Das Bekenntnis zu Christus bringt Trennung 

49 Ich bin gekommen , ein Feuer auf die Erde zu bringen , und wie wünschte ich , es wäre schon entzündet ! ||| 50 Aber ich muss mich taufen lassen mit einer Taufe , und wie drängt es mich , bis sie vollbracht ist ! ||| 

51 Meint ihr , dass ich gekommen sei , Frieden auf Erden zu geben ? Nein , sage ich euch , sondern vielmehr Entzweiung ! ||| 52 Denn von nun an werden fünf in einem Haus entzweit sein , mit zweien und und zwei mit dreien ; ||| 53 der Vater wird mit dem Sohn entzweit sein und der Sohn mit dem Vater , die Mutter mit der Tochter und die Tochter mit der Mutter , die Schwiegermutter mit ihrer Schwiegertochter und die Schwiegertochter mit ihrer Schwiegermutter . |||

Zeichen der Zeit . Ermahnung zu Versöhnlichkeit 

54 Er sprach aber auch zu der Volksmenge : Wenn ihr das Gewölk aufsteigen steht vom Westen her , so sagt ihr sofort : Es gibt Regen ! , und es geschieht auch so . ||| 55 Und wenn der Südwind weht , so sagt ihr : Es wird heiß ! , und es geschieht auch so . ||| 56 Ihr Heuchler , das Aussehen der Erde und des Himmels könnt ihr beurteilen ; wie kommt es aber , dass ihr diese Zeit nicht beurteilt ? |||

57 Und warum entscheidet ihr nicht von euch selbst aus , was recht ist ? ||| 58 Denn wenn du mit deinem Widersacher zur Obrigkeit gehst , so gib dir auf dem Weg Mühe , von ihm loszukommen , damit er dich nicht vor den Richter schleppt und der Richter dich dem Gerichtsdiener übergibt und der Gerichtsdiener dich ins Gefängnis wirft . ||| 59 Ich sage dir : Du wirst von dort nicht herauskommen , bis du auch den letzten Groschen bezahlt hast ! |||

Ermahnung zur Buße 

13 

Es waren aber zur selben Zeit etliche eingetroffen , die ihm von den Galiläern berichteten , deren Blut Pilatus mit ihren Opfern vermischt hatte . ||| 2 Und Jesus antwortete und sprach zu ihnen : Meint ihr , dass diese Galiläer größere Sünder gewesen sind als alle anderen Galiläer , weil sie so etwas erlitten haben ? ||| 3 Nein , sage ich euch ; sondern wenn ihr nicht Buße tut , werdet ihr alle auch so umkommen ! ||| 4 Oder jene achtzehn , auf die der Turm in Siloah fiel und sie erschlug , meint ihr , dass diese schuldiger gewesen sind als alle anderen Leute , die in Jerusalem wohnen ? ||| 5 Nein , sage ich euch ; sondern wenn ihr nicht Buße tut , so werdet ihr alle auch so umkommen ! |||

6 Und er sagte dieses Gleichnis : Es hatte jemand einen Feigenbaum , der war in seinem Weinberg gepflanzt ; und er kam und suchte Frucht darauf und fand keine . ||| 7 Da sprach er zu dem Weingärtner : Siehe , drei Jahre komme ich und suche Frucht an diesem Feigenbaum und finde keine . Haue ihn ab ! Warum macht er das Land unnütz ? ||| 8 Er aber antwortet und spricht zu ihm : Herr , lass ihn noch dieses Jahr , bis ich um ihn gegraben und Dünger gelegt habe , ||| 9 ob er vielleicht doch noch Frucht bringt ___ wenn nicht , so haue ihn danach ab ! |||

Jesus heilt am Sabbat eine verkrümmte Frau 

10 Er lehrte aber in einer der Synagogen am Sabbat . ||| 11 Und siehe , da war eine Frau , die seit 18 Jahren einen geist der Krankheit hatte , und sie war verkrümmt und konnte sich gar nicht aufrichten . ||| 12 Als nun Jesus sie sah , rief er sie zu sich und sprach zu ihr : Frau , du bist erlöst von deiner Krankheit ! ||| 13 Und er legte  ihr die Hände auf , und sie wurde sogleich wieder gerade und pries Gott . ||| 14 Der Synagogenvorsteher aber war empört darüber , dass Jesus am Sabbat heilte , und er ergriff das Wort und sprach zu der Volksmenge : Es sind sechs Tage , an denen man arbeiten soll ; an diesen kommt und lasst euch heilen , und nicht am Sabbattag ! ||| 15 Der Herr nun antworte ihm und sprach : Du Heuchler , löst nicht jeder von euch am Sabbat seinen Ochsen oder Esel von der Krippe und führt ihn zur Tränke ? ||| 16 Diese aber , eine Tochter Abrahams , die der Satan , siehe , schon 18 Jahre eingebunden hielt , sollte sie nicht von dieser Bindung gelöst werden am Sabbattag ? ||| 17 Und als er das sagte , wurden alle seine Widersacher beschämt ; und die ganze Menge freute sich über all die herrlichen Taten , die durch ihn geschahen . ||| 

Die Gleichnisse vom Senfkorn und vom Sauerteig 

18 Da sprach er : Wem ist das Reich Gottes gleich , und womit soll ich es vergleichen ? ||| 19 Es gleicht einem Senfkorn , das ein Mensch nahm und in seinen Garten warf . Und es wuchs und wurde zu einem großen Baum , und die Vögel des Himmels nisteten in seinen Zweigen . ||| 20 Und wiederum sprach er : Womit soll ich das Reich Gottes vergleichen ? ||| 21 Es gleicht einem Sauerteig , den eine Frau nahm und heimlich in drei Scheffel Mehl hineinmischte , bis das ganze durchsäuert war . ||| 

( * Warum entscheidet ihr nicht von euch selbst , was recht ist ? ... leitet Jesus mich zu seinem Wort ) 

 Die enge Pforte 

22 Und er zog durch Städte und Dörfer und lehrte und setzte seine Reise nach Jerusalem fort . ||| 23 Es sprach aber einer zu ihm : Herr , sind es wenige , die errettet werden ? Er aber sprach zu ihnen : ||| 24 Ringt danach , durch die enge Pforte hineinzugehen ! Denn viele , sage ich euch , werden hineinzugehen suchen und es nicht können . ||| 25 Wenn einmal der Hausherr aufgestanden ist und die Türe  verschlossen hat , dann werdet ihr anfangen , draußen zu stehen und an die Tür zu klopfen und zu sagen : Herr , Herr , tue uns auf ! Dann wird er antworten und zu euch sagen : Ich weiß nicht , woher ihr seid ! ||| 26 Dann werdet ihr anfangen zu sagen : Wir haben vor dir gegessen und getrunken , und auf unseren Gassen hast du gelehrt ! ||| 27 Und er wird antworten : Ich sage euch : Ich weiß nicht , woher ihr seid ; weicht alle von mir , ihr Übeltäter ! ||| 28 Dann wird das Heulen und das Zähneknirschen sein , wenn ihr Abraham , Isaak und Jakob und alle Propheten im Reich Gottes seht , euch selbst aber hinausgestoßen ! ||| 29 Und sie werden kommen von Osten und von Westen , von Norden und von Süden , und zu Tisch sitzen im Reich Gottes . ||| 

30 Und siehe , es sind Letzte , die werden Erste sein ; und es sind Erste , die werden Letzte sein . |||

Die Feindschaft des Herodes 
Klage über Jerusalem 

31 An demselben Tag traten etliche Pharisäer hinzu sagten zu ihm : Gehe fort und reise ab von hier ; denn Herodes will dich töten ! ||| 32 Und er sprach zu ihnen : Geht hin und sagt diesem Fuchs : Siehe , ich treibe Dämonen aus und vollbringe Heilungen heute und morgen , und am dritten Tag bin ich am Ziel . ||| 33 Doch muss ich heute und morgen und übermorgen reisen ; denn es geht nicht an , dass ein Prophet außerhalb von Jerusalem umkommt . ||| 34 Jerusalem , Jerusalem , die du die Propheten tötest und steinigst , die zu dir gesandt sind ; wie oft habe ich deine Kinder sammeln wollen wie eine Henne ihre Küken unter ihre Flügel , und ihr habt nicht gewollt ! ||| 35 Siehe , euer Haus wird euch verwüstet gelassen werden ! Und wahrlich , ich sage euch : Ihr werdet mich nicht mehr sehen , bis die Zeit kommt , da ihr sprechen werden : " Gepriesen sei der , welcher kommt im Namen des Herrn !" ||||

Jesus heilt einen Wassersüchtigen am Sabbat 

14 

Und es begab sich , als er am Sabbat in das Haus eines Obersten der Pharisäer ging , um zu speisen , da beobachteten sie ihn . ||| 2 Und siehe , da war ein wassersüchtiger Mensch vor ihm . ||| 3 Und Jesus ergriff das Wort und redete zu den Gesetzesgelehrten und Pharisäern , indem er sprach : Ist es erlaubt , am Sabbat zu heilen ? ||| 4 Sie aber schwiegen . Da rührte er ihn an , machte ihn gesund und entließ ihn . ||| 

5 Und er begann und sprach zu ihnen : Wer von euch , wenn ihm sein Esel oder Ochse in den Brunnen fällt , wird ihn nicht sogleich herausziehen am Tag des Sabbats ? ||| 

6 Und sie konnten ihm nichts dagegen antworten . |||

Demut und Wahre Wohltätigkeit 

7 Er sagte aber zu den Gästen ein Gleichnis , da er bemerkte , wie sie sich die ersten Plätze aussuchten , und sprach zu ihnen : ||| 8 Wenn du von jemand zur Hochzeit eingeladen bist , so setzte dich nicht auf den obersten Platz , damit nicht etwa ein Vornehmerer als du von ihm eingeladen ist , ||| 9 und nun der , der dich und ihn eingeladen hat , kommt und zu dir sagt : Machte diesem Platz ! ___ und du dann beschämt den letzten Platz einnehmen musst . ||| 10 Sondern wenn du eingeladen bist , so geh hin und setzte dich auf den letzten Platz , damit der , welcher dich eingeladen hat , wenn er kommt , zu dir spricht : Freund , rücke hinauf ! Dann wirst du Ehre haben vor denen , die mit dir zu Tisch sitzen . ||| 

11 Denn jeder , der sich selbst erhöht , wird erniedrigt werden ; und wer sich selbst erniedrigt , der wird erhöht werden . |||

12 Er sagte aber auch zu dem , der ihn eingeladen hatte : Wenn du ein Mittags - oder Abendmahl machst , so lade nicht deine Freunde , noch deine Brüder , noch deine Verwandten , noch reiche Nachbarn ein , damit nicht etwa auch sie dich wieder einladen und dir vergolten wird ; ||| 13 sondern wenn du ein Gastmahl machst , so lade Arme , Krüppel , Lahme und Blinde ein , ||| 14 so wirst du glückselig sein ; denn weil sie es dir nicht vergelten können , wir es dir vergolten werden bei der Auferstehung der Gerechten . |||

Das Gleichnis vom großen Gastmahl 

15 Als nun einer , der mit ihm zu Tisch saß , dies hörte , sprach er zu ihm : Glückselig ist , wer das Brot isst im Reich Gottes ! ||| 16 Er aber sprach zu ihm : Ein Mensch machte ein großes Mahl und lud viele dazu ein . ||| 17 Und er sandte seinen Knecht zur Stunde des Mahles , um den Geladenen zu sagen : Kommt , denn es ist schon alles bereit ! ||| 18 Und sie fingen alle einstimmig an , sich zu entschuldigen . Der erste sprach zu ihm : Ich habe einen Acker gekauft und muss unbedingt hinausgehen und ihn ansehen ; ich bitte dich , entschuldige mich ! ||| 19 Und ein anderer sprach : Ich habe fünf Joch Ochsen gekauft und gehe hin , um sie zu erproben ; ich bitte dich , entschuldige mich ! ||| 20 Wieder ein anderer sprach : Ich habe eine Frau geheiratet , darum kann ich nicht kommen ! ||| 21 Und jener Knecht kam wieder und berichtete das seinem Herrn . Das wurde der Hausherr zornig und sprach zu seinem Knecht : Geh schnell hinaus auf die Gassen und Plätze der Stadt und führe die Armen und Krüppel und Lahmen und Blinden herein ! ||| 22 Und der Knecht sprach : Herr , es ist geschehen , wie du befohlen hast ; es ist aber noch Raum da ! ||| 23 Und der Herr sprach zu dem Knecht : Geh hinaus an die Landstraßen und Zäune und nötige sie hereinzukommen , damit mein Haus voll werde ! ||| 

24 Denn ich sage euch , dass keiner jener Männer , die eingeladen waren , mein Mahl schmecken wird ! |||

Bedingungen der Nachfolge 

25 Es zog aber eine große Volksmenge mit ihm ; und er wandte sich um und sprach zu ihnen : ||| 26 Wenn jemand zu mir kommt und hasst nicht seinen Vater und seine Mutter , seine Frau und Kinder , Brüder und Schwestern , dazu aber auch sein eigenes Leben , so kann er nicht mein Jünger sein . |||

28 Denn wer von euch , der einen Turm bauen will , setzt sich nicht zuvor hin und berechnet die Kosten , ob er die Mittel hat zur gänzlichen Ausführung , ||| 29 damit nicht etwa , wenn er den Grund gelegt hat und es nicht vollenden kann , alle , die es sehen , über ihn zu spotten beginnen ||| 30 und sagen : Dieser Mensch fing an zu bauen und konnte es nicht vollenden ! |||

31 Oder welcher König , der ausziehen will , um mit einem anderen König Krieg zu führen , setzt sich nicht zuvor hin und berät , ob er imstande ist , mit zehntausend dem zu begegnen , der mit zwanzigtausend gegen ihn anrückt ? ||| 32 Wenn aber nicht , so sendet er , solange jener noch fern ist , eine Gesandtschaft und bittet um die Friedensbedingungen . ||| 

33 So kann auch keiner von euch mein Jünger sein , der nicht allem entsagt , was er hat . |||

 34 Das Salz ist gut ; wenn aber Salz fade wird , womit soll es gewürzt werden ? ||| 35 Es ist weder für das Erdreich noch für den Dünger tauglich ; man wirft es  hinaus . 

Wer Ohren hat , zu hören , der höre ! |||

Das Gleichnis vom verlorenen Schaf 

15

Es pflegten sich ihm aber alle Zöllner und Sünder zu nahen , um ihn zu hören . ||| 2 Und die Pharisäer und die Schriftgelehrten murrten und sprachen : Dieser nimmt die Sünder an und isst mit ihnen ! ||| 

3 Er sagte aber ihnen dieses Gleichnis und sprach : ||| 4 Welcher Mensch unter euch , der hundert Schafe hat und eines von ihnen verliert , lässt nicht die neunundneunzig in der Wildnis und geht dem verlorenen nach , bis er es findet ? ||| 5 Und wenn er es gefunden hat , nimmt er es auf seine Schulter mit Freuden ; ||| 6 und wenn er nach Hause kommt , ruft er die Freunde und Nachbar zusammen und spricht zu ihnen : Freut euch mit mir ; denn ich habe mein Schaf gefunden , das verloren war ! ||| 7 Ich sage euch , so wird auch Freude sein im Himmel über einen Sünder , der Buße tut , mehr als über neunundneunzig Gerechte , die keine Buße brauchen ! |||

Das Gleichnis von der verlorenen Drachme 

8 Oder welche Frau , die zehn Drachmen hat , zündet nicht , wenn sie eine Drachme verliert , ein Licht an und kehrt das Haus und sucht mit Fleiß , bis sie sie findet ? ||| 9 Und wenn sie sie gefunden hat , ruft sie die Freundinnen und die Nachbarinnen zusammen und spricht : Freut euch mit mir ; denn ich habe die Drachme gefunden , die ich verloren hatte ! ||| 10 Ich sage euch , so ist auch Freude vor den Engeln Gottes über einen Sünder , der Buße tut . |||

Das Gleichnis vom verlorenen  Sohn 

11 Und er sprach : Ein Mensch hatte zwei Söhne . ||| 12 Und der jüngere von ihnen sprach zum Vater : Gib mir den Teil des Vermögens , der mir zufällt , Vater ! Und er teilte ihnen das Gut . ||| 13 Und nicht lange danach packte der jüngere Sohn alles zusammen und reiste in ein fernes Land , und dort verschleuderte er sein Vermögen mit ausschweifendem Leben . ||| 14 Nachdem er aber alles aufgebraucht hatte , kam eine gewaltige Hungersnot über jenes Land , und auch er fing an , Mangel zu leiden . ||| 15 Da ging er hin und hängte sich an einen Bürger jenes Landes ; der schickte ihn auf seine Äcker , die Schweine zu hüten . ||| 16 Und er begehrte , seinen Bauch zu füllen mit den Schoten , welche die Schweine Fraßen ; und niemand gab sie ihm . ||| 17 Er kam aber zu sich selbst und sprach : Wie viele Tagelöhner meines Vaters haben Brot im Überfluss , ich aber verderbe vor Hunger ! ||| 18 Ich will mich aufmachen und zu meinem Vater gehen und zu ihm sagen : Vater , ich habe gesündigt gegen den Himmel und vor dir , ||| 19 und ich bin nicht mehr wert , dein Sohn zu heißen ; mache mich zu einem deiner Tagelöhner ! ||| 20 Und er machte sich auf und ging zu seinem Vater . Als er aber noch fern war , sah ihn sein Vater und hatte Erbarmen ; und er lief , fiel ihm um den Hals und küsste ihn . ||| 21 Der Sohn aber sprach zu ihm : Vater , ich habe gesündigt gegen den Himmel und vor dir , und ich bin nicht mehr wert , dein Sohn zu heißen ! ||| 22 Aber der Vater sprach zu seinen Knechten : Bringt das beste Festgewand her und zieht es ihm an , und gebt ihm einen Ring an seine Hand und Schuhe an die Füße ; ||| 23 und bringt das gemästete Kalb her und schlachtet es ; und lasst uns essen und fröhlich sein ! ||| 

24 Denn dieser mein Sohn war tot und ist wieder lebendig geworden ; und er war verloren und ist wiedergefunden worden . 

Und sie fingen an , fröhlich zu sein . ||| 

25 Aber sein älterer Sohn war auf dem Feld ; und als er heimkam und sich dem Haus näherte , hörte er Musik und Tanz . ||| 26 Und er rief einen der Knechte herbei und erkundigte sich , was das sei . ||| 27 Der sprach zu ihm : Dein Bruder ist gekommen , und dein Vater hat das gemästete Kalb geschlachtet , weil er ihn gesund wiedererhalten hat ! ||| 28 Da wurde er zornig und wollte nicht hineingehen . Sein Vater nun ging hinaus und redete ihm zu . ||| 

29 Er aber antwortete und sprach zum Vater : Siehe , so viele Jahre diene ich dir und habe nie dein Gebot übertreten ; und mir hast du nie einen Bock gegeben , damit ich mit meinen Freunden fröhlich sein  kann . ||| 30 Nun aber , da dieser sein Sohn gekommen ist , der dein Gut mit Huren vergeudet hat , hast du für ihn das gemästete Kalb geschlachtet ! |||  31 Er aber sprach zu ihm : Mein Sohn , du bist allezeit bei mir , und alles , was mein ist , das ist dein . ||| 32 Du solltest aber fröhlich sein und dich freuen ; denn dieser dein Bruder war tot und ist wieder lebendig geworden , und er war verloren und ist wiedergefunden worden ! |||

Das Gleichnis vom untreuen Haushalter

16 

Er sagte aber auch zu seinen Jüngern : Es war ein reicher Mann , der hatte einen Haushalter ; und dieser wurde bei ihm verklagt , dass er seine Güter verschleudere . ||| 2 Und er rief ihn zu sich und sprach zu ihm : Was höre ich da von dir ? Lege Rechenschaft ab von deiner Verwaltung ; denn du kannst künftig nicht mehr Haushalter sein ! ||| 3 Da sprach der Haushalter bei sich selbst : Was soll ich tun , da mein Herr mir die Verwaltung nimmt ? Graben kann ich nicht ; zu betteln schäme ich mich . ||| 4 Ich weiß , was ich tun will , damit sie mich , wenn ich von der Verwaltung entfernt bin , in ihre Häuser aufnehmen ! ||| 5 Und er rief jeden von den Schuldnern seines Herrn zu sich und sprach zu dem ersten : Wie viel bist du meinem Herrn schuldig ? ||| 6 Der aber sprach : 100 Bat Öl . Und er sprach zu ihm : Nimm deinen Schuldschein , setze dich und schreibe schnell 50 ! ||| 7 Danach sprach er zu einem anderen : Du aber , wie viel bist du schuldig ? Der aber sagte : 100 Kor Weizen . Und er sprach zu ihm : Nimm deinen Schuldschein und schreibe 80 ! ||| 8 

Und er Herr lobte den ungerechten Haushalter , dass er klug gehandelt habe . Denn die Kinder dieser Weltzeit sind ihrem Geschlecht gegenüber klüger als die Kinder des Lichts . ||| 9 Auch ich sage euch : Macht euch Freunde mit dem ungerechten Mammon , damit , wenn ihr Mangel habt , sie euch aufnehmen in die ewigen Hütten ! |||

Ermahnung zum treuen Dienen 

10 Wer im Geringsten treu ist , der ist auch im Großen treu ; und wer im Geringsten ungerecht ist , der ist auch im Großen ungerecht . ||| 11 Wenn ihr nun mit dem ungerechten Mammon nicht treu wart , wer wird euch das Wahre anvertrauen ? ||| 12 Und wenn ihr mit dem Gut eines anderen nicht treu wart , wer wird euch das Eure geben ? ||| 

13 Kein Knecht kann zwei Herren dienen ; denn entweder wird er den einen Hassen und den anderen lieben , oder er wird dem einen anhängen und den anderen verachten . Ihr könnt nicht Gott dienen und dem Mammon ! |||

 14 Das alles hörten aber auch die Pharisäer , die geldgierig waren , und sie verspotteten ihn . ||| 

15 Und er sprach zu ihnen : Ihr seid es , die sich selbst rechtfertigen vor den Menschen , aber Gott kennt eure Herzen ; denn was bei den Menschen hoch angesehen ist , das ist ein Gräuel vor Gott . |||

Das Gesetz und das Reich Gottes

16 Das Gesetz und die Propheten ( weissagen ) bis auf Johannes ; von da an wird das Reich Gottes verkündigt , und jedermann drängt sich mit Gewalt hinein . ||| 17 Es ist aber leichter , dass Himmel und Erde vergehen , als dass ein einziges Strichlein des Gesetzes falle . |||

Ehebruch und Ehescheidung 

18 Jeder , der sich von seiner Frau scheidet und eine andere heiratet , der bricht die Ehe , und jeder , der eine von ihrem Mann Geschiedene heiratet , der bricht die Ehe . 

Der reiche Mann und der arme Lazarus 

19 Es war aber ein reicher Mann , der kleidete sich in Purpur und kostbare Leinwand und lebte alle Tage herrlich und in Freuden . ||| 20 Es war aber ein Armer namens Lazarus , der lag vor dessen Tür voller Geschwüre ||| 21 und begehrte , sich zu sättigen von den Brosamen , die vom Tisch des Reichen fielen ; und es kamen sogar Hund und leckten seine Geschwüre . ||| 22 Es geschah aber , dass der Arme starb und von den Engeln in Abrahams Schoß getragen wurde . Es starb aber auch der Reich und wurde begraben . ||| 23 Und als er im Totenreich seine Augen erhob , da er Qualen litt , sieht er den Abraham von ferne und Lazarus in seinem Schoß . ||| 24 Und er rief und sprach : Vater Abraham , erbarme dich über mich und sende Lazarus , dass er die Spitze seines Fingers ins Wasser tauche und meine Zunge kühle ; denn ich leide Pein in dieser Flamme ! ||| 25 Abraham aber sprach : Sohn , bedenke , dass du dein Gutes empfangen hast in deinem Leben und Lazarus gleichermaßen das Böse ; nun wird er getröstet , du aber wirst gepeinigt . ||| 26 Und zu alledem ist zwischen uns und euch eine große Kluft befestigt , sodass die , welche von hier zu euch hinübersteigen wollen , es nicht können , noch die , welche von dort zu uns herüberkommen wollen . ||| 27 Da sprach er : So bitte ich dich , Vater , dass du ihn in das Haus meines Vaters sendest ___ ||| 28 denn ich habe fünf Brüder ___ , dass er sie warnt , damit nicht auch sie an diesen Ort der Qual kommen ! ||| 29 Abraham spricht zu ihm : Sie haben Mose und die Propheten ; auf diese sollen sie hören ! ||| 30 Er aber sprach : Nein , Vater Abraham , sondern wenn jemand von den Toten zu ihnen ginge , so würden sie Buße tun ! ||| 31 Er aber sprach zu ihm : Wenn sie auf Mose und die Propheten nicht hören , so würden sie sich auch nicht überzeugen lassen , wenn einer aus den Toten auferstände ! |||

Anstöße zur Sünde . Vergebung . Die Kraft des Glaubens 

17 

Er sprach aber zu den Jüngern : Es ist unvermeidlich , dass Anstöße ( zur Sünde ) kommen ; wehe aber dem , durch welche sie kommen ! ||| 

2 Es wäre für ihn besser , wenn ein großer Mühlstein um seinen Hals gelegt und er ins Meer geworfen würde , als dass er einem dieser Kleinen einen Anstoß ( zur Sünde ) gibt . |||

3 Habt acht auf euch selbst ! Wenn aber dein Bruder gegen dich sündigt , so weise ihn zurecht ; und wenn es ihn reut , so vergib ihm . ||| 4 Und wenn er siebenmal am Tag gegen dich sündigte und siebenmal am Tag wieder zu dir käme und spräche : Es reut mich ! , so sollst du ihm vergeben . |||

5 Und die Apostel sprach zum Herrn : Mehre uns den Glauben ! ||| 6 Der Herr aber sprach : Wenn ihr Glauben hättet wie ein Senfkorn , so würdet ihr zu diesem Maulbeerbaum sagen : Entwurzele dich und verpflanze dich ins Meer ! , und er würde euch gehorchen . |||

Von der Pflichterfüllung im Dienst 

7 Wer aber von euch wird zu seinem Knecht , der pflügt und weidet , wenn er vom Feld heimkommt , sogleich sagen : Komm her und setze dich zu Tisch ? ||| 8 Wird er nicht vielmehr zu ihm sagen : Bereite mir das Abendbrot , schürze dich und diene mir , bis ich gegessen und getrunken habe , und danach sollst du essen und trinken ? ||| 9 Dankt er wohl jenem Knecht , dass er getan hat , was ihm befohlen war ? Ich meine nicht ! |||

 10 So sollt auch ihr , wenn ihr alles getan habt , was euch befohlen war , sprechen : Wir sind unnütze Knechte ; wir haben getan , was wir zu tun schuldig waren ! |||

Die Heilung der zehn Aussätzigen 

11 Und es geschah , als er nach Jerusalem reiste , dass er durch das Grenzgebiet zwischen Samaria und Galiläa zog . ||| 12 Und bei seiner Ankunft in einem Dorf begegneten ihm zehn aussätzige Männer , die von ferne stehen blieben . ||| 13 Und sie erhoben ihre Stimme und sprachen : Jesus , Meister , erbarme dich über uns ! ||| 14 Und als er sie sah , sprach er zu ihnen : Geht hin und zeigt euch den Priestern ! Und es geschah , während sie hingingen , wurden sie rein . ||| 15 Einer aber von ihnen kehrte wieder um , als er sah , dass er geheilt worden war , und pries Gott mit lauter Stimme , ||| 16 warf sich auf sein Angesicht zu ( Jesu ) Füßen und dankte ihm ; und das war ein Samariter . ||| 17 Da antwortete Jesus und sprach : Sind nicht zehn rein geworden ? Wo sind aber die neun ? ||| 

18 Hat sich schon keiner gefunden , der umgekehrt wäre , um Gott die Ehre zu geben , als nur dieser Fremdling ? ||| 

19 Und er sprach zu ihm : Steh auf und geh hin ; dein Glaube hat dich gerettet ! |||

Das Reich Gottes und die Wiederkunft des Menschensohnes 

20 Als er aber von Pharisäern gefragt wurde , wann das Reich Gottes komme , antwortete er ihnen und sprach : Das Reich Gottes kommt nicht so , dass man es beobachten könnte . ||| 21 Man wird nicht sagen : Siehe hier ! oder Siehe dort ! Denn siehe , das Reich Gottes ist mitten unter euch . ||| 22 Er sprach aber zu den Jüngern : Es werden Tage komme , da ihr begehren werden werdet , einen einzigen der Tage des Menschensohnes zu sehen , und ihr werdet ihn nicht sehen . ||| 23 Und sie werden zu euch sagen : Siehe hier ! , oder Siehe dort ! ||| Geht nicht hin und lauft ihnen nicht nach ! ||| 24 Denn gleichwie der Blitz der in einer Himmelsgegend erstrahlt , bis zur anderen leuchtet , so wird auch der Sohn des Menschen sein an seinem Tag . ||| 25 Zuvor aber muss er viel leiden und verworfen werden von diesem Geschlecht . ||| 

26 Und wie es in den Tagen Noahs zuging , so wird es auch sein in den Tagen des Menschensohnes : ||| 27 Sie aßen , sie tranken , sie heirateten und ließen sich heiraten bis zu dem Tag , als Noah in die Arche ging ; und die Sintflut kam und vernichtete alle . ||| 28 Ebenso ging es auch in den Tagen Lots zu : Sie aßen , sie tranken , sie kauften und verkauften , sie pflanzten und bauten ; ||| 29 an dem Tag aber , als Lot aus Sodom wegging , regnete es Feuer und Schwefel vom Himmel und vertilgte alle . ||| 30 Gerade so wird es sein an dem Tag , da der Sohn des Menschen geoffenbart wird . ||| 31 Wer an jenem Tag auf dem Dach ist und sein Gerät im Haus hat , der steige nicht hinab , um dasselbe zu holen ; ebenso , wer auf dem Feld ist , der kehre nicht wieder zurück . ||| 32 Gedenkt an Lots Frau ! ||| 

33 Wer sein Leben zu retten sucht , der wird es verlieren , und wer es verliert , der wird es erhalten . ||| 

34 Ich sage euch : In dieser Nacht werden zwei in einem Bett sein ; der eine wird genommen und der andere zurückgelassen werden . ||| 35 Zwei werden miteinander mahlen ; die eine wird genommen , und die andere wird zurückgelassen werden . ||| 36 Zwei werden auf dem Feld sein ; der eine wird genommen und der andere zurückgelassen werden . ||| 

37 Und sie antworteten und sprach zu ihm : Wo , Herr ? Und er sprach zu ihnen : Wo der Leichnam ist , da sammeln sich die Geier . |||

Das Gleichnis vom ungerechten Richter 

( *Ehrfurcht und das Auf - Schreien zu Gott ) 

18 

Er sagte ihnen aber auch ein Gleichnis , um ihnen zu zeigen , dass es nötig ist , allezeit zu beten und nicht nachlässig zu werden ; ||| 

2 und er sprach : Es war ein Richter in einer Stadt , der Gott nicht fürchtete und sich von keinem Menschen scheute . ||| 

3 Es war aber eine Witwe in jener Stadt ; die kam zu ihm und sprach : Schaffe mir Recht gegenüber meinem Widersacher ! ||| 4 Und er wollte lange nicht ; danach aber sprach er bei sich selbst : Wenn ich auch Gott nicht fürchte und mich vor keinem Menschen scheue , ||| 5 so will ich dennoch , weil mir diese Witwe Mühe macht , ihr Recht schaffen , damit sie nicht unaufhörlich kommt und mich plagt . |||

6 Und der Herr sprach : Hört , was der ungerechte Richter sagt ! ||| 7 Gott aber , wird er nicht seinen Auserwählten Recht schaffen , die Tag und Nacht zu ihm rufen , wenn er auch lange zuwartet mit ihnen ? ||| 8 Ich sage euch : Er wird ihnen schnell Recht schaffen ! Doch wenn der Sohn des Menschen kommt , wird er auch den Glauben finden auf Erden ? |||

Das Gleichnis vom Pharisäer und vom Zöllner 

9 Er sagte aber auch zu etlichen , die auf sich selbst vertrauten , dass sie gerecht seien , und die Übrigen verachteten , dieses Gleichnis : 

10 Es gingen zwei Menschen hinauf in den Tempel , um zu beten , der eine ein Pharisäer , der andere ein Zöllner . ||| 

11 Der Pharisäer stellte sich hin und betete bei sich selbst so : O Gott , ich danke dir , dass ich nicht bin wie die übrigen Menschen , Räuber , Ungerechte , Ehebrecher , oder auch wie dieser Zöllner da . ||| 12 Ich faste zweimal in der Woche und gebe den Zehnten von allem , was ich einnehme ! |||

13 Und der Zöllner stand von ferne , wagte nicht einmal seine Augen zum Himmel zu erheben , sondern schlug an seine Brust und sprach : O Gott , sei mir Sünder gnädig ! |||

14 Ich sage euch : Dieser ging gerechtfertigt in sein Haus hinab , im Gegensatz zu jenem . 

Denn jeder , der sich selbst erhöht , wird erniedrigt werden ; wer aber sich selbst erniedrigt , der wird erhöht werden . |||

 Jesus segnet die Kinder 

15 Sie brachten aber auch kleine Kinder zu ihm , damit er sie anrühre . Als es aber die Jünger sahen , tadelten sie sie . ||| 16 Aber Jesus rief sie zu sich und sprach : Lasst die Kinder zu mir kommen und wehrt ihnen nicht , denn solcher ist das Reich Gottes . ||| 

17 Wahrlich , ich sage euch : Wer das Reich Gottes nicht annimmt wie ein Kind , wird gar nicht hineinkommen ! |||

Der reiche Oberste und das Erbe des ewigen Lebens 

18 Und es fragte ihn ein Oberster und sprach : Guter Meister , was muss ich tun , um das ewige Leben zu erben ? ||| 19 Da sprach Jesus zu ihm : Was nennst du mich gut ? Niemand ist gut als Gott allein ! ||| 20 Du kennst die Gebote :  " Du sollst nicht ehebrechen ! Du sollst nicht töten ! Du sollst nicht stehlen ! Du sollst nicht falsches Zeugnis reden ! Du sollst deinen Vater und deine Mutter ehren !" |||

21 Er aber sprach : Das alles habe ich gehalten von meiner Jugend an . ||| 22 Als Jesus dies hörte , sprach er zu ihm : Eins fehlt dir noch : Verkaufe alles , was du hast , und verteile es an die Armen , so wirst du einen Schatz im Himmel haben , und komm , folge mir nach ! ||| 23 Als er aber dies hörte , wurde er ganz traurig ; denn er war sehr reich . ||| 24 Als aber Jesus ihn so sah , dass er ganz traurig geworden war , sprach er : Wie schwer werden die Reichen ins Reich Gottes hineinkommen !  ||| 25 Denn es ist leichter , dass ein Kamel durch ein Nadelöhr geht , als dass ein Reicher in das Reich Gottes hineinkommt . ||| 26 Da sprachen die , welche es hörten : Wer kann dann überhaupt errettet werden ? ||| 

27 Er aber sprach : Was bei den Menschen unmöglich ist , das ist bei Gott möglich . |||

28 Da sprach Petrus ; Siehe , wir haben alles verlassen und sind dir nachgefolgt ! ||| 29 Er aber sprach zu ihnen : 

Wahrlich , ich sage euch : Es ist niemand , der Haus oder Eltern oder Brüder oder Frau oder Kinder verlassen hat um des Reiches Gottes willen , ||| 30 der es nicht vielfältig wieder empfinge in dieser Zeit und in der zukünftigen Weltzeit das ewige Leben ! |||

Jesus sagt zum dritten Mal sein Leiden und seine Auferstehung voraus

31 Er nahm aber die Zwölf zu sich und sprach zu ihnen : Siehe , wir ziehen hinauf nach Jerusalem , und es wird alles erfüllt werden , was du die Propheten über den Sohn des Menschen geschrieben ist ; ||| 32 denn er wird den Heiden ausgeliefert und verspottet und misshandelt und angespuckt werden ; |||  33 und sie werden ihn geißeln und töten , und am dritten Tag wird er wieder auferstehen . ||| 34 Und sie verstanden nichts davon , und dieses Wort war ihnen zu geheimnisvoll , und sie begriffen das Gesagte nicht . |||

Heilung eines Blinden in Jericho 

35 Es geschah aber , als er sich Jericho näherte , da saß ein Blinder am Weg und bettelte . ||| 36 Und als er die Menge vorüberziehen hörte , erkundigte er sich , was das sei . ||| 37 Da verkündeten sie ihm , dass Jesus , der Nazarener vorübergehe . ||| 38 Und er rief und sprach : Jesus , du Sohn Davids , erbarme dich über mich ! ||| 39 Und die vorangingen , geboten ihm , er solle schweigen ; er aber rief noch viel mehr : Du Sohn Davids , erbarme dich über mich ! ||| 40 Da blieb Jesus stehen und befahl , dass er zu ihm gebracht werde . Und als er heran gekommen war , fragte er ihn ||| 

41 und sprach : Was willst du , dass ich dir tun soll ? Er sprach : Herr , dass ich sehend werde ! ||| 

42 Und Jesus sprach zu ihm : Sei sehend ! Dein Glaube hat dich gerettet . ||| 43 Und sogleich wurde er sehend und folgte ihm nach und pries Gott ; und das ganze Volk , das dies sah , lobte Gott . |||

Der Oberzöllner Zachäus 

19 

Und er kam nach Jericho hinein und zog hindurch . ||| 2 Und siehe , da war ein Mann , genannt Zachäus , ein Oberzöllner , und dieser war reich . ||| 3 Und er wollte gerne Jesus sehen , wer er sei , und konnte es nicht wegen der Volksmenge ; denn er war von kleiner Gestalt . ||| 4 Da lief er voraus und stieg auf einen Maulbeerbaum , um ihn zu sehen ; denn dort sollte er vorbeikommen . ||| 5 Und als Jesus an den Ort kam , blickte er auf und sah ihn und sprach zu ihm : Zachäus , steige schnell herab ; denn heute muss ich in deinem Haus einkehren ! ||| 6 Und er stieg schnell herab und nahm ihn auf mit Freuden . ||| 7 Als sie es aber sahen , murrten sie alle und sprachen : Er ist bei einem sündigen Mann eingekehrt , um Herberge zu nehmen ! ||| 8 Zachäus aber trat hin und sprach zu dem Herrn : Siehe , Herr , die Hälfte meiner Güter gebe ich den Armen , und wenn ich jemand betrogen habe , so gebe ich es vierfältig zurück ! ||| 

9 Und Jesus sprach zu ihm : Heute ist diesem Haus Heil widerfahren , weil auch er ein Sohn Abrahams ist ; ||| 10 denn der Sohn des Menschen ist gekommen , um zu suchen und zu retten , was verloren ist . |||

Das Gleichnis von den anvertrauten Pfunden 

11 Als sie aber dies hörten , fuhr er fort und sagte ein Gleichnis , weil er nahe bei Jerusalem war uns sie meinten , das Reich Gottes würde unverzüglich erscheinen . ||| 12 Er sprach nun : 

Ein Edelmann zog in ein fernes Land , um sich die Königswürde zu holen und dann wiederzukommen . ||| 

 13 Und er rief zehn seiner Knechte , gab ihnen zehn Pfunde und sprach zu ihnen : Handelt damit , bis ich wiederkomme ! ||| 14 Seine Bürger aber hassten ihn und schickten ihm eine Gesandtschaft nach und ließen sagen : Wir wollen nicht , dass dieser über uns herrsche ! ||| 15 Und es geschah , als er wiederkam , nachdem er die Königswürde empfangen hatte , da ließ er die Knechte , denen er das Geld gegeben hatte , vor sich rufen , um zu erfahren , was jeder erhandelt habe . ||| 16 Da kam der erste und sprach : Herr , dein Pfund hat zehn Pfund dazugewonnen ! ||| 17 Und er sprach zu ihm : Recht so , du guter Knecht ! Weil du im Geringsten treu gewesen bist , sollst du Vollmacht über zehn Städte haben ! ||| 18 Und der zweite kam und sprach : Herr , dein Pfund hat fünf Pfund erworben ! ||| 19 Er aber sprach auch zu diesem : So sollst auch du über fünf Städte gesetzt sein ! ||| 20 Und ein anderer kam und sprach : Herr , siehe , hier ist dein Pfund , das ich im Schweißtuch aufbewahrt habe ! ||| 21 Denn ich fürchte dich , weil du ein strenger Mann bist ; du nimmst , was du nicht eingelegt , und erntest , was du nicht gesät hast . ||| 
22 Da sprach er zu ihm : Nach ( dem Wort ) deines Mundes will ich dich richten , du böser Knecht ! Wusstest du , dass ich ein strenger Mann bin , dass ich nehme , was ich nicht eingelegt , und ernte , was ich nicht gesät habe ? ||| 
23 Warum hast du dann mein Geld nicht auf der Bank angelegt , sodass ich es bei meiner Ankunft mit Zinsen hätte einziehen können ? ||| 24 Und zu den Umstehenden sprach er : Nehmt ihm das Pfund weg und gebt es dem , der die zehn Pfunde hat ! ||| 25 Da sagten sie zu ihm : Herr , er hat schon zehn Pfunde ! ||| 

26 Denn ich sage euch : Wer hat , dem wird gegeben werden ; von dem aber , der nicht hat , von ihm wird auch das genommen werden , was er hat . |||

 27 Doch jene meine Feinde , die nicht wollten , dass ich König über sie werde ___ bringt sie her und erschlagt sie vor mir ! |||

( * Alles ist Gott - Geliehenes Gut ! Nutzen wir also jeden Cent und investieren in Gott , uns Seinen gegebenen Reichtum zu vermehren !  ) 

Der Einzug des Messias Jesus in Jerusalem 

28 Und nachdem er das gesagt hatte , zog er weiter und reiste hinauf nach Jerusalem . ||| 29 Und es geschah , als er in die Nähe von Bethphage und Bethanien kam , zu dem Berg , welcher Ölberg heißt , da sandte er zwei seiner Jünger ||| 30 und sprach : Geht in das Dorf , das vor euch liegt ; und wenn ihr hineinkommt , werdet ihr ein Füllen angebunden finden , auf dem noch nie ein Mensch gesessen hat ; bindet es los und führt es her ! ||| 31 Und wenn euch jemand fragt : Warum bindet ihr es los ? , dann sprecht so zu ihm : Der Herr braucht es ! ||| 32 Da gingen die Abgesandten hin und fanden es , wie er ihnen gesagt hatte . ||| 33 Als sie aber das Füllen losbanden , sprachen seine Besitzer zu ihnen : Warum bindet ihr das Füllen los ? ||| 34 Sie aber sprachen : Der Herr braucht es ! ||| 35 Und sie brachten es zu Jesus und warfen ihre Kleider auf das Füllen und setzten Jesus darauf . ||| 36 Als er aber weiterzog , breiteten sie ihre Kleider aus auf dem Weg . ||| 37 Und als er sich schon dem Abhang des Ölbergs näherte , fing die ganze Menge der Jünger freudig an , Gott zu loben mit lauter Stimme wegen all der Wundertaten , die sie gesehen hatten , ||| 

38 und sie sprachen : Gepriesen sei der König , der kommt im Namen des Herrn ! Friede im Himmel und Ehre in der Höhe ! ||| 

39 Und etliche Pharisäer unter der Volksmenge sprachen zu ihm : Meister , weise deine Jünger zurecht ! |||

 40 Und er antwortete und sprach zu ihnen : Ich sage euch : Wenn diese schweigen sollten , dann würden die Steine schreien ! |||

Jesus weint über Jerusalem 

41 Und als er näher kam und die Stadt sah , weinte er über sie ||| 42 und sprach : Wenn doch auch du erkannt hättest , wenigstens noch an diesem deinem Tag , was zu deinem Frieden dient ! Nun aber ist es vor deinen Augen verborgen . ||| 43 Denn es werden Tage über dich kommen , da deine Feinde einen Wall um dich aufschütten , dich ringsum einschließen und von allen Seiten bedrängen werden ; ||| 44 und sie werden dich dem Erdboden gleichmachen , auch deine Kinder in dir , und in dir keinen Stein auf dem anderen lassen , weil du die Zeit der Heimsuchung nicht erkannt hast ! ||||

Die zweite Tempelreinigung 

45 Und er ging in den Tempel hinein und fing an , die Verkäufer und Käufer darin hinauszutreiben , ||| 46 und sprach zu ihnen : Es steht geschrieben : " Mein Haus ist ein Bethaus" . Ihr aber habt eine Räuberhöhle daraus gemacht ! ||| 47 Und er lehrte täglich im Tempel ; die obersten Priester aber und die Schriftgelehrten und die Vornehmsten des Volkes trachteten danach , ihn umzubringen ; ||| 48 doch sie fanden keinen Weg , wie sie es tun sollten ; denn das ganze Volk hing an ihm und hörte ihm zu . |||

Die Frage nach der Vollmacht Jesu 

20 

Es geschah aber an einem jener Tage , als er das Volk im Tempel lehrte und das Evangelium verkündigte , da traten die obersten Priester und die Schriftgelehrten samt den Ältesten herzu ||| 2 und redeten mit ihm und sprachen : Sage uns , in welcher Vollmacht tust du dies ? Und wer hat dir diese Vollmacht gegeben ? ||| 3 Er aber antwortete und sprach zu ihnen : Auch ich will euch ein Wort fragen ! So sagt mir : ||| 4 War die Taufe des Johannes vom Himmel oder von Menschen ? ||| 5 Da überlegten sie bei sich selbst und sprachen : Wenn wir sagen : Vom Himmel , so wird er fragen : Warum habt ihr ihm dann nicht geglaubt ? ||| 6 Wenn wir aber sagen : Von Menschen , so wird das ganze Volk uns steinigen ; denn es ist überzeugt , dass Johannes ein Prophet war ! ||| 7 Und sie antworteten , sie wüssten nicht woher . ||| 8 Da sprach Jesus zu ihnen : So sage ich euch auch nicht , in welcher Vollmacht ich dies tue . |||

Das Gleichnis von den Weingärtnern 

9 Er fing aber an , dem Volk dieses Gleichnis zu sagen : Ein gewisser Mensch pflanzte einen Weinberg und verpachtete ihn an Weingärtner und hielt sich längere Zeit außer Landes auf . ||| 10 Und als es Zeit war , sandte er einen Knecht zu den Weingärtnern , damit sie ihm ( seinen Anteil ) von der Frucht des Weinberges gäben . Die Weingärtner aber schlugen ihn und schickten ihn mit leeren Händen fort . ||| 11 Und er fuhr fort und sandte einen anderen Knecht . Sie aber schlugen auch diesen beschimpften ihn und jagten ihn mit leeren Händen davon . ||| 12 Und er fuhr fort und sandte einen dritten ; aber auch diesen verwundeten sie und warfen ihn hinaus . ||| 

13  Da sprach der Herr des Weinbergs : Was soll ich tun ? Ich will meinen Sohn senden , den geliebten ; wenn sie den sehen , werden sie sich vielleicht scheuen ! ||| 

14 Als aber die Weingärtner diesen sahen , sprachen sie untereinander : Das ist der Erbe ! Kommt , lass uns ihn töten , damit das Erbgut uns gehört ! ||| 15 Und sie stießen ihn zum Weinberg hinaus und töteten ihn . Was wird nun der Herr des Weinbergs mit ihnen tun ? ||| 16 Er wird kommen und diese Weingärtner umbringen und den Weinberg anderen geben ! Als sie das hörten , sprachen sie : Das sei ferne ! ||| 17 Er aber blickte sie an und sprach : Was bedeutet denn das , was geschrieben steht : " Der Stein , den die Bauleute verworfen haben , der ist zum Eckstein geworden ?" ||| 18 Jeder , der auf diesen Stein fällt , wird zerschmettert werden ; auf wen er aber fällt , den wird er zermalmen ! ||| 19 Da suchten die obersten Priester und die Schriftgelehrten Hand an ihn zu legen in derselben Stunde ; aber sie fürchteten das Volk ; denn sie erkannten , dass er dieses Gleichnis im Blick auf sie gesagt hatte . |||

( * Gott schickt den Bittenden wahrlich nie mit leeren Händen fort ! ) 

Die Frage nach der Steuer 

20 Und sie lauerten ihm auf und sandten Aufpasser ab , die sich stellen sollten , als wären sie redlich , um ihn bei einem Wort zu fassen , damit sie ihn der Obrigkeit und der Gewalt des Stadthalters ausliefern könnten . ||| 21 Und sie fragten ihn und sprachen : 

Meister , wir wissen , dass du richtig redest und lehrst und nicht die Person ansiehst , sondern den Weg Gottes der Wahrheit gemäß lehrst . 

||| 22 Ist es uns erlaubt , dem Kaiser die Steuer zu geben , oder nicht ? ||| 23 Da er aber ihre Arglist erkannte , sprach er zu ihnen : Was versucht ihr mich ? ||| 24 Zeigt mir einen Denar ! Wessen Bild und Aufschrift trägt er ? Sie aber antworteten und sprachen : Des Kaisers . ||| 25 Er aber sagte ihnen : So gebt doch dem Kaiser , was des Kaisers ist , und Gott , was Gottes ist ! ||| 26 Und sie konnten ihn nicht bei diesem Wort fassen vor dem Volk ; und sie verwunderten sich über seine Antwort und schwiegen . |||

Die Sadduzäer und die Frage nach der Auferstehung 

27 Da traten aber etliche der Sadduzäer herzu , die bestreiten , dass es eine Auferstehung gibt , und sie fragten ihn ||| 28 und sprachen : Meister , Mose hat uns vorgeschrieben : Wenn jemandes Bruder eine Frau hat und kinderlos stirbt , so soll dessen Bruder die Frau nehmen und seinem Bruder Nachkommen erwecken . ||| 29 Nun waren da sieben Brüder . Der erste nahm eine Frau und starb kinderlos . ||| 30 Da nahm der zweite die Frau und starb auch kinderlos . ||| 31 Und der dritte nahm sie , ebenso alle sieben , und sie hinterließen keine Kinder bei ihrem Tod . ||| 32 Zuletzt aber , nach allen , starb auch die Frau . ||| 33 Wessen Frau wird sie nun in der Auferstehung sein ? Denn alle sieben haben sie zur Frau gehabt . |||

34 Und Jesus antwortete ihnen und sprach : Die Kinder dieser Weltzeit heiraten und lassen sich heiraten ; ||| 35 diejenigen aber , die gewürdigt wrden , jene Weltzeit zu erlangen und die Auferstehung aus den Toten , die werden weder heiraten noch sich heiraten lassen , ||| 36 denn sie können nicht mehr sterben ; denn sie sind den Engeln gleich und Söhne Gottes , da sie Söhne der Auferstehung sind . ||| 37 Dass aber die Toten auferstehen , hat auch Mose angedeutet bei ( der Stelle von ) dem Dornbusch , wo er den Herrn den Gott Abrahams und den Gott Isaaks und den Gott Jakobs nennt . ||| 38 Er sit aber nicth ein Gott der Toten , sondern der Lebendigen ; denn für ihn leben alle . |||

39 Da antworteten etliche der Schriftgelehrten und sprachen : Meister , du hast gut geantwortet ! ||| 40 Und sie getrauten sich nicht mehr , ihn etwas zu fragen . |||

Wessen Sohn ist der Christus ? 
Warnung vor den Schriftgelehrten 

41 Er aber sprach zu ihnen : Wieso sagen sie , dass der Christus Davids Sohn sei ? |||  42 Und doch sagt David selbst im Buch der Psalmen : " Der Herr sprach zu meinem Herrn ; Setze dich zu meiner Rechten , |||  43 bis ich deine Feinde hinlege als Schemel für deine Füße !" ||| 44 David nennt ihn also Herr ; wie kann er dann sein Sohn sein ? ||| 45 Als aber das ganze Volk zuhörte , sprach er zu seinen Jüngern : ||| 46 Hütet euch vor den Schriftgelehrten , die gern im Talar einhergehen und die Begrüßungen auf den Märkten lieben und die ersten Sitze in den Synagogen und die obersten Plätze bei den Mahlzeiten ; ||| 47 sie fressen die Häuser der Witwen und sprechen zum Schein lange Gebete ; diese werden ein umso schwereres Gericht empfangen ! |||

Das Scherflein der Witwe 

21

Als er aber aufblickte , sah er , wie die Reichen ihre Gaben in den Opferkasten legten . ||| 2 Er sah aber auch eine arme Witwe , die legte dort zwei Scherflein ein ; ||| 3 und er sprach : Wahrlich , ich sage euch : Diese arme Witwe hat mehr eingelegt als alle ! ||| 4 Denn diese alle haben von ihrem Überfluss zu den Opfergaben für Gott beigetragen ; sie aber hat aus ihrer Armut heraus alles eingelegt , was sie zum Lebensunterhalt besaß . |||

Jesus sagt die Zerstörung des Tempels voraus 

5 Und als etliche von dem Tempel sagten , dass er mit schönen Steinen und Weihegeschenken geschmückt sei , sprach er : Was ihr da seht ___ es werden Tage kommen , wo kein Stein auf dem anderen bleiben wird , der nicht abgebrochen wird ! ||| 7 Sie fragten ihn aber und sprachen : Meister , wann wird denn dies geschehen , und was wird das Zeichen sein , wann es geschehen soll ? |||

Ankündigung von Verführung und Verfolgung 

8 Da sprach er : Habt acht , dass ihr nicht verführt werdet ! Denn viele werden unter meinem Namen kommen und sagen : Ich bin es ! , und : Die Zeit ist nahe ! Lauft ihnen nun nicht nach ! ||| 9 Wenn ihr aber von Kriegen und Unruhen hören werdet , so erschreckt nicht ; denn dies muss zuvor geschehen ; aber das Ende kommt nicht so bald . ||| 10 Dann sprach er zu ihnen : Ein Heidenvolk wird sich gegen das andere erheben und ein Königreich gegen das andere ; ||| 11 und es wird hier und dort große Erdbeben geben , Hungersnöte und Seuchen ; und Schrecknisse und große Zeichen vom Himmel werden sich einstellen . ||| 12 Vor diesem allem aber werden sie Hand an euch legen und euch verfolgen und in Synagogen und Gefängnisse übergeben und vor Könige und Fürsten führen um meines Namens willen . ||| 13 Das wird euch aber Gelegenheit zum Zeugnis geben . ||| 1

4 So nehmt euch nun zu Herzen , dass ihr eure Verteidigung nicht vorher überlegen sollt ; ||| 15 denn ich will euch Weisheit und Fähigkeit zu reden geben , der alle eure Widersacher nicht werden widersprechen noch widerstehen können . ||| 16 Ihr werdet aber auch von Eltern und Brüdern und Verwandten und Freunden ausgeliefert werden , und man wird etliche von euch töten , ||| 17 und ihr werdet von allen gehasst werden um meines Namens willen . ||| 18 Doch kein Haar von eurem Haupt wird verlorengehen . ||| 

19 Gewinnt eure Seelen durch euer standhaftes Ausharren ! |||

Die Ankündigung der Zerstörung Jerusalems 

20 Wenn ihr aber Jerusalem von Kriegsheeren belagert seht , dann erkennt , dass seine Verwüstung nahe ist . ||| 21 Dann fliehe auf die Berge , wer in Judäa ist ; und wer in ( Jerusalem ) ist , der ziehe fort aus ihr ; und wer auf dem Land ist , der gehe nicht hinein in sie . ||| 22 Denn das sind Tage der Rache , damit alles erfüllt werde , was geschrieben steht . ||| 23 Wehe aber den Schwangeren und den Stillenden in jenen Tagen ! Denn es wird große Not im Land sein und Zorn über dieses Volk ! ||| 

24 Und sie werden fallen durch die Schärfe des Schwerts und gefangen weggeführt werden unter den Heiden . 

Und Jerusalem wird zertreten werden von den Heiden , bis die Zeiten der Heiden erfüllt sind . |||

Das Kommen des Menschensohnes in Kraft und Herrlichkeit 

25 Und es werden Zeichen geschehen an Sonne und Mond und Sternen , und auf Erden Angst der Heidenvölker vor Ratlosigkeit bei dem Tosen des Meeres und der Wogen , ||| 26 da die Menschen in Ohnmacht sinken werden vor Furcht und Erwartung dessen , was über den Erdkreis kommen soll ; denn die Kräfte des Himmels werden erschüttert werden . ||| 27 Und dann werden sie den Sohn des Menschen kommen sehen in einer Wolke mit großer Kraft und Herrlichkeit . ||| 28 Wenn aber dies anfängt zu geschehen , so richtet euch auf und erhebt eure Häupter , weil eure Erlösung naht . ||| 29 Und er sagte ihnen ein Gleichnis : Seht den Feigenbaum und alle Bäume ! ||| 30 Wenn ihr sie schon ausschlagen seht , so erkennt ihr von selbst , dass der Sommer jetzt nahe ist . ||| 31 So auch ihr ; Wenn ihr seht , dass dies geschieht , so erkennt , dass das Reich Gottes nahe ist . ||| 32 Wahrlich , ich sage euch : Dieses Geschlecht wird nicht vergehen , bis alles geschehen ist . ||| 33 Himmel und Erde werden vergehen , aber meine Worte werden nicht vergehen . |||

Ermahnung zur Wachsamkeit 

34 Habt aber acht auf euch selbst , dass eure Herzen nicht beschwert werden durch Rausch und Trunkenheit und Sorgen des Lebens , und jener Tag unversehens über euch kommt ! ||| 35 Denn wie ein Fallstrick wird er über alle kommen , die auf dem ganzen Erdboden wohnen . ||| 36 Darum wacht jederzeit und bittet , dass ihr gewürdigt werdet , diesem allem zu entfliehen , was geschehen soll , und vor dem Sohn des Menschen zu stehen ! ||| 37 Er war aber tagsüber im Tempel und lehrte , bei Nacht aber ging er hinaus und übernachtete an dem Berg , welcher Ölberg heißt . ||| 38 Und alles Volk kam früh zu ihm in den Tempel , um ihn zu hören . |||

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