Lukas

Der Evangelist Lukas ( von Beruf Arzt ) begleitete Paulus auf verschiedenen Reisen . Er gilt als Verfasser des nach ihm benannten Evangeliums und als Autor der zwischen 70 und 80 entstandenen Apostelgeschichte . Der Evangelist Lukas war bestrebt , Person und Wirken Jesu in einen weltgeschichtlichen Rahmen zu rücken; auch seine Geschichte und Vorgeschichte der Geburt Jesu (Lk.1 - 2,20) soll auf die universale Bedeutung Christi hinweisen. Wichtig war Lukas auch die Betonung von gerechten sozialen Beziehungen, insbesondere zwischen Armen und Reichen, das Bemühen um die Geächteten der Gesellschaft sowie Jesu Wohlwollen gegenüber den Frauen. Sein Attribut ist der Stier, denn das Lukasevangelium deutet am innigsten auf den Opfertod Christi hin.

Das Evangelium nach Lukas wurde der Überlieferung nach von einem nichtjüdischen Arzt geschrieben , einem Reisegefährten des Apostels Paulus . Es ist der erste Teil eines zweibändigen Werkes , das an Griechen und gebildete Römer adressiert war ( der zweite Teil ist die "Apostelgeschichte" ) . Nach Ansicht vieler Forscher wurde es etwa um 80 n . Chr . verfasst . Indem es die Worte und Taten Jesu berichtet , will es aufzeigen , dass Jesus als Retter für alle Menschen gekommen ist , seien sie Juden oder nicht . Zusammen mit dem Matthäus - und dem Markusevangelium gehört Lukas zu den sogenannten "synoptischen" Evangelien , die das Leben Jesu aus einer ähnlichen Perspektive darstellen . 

( * Ja , mein Herr , o GOTT , so ist´s : Das Wort ist Wahr ! ... All dies habe ich auch  , ... so und so ... Du reinigst von Sünden , und vergibst die Vollmacht durch deinen Ge - Wahren Heiligen Geist . ... Du erniedrigst und verteilst die Krankheit ( en ) und Dämonen , ... in Gerechtigkeit . ... Du bist´s : Du lehrst mich und alle , die Lektion der Liebenden Vergebung , durch Jesus Christus , den Retter , den Erlöser und den Frieden , den Du - Gott - uns gesandt hast , in deiner Großen Barmherzigkeit . So lasst uns stets erst damit Ganz in Selbstanschauung gehen , und niemand anders richten , bis wir sind so vollkommen wie er . ____ ...  Richte vielmehr Du uns ( alle ) in Deiner Gerechtigkeit . ... Ja , zu Vergeben haben wir , damit auch du uns vergibst ! ... Wir tun also , was wir Selbst zur Heil igung tun können , damit du darüber hinaus das tun wirst , was wir Selbst nicht tun können .  Es ist die Führung deiner Gnade , die die Fesseln des Herzens eines Jeden löst , der dir Willig ist , tut und fest Glaubt ! Wer das rechte vor Gott tut , - auf dem Geraden Wege wandelt - , gegen den wird man keine Anklage finden . ... Ja - Das Wort ist Wahr ! ... Doch wieso also deswegen gleich angegriffen und / oder verurteilt fühlen . ... Nehmen wir es doch einfach an , als das was es ist ! ... Ja , sagen wir doch lieber gleich zu uns : Ja , so ist´s ! ... Wozu die Aufregung ? Bleib entspannt und Treu dem Herzen ! ... Erfreuen wir Gott - unseren Herrn - , der uns nebst dem Fürsprecher Sicher Einst - Genau jetzt , früher oder später - alle richten wird . ... So ist´s gewiss ! ... Erfreuen wir also Gott , unseren Einzigen HERRN , indem wir Seinen Willen zu erkennen suchen , und nach ihm , Seiner Führung und Weisung Hin tun und wandeln . Ja - Halten wir Getreu das Gesetz ein , dass uns von Gott Eingegeben ist . Amin .  ) 

Vorrede : Das zuverlässige Zeugnis des Evangeliums 

1

Nachdem viele es unternommen haben , einen Bericht über die Tatsachen abzufassen , die unter uns völlig erwiesen sind , ||| 2 wie sie uns diejenigen überliefert haben , die von Anfang an Augenzeugen und Diener des Wortes gewesen sind , ||| 3 so schien es auch mit gut , der ich allem von Anfang an genau nachgegangen bin , es dir der Reihe nach zu beschreiben , vortrefflichster Theophilus , ||| 4 damit du die Gewissheit der Dinge erkennst , in denen du unterrichtet worden bist . |||

Die Ankündigung der Geburt 
Johannes des Täufers 

5 In den Tagen des Herodes , des Königs von Judäa , lebte ein Priester mit Namen Zacharias , aus der Abteilung Abijas ; und seine Frau war von den Töchtern Aarons , und ihr Name war Elisabeth . ||| 6 Sie waren aber beide gerecht vor Gott und wandelten untadelig in allen Geboten und Rechtsbestimmungen des Herrn . ||| 7 Und sie hatten kein Kind , weil Elisabeth unfruchtbar war ; und beide waren in fortgeschrittenem Alter . ||| 8 Es geschah aber , als er seinen Priesterdienst vor Gott verrichtete , zur Zeit , als seine Abteilung an die Reihe kam , ||| 9 da traf ihn nach dem Brauch des Priestertums das Los , dass er in den Tempel des Herrn gehen und räuchern sollte . ||| 10 Und die ganze Menge des Volkes betete draußen zur Stunde des Räucherns . ||| 11 Da erschien ihm ein Engel des Herrn , der stand zur Rechten des Räucheraltars . ||| 12 Und Zacharias erschrak , als er ihn sah , und Furcht überfiel ihn . ||| 13 Aber der Engel sprach zu ihm : Fürchte dich nicht , Zacharias ! Denn dein Gebet ist erhört worden , und deine Frau Elisabeth wird dir einen Sohn gebären , und du sollst ihm den Namen Johannes geben . ||| 14 Und er wird dir Freude und Frohlocken bereiten , und viele werden sich über seine Geburt freuen . ||| 15 Denn er wird groß sein vor dem Herrn ; Wein und starkes Getränk wird er nicht trinken , und mit Heiligem Geist wird er erfüllt werden schon von Mutterleib an . ||| 16 Und viele von den Kindern Israels wird er zu dem Herrn , ihrem Gott , zurückführen . ||| 17 Und er wird vor ihm hergehen im Geist und in der Kraft Elias , um die Herzen der Väter umzuwenden zu den Kindern und die Ungehorsamen zur Gesinnung der Gerechten , um dem Herrn ein zugerüstetes Volk zu bereiten . ||| 18 Und Zacharias sprach zu dem Engel : Woran soll ich das erkennen ? Denn ich bin ein alter Mann , und meine Frau ist in fortgeschrittenem Alter ! ||| 19 Und der Engel antwortete und sprach zu ihm : Ich bin Gabriel , der vor Gott steht , und bin gesandt , zu dir zu reden und dir diese frohe Botschaft zu bringen . ||| 20 Und siehe , du wirst stumm sein und nicht reden können bis zu dem Tag , an dem dies geschehen wird , weil du meinen Worten nicht geglaubt hast , die erfüllt werden sollen zu ihrer Zeit ! ||| 21 Und das Volk wartete auf Zacharias ; und sie verwunderten sich , dass er so lange im Tempel blieb . ||| 22 Als er aber herauskam , konnte er nicht zu ihnen reden ; und sie merkten , dass er im Tempel eine Erscheinung gesehen hatte . Und er winkte ihnen und blieb stumm . ||| 23 Und es geschah , als die Tage seines Dienstes vollendet waren , ging er heim in sein Haus . ||| 24 Aber nach diesen Tagen wurde seine Frau Elisabeth schwanger ; und sie verbarg sich fünf Monate und sprach : ||| 25 So hat der Herr an mir gehandelt in den Tagen , da er mich angesehen hat , um meine Schmach unter den Menschen hinwegzunehmen ! |||

Die Ankündigung der Geburt Jesu Christi 

26 Im sechsten Monat aber wurde der Engel Gabriel von Gott in eine Stadt Galiläas namens Nazareth gesandt , ||| 27 zu einer Jungfrau , die verlobt war mit einem Mann namens Joseph , aus dem Hause Davids ; und der Name der Jungfrau war Maria . ||| 28 Und der Engel kam zu ihr herein und sprach : Sei gegrüßt , du Begnadigte ! Der Herr ist mit dir , du Gesegnete unter den Frauen ! ||| 29 Als sie ihn aber sah  , erschrak sie über sein Wort und dachte darüber nach , was das für ein Gruß sei . ||| 30 Und der Engel sprach zu ihr : Fürchte dich nicht , Maria ! Denn du hast Gnade bei Gott gefunden . ||| 31 Und siehe , du wirst schwanger werden und einen Sohn gebären ; und du sollst ihm den Namen Jesus geben . ||| 32 Dieser wird groß sein und Sohn des Höchsten genannt werden ; und Gott der Herr wird ihm den Thron seines Vaters David geben ; ||| 33 und er wird regieren über das Haus Jakobs in Ewigkeit , und sein Reich wird kein Ende haben . ||| 34 Maria aber sprach zu dem Engel : Wie kann das sein , da ich von keinem Mann weiß ? ||| 35 Und der Engel antwortete und sprach zu ihr : Der Heilige Geist wird über dich kommen , und die Kraft des Höchsten wird dich überschatten . Darum wird auch das Heilige , das geboren wird , Gottes Sohn genannt werden . ||| 36 Und siehe , Elisabeth , deine verwandte , hat auch einen Sohn empfangen in ihrem Alter und ist jetzt im sechsten Monat , sie , die vorher unfruchtbar genannt wurde . ||| 37 Denn bei Gott ist kein Ding unmöglich . ||| 38 Maria aber sprach : Siehe , ich bin die Magd des Herrn ; mir geschehe nach deinem Wort ! |||

Der Besuch Marias bei Elisabeth 

39 Maria aber machte sich auf in diesen Tagen und reiste rasch in das Bergland , in eine Stadt in Juda , ||| 40 und sie kam in das Haus des Zacharias und begrüßte Elisabeth . ||| 41 Und es geschah , als Elisabeth den Gruß der Maria hörte , da hüpfte das Kind in ihrem Leib ; und Elisabeth wurde mit Heiligem Geist erfüllt ||| 42 und rief mit lauter Stimme und sprach : Gesegnet bist du unter den Frauen , und gesegnet ist die Frucht deines Leibes ! ||| 43 Und woher wird mir das zuteil , dass die Mutter meines Herrn zu mir kommt ? ||| 44 Denn siehe , sowie der Klang deines Grußes in mein Ohr drang , hüpfte das Kind vor Freude in meinem Leib . ||| 45 Und glückselig ist , die geglaubt hat ; denn es wird erfüllt werden , was ihr vom Herrn gesagt worden ist ! 

Der Lobpreis Marias 

46 Und Maria sprach : Meine Seele erhebt den Herrn , ||| 47 und mein Geist freut sich über Gott , meinen Retter , ||| 48 dass er angesehen hat die Niedrigkeit seiner Magd ; ||| denn siehe , von nun an werden mich glückselig preisen alle Geschlechter ! ||| 49 Denn große Dinge hat der Mächtige an mir getan , ||| und heilig ist sein Name ; ||| 50 und seine Barmherzigkeit währt von Geschlecht zu Geschlecht ||| über die , welche ihn fürchten . ||| 51 Er tut Mächtiges mit seinem Arm ; ||| er zerstreut , die hochmütig sind in der Gesinnung ihres Herzens . ||| 52 Er stößt die Mächtigen von ihren Thronen und erhöht die Niedrigen . ||| 53 Hungrige sättigt er mit Gütern , ||| und Reiche schickt er leer fort . ||| 54 Er nimmt sich seines Knechtes Israel an , ||| um an ( seine ) Barmherzigkeit zu gedenken , ||| 55 wie er es unseren Vätern verheißen hat , ||| Abraham und seinem Samen , auf ewig ! ||| 56 Und Maria blieb bei ihr etwa 3 Monate und kehrte wieder in ihr Haus zurück . |||

Die Geburt Johannes des Täufers 

57 Für Elisabeth aber erfüllte sich die Zeit , da sie gebären sollte , und sie gebar einen Sohn . ||| 58 Und ihre Nachbarn und Verwandten hörten , dass der Herr seine Barmherzigkeit an ihr groß gemacht hatte , und sie freuten sich , mit ihr . ||| 59 Und es geschah am achten Tag , dass sie kamen , um das Kind zu beschneiden ; und sie nannten es nach dem Namen seines Vaters Zacharias . ||| 60 Seine Mutter aber erwiderte und sprach : Nein , sondern er soll Johannes heißen ! ||| 61 Und sie sagten zu ihr : Es ist doch niemand in deiner Verwandtschaft , der diesen Namen trägt ! ||| 62 Sie winkten aber seinem Vater , wie er ihn genannt haben wolle . ||| 63 Und er forderte ein Täfelchen und schrieb die Worte : Johannes ist sein Name ! Und sie verwunderten sich alle . ||| 64 Sofort aber wurde sein Mund geöffnet , und seine Zunge ( wurde gelöst ) , und er redete und lobte Gott . ||| 65 Und es kam Furcht über alle ihre Nachbarn , und im ganzen Bergland von Judäa wurden alle diese Dinge besprochen . ||| 66 Und alle , die es hörten , nahmen es sich zu Herzen und sprachen : Was wird wohl aus diesem Kind werden ? Und die Hand des Herrn war mit ihm . |||

Der Lobpreis des Zacharias 

67 Und sein Vater Zacharias wurde mit dem Heiligen Geist erfüllt , weissagte und sprach : ||| 68 Gepriesen sei der Herr , der Gott Israels ! ||| Denn er hat sein Volk besucht und ihm Erlösung bereitet , ||| 69 und hat uns aufgerichtet ein Horn des Heils ||| in dem Haus seines Knechtes David , ||| 70 wie er es verheißen hat durch den Mund seiner heiligen Propheten , ||| die von alters her waren : ||| 71 Errettung von unseren Feinden ||| und aus der Hand aller , die uns hassen ; ||| 72 um Barmherzigkeit zu erweisen an unseren Vätern ||| und zu gedenken an seinen Heiligen Bund , ||| 73 an den Eid , den er unserem Vater Abraham geschworen hat , ||| uns zu geben , ||| 74 dass wir , erlöst aus der Hand unserer Feinde , ||| ihm dienten ohne Furcht ||| 75 in Heiligkeit und Gerechtigkeit vor ihm alle Tage unseres Lebens . ||| 76 Und du , Kindlein , wirst ein Prophet des Höchsten genannt werden , ||| denn du wirst vor dem Angesicht des Herrn hergehen , um seine Wege zu bereiten , ||| 77 um seinem Volk Erkenntnis des Heils zu geben , ||| ( das ihnen zuteil wird ) durch die Vergebung der Sünden , ||| 78 um der herzlichen Barmherzigkeit unseres Gottes willen , ||| durch die uns besucht hat der Aufgang aus der Höhe , ||| 79 um denen zu scheinen  , die in Finsternis und Todesschatten sitzen , ||| um unsere Füße auf den Weg des Friedens zu richten ! ||| 80 Das Kind aber wuchs und wurde stark im Geist ; und er war in der Wüste bis zum Tag seines Auftretens vor Israel . |||

Die Geburt Jesus Christi in Bethlehem 

2

Es begab sich aber in jenen Tagen , dass ein Befehl ausging von dem Kaiser Augustus , dass der ganze Erdkreis sich erfassen lassen sollte . ||| 2 Diese Erfassung war die erste und geschah , als Kyrenius Statthalter in Syrien war . ||| 3 Und es zogen alle aus , um sich erfassen zu lassen , jeder in seine eigene Stadt . ||| 4 Es ging aber auch Joseph von Galiläa , aus der Stadt Nazareth , hinauf nach Judäa in die Stadt Davids , die Bethlehem heißt , weil er aus dem Haus und Geschlecht Davids war , ||| 5 um sich erfassen zu lassen mit Maria , seiner ihm angetrauten Frau , die schwanger war . ||| 6 Es geschah aber , während sie dort waren , da erfüllten sich die Tage , dass sie gebären sollte . ||| 7 Und sie gebar ihren Sohn , den Erstgeborenen , und wickelte ihn in Windeln und legte ihn in die Krippe , weil für sie kein Raum war in der Herberge . |||

Die Hirten und die Engel 

8 Und es waren Hirten in derselben Gegend auf dem Feld , die bewachten ihre Herde in der Nacht . ||| 9 Und siehe , ein Engel des Herrn trat zu ihnen , und die Herrlichkeit des Herrn umleuchtete sie ; und sie fürchteten sich sehr . ||| 10 Und der Engel sprach zu ihnen : Fürchtet euch nicht ! Denn siehe , ich verkündige euch große Freude , die dem ganzen Volk widerfahren soll . ||| 11 Denn euch ist heute in der Stadt Davids der Retter geboren , welcher ist Christus , der Herr . ||| 12 Und das sei für euch das Zeichen : Ihr werdet ein Kind finden , in Windeln gewickelt , in der Krippe liegend . ||| 13 Und plötzlich war bei dem Engel die Menge der himmlischen Heerscharen , die lobten Gott und sprachen : ||| 

14 Herrlichkeit ( ist ) bei Gott in der Höhe und Friede auf Erden , ( und ) unter den Menschen ( Gottes ) Wohlgefallen ! |||

15 Und es geschah , als die Engel von ihnen weg in den Himmel zurückgekehrt waren , da sprach die Hirten zueinander : Lasst uns doch bis nach Bethlehem gehen und die Sache sehen , die geschehen ist , die der Herr uns verkündet hat ! ||| 16 Und sie gingen eilends und fanden Maria und Joseph , dazu das Kind in der Krippe liegend . ||| 17 Nachdem sie es aber gesehen hatten , machten sie überall das Wort bekannt , das ihnen über dieses Kind gesagt worden war . ||| 18 Und alle , die es hörten , verwunderten sich über das , was ihnen von den Hirten gesagt worden wurde . ||| 19 Maria aber behielt alle diese Worte und bewegte sie in ihrem Herzen . ||| 20 Und die Hirten kehrten wieder um und priesen und lobten Gott für alles , was sie gehört und gesehen hatten , so wie es ihnen gesagt worden war . |||

Die Darstellung Jesu im Tempel von Jerusalem 

21 Und als acht Tage vollendet waren , als man das Kind beschneiden musste , da wurde ihm der Name Jesus gegeben , den der Engel genannt hatte , ehe er im Mutterleib empfangen worden war . ||| 22 Und als die Tage ihrer Reinigung nach dem Gesetz Moses vollendet waren , brachten sie ihn nach Jerusalem , um ihm dem Herrn darzustellen , ||| 23 wie im Gesetz des Herrn geschrieben steht : " Alle männliche Erstgeburt soll dem Herrn geheiligt heißen" , ||| 24 und um ein Opfer darzubringen , wie es im Gesetz des Herrn geboten ist , ein Paar Turteltauben oder zwei junge Tauben . |||

Der Lobpreis Simeons . Die Prophetin Hanna 

25 Und siehe , es war ein Mensch namens Simeon in Jerusalem ; und dieser Mensch war gerecht und gottesfürchtig und wartete auf den Trost Israels ; und der Heilige Geist war auf ihm . ||| 26 Und er hatte vom Heiligen Geist die Zusage empfangen , dass er den Tod nicht sehen werden , bevor er den Gesalbten des Herrn gesehen habe . ||| 27 Und er kam auf Antrieb des Geistes in den Tempel . Und als die Eltern das Kind Jesus hineinbrachten , um für ihn zu tun , was der Brauch des Gesetzes verlangte , ||| 28 da nahm er es auf seine Arme und lobte Gott und sprach : ||| 29 Nun , Herr , entlässt du deinen Knecht in Frieden nach deinem Wort ! ||| 30 Denn meine Augen haben dein Heil gesehen , ||| 31 dass du vor allen Völkern bereitet hast , ||| 32 ein Licht zur Offenbarung für die Heiden und zur Verherrlichung deines Volkes Israel ! ||| 33 Und Joseph und seine Mutter verwunderten sich über das , was über ihn gesagt wurde . ||| 

34 Und Simeon segnete sie und sprach zu Maria , seiner Mutter : Siehe , dieser ist gesetzt zum Fall und zum Auferstehen vieler in Israel und zu einem Zeichen , dem widersprochen wird ___ ||| 35 aber auch dir selbst wird ein Schwert durch die Seele dringen ___ , damit aus vielen Herzen die Gedanken geoffenbart werden . |||

36 Und da war auch Hanna , eine Prophetin , die Tochter Phanuels , aus dem Stamm Asser , die war hochbetagt und hatte nach ihrer Jungfrauschaft mit ihrem Mann sieben Jahre gelebt ; ||| 37 und sie war eine Witwe von etwa 84 Jahren ; die wich nicht vom Tempel , sondern diente ( Gott ) mit Fasten und Beten Tag und Nacht . ||| 38 Auch diese trat zu derselben Stunde hinzu und pries den Herrn und redete von ihm zu allen , die auf die Erlösung warteten in Jerusalem . |||

Die Rückkehr nach Nazareth 

39 Und nachdem sie alles vollbracht hatten nach dem Gesetz des Herrn , kehrten sie zurück nach Galiläa , in ihre Stadt Nazareth . ||| 

40 Das Kind aber wuchs und wurde stark im Geist , erfüllt mit Weisheit , und Gottes Gnade war auf ihm . 

Der zwölfjährige Jesus im Tempel 

41 Und seine Eltern reisten jährlich am Passahfest nach Jerusalem . ||| 42 Und als er zwölf Jahre alt war , gingen sie nach dem Brauch des Festes hinauf nach Jerusalem . ||| 43 Und als sie die Tage vollendet hatten und wieder heimkehrten , blieb der Knabe Jesus in Jerusalem ; und Josep und seine Mutter wussten es nicht . ||| 44 Da sie aber meinten , er wäre bei den Reisegefährten , zogen sie eine Tagesreise weit und suchten ihn unter den Verwandten und unter den Bekannten . ||| 45 Und weil sie ihn nicht fanden , kehrten sie wieder nach Jerusalem zurück und suchten ihn . ||| 46 Und es geschah , nach drei Tagen fanden sie ihn im Tempel sitzend mitten unter den Lehrern , wie er ihnen zuhörte und sie befragte . ||| 47 Es erstaunten aber alle , die ihn hörten , über sein Verständnis und seine Antworten . ||| 48 Und als sie ihn sahen , waren sie bestürzt ; und seine Mutter sprach zu ihm : Kind , warum hast du uns das getan ? Siehe , dein Vater und ich haben dich mit Schmerzen gesucht ! ||| 49 Und er sprach zu ihnen : Weshalb habt ihr mich gesucht ? Wusstet ihr nicht , dass ich in dem sein muss , was meines Vaters ist ? ||| 50 Und sie verstanden das Wort nicht , das er zu ihnen sagte . ||| 51 Und er ging mit ihnen hinab und kam nach Nazareth und ordnete sich ihnen unter . Und seine Mutter behielt alle diese Worte in ihrem Herzen . ||| 52 Und Jesus nahm zu an Weisheit und Alter und Gnade bei Gott und den Menschen . |||

Die Verkündigung Johannes des Täufers 

3

Aber im fünfzehnten Jahr der Regierung des Kaisers Tiberius , als Pontius Pilatus Statthalter von Judäa war und Herodes Vierfürst von Galiläa , sein Bruder Philippus aber Vierfürst von Ituräa und dem Gebiet von Trachonitis , und Lysanias Vierfürst von Abilene , ||| 2 unter den Hohenpriestern Hannas und Kajaphas , da erging das Wort Gottes an Johannes , den Sohn des Zacharias , in der Wüste . |||

3 Und er kam in die ganze Umgegend des Jordan und verkündigte eine Taufe der Buße zur Vergebung der Sünden , ||| 4 wie geschrieben steht im Buch der Worte des Propheten Jesaja , der spricht : 

" Die Stimme eines Rufenden ( ertönt ) in der Wüste : Bereitet den Weg des Herrn , macht seine Pfade eben ! ||| 5 Jedes Tal soll ausgefüllt und jeder Berg und Hügel erniedrigt werden , und das Krumme soll gerade und die holprigen Wegen eben werden ; ||| und alles Fleisch wird da Heil Gottes sehen ." |||

 7 Er sprach nun zu der Volksmenge , die hinausging , um sich von ihm taufen zu lassen : Schlangenbrut ! Wer hat euch unterwiesen , dem kommenden Zorn zu entfliehen ? ||| 8 So bringt nun Früchte , die der Buße würdig sind ! Und fangt nicht an , bei euch selbst zu sagen : Wir haben Abraham zum Vater ! Denn ich sage euch : Gott vermag dem Abraham aus diesen Steinen Kinder zu erwecken . |||  9 Es ist aber auch schon die Axt an die Wurzel der Bäume . Jeder Baum nun , der keine gute Frucht bringt , wird abgehauen und ins Feuer geworfen ! ||| 10 Da fragte ihn die Menge und sprach : Was sollen wir denn tun ? ||| 11 Und er antwortete und sprach zu ihnen : Wer zwei Hemden hat , gebe dem , der keines hat ; und wer Speise hat , der mache es ebenso ! ||| 12 Es kamen auch Zöllner , um sich taufen zu lassen , und sprachen zu ihm : Meister , was sollen wir tun ? ||| 13 Er sprach zu ihnen : Fordert nicht mehr , als was euch vorgeschrieben ist ! ||| 14 Es fragten ihn aber auch Kriegsleute und sprachen : Und was sollen wir tun ? ||| 14 Er sprach zu ihnen : Misshandelt niemand , erhebt keine falsche Anklage und seid zufrieden mit eurem Sold ! ||| 15 Da aber das Volk in Erwartung stand und alle in ihren Herzen sich wegen Johannes fragten , ob er vielleicht der Christus sei , ||| 16 antwortete Johannes allen und sprach ;
 Ich taufe euch mit Wasser ; es kommt aber einer , der stärker ist als ich , und ich bin nicht würdig , ihm seinen Schuhriemen zu lösen ; der wird euch mit dem Heiligen Geist und Feuer taufen . ||| 
17 Er hat die Worfschaufel in seiner Hand , und er wird seine Tenne durch und durch reinigen und den Weizen in seine Scheune sammeln ; die Spreu aber wird er mit unauslöschlichem Feuer verbrennen ! ||| 18 Auch mit vielen anderen Ermahnungen verkündigte er dem Volk die frohe Botschaft . ||| 19 Der Vierfürst Herodes aber , da er von ihm getadelt wurde wegen Herodias , der Frau seines Bruders Philippus , und wegen all des Bösen , was Herodes tat , ||| 20 fügte zu allem noch hinzu , dass er den Johannes ins Gefängnis warf . |||

Die Taufe Jesu Christi 

21 Es geschah aber , als alles Volk sich taufen ließ und auch Jesus getauft wurde und betete , da tat sich der Himmel auf , ||| 22 und der Heilige Geist stieg in leiblicher Gestalt wie eine Taube auf ihn herab , und eine Stimme ertönte aus dem Himmel , die sprach : Du bist mein geliebter Sohn ; an dir habe ich Wohlgefallen ! 

Das Geschlechterregister Jesu Christi 

23 Und Jesus war ungefähr 30 Jahre alt , als er begann ; er war , wie man meinte , ein Sohn Josephs , ||| 24 des Eli , des Matthat , des Levi , des Melchi , des Janna , des Joseph , ||| 25 des Mattathias , des Amos , des Nahum , des Esli , des Nangai , ||| 26 des Maath , des Mattathias , des Semei , des Joseph , des Juda , ||| 27 des Johanan , des Resa , des Serubbabel , des Schealtiel , des Neri , ||| 28 des Melchi , des Addi , des Kosam , des Elmodam , des Er , ||| 29 des Joses , des Elieser , des Jorim , des Matthat , des Levi , ||| 30 des Simeon , des Juda , des Joseph , des Jonan , des Eljakim , ||| 31 des Melea , des Mainan , des Mattatha , des Nathan , des David , ||| 32 des Isai , des Obed , des Boas , des Salmon , des Nachschon , ||| 33 des Amminadab , des Aram , des Hezron , des Perez , des Juda , ||| 34 des Jakob , des Isaak , des Abraham , des Terach , des Nahor , ||| 35 des Serug , des Regu , des Peleg , des Heber , des Schelach , ||| 36 des Kainan , des Arpakschad , des Sem , des Noah , des Lamech , ||| 37 des Methusalah , des Henoch , des Jared , des Mahalaleel , des Kainan , ||| 38 des Enosch , des Seth , des Adam , Gottes . 

Die Versuchung Jesu Christi 

4

Jesus aber , voll Heiligen Geistes kehrte vom Jordan zurück und wurde vom Geist in die Wüste geführt ||| 2 und 40 Tage vom Teufel versucht . Und er aß nichts in jenen Tagen ; und zuletzt , als sie zu Ende waren , war er hungrig . ||| ( *er wusste vielleicht nicht , wann diese zu ende seien , bis Gott es ihm sagt , und Er ihn wieder aus der Wüste hinaus führt ) 

 3 Und der Teufel sprach zu ihm : Wenn du Gottes Sohn bist , so sprich zu diesem Stein , dass er Brot werde ! ||| 4 Und Jesus antwortete ihm und sprach : Es steht geschrieben : " Der Mensch lebt nicht vom Brot allein , sondern von einem jeglichen Wort Gottes " . ||| 5 Da führte der Teufel ihn auf einen hohen Berg und zeigte ihm alle Reiche der Welt in einem Augenblick . ||| 6 Und der Teufel sprach zu ihm : Dir will ich alle diese Macht und ihre Herrlichkeit geben ; denn sie ist mir übergeben , und ich gebe sie , wem ich will . ||| 7 Wenn du nun vor mir anbetest , so soll alles dir gehören ! ||| 8 Und Jesus antwortete ihm und sprach : Weiche von mir , Satan ! Denn es steht geschrieben : " Du sollst den Herrn , deinen Gott , anbeten und ihm allein dienen" . ||| 9 Und er führte ihn nach Jerusalem und stellte ihn auf die Zinne des Tempels und sprach zu ihm : Wenn du der Sohn Gottes bist , so stütze dich von hier hinab , ||| 10 denn es steht geschrieben : " Er wird seinen Engeln deinetwegen Befehl geben , dass sie dich behüten , ||| 11 und sie werden dich auf den Händen tragen , damit du deinen Fuß nicht an einen Stein stößt ." ||| 12 Und Jesus antworte und sprach zu ihm : Es ist gesagt : " Du sollst den Herrn , deinen Gott , nicht versuchen !" ||| 13 Und nachdem der Teufel alle Versuchungen vollendet hatte , wich er von ihm eine Zeit lang . |||

Der Beginn des Wirkens Jesu in Galiläa 

14 Und Jesus kehrte in der Kraft des Geistes zurück nach Galiläa ; und das Gerücht von ihm verbreitete sich durch die ganze umliegende Gegend . ||| 15 Und er lehrte in ihren Synagogen und wurde von allen gespriesen . |||

Die Verkündigung in der Synagoge von Nazareth 

16 Und er kam nach Nazareth , wo er erzogen worden war , und ging nach seiner Gewohnheit am Sabbattag in die Synagoge und stand auf , um vorzulesen : ||| 17 Und es wurde ihm die Buchrolle des Propheten Jesaja gegeben ; und als er die Buchrolle aufgerollt hatte , fand er die Stelle , wo geschrieben steht : ||| 18 " Der Geist des Herrn ist auf mir , weil er mich gesalbt hat , den Armen frohe Botschaft zu verkünden ; er hat mich gesandt , zu heilen , die zerbrochenen Herzens sind , Gefangenen Befreiung zu verkünden und den Blinden , dass sie wieder sehend werden , Zerschlagene in Freiheit zu setzen , ||| 19 um zu verkündigen das angenehme Jahr des Herrn ." ||| 

20 Und er rollte die Buchrolle zusammen und gab sie dem Diener wieder und setzte sich , und aller Augen in der Synagoge waren auf ihn gerichtet . ||| 21 Er aber fing an , ihnen zu sagen : Heute ist diese Schrift erfüllt vor euren Ohren ! ||| 22 Und alle gaben ihm Zeugnis und wunderten sich über die Worte der Gnade , die aus seinem Mund kamen , und sprachen : Ist dieser nicht der Sohn Josephs ? ||| 

23 Und er sprach zu ihnen : Gewiss werdet ihr mir dieses Sprichwort sagen : Arzt , heile dich selbst ! Die großen Taten , von denen wir gehört haben , dass sie in Kapernaum geschahen , tue sie auch hier in deiner Vaterstadt ! |||

 24 Er sprach aber : Wahrlich , ich sage euch : Kein Prophet ist anerkannt in seinem Vaterland . ||| 25 In Wahrheit aber sage ich euch : Es waren viele Witwen in den Tagen Elias in Israel , als der Himmel drei Jahre und sechs Monate lang verschlossen war , ||| da eine große Hungersnot entstand im ganzen land ; ||| 26 und zu keiner von ihnen wurde Elia gesandt , sondern nur zu einer Witwe nach Zarpat bei Zidon . ||| 27 Und viele Aussätzige waren in Israel zur Zeit des Propheten Elisa ; aber keiner von ihnen wurde gereinigt , sondern nur Naeman , der Syrer . ||| 

28 Da wurden alle in der Synagoge voll Zorn , als sie dies hörten . ||| 29 Und sie standen auf und stießen ihn zur Stadt hinaus und führten ihn an den Rand des Berges , auf dem ihre Stadt gebaut war , um ihm hinabzustürzen . ||| 30 Er aber ging mitten durch sie hindurch und zog weiter . |||

Jesus treibt einen unreinen Geist aus 

31 Und er kam hinab nach Kapernaum , einer Stadt in Galiläa , und lehrte sie am Sabbat . ||| 32 Und sie waren betroffen über seine Lehre , denn er redete mit Vollmacht . ||| 33 Und in der Synagoge war ein Mensch , der den Geist eines unreinen Dämonen hatte . Und er schrie mit lauter Stimme ||| 34 und sprach : Lass ab ! Was haben wir mit dir zu tun , Jesus , du Nararener ? Bist du gekommen , um uns zu verderben ? Ich weiß , wer du bist : der Heilige Gottes ! ||| 35 Und Jesus befahl ihm und sprach : Verstumme und fahre aus von ihm ! Da warf ihn der Dämon mitten unter sie und fuhr aus von ihm und tat ihm keinen Schaden . ||| 36 Und ein Entsetzen kam über alle , und sie redeten untereinander und sprachen : Was ist das für ein Wort , dass er mit Vollmacht und Kraft den unreinen Geistern gebietet und sie ausfahren ? ||| 37 Und sein Ruf verbreitete sich in alle  Orte der umliegenden Gegend . |||

Die Heilung der Schwiegermutter des Petrus und anderer Kranker

38 Und er stand auf und ging aus der Synagoge in das Haus des Simon . Simons Schwiegermutter aber war von einem heftigen Fieber befallen , und sie baten ihn für sie . ||| 39 Und er trat zu ihr , neigte sich über sie und befahl dem Fieber , und es verließ sie . Und sogleich stand sie auf und diente ihnen . |||

40 Als aber die Sonne unterging , brachten alle , die Kranke hatten mit mancherlei Gebrechen , sie zu ihm , und er legte einem jeden von ihnen die Hände auf und heilte sie . ||| 

41 Es fuhren auch Dämonen aus von vielen , indem sie schrien und sprachen : Du bist der Christus , der Sohn Gottes ! Und er befahl ihnen und ließ sie nicht reden , weil sie wussten , dass er der Christus war . ||| 

42 Als es aber Tag geworden war , ging er hinaus an einen abgelegenen Ort ; und die Volksmenge suchte ihn und kam bis zu ihm , und sie wollten ihn zurückhalten , damit er nicht von ihnen wegginge . ||| 43 Er aber sprach zu ihnen : Ich muss auch den anderen Städten das Evangelium vom Reich Gottes verkündigen ; denn dazu bin ich gesandt . ||| 44 Und er verkündigte in den Synagogen von Galiläa . |||

Der wunderbare Fischzug . 
Die Berufung der ersten Jünger 

5

Es begab sich aber , als die Menge sich zu ihm drängte , um das Wort Gottes zu hören , dass er am See Genezareth stand ; ||| 2 und er sah zwei Schiffe am Ufer liegen ; die Fischer aber waren aus ihnen ausgestiegen und wuschen die Netze . ||| 3 Da stieg er in eines der Schiffe , das Simon gehörte , und bat ihn , ein wenig vom Land wegzufahren ; und er setzte sich und lehrte die Volksmenge vom Schiff aus . ||| 4 Als er aber zu reden aufgehört hatte , sprach er zu Simon : Fahre hinaus auf die Tiefe , und lasst eure Netze zu einem Fang hinunter ! ||| 5 Und Simon antwortete und sprach zu ihm : Meister , wir haben die ganze Nacht hindurch gearbeitet und nichts gefangen ; aber auf dein Wort will ich das Netzt auswerfen ! ||| 6 Und als sie das getan hatten , finden sie eine große Menge Fische ; und ihr Netz begann zu reißen . ||| 7 Da winkten sie den Gefährten , die im anderen Schiff waren , dass sie kommen und ihnen helfen sollten ; und sie kamen und füllten beide Schiffe , sodass sie zu sinken begannen . ||| 8 Als aber Simon Petrus das sah , fiel er zu den Knien Jesu nieder und sprach : Herr , gehe von mir hinweg , denn ich bin ein sündiger Mensch ! ||| 9 Denn ein Schrecken überkam ihn und alle , die bei ihm waren , wegen des Fischzuges , den sie gemacht hatten ; ||| 10 gleicherweise auch Jakobus und Johannes , die Söhne des Zebedäus , die Somons Teilhaber waren . Und Jesus sprach zu Simon : Fürchte dich nicht ; von nun an sollst du Menschen fangen ! ||| 11 Und sie brachten die Schiffe ans Land , verließen alles und folgten ihm nach . 

Die Heilung eines Aussätzigen 

Und es begab sich , als er in einer der Städte war , siehe , da war ein Mann voll Aussatz ( *Lepra - infektiöse Hautkrankheit ) . Und als er Jesus sah , fiel er auf sein Angesicht , bat ihn und sprach : Herr , wenn du willst , so kannst du mich reinigen ! ||| 13 Da streckte er die Hand aus , rührte ihn an und sprach : Ich will ; sei gereinigt ! Und sogleich wich der Aussatz von ihm . ||| 

14 Und er befahl ihm , es niemand zu sagen : Geh vielmehr hin , zeige dich dem Priester und opfere für deine Reinigung , wie Mose befohlen hat , ihnen zum Zeugnis ! |||

Aber die Nachricht von ihm breitete sich desto mehr aus ; und große Volksmengen kamen zusammen , um ihn zu hören und durch ihn von ihren Krankheiten geheilt zu werden . ||| 16 Er aber hielt sich zurückgezogen an einsamen Orten auf und betete . 

Die Heilung eines Gelähmten

17 Und es begab sich an einem Tag , dass er lehrte ; und es saßen Pharisäer da und Gesetzeslehrer , die aus allen Dörfern von Galiläa und Judäa und von Jerusalem gekommen waren ; und die Kraft des Herrn war da , um sie zu heilen . |||

18 Und siehe , Männer trugen auf einer Liegematte einen Menschen , der gelähmt war ; und sie versuchten ihn hineinzubringen und vor ihn zu legen . ||| 19 Und da sie wegen der Menge keine Möglichkeit fanden , ihn hineinzubringen , stiegen sie auf das Dach und ließen ihn mit der Liegematte durch die Ziegel hinunter in die Mitte vor Jesus . ||| 20 Und als er ihren Glauben sah , sprach er zu ihm : Mensch , deine Sünden sind dir vergeben ! |||

21 Und die Schriftgelehrten und Pharisäer fingen an , sich Gedanken zu machen , und sprachen : Wer ist dieser , der solche Lästerungen ausspricht ? Wer kann Sünden vergeben als nur Gott allein ? ||| 22 Da aber Jesus ihre Gedanken erkannte , antwortete er und sprach zu ihnen : Was denkt ihr in euren Herzen ? ||| 23 Was ist leichter , zu sagen : Deine Sünden sind dir vergeben ! , oder zu sagen : Steh auf und geh umher ? ||| 24 Damit ihr aber wisst , dass der Sohn des Menschen Vollmacht hat , auf Erden Sünden zu vergeben ___ sprach er zu dem Gelähmten : Ich sage dir , steh auf , nimmt deine Liegematte und geh heim ! ||| 25 Und sofort stand er auf vor ihren Augen , nahm sein Lager , ging heim und pries Gott ! |||

26 Da gerieten alle außer sich vor Staunen , und sie priesen Gott und wurden voll Furcht und sprachen : Wir haben heute Unglaubliches gesehen ! |||

Die Berufung des Levi 

27 Danach ging er hinaus und sah einen Zöllner namens Levi an der Zollstätte sitzen und sprach zu ihm : Folge mir nach ! ||| 28 Und er verließ alles , stand auf und folgte ihm nach . ||| 29 Und Levi bereitete ihm ein großes Mahl in seinem Haus ; und es saß eine große Schar von Zöllnern und anderen , die s mit ihnen hielten , bei Tisch . ||| 30 Und die Schriftgelehrten unter ihnen und die Pharisäer murrten gegen seine Jünger und sprachen : Warum esst und trinkt ihr mit Zöllnern und Sündern ? ||| 

31 Und Jesus antwortete und sprach zu ihnen : Nicht die Gesunden brauchen den Arzt , sondern die Kranken . ||| 32 Ich bin nicht gekommen , Gerechte zu berufen , sondern Sünder zur Buße . |||

Vom Fasten . Gleichnisse vom neuen Flicken und vom neuen Wein 

33 Sie aber sprachen zu ihm : Warum fasten die Jünger des Johannes so oft und verrichten Gebete , ebenso auch die der Pharisäer ; die Deinigen aber essen und trinken ? ||| 

34 Und er sprach zu ihnen : Könnt ihr die Hochzeitsgäste etwa fasten lassen , solange der Bräutigam bei ihnen ist ? ||| 35 Es werden aber Tage kommen , da der Bräutigam von ihnen genommen sein wird ; dann werden sie fasten in jenen Tagen . ||| 

36 Er sagte aber auch ein Gleichnis zu ihnen : Niemand setzt einen Lappen von einem neuen Kleid auf ein altes Kleid ; denn sonst zerreißt er auch das neue , und der Lappen vom neuen passt nicht zu dem alten . ||| 37 Und niemand füllt neuen Wein in alte Schläuche ; denn sonst wird der neue Wein die Schläuche zerreißen , und er wird verschüttet , und die Schläuche verderben ; ||| 38 sondern neuer Wein soll in neue Schläuche gefüllt werden , so bleiben beide miteinander erhalten . ||| 

39 Und niemand , der alten trinkt , will sogleich neuen ; denn er spricht : Der alte ist besser ! |||

Jesus ist der Herr über den Sabbat 

6

Es geschah aber , dass er am zweiten Sabbat nach dem ersten durch die Kornfelder ging ; und seine Jünger streiften Ähren ab , zerrieben sie mit den Händen und aßen sie . ||| 2 Da sagten etliche von den Pharisäern zu ihnen : Warum tut ihr , was am Sabbat nicht zu tun erlaubt ist ? ||| 

3 Und Jesus antwortete ihnen und sprach : Habt ihr nicht einmal gelesen , was David tat , als er und seine Gefährten hungrig waren ? ||| 4 Wie er in das Haus Gottes hineinging und die Schaubrote nahm und aß und auch seinen Gefährten davon gab , welche doch niemand essen darf als nur die Priester ? ||| 5 Und er sprach zu ihnen : Der Sohn des Menschen ist Herr auch über den Sabbat . |||

Der Mann mit der verdorrten Hand 

6 Es geschah aber auch an einem anderen Sabbat , dass er in eine Synagoge ging und lehrte ; und dort war ein Mensch , dessen rechte Hand verdorrt war . ||| 7 Aber die Schriftgelehrten und Pharisäer lauerten ihm auf , ob er am Sabbat heilen würde , um einen Grund zur Anklage gegen ihn zu finden . ||| 8 Er aber kannte ihre Gedanken und sprach zu dem Menschen , der die verdorrte Hand hatte : Steh auf und stelle dich in die Mitte ! Da stand er auf und stellte sich dorthin . ||| 

9 Da sprach nun Jesus zu ihnen : Ich will euch etwas fragen : Darf man am Sabbat Gutes tun oder Böses tun , das Leben retten oder verderben ? ||| 10 Und indem er sie alle ringsumher ansah , sprach er zu dem Menschen : Strecke deine Hand aus ! Der aber tat es , und seine Hand wurde wiederhergestellt ( und war ) gesund wie die andere . |||

 11 Sie aber wurden mit Unverstand erfüllt und besprachen sich miteinander , was sie Jesus antun könnten . |||

Die Wahl der zwölf Apostel 

12 Es geschah aber in jenen Tagen , dass er hinausging auf den Berg , um zu beten ; und er verharrte die Nacht hindurch im Gebet zu Gott . ||| 13 Und als es Tag wurde , rief er seine Jünger zu sich und erwählte aus ihnen zwölf , die er auch Apostel nannte : ||| 14 Simon , den er auch Petrus nannte , und dessen Bruder Andreas , Jakobus und Johannes , Philippus und Bartholomäus , ||| 15 Matthäus und Thomas , Jakobus , den Sohn des Alphäus , und Simon , genannt der Zelot , ||| 16 Judas , den Sohn des Jakobus , und Judas Ischariot , der auch zum Verräter wurde . |||

Jesu Wirken in Galiläa

17 Und er stieg mit ihnen hinab und stellte sich auf einen ebenen Platz mit einer Menge seiner Jünger und einer großen Menge Volkes aus ganz Judäa und von Jerusalem und von der Meeresküste von Tyrus und Zidon , die gekommen waren , um ihn zu hören und geheilt zu werden von ihren Krankheiten , ||| 18 auch die , welche von unreinen Geistern geplagt waren ; und sie wurden geheilt . ||| 

19 Und die ganze Volksmenge suchte ihn anzurühren , denn Kraft ging von ihm aus und heilte alle . |||

Seligpreisungen und Weherufe 

20 Und er hob seine Augen auf über seine Jünger und sprach : Glückselig seid ihr Armen , denn das Reich Gottes ist euer ! ||| 21 Glückselig seid ihr , die ihr jetzt hungert , denn ihr sollt gesättigt werden ! Glückselig seid ihr , die ihr jetzt weint , denn ihr werdet lachen ! ||| 22 Glückselig seid ihr , wenn euch die Menschen hassen , und wenn sie euch ausschließen und schmähen und euren Namen als einen lasterhaften verwerfen um des Menschensohnes willen . ||| 23 Freut euch an jenem Tag und hüpft ! Denn siehe , euer Lohn ist groß im Himmel . Denn ebenso haben es ihre Väter mit den Propheten gemacht . ||| 24 Aber wehe euch , ihr Reichen , denn ihr habt euren Trost schon empfangen ! ||| 25 Wehe euch , die ihr satt seid ; denn ihr werdet hungern ! Wehe euch , die ihr jetzt lacht , denn ihr werdet trauern und weinen ! ||| 26 Wehe euch , wenn alle Leute gut von euch reden ! Denn ebenso haben es ihre Väter mit den falschen Propheten gemacht . |||

Liebe zu den Feinden 

27 Euch aber , die ihr hört , sage ich : Liebt eure Feinde , tut Gutes denen , die euch hassen ; ||| 28 segnet , die euch fluchen , und betet für die , welche euch beleidigen ! ||| 29 Dem , der dich auf die eine Backe schlägt , biete auch die andere dar ; und dem , der dir den Mantel nimmt , verweigere auch das Hemd nicht . ||| 30 Gib aber jedem , der dich bittet ; und von dem , der dir das Deine nimmt , fordere es nicht zurück . ||| 31 Und wie ihr wollt , dass euch die Leute behandeln sollen , so behandelt auch ihr sie gleicherweise ! ||| ____ 32 Und wenn ihr die liebt , die euch lieben , was für einen Dank erwartet ihr dafür ? Denn auch die Sünder lieben die , welche sie lieben . ||| 33 Und wenn ihr denen Gutes tut , die euch Gutes tun , was für einen Dank erwartet ihr dafür ? Denn auch die Sünder tun dasselbe . ||| 34 Und wenn ihr denen leiht , von welchen ihr wieder zu empfangen hofft , was für einen Dank erwartet ihr dafür ? Denn auch die Sünder leihen den Sündern , um das Gleiche wieder zu empfangen . ||| 34 Vielmehr liebt eure Feinde und tut Gutes und leiht , ohne etwas dafür zu erhoffen ; so wird euer Lohn groß sein , und ihr werdet Söhne des Höchsten sein , denn er ist gütig gegen die Undankbaren und Bösen . ||| 36 Darum seid barmherzig , wie auch euer Vater barmherzig ist . |||

Warnung vor dem Richten 

37 Und richtet nicht , so werdet ihr nicht gerichtet ; verurteilt nicht , so werdet ihr nicht verurteilt ; sprecht los , so werdet ihr losgesprochen werden ! ||| 38 Gebt , so wird euch gegeben werden ; ein gutes , vollgedrücktes und gerütteltes und überfließendes Maß wird man in euren Schoß schütten . Denn mit demselben Maß , mit dem ihr ( anderen ) zumesst , wird euch wieder zugemessen werden . ||| 39 Er sagte ihnen aber ein Gleichnis : Kann auch ein Blinder einen Blinden führen ? Werden nicht beide in die Grube fallen ? ||| 40 Der Jünger ist nicht über seinem Meister ; jeder aber , der vollendet ist , wird so sein wie sein Meister . ||| 41 Was siehst du aber den Splitter im Auge deines Bruders , und den Balken in deinem eigenen Auge bemerkst du nicht ? ||| 42 Oder wie kannst du zu deinem Bruder sagen : Bruder , halt , ich will den Splitter herausziehen , der in deinem Auge ist ! ___ während du doch den Balken in deinem Auge nicht siehst ? Du Heuchler , zieh zuerst den Balken aus deinem Auge , und dann wirst du klar sehen , um den Splitter herauszuziehen , der im Auge deines Bruders ist ! |||

Der Baum und die Früchte 

43 Denn es gibt keinen guten Baum , der schlechte Frucht bringt , noch einen schlechten Baum , der gute Frucht bringt . ||| 44 Denn jeder Baum wird an seiner Frucht erkannt ; denn von Dornen sammelt man keine Feigen , und vom Dornbusch liest man keine Trauben . ||| 45 Der gute Mensch bringt aus dem guten Schatz seines Herzens das Gute hervor , und der böse Mensch bringt aus dem bösen Schatz seines Herzens das Böse hervor ; denn wovon sein Herz voll ist , davon redet sein Mund . |||

Der Kluge und der törichte Baumeister 

46 Was nennt ihr mich aber " Herr , Herr " und tut nicht , was ich sage ? ||| 47 Jeder , der zu mir kommt und meine Worte hört und sie tut ___ ich will euch zeigen , wem er gleich ist . ||| 48 Er ist einem Menschen gleich , der ein Haus baute und dazu tief grub und den Grund auf den Felsen legte . Als nun eine Überschwemmung entstand , da brandete der Strom gegen dieses Haus , und er konnte es nicht erschüttern , weil es auf den Felsen gegründet war . ||| 49 Wer aber hört und nicht tut , der ist einem Menschen gleich , der ein Haus auf das Erdreich baute , ohne den Grund zu legen ; und der Strom brandete gegen dasselbe , und es stürzte sofort ein , und der Zusammenbruch dieses Hauses war gewaltig . |||


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