erschuf , bis jetzt , und wie es auch keine mehr geben wird . ||| 20 Und wenn der Herr die Tage nicht verkürzt hätte , so würde kein Mensch gerettet werden ; aber um der Auserwählten willen , die er erwählt hat , hat er die Tage verkürzt . ||| 21 Und wenn dann jemand zu euch sagen wird : Siehe , hier ist der Christus ! , oder : Siehe , dort ! , so glaubt es nicht . ||| 22 Denn es werden falsche Christusse und falsche Propheten auftreten und werden Zeichen und Wunder tun , um , wenn möglich , auch die Auserwählten zu verführen . ||| 23 Ihr aber , habt acht ! Siehe , ich habe euch alles vorhergesagt . |||

Das Kommen des Menschensohnes 

24 Aber in jenen Tagen , nach jener Drangsal , wird die Sonne verfinstert werden , und der Mond wird seinen Schein nicht geben , ||| 25 und die Sterne des Himmels werden herabfallen und die Kräfte im Himmel erschüttert werden . ||| 26 Und dann wird man den Sohn des Menschen in den Wolken kommen sehen mit großer Kraft und Herrlichkeit . ||| 27 Und dann wird er seine Engel aussenden und seine Auserwählten sammeln von den vier Windrichtungen , vom äußersten Ende der Erde bis zum äußersten Ende des Himmels . ||| 28 Von dem Feigenbaum aber lernt das Gleichnis : Wenn sein Zweig schon saftig wird und Blätter treibt , so erkennt ihr , dass der Sommer nahe ist . ||| 29 So auch ihr , wenn ihr seht , dass dies geschieht , so erkennt , dass er nahe vor der Türe ist . ||| 30 Wahrlich , ich sage euch : Dieses Geschlecht wird nicht vergehen , bis dies alles geschehen ist . ||| 

31 Himmel und Erde werden vergehen , aber meine Worte werden nicht vergehen . |||

Ermahnung zur Wachsamkeit 

32 Um jenen Tag aber und die Stunde weiß niemand , auch die Engel im Himmel nicht , auch nicht der Sohn , sondern nur der Vater . ||| 33 Habt acht , wacht und betet ! Denn ihr wisst nicht , wann die Zeit da ist . ||| 34 Es ist wie bei einem Menschen , der außer Landes reiste , sein Haus verließ und seinen Knechten Vollmacht gab und jedem sein Werk , und dem Türhüter befahl , dass er wachen solle . ||| 35 So wacht nun ! Denn ihr wisst nicht , wann der Herr des Hauses kommt , am Abend oder zur Mitternacht oder um den Hahnenschrei oder am Morgen ; ||| 36 damit er nicht , wenn er unversehens kommt , euch schlafend findet . ||| 37 Was ich aber euch sage , das sage ich allen : Wacht ! |||


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