Der Hauptmann von Kapernaum 

7

Nachdem er aber vor den Ohren des Volkes alle seine Reden beendet hatte , ging er hinein nach Kapernaum . ||| 2 Und ein Knecht eines Hauptmanns , den jener schätzte , lag krank und war am Sterben . ||| 3 Als er aber von Jesus hörte , sandte er Älteste der Juden zu ihm mit der Bitte , er möge kommen und seinen Knecht retten . ||| 4 Als diese zu Jesus kamen , baten sie ihn eindringlich und sprachen : Er ist es wert , dass du ihm dies gewährst ; ||| 5 denn er hat unser Volk lieb , und er hat uns die Synagoge erbaut . ||| 6 Da ging Jesus mit ihnen hin . Und als er schon nicht mehr fern von dem Haus war , schickte der Hauptmann Freunde zu ihm und ließ ihm sagen : Herr , bemühe dich nicht ; denn ich bin es nicht wert , dass du unter mein Dach kommst ! ||| 7 Darum hielt ich auch mich selbst nicht für würdig , zu dir zu kommen ; sondern sprich nur ein Wort , so wird mein Knecht gesund ! ||| 8 Denn auch ich bin ein Mensch , der unter Vorgesetzten steht , und habe Kriegsknechte unter mir ; und wenn ich zu diesem sage : Geh hin ! , so geht er ; und zu einem anderen : Komm her ! , so kommt er ; und zu meinem Knecht : Tu das ! , so tut er´s . ||| 9 Als Jesus das hörte , verwunderte er sich über ihn und wandte sich um und sprach zu der Menge , die ihm nachfolgte : Ich sage euch : Einen so großen Glauben habe ich in Israel nicht gefunden ! ||| 10 Und als die Abgesandten in das Haus zurückkamen , fanden sie den kranken Knecht gesund . |||

Die Auferweckung des Jünglings von Nain 

11 Und es begab sich am folgenden Tag , dass er in eine Stadt namens Nain ging , und mit ihm zogen viele seiner Jünger und eine große Volksmenge . ||| 12 Wie er sich aber dem Stadttor näherte , siehe , da wurde ein Toter herausgetragen , der einzige Sohn seiner Mutter , und sie war eine Witwe ; und viele Leute aus der Stadt begleiteten sie . ||| 13 Und als der Herr sie sah , erbarmte er sich über sie und sprach zu ihr : Weine nicht ! ||| 14 Und er trat hinzu und rührte den Sarg an ; die Träger aber standen still . Und er sprach : Junger Mann , ich sage dir : Steh auf ! ||| 15 Und der Tote setzte sich auf und fing an zu reden ; und er gab ihn seiner Mutter . ||| 16 Da wurden sie alle von Furcht ergriffen und priesen Gott und sprachen : Ein großer Prophet ist unter uns aufgestanden , und : Gott hat sein Volk heimgesucht ! ||| 17 Und diese Rede über ihn verbreitete sich in ganz Judäa und in der ganzen Umgegend . |||

( *ist´s nicht so , wie Jesus sagte und uns lehrte : Das er uns Gott , Vater , Bruder , Schwester , Mutter und Sohn zugleich war ? , - und so auch wir dies ebenso sind ? ... Ja , das Wort ist wahr ! Es führt uns und zeigt uns Seine Führung auf ! So - Reflektiere - über alles nach ! Das Wort - Es trifft immer ein , zu 100 % ) 

 Jesus und Johannes der Täufer 

18 Und die Jünger des Johannes berichteten ihm von dem allem . ||| 19 Und Johannes rief zwei seiner Jünger zu sich , sandte sie zu Jesus und ließ ihn fragen : Bist du derjenige , der kommen soll , oder sollen wir auf einen anderen warten ? ||| 20 Als nun die Männer zu ihm kamen , sprachen sie : Johannes der Täufer hat uns zu dir gesandt und lässt dich fragen : Bist du es , der kommen soll , oder sollen wir auf einen anderen warten ? ||| 21 Zu derselben Stunde aber heilte er viele von Krankheiten und Plagen und bösen Geistern und schenkte vielen Blinden das Augenlicht . ||| 

22 Und Jesus antwortete und sprach zu ihnen : Geht hin und berichtet dem Johannes , was ihr gesehen und gehört habt : Blinde werden sehend , Lahme gehen , Aussätzige werden rein , Taube hören , Tote werden auferweckt , Armen wird das Evangelium verkündigt . ||| 23 Und glückselig ist , wer nicht Anstoß nimmt an mir ! ||| 24 Und als die Boten des Johannes weggegangen waren , fing er an , zu der Volksmenge über Johannes zu reden : Was seid ihn in die Wüste hinausgegangen zu sehen ? Ein Rohr , das vom Wind bewegt wird ? ||| 25 Oder was seid ihr hinausgegangen zu sehen ? Einen Menschen  , mit weichen Kleidern bekleidet ? Siehe , die in herrlicher Kleidung und Üppigkeit leben , sind an den Königshöfen ! ||| 26 Oder was seid ihr hinausgegangen zu sehen ? Einen Propheten ? Ja , ich sage euch : einen , der mehr ist als ein Prophet ! ||| 27 Dieser ist´s , von dem geschrieben steht : " Siehe , ich sende meinen Boten vor deinem Angesicht her , der deinen Weg vor dir bereiten soll" . ||| 28 Denn ich sage euch : Unter denen , die von Frauen geboren sind , gibt es keinen größeren Propheten als Johannes den Täufer ; doch der Kleinste im Reich Gottes ist größer als er . ||| 

29 Und das ganze Volk , das ihn hörte , und die Zöllner gaben Gott recht , indem sie sich taufen ließen mit der Taufe des Johannes ; ||| 

30 die Pharisäer aber und die Gesetzesgelehrten verwarfen den Ratschluss Gottes , sich selbst zum Schaden , indem sie sich nicht von ihm taufen ließen . ||| 31 Und der Herr sprach : Wem soll ich nun die Menschen dieses Geschlechts vergleichen ? Und wem sind sie gleich ? ||| 32 Sie sind Kindern gleich , die am Markt sitzen und einander zurufen und sprechen : Wir haben euch aufgespielt , und ihr habt nicht getanzt ; wir haben euch Klagelieder gesungen , und ihr habt nicht geweint ! ||| 

33 Denn Johannes der Täufer ist gekommen , der aß kein Brot und trank keinen Wein ; da sagt ihr : Er hat einen Dämon ! ||| 34 Der Sohn des Menschen ist gekommen , der isst und trinkt ; da sagt ihr : Siehe , wie ist der Mensch ein Fresser und Weinsäufer , ein Freund der Zöllner und Sünder ! |||

 35 Und doch ist die Weisheit gerechtfertigt worden von allen ihren Kindern . |||

 DIE SALBUNG JESU IM HAUS DES PHARISÄERS

( *die Opfergabe - Zur Tilgung der Sündenschuld ) 

36 Es bat ihn aber einer der Pharisäer ,  mit ihm zu essen . Und er ging in das Haus des Pharisäers und setzte sich zu Tisch . ||| 37 Und siehe , eine Frau war in der Stadt , die war eine Sünderin ; als sie hörte , dass er in dem Haus des Pharisäers zu Gast war , da brachte sie ein Alabasterfläschen voll Salböl , ||| 38 und sie trat hinten zu seinen Füßen , weinte und fing an , seine Füße mit Tränen zu benetzen ; und sie trocknete sie mit den Haaren ihres Hauptes , küsste seine Füße und salbte sie mit der Salbe . ||| 39 Als aber der Pharisäer , der ihn eingeladen hatte , das sah , sprach er bei sich selbst : Wenn dieser ein Prophet wäre , so wüsste er doch , wer und was für eine Frau das ist , die ihn anrührt , dass sie eine Sünderin ist ! ||| 40 Da antwortete Jesus und sprach zu ihm : Simon , ich habe dir etwas zu sagen . Er sprach : Meister , sprich ! ||| 41 Ein Gläubiger hatte zwei Schuldner . Der eine war 500 Denare schuldig , der andere 50 . ||| 42 Da sie aber nichts hatten , um zu bezahlen , schenkte er es beiden . Sage mir : Welcher von ihnen wird ihn nun am meisten lieben ? ||| 43 Simon aber antwortete und sprach : Ich vermute der , dem er am meisten geschenkt hat . Und er sprach zu ihm : Du hast richtig geurteilt ! ||| 44 Und indem er sich zu der Frau wandte , sprach er zu Simon : Siehst du diese Frau ? Ich bin in dein Haus gekommen , und du hast mir kein Wasser für meine Füße gegeben ; sie aber hat meine Füße mit Tränen benetzt und mit den Haaren ihres Hauptes getrocknet . ||| 45 Du hast mir keinen Kuss gegeben ; sie aber hat , seit ich hereingekommen bin , nicht aufgehört , meine Füße zu küssen . ||| 46 Du hast mein Haupt nicht mit Öl gesalbt , sie aber hat meine Füße mit Salbe gesalbt . ||| 

47 Deshalb sage ich dir : Ihre vielen Sünden sind vergeben worden , darum hat sie viel Liebe erwiesen ; 

wem aber wenig vergeben wird , der liebt wenig . ||| ( *denn wer nichts erhalten hat , was könnte er noch geben ? ) 

48 Und er sprach zu ihr : Dir sind deine Sünden vergeben ! ||| 49 Da fingen die Tischgenossen an , bei sich selbst zu sagen : Wer ist dieser , der sogar Sünden vergibt ? ||| 50 Er aber sprach zu der Frau : Dein Glaube hat dich gerettet ; geh hin in Frieden ! ||| ( *haben die denn nicht an Gott geglaubt , dass Er die Sünden vergibt , wem Er will , und durch wen Er will ? ) 

Die dienenden Frauen in der Begleitung Jesu 

Und es geschah danach , dass er von Stadt zu Stadt und von Dorf zu Dorf zog , wobei er das Evangelium vom Reich Gottes verkündigte ; und die Zwölf waren mit ihm , ||| 2 und auch etliche Frauen , die von bösen Geistern und Krankheiten geheilt worden waren : Maria , genannt Magdalena , von der sieben Dämonen ausgefahren waren , ||| 3 und Johanna , die Frau Chusas , eines Verwalters des Herodes , und Susanna und viele andere , die ihm dienten mit ihrer Habe . |||

Das Gleichnis vom Sämann 

4 Als nun eine Große Menge zusammenkam und sie aus den Städten zu ihm zogen , sprach er in einem Gleichnis : ||| 5 Der Sämann ging aus , um seinen Samen zu sähen . Und als er säte , fiel etliches an den Weg und wurde zertreten , und die Vögel des Himmels fraßen es auf . ||| 6 Und anderes fiel auf den Felsen ; und als es aufwuchs , verdorrte es , weil es keine Feuchtigkeit hatte . ||| 7 Und anderes fiel mitten unter die Dornen ; und die Dornen , die mit ihm aufwuchsen , erstickten es . ||| 8 Und anderes fiel auf das gute Erdreich und wuchs auf und brachte hundertfältige Frucht . 

Und als er das sagte , rief er : Wer Ohren hat zu hören , der höre ! |||

Der Grund für das Gleichnisreden 

9 Da fragten ihn seine Jünger und sprachen : Was bedeutet wohl dieses Gleichnis ? ||| 10 Er aber sprach : Euch ist es gegeben , die Geheimnisse des reiches Gottes zu erkennen , den anderen aber in Gleichnissen , damit sie sehen und doch nicht sehen und hören und doch nicht verstehen . |||

Die Deutung des Gleichnisses vom Sämann 

11 Das Geheimnis aber bedeutet dies : Der Same ist das Wort Gottes . ||| 12 Die am Weg sind die , welche es hören ; danach kommt der Teufel und nimmt das Wort von ihren Herzen weg , damit sie nicht zum Glauben gelangen und gerettet werden . ||| 13 Die aber auf dem Felsen sind die , welche das Wort , wenn sie es hören , mit Freuden aufnehmen ; aber sie haben keine Wurzel ; sie glauben nur eine Zeit lang , und zur Zeit der Versuchung fallen sie ab . ||| 14 Was aber unter die Dornen fiel , das sind die , welche es gehört haben ; aber sie gehen hin und werden von Sorgen und Reichtum und Vergnügungen des Lebens erstickt und bringen die Frucht nicht zur Reife . ||| 15 Das in dem guten Erdreich aber sind die , welche das Wort , das sie gehört haben , in einem feinen und guten Herzen behalten und Frucht bringen in standhaftem Ausharren . |||

Das Licht auf dem Leuchter 

16 Niemand aber , der ein Licht anzündet , bedeckt es mit einem Gefäß oder stellt es unter ein Bett , sondern er setzt es auf einen Leuchter , damit die , welche hereinkommen , das Licht sehen . ( * es sei denn , es dient dem Licht zum Schutz , ... vor z.B. den Tieren in der Dunkelheit , und den stürmenden Winden - draussen ... Wie auch das Niqab für diejenigen von Gott bestimmt sei , zu gegebener Zeit , damit alle gerettet werden können , zu gegebener Zeit ) ||| 17 Denn nichts ist verborgen , dass nicht offenbar werden wird , und nichts ist geheim , das nicht bekannt werden und an den Tag kommen wird . ||| 

18 So habt nun acht , wie ihr hört ! Denn wer hat , dem wird gegeben ; und wer nicht hat , von dem wird auch das genommen werden , was er zu haben meint . |||

Die wahren Verwandten Jesu 

19 Es kamen aber seine Mutter und seine Brüder zu ihm , und sie konnten wegen der Volksmenge nicht zu ihm gelangen . ||| 20 Und man berichtete es ihm und sagte : Deine Mutter und deine Brüder stehen draußen und wollen dich sehen ! ||| 21 Er aber antwortete und sprach zu ihnen : ( *Ja,... ) Meine Mutter und meine Brüder sind die , welche das Wort Gottes hören und es tun ! |||

Jesus stillt den Sturm 

22 Und es geschah an einem der Tage , dass er und seine Jünger in ein Schiff stiegen ; und er sprach zu ihnen : Lasst uns ans andere Ufer des Sees fahren ! Und sie fuhren ab . ||| 23 Auf der Fahrt aber schlief er ein . Da fiel ein Sturmwind auf den See , und ( das Schiff ) füllte sich , und sie waren in Gefahr . ||| 24 Da traten sie hinzu , weckten ihn auf und sprachen : Meister , Meister , wir kommen um ! Er aber stand auf und befahl dem Wind und den Wasserwogen ; und sie legten sich , und es wurde still . ||| 25 Da sprach er zu ihnen : Wo ist euer Glaube ? ||| Sie aber fürchteten und verwunderten sich und sprachen zueinander : Wer ist denn dieser , dass er auch den Winden und dem Wasser befiehlt und sie ihm gehorsam sind ? |||

Heilung eines Besessenen 

26 Und sie fuhren in das Gebiet der Gadarener , das Galiläa gegenüberliegt . ||| 27 Und als er ans Land gestiegen war , kam ihm ein Besessener aus der Stadt entgegen , der seit langer Zeit Dämonen hatte und keine Kleider mehr trug und sich auch in keinem Haus aufhielt , sondern in den Gräbern . ||| 28 Als er aber Jesus sah , schrie er , warf sich vor ihm nieder und sprach mit lauter Stimme : Was habe ich mit dir zu tun , Jesus , du Sohn Gottes , des höchsten ? Ich bitte dich , quäle mich nicht ! ||| 29 Denn Er hatte dem unreinen Geist geboten , von dem Menschen auszufahren ; denn der hatte ihn schon lange Zeit in seiner Gewalt , und man hatte ihn mit Ketten gebunden und mit Fußfesseln verwahrt , aber er zerriss die Fesseln und wurde von dem Dämon in die Einöde getrieben . |||  30 Jesus aber fragte ihn und sprach : Wie heißt du ? Er sprach : Legion ! Denn viele Dämonen waren in ihn gefahren . ||| 31 Und er bat ihn , er möge ihnen nicht befehlen , in den Abgrund zu fahren . ||| 32 Es war aber dort eine große Schweineherde an dem Berg zur Weide , und sie baten ihn , dass er ihnen erlaube , in jene zu fahren . Und er erlaubte es ihnen . ||| 33 Da fuhren die Dämonen von dem Menschen aus und fuhren in die Schweine , und die Herde stützte sich den Abhang hinunter in den See und ertrank . ||| 

( * wie oft gedachte ich all dessen wohl , und dass all die Dämonen , die ich aufgrund derer gutgemeinten Miesetaten doch nun erleiden muss , dass sie doch in die Schweine fahren , die uns das angetan haben ... doch dann kam mir in den Sinn , ... wieviel Schweine es doch sind . ... und dass ich dieses Besser Allah und Seinen Wahren Gesandten übergeben möchte . ... Und Gott antwortete und sprach , in dem Er mir in seinem Buch sein Wort aufzeigte : Sei getrost , meine Tochter ! Dein Glaube hat dich gerettet ; geh hin in Frieden !  ... oh Herr Gott , stärke unseren Glauben ! Amen . ... Mach uns Ganz Heil ! Amen . ... Auf Dich setzen wir unser ganzes Vertrauen . .. Geduld und Ausdauer haben wir im Dienst an Dir . ... Vergib uns ! ) 

34 Als aber die Hirten sahen , was geschehen war , flohen sie und gingen hin und verkündeten es in der Stadt und auf dem Land . ||| 35 Da gingen sie hinaus , um zu sehen , was geschehen war , und kamen zu Jesus und fanden den Menschen , von dem die Dämonen ausgefahren waren , bekleidet und vernünftig zu den Füßen Jesu sitzen , und sie fürchteten sich . ||| 36 Die aber , welche es gesehen hatten  , erzählten ihnen auch , wie der Besessene gerettet worden war . ||| 37 Da bat ihn die ganze Volksmenge aus der umliegenden Gegend der Gadarener , von ihnen wegzugehen ; denn es hatte sie eine große Furcht ergriffen . 

Er aber stieg in das Schiff und kehrte zurück . ||| 38 Der Mann aber , von dem die Dämonen ausgefahren waren , bat ihn ( *Gott ) , dass er bei ihm bleiben dürfe . Aber Jesus entließ ihn und sprach : ||| 

39 Kehre zurück in dein Haus und erzähle , was Gott dir Großes getan hat ! Und er ging und verkündigte in der ganzen Stadt , was Jesus ihm Großes getan hatte . |||

Die Heilung einer blutflüssigen Frau . 
Die Auferweckung der Tochter des Jairus 

40 Als Jesus zurückkam , geschah es , dass ihn die Volksmenge freudig empfing ; denn sie warteten alle auf ihn . ||| 41 Und siehe , es kam ein Mann namens Jairus , der war ein Oberster der Synagoge ; und er warf sich Jesus zu Füßen und bat ihn , in sein Haus zu kommen . ||| 42 Denn er hatte eine einzige Tochter von etwa zwölf Jahren , und diese lag im Sterben . Als er aber hinging , bedrängte ihn die Volksmenge . ||| 

43 Und eine Frau , die seit zwölf Jahren den Blutfluss gehabt und all ihr Gut an die Ärzte gewandt hatte , aber von keinem geheilt werden konnte , ||| 44 trat von hinten herzu und rührte den Saum seines Gewandes an ; und auf der Stelle kam ihr Blutfluss zum Stehen . ||| 45 Und Jesus fragte : Wer hat mich angerührt ? Als es nun alle bestritten , sprachen Petrus und die mit ihm waren : Meister , die Volksmenge drückt und drängt dich , und du sprichst : Wer hat mich angerührt ? ||| 46 Jesus aber sprach : Es hat mich jemand angerührt ; denn ich habe erkannt , wie eine Kraft von mir ausging ! ||| 47 Als nun die Frau sah , dass sie nicht unbemerkt geblieben war , kam sie zitternd , fiel vor ihm nieder und erzählte ihm vor dem ganzen Volk , aus welchem Grund sie ihn angerührt hatte und wie sie auf der Stelle gesund geworden war . ||| 48 Er aber sprach zu ihr : Sei getrost , meine Tochter ! Dein Glaube hat dich gerettet ; geh hin in Frieden ! |||

49 Während er noch redet , kommt jemand vom Synagogenvorsteher und spricht zu ihm : Deine Tochter ist gestorben ; bemühe den Meister nicht ! |||

50 Da es aber Jesus hörte , antwortete er ihm und sprach : Fürchte dich nicht ; glaube nur , so wird sie gerettet werden ! |||

51 Und als er in das Haus kam , ließ er niemand hineingehen als Petrus und Jakobus und Johannes sowie den Vater und die Mutter des Kindes . ||| 52 Sie weinten aber alle und beklagten sie . Er aber sprach : Weint nicht ! Sie ist nicht gestorben , sondern sie schläft . ||| 53 Und sie lachten ihn aus , weil sie wussten , dass sie gestorben war . ||| 54 Er aber trieb sie alle hinaus und ergriff ihre Hand und rief : Kind , steh auf ! |||

 55 Und ihr Geist kehrte zurück , und sie stand augenblicklich auf ; und er befahl , ihr zu essen zu geben . ||| 

56 Und ihre Eltern gerieten außer sich ; er aber gebot ihnen , niemand zu sagen , was geschehen war . |||

Die Aussendung der zwölf Apostel 

Er rief aber seine zwölf Jünger zusammen und gab ihnen Kraft und Vollmacht über alle Dämonen und zur Heilung von Krankheiten ; ||| 2 und er sandte sie aus , das Reich Gottes zu verkündigen und die Kranken zu heilen . |||

 3 Und er sprach zu ihnen : Nehmt nichts auf den Weg , weder Stäbe noch Tasche , weder Brot noch Geld ; auch soll einer nicht zwei Hemden haben . ||| 4 Und wo immer ihr in ein Haus eintretet , da bleibt , und von da zieht weiter . ||| 5 Und wo man euch nicht aufnehmen wird , da geht fort aus jener Stadt und schüttelt auch den Staub von euren Füßen , zum Zeugnis gegen sie . ||| 

6 Und sie gingen aus und durchzogen die Dörfer , verkündigten das Evangelium und heilten überall . |||

Die Frage des Herodes 

7 Aber der Vierfürst Herodes hörte alles , was durch ihn geschah ; und er geriet in Verlegenheit , weil von etlichen gesagt wurde , Johannes sei aus den Toten auferstanden , ||| 8 von etlichen aber , Elia sei erschienen , und von anderen , einer der alten Propheten sei auferstanden . ||| 9 Und Herodes sprach : Johannes habe ich enthauptet ; wer ist aber der , von welchem ich dies höre ? Und er wünschte ihn zu sehen . |||

Die Speisung der Fünftausend 

10 Und die Apostel kehrten zurück und erzählten ihm alles , was sie getan hatten . Und er nahm sie zu sich und zog sich zurück an einen einsamen Ort bei der Stadt , die Bethsaida heißt . ||| 11 Als aber die Volksmenge es erfuhr , folgten sie ihm nach ; und er nahm sie auf und redete zu ihnen vom Reich Gottes , und die , welche Heilung brauchten , machte er gesund . ||| 12 Aber der Tag fing an , sich zu neigen ; und die Zwölf traten herzu und sprachen zu ihm : Entlasse das Volk , damit sie in die Dörfer und die Höfe hingehen und einkehren und Speise finden ; denn wir sind hier an einem einsamen Ort ! ||| 

13 Er aber sprach zu ihnen : Gebt ihr ihnen zu essen ! Sie sprachen : Wir haben nicht mehr als fünf Brote und zwei Fische ; oder sollen wir hingehen und für diese ganze Menge Speise kaufen ? ||| 14 Denn es waren etwa 5000 Männer . Er sprach aber zu seinen Jüngern : Lasst sie sich gruppenweise setzen , je fünfzig und fünfzig ! ||| 15 Und sie machten es so und ließen alle sich setzen . ||| 16 Und er nahm die fünf Brote und die zwei Fische , blickte zum Himmel auf und segnete sie ; und er brach sie und gab sie den Jüngern , damit diese sie in der Menge austeilten . ||| 17 Und sie aßen und wurden alle satt ; und es wurde aufgehoben , was ihnen von den Brocken übrig blieb , zwölf Körbe voll . |||

Das Bekenntnis des Petrus . Die erste Ankündigung von Jesu Tod und Auferstehung 

18 Und es geschah , als er ( einmal ) für sich allein betete , dass die Jünger in seiner Nähe waren ; und er fragte sie und sprach : Für wen halten mich die Leute ? ||| 19 Sie antworteten und sprachen : Für Johannes den Täufer ; andere aber für Elia ; und andere ( sagen ) , einer der alten Propheten sei auferstanden . ||| 20 Da sprach er zu ihnen : Ihr aber , für wen haltet ihr mich ? Da antwortete Petrus und sprach : Für den Christus Gottes ! ||| 21 Er aber ermahnte sie ernstlich und gebot ihnen , dies niemand zu sagen , ||| 22 indem er sprach : Der Sohn des Menschen muss viel leiden und verworfen werden von den Ältesten und den obersten Priestern und Schriftgelehrten und getötet werden und am dritten Tag auferweckt werden . ||| 

Über die Nachfolge 

23 Er sprach aber zu allen : Wenn jemand mir nachkommen will , so verleugne er sich selbst und nehme sein Kreuz auf sich täglich und folge mir nach . ||| 24 Denn wer sein Leben retten will , der wird es verlieren ; wer aber sein Leben verliert um meinetwillen , der wird es retten . ||| 

25 Denn was hilft es einem Menschen , wenn er die ganze Welt gewinnt , aber sich selbst verliert oder schädigt ? ||| 26 Denn wer sich meiner und meiner Worte schämt , dessen wird sich auch der Sohn des Menschen schämen , wenn er kommen wird in seiner Herrlichkeit und der des Vaters und der heiligen Engel . |||

 27 Ich sage euch aber in Wahrheit : Es sind etliche unter denen , die hier stehen , welche den Tod nicht schmecken werden , bis sie das Reich Gottes sehen . |||

Die Verklärung Jesu 

28 Es geschah aber ungefähr acht Tage nach diesen Worten , dass er Petrus und Johannes und Jakobus zu sich nahm und auf den Berg stieg , um zu beten . ||| 29 Und es geschah , während er betete , wurde das Aussehen seines Angesichts anders und sein Gewand strahlend weiß . ||| 30 Und siehe , zwei Männer redeten mit ihm , das waren Mose und Elia ; ||| 31 die erschienen in Herrlichkeit und redeten von seinem Ausgang , den er in Jerusalem erfüllen sollte . ||| 32 Petrus aber und seine Gefährten waren vom Schlaf übermannt . Als sie aber erwachten , sahen sie seine Herrlichkeit und die zwei Männer , die bei ihm standen . ||| 33 Und es geschah , als diese von ihm scheiden wollten , da sprach Petrus zu Jesus : Meister , es ist gut , dass wir hier sind ; so lass uns drei Hütten bauen , dir ein , Mose ein und Elia eine ! Und er wusste nicht , was er sagte . ||| 34 Während er aber dies redete , kam eine Wolke und überschattete sie . Sie fürchteten sich aber , als jene in die Wolke hineinkamen . ||| 35 Und eine Stimme kam aus der Wolke , die sprach : Dies ist mein geliebter Sohn ; auf ihn sollt ihr hören ! ||| 36 Und während die Stimme kam , fand es sich , dass Jesus allein war . Und sie schwiegen und sagten in jenen Tagen niemand etwas von dem , was sie gesehen hatten . |||

Heilung eines besessenen Knaben 

37 Es begab sich aber am folgenden Tag , als sie den Berg hinunterstiegen , dass ihm eine große Menge entgegenkam . ||| 38 Und siehe , ein Mann aus der Volksmenge rief und sprach : Meister , ich bitte dich , sieh doch meinen Sohn an , denn er ist mein einziger ! ||| 39 Und siehe , ein Geist ergreift ihn , und plötzlich schreit er , und er zerrt ihn hin und her , dass er schäumt , und will kaum von ihm weichen , ohne ihn zu misshandeln . ||| 40 Und ich habe deine Jünger gebeten , ihn auszutreiben , aber sie konnten es nicht . |||

41 Da antwortete Jesus und sprach : O du ungläubiges und verkehrtes Geschlecht ! Wie lange soll ich bei euch sein und euch ertragen ? Bring deinen Sohn hierher ! |||

 42 Und noch während er auf ihn zukam , warf der Dämon ihn nieder und zerrte ihn . Aber Jesus befahl dem unreinen Geist und machte den Knaben gesund und gab ihn seinem Vater wieder . |||

Die zweite Ankündigung von Jesu Leiden 

43 Es erstaunten aber alle über die große Macht Gottes . Als sich nun alle verwunderten über alles , was Jesus tat , sprach er zu seinen Jüngern : |||

 44 Lasst diese Worte in eure Ohren dringen : Der Sohn des Menschen wird in die Hände der Menschen ausgeliefert werden ! |||

 45 Sie aber verstanden das Wort nicht , und es war vor ihnen verborgen , sodass sie es nicht begriffen ; und sie fürchteten sich , ihn wegen dieses Wortes zu fragen . |||

Der Größte im Reich Gottes 

46 Es schlich sich aber der Gedanke bei ihnen ein , wer wohl der Größte unter ihnen sei . |||

47 Da nun Jesus die Gedanken ihres Herzens sah , nahm er ein Kind und stellte es neben sich ; ||| 48 und er sprach zu ihnen : Wer dieses Kind aufnimmt in meinem Namen , der nimmt mich auf ; und wer mich aufnimmt , der nimmt den auf , der mich gesandt hat . ||| Denn wer der Geringste ist unter euch allen , der wird groß sein ! |||

49 Johannes aber antwortete und sprach : Meister , wir sahen jemand , der in deinem Namen die Dämonen austrieb , und wir wehrten es ihm , weil er ( dir ) nicht mit uns nachfolgt . ||| 50 Und Jesus sprach zu ihm : Wehrt ihm nicht ! Denn wer nicht gegen uns ist , der ist für uns . |||




Jesus in Samaria 

51 Es geschah aber , als sich die Tage seiner Wiederaufnahme ( in den Himmel ) erfüllten und er sein Angesicht ( entschlossen ) nach Jerusalem richtete , um dorthin zu reisen , |||

( * Zu Beginn des Islams beteten die Muslime , entsprechend der jüdischen ( und alten christlichen ) Tradition , mit der Mohammed in dieser Hinsicht vertraut war , in Richtung al-Quds ( Jerusalem ) Nach islamischer Überlieferung soll Mohammed hier s. Bild in der Mosche der beiden Gebetsrichtungen in Medina , die Offenbarung erhalten haben , die Gebetsrichtung zu ändern . s. Koranverse unten ) 

52 da sandte er Boten vor sich her . 

Diese kamen auf ihrer Reise in ein Samariterdorf und wollten ihm die Herberge bereiten . ||| 53 Aber man nahm ihn nicht auf  , weil Jerusalem sein Reiseziel war . ||| 54 Als aber seine Jünger Jakobus und Johannes das sahen , sagten sie :  Herr , willst du , dass wir sprechen , dass Feuer vom Himmel herabfallen und sie verzehren soll , wie es auch Elia getan hat ? ||| 55 Er aber wandte sich um und ermahnte sie ernstlich und sprach : Wisst ihr nicht , welches Geistes ( Kinder ) ihr seid ? ||| 56 Denn der Sohn des Menschen ist nicht gekommen , um die Seelen der Menschen zu verderben , sondern zu erretten ! ||| 

Und sie zogen in ein anderes Dorf . |||

( * Heiliger Koran - Sura 2 - Al Baqarah - Die Kuh : Sprecht : „ Wir glauben an Allah und an das , was uns herabgesandt worden ist , und was Abraham , Ismael ,  Isaak ,  Jakob und den Stämmen ( Israels ) herabgesandt wurde , und was Moses und Jesus gegeben wurde , und was den Propheten von ihrem Herrn gegeben worden ist . Wir machen zwischen ihnen keinen Unterschied , und Ihm sind wir ergeben . "||| Die Toren unter den Menschen werden sagen : „ Was hat sie bewogen sich von ihrer Qibla abzuwenden , nach der sie sich bisher gerichtet hatten ?“ Sprich : “ Allah gehört der Osten der Westen ; Er leitet , wen Er will , zu einem geraden Weg ." | || Und so machten Wir euch zu einer Gemeinde von redlicher Gesinnung , auf dass ihr Zeugen seiet über die Menschen und auf dass der Gesandte Zeuge sei über euch . Und Wir haben die Qibla , nach der du dich bisher gerichtet hattest , nur gemacht , damit Wir denjenigen , der dem Gesandten folgt , von demjenigen unterscheiden , der auf seinen Fersen eine Kehrtwendung macht ; und dies ist wahrlich schwer , ausser für diejenigen , die Allah rechtgeleitet hat . Und es ist nicht Allah , Der euren Glauben verloren gehen lässt ; Wahrlich , Allah ist gegenüber den Menschen Mitleidig , Barmherzig . | || Wir sehen , wie dein Gesicht sich dem Himmel suchend zukehrt , und Wir werden dich nun zu einer Qibla wenden , mit der du zufrieden sein wirst . So wende dein Gesicht in Richtung der heiligen Moschee , und wo immer ihr auch seid , wendet eure Gesichter in ihre Richtung . Diejenigen , denen das Buch gegeben wurde , wissen bestimmt , dass es die Wahrheit von ihrem Herrn ist . Und Allah ist dessen nicht achtlos , was sie tun . | ||Doch , wenn du denjenigen , denen das Buch gegeben wurde , alle Beweise brächtest , würden sie deine Qibla nicht befolgen . Und du befolgst ihre Qibla nicht ; sie befolgen ja selbst untereinander ihre jeweilige Qibla nicht . Doch solltest du ihrem Ansinnen folgen nach dem , was dir an Wissen zugekommen ist , so würdest du bestimmt zu denen gehören , die Unrecht tun . | || Diejenigen , denen Wir das Buch gegeben haben , kennen es , wie sie ihre eigenen Söhne kennen ; und dennoch verbergen einige von ihnen die Wahrheit , wo sie ( sie ) doch kennen . | || Dies ist die Wahrheit von deinem Herrn , darum sei nicht einer von denen , die daran zweifeln . | ||Jeder hat eine Richtung , der er sich zuwendet . So wetteifert miteinander in Guten Werken . Wo immer ihr auch seid , Allah wird euch allesamt zusammenführen ; Wahrlich , Allah hat macht über alle Dinge . | || Und von wo du auch herkommst ; wende dein Gesicht in Richtung der heiligen Moschee ; denn dies ist gewiss die Wahrheit von deinem Herrn . Und Allah ist dessen nicht achtlos , was ihr tut . | || Und von wo du auch herkommst , wende deine Gesicht in Richtung der heiligen Moschee . Und wo immer ihr auch seid , wendet eure Gesichter in ihre Richtung , damit die Menschen keinen Beweisgrund gegen euch haben – ausser denjenigen unter ihnen , die unrecht tun ; so fürchtet nicht sie ; sondern fürchtet Mich . Und damit Ich Meine Gnade an euch vollende und damit ihr euch vielleicht werdet rechtleiten lassen . | ||Sowie Wir unter euch einen Gesandten aus eurer Mitte erstehen ließen , der Euch unsere Verse verliest und euch läutet und euch das Buch und die Weisheit lehrt und euch lehrt , was ihr nicht wusstet . | || So gedenkt also Meiner , damit Ich euer gedenke ; und seid Mir dankbar und verleugnet Mich nicht . | ||Es ist keine Frömmigkeit , wenn ihr euer Angesicht in Richtung Osten oder Westen wendet ; Frömmigkeit ist vielmehr , dass man an Allah glaubt , den Jüngsten Tag , die Engel , das Buch und die Propheten und vom Besitz – obwohl man ihn liebt – den Verwandten gibt , den Waisen , den Armen , dem Sohn des Weges , den Bettlern und ( für den Freikauf von ) Sklaven , dass man das Gebet verrichtet und die Zakah entrichtet . Es sind diejenigen , die ihr Versprechen einhalten , wenn sie es gegeben haben ; und diejenigen , die in Elend , Not und Kriegszeiten geduldig sind ; Sie sind es , die wahrhaftig und gottesfürchtig sind . ||| Sura 2 - Die Kuh - Al Baqarah ) 

Vom Preis der Nachfolge 

57 Es geschah aber , als sie ihre Reise fortsetzten , da sprach einer auf dem Weg zu ihm : Herr , ich will dir nachfolgen , wohin du auch gehst ! ||| 58 Und Jesus sprach zu ihm : Die Füchse haben Gruben , und die Vögel des Himmels haben Nester ; aber der Sohn des Menschen hat nichts , wo er sein Haupt hinlegen kann . |||

 59 Er sagte aber zu einem anderen : Folge mir nach ! Der sprach : Herr , erlaube mir , zuvor hinzugehen und meinen Vater zu begraben ! ||| 60 Jesus aber sprach zu ihm : Lass die Toten ihre Toten begraben ; du aber geh hin und verkündige das Reich Gottes ! ||| 

61 Es sprach aber auch ein anderer : Herr , ich will dir nachfolgen ; zuvor aber erlaube mir , von denen , die in meinem Haus sind , Abschied zu nehmen ! ||| 62 Jesus aber sprach zu ihm : Niemand , der seine Hand an den Pflug legt und zurückblickt , ist tauglich für das Reich Gottes ! |||

Die Aussendung der siebzig Jünger 

10 

Danach aber bestimmte der Herr noch 70 andere und sandte sie je zwei und zwei vor sich her in alle Städte und Orte , wohin er selbst kommen wollte . ||| 2 Er sprach nun zu ihnen : Die Ernte ist groß , aber es sind wenige Arbeiter . Darum bittet den Herrn der Ernte , dass er Arbeiter in seine Ernte sende ! ||| 3 Geht hin ! Siehe , ich sende euch wie Lämmer mitten unter die Wölfe . ||| 8 Tragt weder Beutel noch Tasche noch Schuhe und grüßt niemand auf dem Weg . ||| 5 Wo ihr aber in ein Haus hineingeht , da sprecht zuerst : Frieden diesem Haus ! ||| 6 Und wenn dort ein Sohn des Friedens ist , so wird euer Friede auf ihm ruhen , wenn aber nicht , so wird er zu euch zurückkehren . ||| 7 In dem selben Haus aber bleibt und esst und trinkt das , was man euch vorsetzt ; denn der Arbeiter ist seines Lohnes wert . Geht nicht aus einem Haus ins andere . ||| 8 Und wenn ihr in eine Stadt kommt und sie euch aufnehmen , da esst , was euch vorgesetzt wird ; ||| 9 und heilt die Kranken , die dort sind , und sagt zu ihnen : Das Reich Gottes ist nahe zu euch herbeigekommen ! ||| 10 Wenn ihr aber in eine Stadt kommt und sie euch nicht aufnehmen , da geht auf ihre Gassen hinaus und sprecht : ||| 11 Auch der Staub , der aus eurer Stadt an uns gehängt hat , streifen wir ab gegen euch ; doch soll ihr wissen , dass das Reich Gottes nahe zu euch herbeigekommen ist ! ||| 12 Ich sage euch aber : Es wird Sodom an jenem Tag erträglicher gehen als dieser Stadt . |||

Das Wehe über die unbußfertigen Städte 

13 Wehe dir , Chorazin ! Wehe dir , Behsaida ! Denn wenn in Tyrus und Zidon die Wundertaten geschehen wären , die bei euch geschehen sind , so hätten sie längst in Sack und Asche sitzend Buße getan . ||| 14 Doch es wird Tyrus und Zidon erträglicher gehen im Gericht als euch . ||| 15 Und du , Kapernaum (Dem Fischerdorf Kapernaum entstammten mehrere der Jünger Jesu ) , die du bist zum Himmel erhöht worden bist , du wirst bis zum Totenreich hinabgeworfen werden ! ||| 

16 Wer euch hört , der hört mich , und wer euch verwirft , der verwirft den , der mich gesandt hat . ||| 

Das große Vorrecht der Jünger 

17 Die Siebzig aber kehrten mit Freuden zurück und sprachen : Herr , auch die Dämonen sind uns untertan in deinem Namen ! ||| 18 Da sprach er zu ihnen : Ich sah den Satan wie einen Blitz vom Himmel fallen . ||| 19 Siehe , ich gebe euch die Vollmacht , auf Schlangen und Skorpione zu treten , und über alle Gewalt des Feindes ; und nichts wird euch in irgendeiner Weise schaden . ||| 

20 Doch nicht darüber freut euch , dass euch die Geister untertan sind ; freut euch aber lieber darüber , dass eure Namen im Himmel geschrieben sind . |||

 21 Zu derselben Stunde frohlockte Jesus im Geist und sprach : ich preise dich , Vater , Herr des Himmels und der Erde , dass du dies den Weisen und Klugen verborgen und es den Unmündigen geoffenbart hast . Ja , Vater , denn so ist es wohlgefällig gewesen vor dir . ||| 

22 Und zu den Jüngern gewandt sagte er : Alles ist mir übergeben worden von meinem Vater ; und niemand weißt , wer der Sohn ist , als nur der Vater ; und wer der Vater ist , ( weiß niemand ) als nur der Sohn und wem der Sohn es offenbaren will . |||

23 Und er wandte sich zu seinen Jüngern besonders und sprach : 

Glückselig sind die Augen , die sehen , was ihr seht ! ||| 24 Denn ich sage euch , viele Propheten und Könige wünschten zu sehen , was ihr seht , und haben es nicht gesehen , und zu hören , was ihr hört , und haben es nicht gehört . |||

Das Gleichnis vom barmherzigen Samariter 

25 Und siehe , ein Gesetzesgelehrter trat auf , versuchte ihn und sprach : Meister , was muss ich tun , um das ewige Leben zu erben ? ||| 26 Und er sprach zu ihm : Was steht im Gesetz geschrieben ? Wie liest du ? ||| 27 Er aber antwortete und sprach : " Du sollst den Herrn , deinen Gott , lieben mit deinem ganzen Herzen und mit deiner ganzen Seele und mit deiner ganzen Kraft und mit deinem ganzen Denken , und deinen Nächsten wie dich selbst !" ||| 28 Er sprach zu ihm : Du hast recht geantwortet ; tue dies , so wirst du leben ! ||| 29 Er aber wollte sich selbst rechtfertigen und sprach zu Jesus : Und wer ist mein Nächster ? |||

30 Da erwiderte Jesus und sprach : Es ging ein Mensch von Jerusalem nach Jericho hinab und fiel unter die Räuber ; die zogen ihn aus und schlugen ihn und liefen davon und ließen ihn halb tot liegen , so wie er war . ||| 31 Es traf sich aber , dass ein Priester dieselbe Straße hinabzog ; und als er ihn sah , ging er auf der anderen Seite vorüber . ||| 32 Ebenso kam auch ein Levit , der in der Gegend war , sah ihn und ging auf der anderen Seite vorüber . ||| 33 Ein Samariter aber kam auf seiner Reise in seine Nähe , und als er ihn sah , hatte er Erbarmen ; ||| 34 und er ging zu ihm hin , verband ihm die Wunden und goss Öl und Wein darauf , hob ihn auf sein eigenes Tier , führte ihn in eine Herberge und pflegte ihn . ||| 35 Und am anderen Tag , als er fortzog , gab er dem Wirt zwei Denare und sprach zu ihm  : Verpflege ihn ! Und was du mehr aufwendest , will ich dir bezahlen , wenn ich wiederkomme . ||| 36 Welcher von diesen dreien ist deiner Meinung nach nun der Nächste dessen gewesen , der unter die Räuber gefallen gefallen ? ||| 37 Er sprach : Der , welcher die Barmherzigkeit an ihm geübt hat ! Da sprach Jesus zu ihm : So geh du hin und handle ebenso ! |||

Martha und Maria 

38 Es begab sich aber , als sie weiterreisten , dass er in ein gewisses Dorf kam ; und eine Frau namens Martha nahm in auf in ihr Haus . |||  39 Und diese hatte eine Schwester , welche Maria hieß ; die setzte sich zu Jesu Füßen und hörte seinem Wort zu . ||| 40 Martha aber machte sich viel zu schaffen mit der Bedienung . Und sie trat herzu uns sprach : Herr , kümmerst du dich nicht darum , dass mich meine Schwester allein dienen lässt ? Sage ihr doch , dass sie mir hilft ! ||| 41 Jesus aber antwortete und sprach zu ihr : Martha , Martha , du machst dir Sorge und Unruhe um vieles ; ||| 42 eines aber ist Not . Maria aber hat das gute Teil erwählt ; das soll nicht von ihr genommen werden ! |||

Vom Beten 

11

Und es begab sich , dass er an einem Ort im Gebet war ; und als er aufhörte , sprach einer seiner Jünger zu ihm : Herr , lehre uns beten , wie auch Johannes seine Jünger lehrte ! ||| 2 Da sprach er zu ihnen : Wenn ihr betet , so sprecht : 

UNSER VATER , DER DU BIST IM HIMMEL , GEHEILIGT WERDE DEIN NAME ! DEIN REICH KOMME ! DEIN WILLE GESCHEHE WIE IM HIMMEL , SO AUCH AUF ERDEN . ||| 3 GIB UNS TÄGLICH UNSER NÖTIGES BROT ! ||| 4 UND VERGIB UNS UNSERE SÜNDEN , DENN AUCH WIR VERGEBEN JEDEM , DER UNS ETWAS SCHULDIG IST ! UND FÜHRE UNS NICHT IN VERSUCHUNG , SONDERN ERLÖSE UNS VON DEM BÖSEN ! 

Ermutigung zum beharrlichen Gebet 

5 Und er sprach zu ihnen : Wenn einer von euch einen Freund hätte und ging zu ihm um Mitternacht und spräche zu ihm : Freund , leihe mir drei Brote , ||| 6 denn mein Freund ist von der Reise zu mir gekommen , und ich habe nichts , was ich ihm vorsetzen kann ! ||| 7 und jener würde von ihnen antworten und sagen : Mache mir keine Mühe ! Die Türe ist schon verschlossen , und meine Kinder sind bei mir in der Kammer ; ich kann nicht aufstehen und dir etwas geben ! ||| 8 ____ ich sage euch : Wenn er auch nicht deswegen aufstehen und ihm etwas geben wird , weil er sein Freund ist , so wird er doch um seiner Unverschämtheit willen aufstehen und ihm geben , so viel er braucht . ||| 9 Und ich sage euch : Bittet , so wird euch gegeben ; sucht , so werdet ihr finden ; klopft an , so wird euch aufgetan ! ||| 10 Denn jeder , der bittet , empfängt ; und wer sucht , der findet ; und wer anklopft , dem wird aufgetan . ||| 11 Welcher Vater unter euch wird seinem Sohn einen Stein geben , wenn er ihn um Brot bittet ? Oder wenn ( er ihn ) um ein Ei bittet , wird er ihm einen Skorpion geben ? ||| 13 Wenn nun ihr , die ihr böse seid , euren Kindern gute Gaben zu geben versteht , wie viel mehr wird der Vater im Himmel ( den ) Heiligen Geist denen geben , die ihn bitten ! |||

Jesu Macht über die bösen Geister 

14 Und er trieb einen Dämon aus , und der war stumm . Es geschah aber , nachdem der Dämon ausgefahren war , redete der Stumme . Und die Volksmenge verwunderte sich . ||| 15 Aber etliche von ihnen sprachen : Durch Beelzebul , den Obersten der Dämonen , treibt er die Dämonen aus ! ||| 16 Und andere versuchten ihn und verlangten von ihm ein Zeichen aus dem Himmel . ||| 17 Er aber , da er ihre Gedanken kannte , sprach zu ihnen : Jedes Reich , das mit sich selbst uneins ist , wird verwüstet , und ein Haus , das gegen sich selbst ist , fällt . ||| 18 Wenn aber der Satan mit sich selbst uneins ist , wie kann sein Reich bestehen ? Ihr sagt ja , ich treibe die Dämonen durch Beelzebul aus . ||| 19 Wenn ich aber die Dämonen durch Beelzebul austreibe , durch wen treiben eure Söhne sie aus ? Darum werden sie eure Richter sein . ||| 20 Wenn ich aber die Dämonen durch den Finger Gottes austreibe , so ist ja das Reich Gottes zu euch gekommen ! ||| 21 Wenn der Starke bewaffnet seinen Hof bewacht , so bleibt sein Besitztum in Frieden . ||| 22 Wenn aber der , welcher stärker ist als er , über ihn kommt und ihn überwindet , so nimmt er ihm seine Waffenrüstung , auf die er sich verließ , und verteilt seine Beute . ||| 23 Wer nicht mit mir ist , der ist gegen mich ; und wer nicht mit mir sammelt , der zerstreut ! |||

Die Rückkehr des unreinen Geistes 

( * Kennt ihr das , wenn ihr trocken fastet ( z.B. Intermittierend oder auch im Ramadan etc . ) , oder auch schon sehr lange Zeitperioden Trocken oder Sehr flüssig gefastet habt , und innerlich davon immer wieder sehr unruhig werdet , bevor das Fastenbrechen dann endlich ansteht ? Und werdet ihr dann nicht auch von euch Selbst versucht , zu sagen , ich will lieber wieder ganz normal essen und zurückkehren , ... da erging es mir doch auch irgendwie besser ... , ... und kennt ihr dass , dass wenn euer äußeres Haus schön , sauber , ordentlich und geschmückt ist , und ihr euch so sehr erfreuen könnt , an Geschmack und dabei die Mäßigkeit im Moment ganz und gar vergesst ? ... Doch was ist der Lohn später dann , all dessen ? ... Ist nicht das verloren gegangene , mehr wert gewesen als dieses ? Lasst uns vom Heiligen Geist taufen , und dann auch weiter so gut es eben geht , ausdauernd Ihm , darin wandeln . In Gottes Wort ! ) 

24 Wenn der unreine Geist von dem Menschen ausgefahren ist , so durchzieht er wasserlose Gegenden und sucht Ruhe . 

Und da er sie nicht findet , spricht er : Ich will zurückkehren in mein Haus , aus dem ich weggegangen bin . ||| 

25 Und wenn er kommt , findet er es gesäubert und geschmückt . ||| 26 Dann geht er hin und nimmt sieben andere Geister mit sich ( * weil alles , sein äußeres Haus so schön ist ) , die bösartiger sind als er selbst , und sie ziehen ein und wohnen dort , und es wird der letzte Zustand dieses Menschen schlimmer als der erste . ||| 

27 Es geschah aber , als er dies redete , da erhob eine Frau aus der Volksmenge die Stimme und sprach zu ihm : Glückselig ist der Leib , der dich getragen hat , und die Brüste , die du gesogen hast ! ||| 28 Er aber sprach : Glückselig sind vielmehr die , die Gottes Wort hören und es bewahren ! |||

Das Zeichen des Propheten Jona 

29 Als aber die Volksmenge sich haufenweise herzudrängte , fing er an zu sagen : Dies ist ein böses Geschlecht ! Es fordert ein Zeichen ; aber es wird ihm kein Zeichen gegeben werden als das Zeichen des Propheten Jona . ||| 

30 Denn gleichwie Jona den Niniviten ein Zeichen war , so wird es auch der Sohn des Menschen diesem Geschlecht sein . ||| 

31 Die Königin des Südens wird im Gericht auftreten gegen die Männer dieses Geschlechts und sie verurteilen ; denn sie kam vom Ende der Erde , um die Weisheit Salomos zu hören ; und siehe , hier ist einer , der größer ist als Salomo ! ||| 

32 Die Männer von Ninive werden im Gericht auftreten gegen dieses Geschlecht und werden es verurteilen ; denn sie taten Buße auf die Verkündigung des Jona hin ; und siehe , hier ist einer , der größer ist als Jona ! 

( * Zur Erinnerung : Denn gleichwie Jona drei Tage und drei Nächte im Bauch des Riesenfisches war, so wird der Sohn des Menschen drei Tage und drei Nächte in dem Schoss der Erde sein . )   Matthäus 12: 40 

Die Leuchte des Leibes 

33 Niemand aber zündet ein Licht an und setzt es an einen verborgenen Ort , auch nicht unter den Scheffel , sondern auf den Leuchter , damit die Hereinkommenden den Schein sehen . ||| 34 Das Auge ist die Leuchte des Leibes . Wenn nun dein Auge lauter ist , so ist auch dein ganzer Leib licht ; wenn es aber böse ist , so ist auch dein Leib finster . ||| 35 So habe nun acht , dass das Licht in dir nicht Finsternis ist ! ||| 36 Wenn nun dein ganzer Leib Licht ist , sodass er keinen finsteren Teil mehr hat , so wird er ganz hell sein , wie wenn das Licht mit seinem Strahl dich erleuchtet . |||

Strafrede gegen die Pharisäer und Schriftgelehrten 

37 Und während er redete , bat ihn ein gewisser Pharisäer , bei ihm zu Mittag zu essen . Und er ging hinein und setzte sich zu Tisch . ||| 38 Der Pharisäer aber verwunderte sich , als er sah , dass er sich vor dem Mittagsmahl nicht gewaschen hatte . ||| 39 Da sprach der Herr zu ihm : Nun , ihr Pharisäer , ihr reinigt das Äußere des Bechers und der Schüssel , euer Inneres aber ist voll Raub und Bosheit . ||| 40 Ihr Toren ! Hat nicht der , welcher das Äußere schuf , auch das Innere gemacht ? ||| 41 Gebt nun von dem , was darin ist , Almosen , siehe , so ist euch alles rein ! ||| 42 Aber wehe euch Pharisäern , dass ihr die Minze und die Raute und alles Gemüse verzehntet und das Recht und die Liebe Gottes umgeht ! Dieses sollte man tun , und jenes nicht lassen . |||

 43 Wehe euch Pharisäern , dass ihr den ersten Sitz in den Synagogen und die Begrüßungen auf den Märkten liebt ! ||| 44 Wehe euch , ihr Schriftgelehrten und Pharisäer , ihr Heuchler , dass ihr wie die unkenntlich gewordenen Gräber sei , über welche die Leute dahingehen , ohne es zu wissen ! ||| 

45 Da antwortete einer der Gesetzesgelehrten und sprach zu ihm : Meister , mit diesem Worten schmähst du auch uns ! ||| 46 Er aber sprach : Wehe auch euch Gesetzesgelehrten ! Denn ihr ladet den Menschen unerträgliche Bürden auf , und ihr selbst rührt die Bürden nicht mit einem Finger an . ||| 47 Wehe euch , dass ihr die Grabmäler der Propheten baut ! Eure Väter aber haben sie getötet . ||| 

48 So bestätigt ihr also die Taten eurer Väter und habt wohlgefallen daran ; denn jene haben sie getötet , ihr aber baut ihre Grabmäler . |||

49 Darum hat auch die Weisheit Gottes gesprochen : Ich will Propheten und Apostel zu ihnen senden , und sie werden etliche von ihnen töten und verfolgen , ||| 50 damit von diesem Geschlecht das Blut aller Propheten gefordert werde , das seit Grundlegung der Welt vergossen worden ist , ||| 51 vom Blut Abels an bis zum Blut des Zacharias , der zwischen dem Altar und dem Tempel umkam . Ja , ich sage euch , es wird gefordert werden von diesem Geschlecht ! ||| 

52 Wehe euch Gesetzesgelehrten , denn ihr habt den Schlüssel der Erkenntnis weggenommen ! Ihr selbst seid nicht hineingegangen , und die , welche hineingehen wollten , habt ihr daran gehindert ! ||| 

53 Und als er dies zu ihnen sagte , fingen die Schriftgelehrten und Pharisäer an , ihm hart zuzusetzen und ihn über vieles auszufragen , ||| 34 wobei sie ihm auflauerten und versuchten , etwas aus seinem Mund aufzufangen , damit sie ihn verklagen könnten . |||

Aufruf zum offenen Bekenntnis für Jesus Christus 

12 

Als sich inzwischen das Volk zu Tausenden gesammelt hatte , sodass sie aufeinander traten , begann er zuerst zu seinen Jüngern zu sprechen : Hütet euch vor dem Sauerteig der Pharisäer , welcher die Heuchelei ist ! ||| 2 Es ist aber nicht verdeckt , das nicht aufgedeckt werden wird , und nichts verborgen , das nicht bekannt werden wird . ||| 3 Alles , was ihr im Finstern redet , wird man darum im Licht hören , und was ihr in den Kammern ins Ohr gesprochen habt , wird auf den Dächern verkündigt werden . ||| 4 Ich sage aber euch , meinen Freunden : Fürchtet euch nicht vor denen , die den Leib töten und danach nichts Weiteres tun können . ||| 5 Ich will euch aber zeigen , wen ihr fürchten sollt : Fürchtet den , welcher , nachdem er getötet hat , auch Macht besitzt , in die Hölle zu werfen ! Ja , ich sage euch , den fürchtet ! ||| 6 Verkauft man nicht fünf Sperlinge um zwei Groschen ? Und nicht ein Einziger von ihnen ist vor Gott vergessen . ||| 7 Aber auch die Haare eures Hauptes sind alle gezählt . Darum fürchtet euch nicht ! Ihr seid mehr wert als viele Sperlinge ! ||| 8 Ich sage euch aber ; Jeder , der sich zu mir bekennen wird vor den Menschen , zu dem wird sich auch der Sohn des Menschen bekennen vor den Engeln Gottes ; ||| 9 wer mich aber verleugnet hat vor den Menschen , der wird verleugnet werden vor den Engeln Gottes . ||| 10 Und jedem , der ein Wort reden wird gegen den Sohn des Menschen , dem wird vergeben werden ; wer aber gegen den Heiligen Geist lästert , dem wird nicht vergeben werden . ||| 11 Wenn sie euch aber vor Synagogen und vor die Fürsten und Obrigkeiten führen , so sorgt nicht , wie oder womit ihr euch verteidigen oder was ihr sagen sollt ; ||| 12 denn der Heilige Geist wird euch in derselben Stunde lehren , was ihr sagen sollt . |||

Das Gleichnis vom reichen Narren 

13 Es sprach aber einer aus der Volksmenge zu ihm : Meister , sage meinem Bruder , dass er das Erbe mit mir teilen soll ! ||| 14 Er aber sprach zu ihm : Mensch , wer hat mich zum Richter oder Erbteiler über euch gesetzt ? ||| 15 Er sagte aber zu ihnen : Habt acht und hütet euch vor der Habsucht ! Denn niemandes Leben hängt von dem Überfluss ab , den er an Gütern hat . ||| 

Und er sagte ihnen ein Gleichnis und sprach : Das Feld eines reichen Mannes hatte viel Frucht getragen . ||| 17 Und er überlegte bei sich selbst und sprach : Was soll ich tun , da ich keinen Platz habe , wo ich meine Früchte aufspeichern kann ? ||| 18 Und er sprach : Das will ich tun : Ich will meine Scheuen abbrechen und größere bauen und will darin alles , was mir gewachsen ist , und meine Güter aufspeichern ||| 19 und will zu meiner Seele sagen : Seele , du hast einen großen Vorrat auf viele Jahre ; habe nun Ruhe , iss , trink und sei guten Mutes ! ||| 20 Aber Gott sprach zu ihm : Du Narr ! In dieser Nacht wird man deine Seele von dir fordern ; und wem wird gehören , was du bereitet hast ? ||| 

21 So geht es dem , der für sich selbst Schätze sammelt und nicht reich ist für Gott ! |||

Von unnützen Sorgen 

22 Und er sprach zu seinen Jüngern : Darum sage ich euch : Sorgt euch nicht um euer Leben , was ihr essen sollt , noch um den Leib , was ihr anziehen sollt . ||| 23 Das Leben ist mehr als die Speise und der Leib mehr als die Kleidung . ||| 24 Betrachtet die Raben ! Sie säen nicht und ernten nicht , sie haben weder Speicher noch Scheunen , und Gott nährt sie doch . Wie viel mehr seid ihr wert als die Vögel ! ||| 25 Wer aber von euch kann durch sein Sorgen zu seiner Lebenslänge eine einzige Elle hinzusetzen ? ||| 26 Wenn ihr nun nicht einmal das Geringste vermögt , was sorgt ihr euch um das Übrige ? ||| 27 Betrachtet die Lilien , wie sie wachsen ! Sie mühen sich nicht und spinnen nicht ; ich sage euch aber ; Selbst Salomo in all seiner Herrlichkeit ist nicht gekleidet gewesen wie eine von ihnen ! ||| 28 Wenn aber Gott das Gras auf dem Feld , das heute steht und morgen in den Ofen geworfen wird , so kleidet , wie viel mehr euch , ihr Kleingläubigen ! ||| 29 Und ihr sollt auch nicht danach trachten , was ihr essen oder was ihr trinken sollt ; und beunruhigt euch nicht ! ||| 30 Denn nach all diesem trachten die Heidenvölker der Welt ; euer Vater aber weiß dass ihr diese Dinge benötigt . ||| 31 Trachtet vielmehr nach dem Reich Gottes , so wird euch dies alles hinzugefügt werden ! ||| 32 Fürchte dich nicht , du kleine Herde ; denn es hat eurem Vater gefallen , euch das Reich zu geben . ||| 33 Verkauft eure Habe und gebt Almosen ! Macht euch Beutel , die nicht veralten , einen Schatz , der nicht vergeht , im Himmel , wo kein Dieb hinkommt und keine Motte ihr Zerstörungswerk treibt . ||| 

34 Denn wo euer Schatz ist , da wird auch euer Herz sein . |||

Ermahnung zur Wachsamkeit 

35 Eure Lenden sollen umgürtet sein und eure Lichter brennend ; ||| 36 und seid Menschen gleich , die ihren Herrn erwarten , wenn er von der Hochzeit ( *nach dem Fastenbrechen und evtl. der anschließenden Niederlegung ) aufbrechen wird , damit , wenn er kommt und anklopft , sie ihm sogleich auftun . ||| 37 Glückselig sind jene Knechte , welche der Herr , wenn er kommt , wachend finden wird ! ||| Wahrlich , ich sage euch : Er wird sich schürtzen und sie zu Tisch führen und hinzutreten und sie bedienen . ||| 38 Und wenn er in der zweiten Nachtwache kommt oder in der dritten Nachtwache kommt und sie so findet , glückselig sind jene Knechte ! |||

39 Das aber erkennt : Wenn der Hausherr wüsste , zu welcher Stunde der Dieb käme , so würde er wachen und nicht in sein Haus einbrechen lassen . ||| 40 Darum seid auch ihr bereit ! Denn der Sohn des Menschen kommt zu einer Stunde , da ihr es nicht meint . ||| 41 Da sprach Petrus zu ihm : Herr , sagst du dieses Gleichnis für uns oder auch für alle ? ||| 

42 Der Herr aber sprach : Wer ist wohl der treue und kluge Haushalter , den der Herr über seine Dienerschaft setzen wird , damit er ihnen zur rechten Zeit die verordnete Speise gibt ? ||| 

43 Glückselig ist jener Knecht , den sein Herr , wenn er kommt , bei solchem Tun finden wird ! |||

 44 Wahrlich , ich sage euch : Er wird ihn über alle seine Güter setzen . ||| 

45 Wenn aber jener Knecht in seinem Herzen spricht : Mein Herr säumt zu kommen ! und anfängt , die Knechte und die Mägde zu schlagen , auch zu essen und zu trinken und sich zu berauschen , ||| 46 so wird der Herr jenes Knechtes an einem Tag kommen , da er es nicht erwartet , und zu einer Stunde , die er nicht kennt und wird ihn entzweihauen und ihm sein Teil mit den Ungläubigen geben . ||| 47 Der Knecht aber , der den Willen seines Herrn kannte und sich nicht bereithielt und auch nicht nach seinem Willen tat , wird viele Schläge erleiden müssen ; ||| 48 wer ihn aber nicht kannte und doch tat , was Schläge verdient , der wird wenig Schläge erleiden müssen . 

Denn wem viel gegeben ist , bei dem wird man viel suchen ; und wem viel anvertraut ist , von dem wird man desto mehr fordern . |||

 

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