Die Freilassung von Paulus und Silas 

35 Als es aber Tag wurde , sandten die Hauptleute die Gerichtsdiener mit dem Befehl : Lass jene Leute frei ! ||| 36 Da verkündete der Kerkermeister dem Paulus diese Worte : Die Hauptleute haben die Anweisung gesandt , dass man euch freilassen soll . So geht nun hinaus und zieht hin in Frieden ! ||| 37 Paulus aber sprach zu ihnen : Sie haben uns , die wir Römer sind , ohne Urteil öffentlich geschlagen und ins Gefängnis geworfen , und jetzt schicken sie uns heimlich fort ? Nicht so ; sondern sie mögen selbst kommen und uns hinausführen ! ||| 38 Da verkündigten die Gerichtsdiener diese Worte den Hauptleuten ; und diese fürchteten sich , als sie hörten , dass sie Römer seien . ||| 39 Und sie kamen und redeten ihnen zu und führten sie hinaus und baten sie , die Stadt zu verlassen . ||| 40 Da verließen sie das Gefängnis und begaben sich zu Lydia ; und als sie die Brüder sahen , trösteten sie sie und zogen fort . |||

Paulus und Silas in Thessalonich 

17 

Sie reisten aber durch Amphipolis und Apollonia und kamen nach Thessalonich , wo eine Synagoge der Juden war . ||| 2 Paulus aber ging nach seiner Gewohnheit zu ihnen hinein und redete an drei Sabbaten mit ihnen aufgrund der Schriften , ||| 3 indem er erläuterte und darlegte , dass der Christus leiden und aus den Toten auferstehen musste , und ( sprach ) : Dieser Jesus , den ich euch verkündige , ist der Christus ! ||| 4 Und etliche von ihnen wurden überzeugt und schlossen sich Paulus und Silas an , auch eine große Menge der gottesfürchtigen Griechen sowie nicht wenige der vornehmsten Frauen . ||| 5 Aber die Juden , die sich weigerten zu glauben , wurden voll Neid und gewannen etliche boshafte Leute vom Straßenpöbel , erregten einen Auflauf und brachten die Stadt in Aufruhr ; und sie drangen auf das Haus Jasons ein und suchten sie , um sie vor die Volksmenge zu führen . ||| 6 Als sie sie aber nicht fanden , schleppten sie den Jason und etliche Brüder vor die Obersten der Stadt und schrien : Diese Leute , die die ganze Welt in Aufruhr versetzen , sind jetzt auch hier ; ||| 7 Jason hat sie aufgenommen ! Und doch handeln sie alle gegen die Verordnungen des Kaisers , indem sie sagen , ein anderer sei König , nämlich Jesus ! ||| 8 Sie brachten aber die Menge und die Stadtobersten , welche dies hörten , in Aufregung , ||| 9 sodass sie Jason und die übrigen ( nur ) gegen Bürgschaft freiließen . |||

Die Aufnahme des Evangeliums in Beröa 

10 Die Brüder aber schickten sogleich während der Nacht Paulus und Silas nach Beröa , wo sie sich nach ihrer Ankunft in die Synagoge der Juden begaben . ||| 11 Diese aber waren edler gesinnt als die in Thessalonich und nahmen das Wort mit aller Bereitwilligkeit auf ; und sie forschten täglich in der Schrift , ob es sich so verhalte . ||| 12 Es wurden deshalb viele von ihnen gläubig , auch nicht wenige der angesehenen griechischen Frauen und Männer . ||| 13 Als aber die Juden von Thessalonich erfuhren , dass auch in Beröa das Wort Gottes von Paulus verkündigt wurde , kamen sie auch dorthin und stachelten die Volksmenge auf . ||| 14 Daraufhin sandten die Brüder den Paulus sogleich fort , damit er bis zum Meer hin ziehe ; Silas und Timotheus aber blieben dort zurück . ||| 15 Die nun , welche den Paulus geleiteten , brachten ihn bis nach Athen ; und nachdem sie den Auftrag an Silas und Timotheus empfangen hatten , dass sie so schnell wie möglich zu ihm kommen sollten , zogen sie fort . |||

Paulus in Athen 

( * In Ermahnung an den Götzendienst )

16 Während aber Paulus in Athen auf sie wartete , ergrimmte sein Geist in ihm , da er die Stadt so voller Götzenbilder sah . ||| 17 Er hatte nun in der Synagoge Unterredungen mit den Juden und den Gottesfürchtigen , und auch täglich auf dem Marktplatz mit denen , die gerade dazukamen . ||| 18 Aber etliche der epikureischen und auch der stoischen Philosophen maßen sich mit ihm . Und manche sprachen : Was will dieser Schwätzer wohl sagen ? Andere aber : Er scheint ein Verkündiger fremder Götter zu sein ! Denn er verkündigte ihnen das Evangelium von Jesus und der Auferstehung . ||| 19 Und sie ergriffen ihn und führten ihn zum Areopag und sprachen : Können wir erfahren , was das für eine neue Lehre ist , die von dir vorgetragen wird ? ||| 20 Denn du bringst etwas Fremdartiges vor unsere Ohren ; deshalb wollen wir erfahren , was diese Dinge bedeuten sollen ! ||| 21 Alle Athener nämlich ( *Die Gott nicht alleine anbeten und die Heiligen Schriften nicht kennen , ( und ) sie zu verstehen ) und auch die dort lebenden Fremden vertrieben sich mit nichts anderem so gerne die Zeit als damit , etwas Neues zu sagen und zu hören . |||

Die Verkündigung des Paulus auf dem Areopag 

22 Da stellte sich Paulus in die Mitte des Areopags und sprach : Ihr Männer von Athen , ich sehe , dass ihr in allem sehr auf die Verehrung von Gottheiten bedacht seid ! ||| 23 Denn als ich umherging und eure Heiligtümer besichtigte , fand ich auch einen Altar , auf dem geschrieben stand : " Dem unbekannten Gott" . Nun verkündige ich euch den , welchen ihr verehrt , ihn zu kennen . ||| 24 Der Gott , der die Welt gemacht hat und alles , was darin ist , er , der Herr des Himmels und der Erde ist , wohnt nicht in den Tempeln , die von Händen gemacht sind ; ||| 25 er lässt sich auch nicht von Menschenkindern bedienen , als ob er etwas benötigen würde , da er doch selbst allen Leben und Odem und alles gibt . ||| 26 Und er hat aus einem Blut jedes Volk der Menschheit gemacht , dass sie auf dem ganzen Erdboden wohnen sollen , und hat im Voraus verordnete Zeiten und die Grenzen ihres Wohnens bestimmt , ||| 27 damit sie den Herrn suchen sollten , ob sie ihn wohl umhertastend wahrnehmen und finden möchten ; und doch ist er ja jedem Einzelnen von uns nicht ferne ; ||| 28 denn " in ihm leben , weben und und sind wir" , wie auch einige von euren Dichtern gesagt haben : " Denn auch wir sind von seinem Geschlecht ." ||| 29 Da wir nun von göttlichem Geschlecht sind , dürfen wir nicht meinen , die Gottheit sei dem Gold oder Silber oder Stein gleich , einem Gebilde menschlicher Kunst und Erfindung . ||| 30 Nun hat zwar Gott über die Zeiten der Unwissenheit hinweggesehen , jetzt aber gebietet er allen Menschen überall , Buße zu tun , ||| 31 weil er einen Tag festgesetzt hat , an dem er den Erdkreis in Gerechtigkeit richten wird durch einen Mann , den er dazu bestimmt hat und den er für alle beglaubigte , indem er ihn aus den Toten auferweckt hat . ||| 32 Als sie aber von der Auferstehung der Toten hörten , spotteten die einen , die anderen aber sprachen : Wir wollen dich darüber nochmals hören ! ||| 33 Und so ging Paulus aus ihrer Mitte hinweg . ||| 34 Einige Männer aber schlossen sich ihm an und wurden gläubig , unter ihnen auch Dionysius , der ein Mitglied des Areopags war , und eine Frau namens Damaris , und andere mit ihnen . ||| 

Paulus in Korinth 

18 

Danach aber verließ Paulus Athen und kam nach Korinth . ||| 2 Und dort fand er einen Juden namens Aquila , aus Pontius gebürtig , der vor Kurzem mit seiner Frau Priscilla aus Italien gekommen war , weil Claudius befohlen hatte , dass alle Juden Rom verlassen sollten ; zu diesen ging er , ||| 3 und weil er das gleiche Handwerk hatte , blieb er bei ihnen und arbeitete ; sie waren nämlich von Beruf Zeltmacher . ||| 4 Er hatte aber jeden Sabbat Unterredungen in der Synagoge und überzeugte Juden und Griechen . ||| 5 Als aber Silas und Timotheus aus Mazedonien ankamen , wurde Paulus durch den Geist gedrängt , den Juden zu bezeugen , dass Jesus der Christus ist . ||| 6 Als sie aber widerstrebten und lästerten , schüttelte er die Kleider aus und sprach zu ihnen : Euer Blut sei auf eurem Haupt ! Ich bin rein davon ; von nun an gehe ich zu den Heiden ! ||| 7 Und er ging von dort weg und begab sich in das Haus eines gottesfürchtigen Mannes mit Namen Justus , dessen Haus an die Synagoge stieß . ||| 8 Krispus aber , der Synagogenvorsteher , wurde an den Herrn gläubig samt seinem ganzen Haus ; auch viele Korinther , die zuhörten , wurden gläubig und ließen sich taufen . ||| 9 Und der Herr sprach durch ein Gesicht in der Nacht zu Paulus : Fürchte dich nicht , sondern rede und schweige nicht ! ||| 10 Denn ich bin mit dir , und niemand soll sich unterstehen , dir zu schaden ; denn ich habe ein großes Volk in dieser Stadt ! ||| 11 Und er blieb ein Jahr und sechs Monate dort und lehrte unter ihnen das Wort Gottes . ||| 12 Als aber Gallion Statthalter von Achaja war , traten die Juden einmütig gegen Paulus auf und führten ihn vor den Richterstuhl ||| 13 und sprachen : Dieser überredet die Leute zu einem gesetzwidrigen Gottesdienst ! ||| 14 Als aber Paulus den Mund öffnen wollte , sprach Gallion zu den Juden : Wenn es sich nun um eine Verbrechen oder um eine böse Schändlichkeit handeln würde , ihr Juden , so hätte ich euch vernünftigerweise zugelassen ; ||| 15 wenn es aber eine Streitfrage über eine Lehre und über Namen und über euer Gesetz ist , so seht ihr selbst danach , denn darüber will ich nicht Richter sein ! ||| 16 Und er wies sie vom Richterstuhl hinweg . ||| 17 Da ergriffen alle Griechen Sosthenes , den Synagogenvorsteher , und schlugen ihn vor dem Richterstuhl ; und Gallion kümmerte sich nicht weiter darum . |||

Die Rückreise nach Antiochia 

18 Nachdem aber Paulus noch viele Tage dort verblieben war , nahm er von den Brüdern Abschied und segelte nach Syrien , und mit ihm Priscilla und Aquila , nachdem er sich in Kenchreä das Haupt hatte scheren lassen ; denn er hatte ein Gelübte . ||| 19 Und er gelangte nach Ephesus und ließ jene dort zurück ; er selbst aber ging in die Synagoge und hatte Gespräche mit den Juden . ||| 20 Als sie ihn aber baten , längere Zeit bei ihnen zu bleiben , willigte er nicht ein , ||| 21 sondern nahm Abschied von ihnen , indem er sprach : Ich muss unter allen Umständen das bevorstehende Fest in Jerusalem feiern ; ich werde aber wieder zu euch zurückkehren , so Gott will ! Und er segelte von Ephesus ab ; ||| 22 und als er in Cäsarea gelandet war , zog er hinaus und grüßte die Gemeinde und ging dann hinab nach Antiochia . |||

Die dritte Missionsreise . 
Apollos in Ephesus . 

23 Und nachdem er einige Zeit dort zugebracht hatte , zog er weiter und durchreiste nacheinander das Gebiet von Galatien und Phrygien und stärkte alle Jünger . ||| 24 Aber ein Jude mit Namen Apollos , aus Alexandria gebürtig , kam nach Ephesus , ein beredter Mann , der mächtig war in den Schriften . ||| 25 Dieser war unterwiesen im Weg des Herrn und feurig im Geist ; er redete und lehrte genau über das , was den Herrn betrifft , kannte aber nur die Taufe des Johannes . ||| 26 Und er fing an , öffentlich in der Synagoge aufzutreten . Als nun Aquila und Priscilla ihn hörten , nahmen sie ihn zu sich und legten ihm den Weg Gottes noch genauer aus . ||| 27 Als er aber nach Achaja hinübergehen wollte , ermunterten ihn die Brüder und schrieben an die Jünger , dass sie ihn aufnehmen sollten . Und als er dort ankam , war er eine große Hilfe für die , welche durch die Gnade gläubig geworden waren . ||| 28 Denn er widerlegte die Juden öffentlich mit großer Kraft , indem er durch die Schriften bewies , dass Jesus der Christus ist . |||

Paulus in Ephesus . Die Jünger des Johannes . 

19 

Es geschah aber , während Apollos in Korinth war , dass Paulus , nachdem er die höher gelegenen Gebiete durchzogen hatte , nach Ephesus kam . Und als er einige Jünger fand , ||| 2 sprach er zu ihnen : Habt ihr den Heiligen Geist empfangen , als ihr gläubig wurdet ? Sie aber antworteten ihm . Wir haben nicht einmal gehört , dass der Heilige Geist da ist ! ||| 3 Und er sprach zu ihnen : Worauf seid ihr denn getauft worden ? Sie aber erwiderten : Auf die Taufe des Johannes . ||| 4 Da sprach Paulus : Johannes hat mit einer Taufe und Buße getauft und dem Volk gesagt , dass sie an den glauben sollten , der nach ihm kommt , das heißt an den Christus Jesus . ||| 5 Als sie das hörten , ließen sie sich taufen auf den Namen des Herrn Jesus . ||| 6 Und als Paulus ihnen die Hände auflegte , kam der Heilige Geist auf sie , und sie redeten in Sprachen und weissagten . ||| 7 Es waren aber im Ganzen etwa zwölf Männer . |||

Die Verkündigung des Evangeliums und begleitete Zeichen und Wunder 

8 Und er ging in die Synagoge und trat öffentlich auf , indem er drei Monate lang Gespräche führte und sie zu überzeugen versuchte von dem , was das Reich Gottes betrifft . ||| 9 Da aber etliche sich verstockten und sich weigerten zu glauben , sondern den Weg vor der Menge verleumdeten , trennte er sich von ihnen und sonderte die Jünger ab und hielt täglich Lehrgespräche in der Schule eines gewissen Tyrannus . ||| 10 Das geschah zwei Jahre lang , sodass alle , die in ( der Provinz ) Asia wohnten , das Wort des Herrn Jesus hörten , sowohl Juden als auch Griechen . ||| 11 Und Gott wirkte ungewöhnliche Wunder durch die Hände des Paulus , ||| 12 sodass sogar Schweißtücher oder Gürtel von seinem Leib zu den Kranken gebracht wurden und die Krankheiten von ihnen gewichen und die bösen Geister von ihnen ausfuhren . ||| 

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(* mit den Geistern ist nicht zu "spaßen" , sie ohne entsprechende Vollmacht heraus zu fordern ) 

13 Es versuchten aber etliche von den umherziehenden jüdischen Beschwörern , über denen , die böse Geister hatten , den Namen des Herrn Jesus zu nennen , indem sie sagten : Wir beschwören euch bei dem Jesus den Paulus verkündigt ! ||| 14 Es waren aber sieben Söhne eines jüdischen Hohenpriesters Skevas , die dies taten . ||| 15 Aber der böse Geist antwortete und sprach : Jesus kenne ich , und von Paulus weiß ich ; wer aber seid ihr ? ||| 16 Und der Mensch , in dem der böse Geist war , sprang auf sie los , und er überwältigte sie und zeigte ihnen dermaßen seine Kraft , dass sie entblößt und verwundert aus jedem Haus flohen . ||| 17 Das aber wurde allen bekannt , die in Ephesus wohnten , sowohl Juden als auch Griechen . Und Furcht fiel auf sie alle , und der Name des Herrn Jesus wurde hochgepriesen . ||| 18 Und viele von denen , die gläubig geworden waren , kamen und bekannten und erzählten ihre Taten . ||| 

19 Viele aber von denen , die Zauberkünste getrieben hatten , trugen die Bücher zusammen und verbrannten sie vor allen ; und sie berechneten ihren Wert und kamen auf 50000 Silberlinge . ||| 20 So breitete sich das Wort des Herrn mächtig aus und erwies sich als kräftig . ||| 

21 Nachdem aber diese Dinge ausgerichtet waren , nahm sich Paulus im Geist vor , zuerst durch Mazedonien und Achaja zu ziehen und dann nach Jerusalem zu reisen , indem er sprach : Wenn ich dort gewesen bin , muss ich auch Rom sehen ! ||| 22 Und er sandte zwei seiner Gehilfen , Timotheus und Erastus , nach Mazedonien und hielt sich noch eine Zeit lang in ( der Provinz ) Asia auf . |||

Der Aufruhr in Ephesus 

23 Aber um jene Zeit entstand ein nicht unbedeutender Aufruhr um des Weges willen . ||| 24 Denn ein gewisser Mann namens Demetrius , ein Silberschmied , verfertigte silberne Tempel der Diana und verschaffte den Künstlern beträchtlichen Gewinn . |||  25 Diese versammelte er samt den Arbeitern desselben Faches und sprach : Ihr Männer , ihr wisst , dass von diesem Gewerbe unser Wohlstand kommt . ||| 26 Und ihr seht und hört , dass dieser Paulus nicht allein in Ephesus , sondern fast in ganz Asia eine große Menge überredet und umgestimmt hat , indem er sagt , dass es keine Götter gebe , die mit Händen gemacht werden . ||| 27 Aber es besteht nicht nur die Gefahr , dass dieses unser Geschäft in Verruf kommt , sondern auch , dass der Tempel der größten Göttin Diana für nichts geachtet und zuletzt auch ihre Majestät gestürzt wird , die doch ganz Asia und der Erdkreis verehrt ! ||| 28 Als sie das hörten , wurden sie voll Zorn und schrien : Groß ist die Diana der Epheser ! ||| 29 Und die ganze Stadt kam in Verwirrung , und sie stürmten einmütig ins Theater und zerrten die Mazedonier Gajus und Aristarchus , die Reisegefährten des Paulus , mit sich . ||| 30 Als aber Paulus unter die Volksmenge gehen wollte , ließen es ihm die Jünger nicht zu . ||| 31 Auch etliche der Asiarchen , die ihm wohlgesonnen waren , sandten zu ihm und baten ihn , sich nicht ins Theater zu begeben . ||| 32 ( Hier ) schrie nun alles durcheinander ; denn die Versammlung war in der größten Verwirrung , und die Mehrzahl wusste nicht , aus welchem Grund sie zusammengekommen waren . ||| 33 Da zogen sie aus der Volksmenge den Alexander hervor , da die Juden ihn verschoben . Und Alexander gab mit der Hand ein Zeichen und wollte sich von dem Volk verantworten . ||| 34 Als sie aber vernahmen , dass er ein Jude sei , schrien sie alle wie aus einem Mund etwa zwei Stunden lang : Groß ist die Diana der Epheser ! ||| 35 Da beruhigte der Stadtschreiber die Menge und sprach : Ihr Männer von Ephesus , wo ist denn ein Mensch , der nicht wüsste , dass die Stadt Ephesus die Tempelpflegerin der großen Diana und des vom Himmel gefallenen ( Bildes ) ist ? ||| 36 Da nun dies unwidersprechlich ist , so solltet ihr euch ruhig verhalten und nichts Übereiltes tun . ||| 37 Denn ihr habt diese Männer hergeführt , die weder Tempelräuber sind , noch eure Göttin gelästert haben . ||| 38 Wenn aber Demetrius und die Künstler , die mit ihm sind , gegen jemand eine Klage haben , so werden Gerichtstage gehalten , und es sind Statthalter da ; sie mögen einander verklagen ! ||| 39 Habt ihr aber ein Begehren wegen anderer Angelegenheiten , so wird es in der gesetzlichen Versammlung erledigt werden . ||| 40 Denn wir stehen in Gefahr , dass wir wegen des heutigen Tages des Aufruhrs angeklagt werden , weil kein Grund vorliegt , womit wir diese Zusammenrottung entschuldigen könnten ! ||| 41 Und als er das gesagt hatte , entließ er die Versammlung . |||

Paulus in Mazedonien und Griechenland 

20 

Nachdem sich aber der Tumult gelegt hatte , rief Paulus die Jünger zu sich  , und als er Abschied von ihnen genommen hatte , zog er fort , um nach Mazedonien zu reisen . ||| 2 Und nachdem er jene Gebiete durchzogen und sie mit vielen Worten ermahnt hatte , kam er nach Griechenland . ||| 3 Und er brachte dort drei Monate zu ; und da ihm die Juden nachstellten , als er nach Syrien abfahren wollte , entschloss er sich , über Mazedonien zurückkehren . ||| 4 Es begleiteten ihn aber bis nach ( der Provinz ) Asia Sopater von Beröa , von den Thessalonichern Aristarchus und Sekundus , und Gajus von Derbe und Timotheus , aus Asia aber Tychikus und Trophimus . ||| 5 Die gingen voraus und warteten auf uns in Troas . |||

In Troas . Die Auferweckung des Eutychus 

6 Wir aber fuhren nach den Tagen der ungesäuerten Brote von Philippi ab und kamen in fünf Tagen zu ihnen nach Troas , wo wir uns sieben Tage aufhielten . ||| 7 Am ersten Tag der Woche aber , als die Jünger versammelt waren , um das Brot zu brechen , unterredete sich Paulus mit ihnen , da er am folgenden Tag abreisen wollte , und er dehnte die Rede bis zur Mitternacht aus . ||| 8 Es waren aber zahlreiche Lampen in dem Obersaal , wo sie versammelt waren . ||| 9 Und ein junger Mann namens Eutychus saß am Fenster ; der sank in einen tiefen Schlaf ; während Paulus weiterredete , fiel er , vom Schlaf überwältigt , vom dritten Stock hinab und er warf sich über ihn , umfasste ihn und sprach : Macht keinen Lärm ; denn seine Seele ist in ihm ! ||| 11 Und er ging wieder hinauf und brach Brot , aß und unterredete sich noch lange mit ihnen , bis der Tag anbrach , und zog dann fort . ||| 12 Sie brachten aber den Knaben lebendig herbei und waren nicht wenig getröstet . |||

Weiterreise nach Milet 

13 Wir aber gingen voraus zum Schiff und fuhren nach Assus , um dort Paulus an Bord zu nehmen ; denn so hatte er es angeordnet , weil er zu Fuß reisen wollte . ||| 14 Als er aber in Assus mit uns zusammentraf , nahmen wir ihn an Bord und kamen nach Mitylene . ||| 15 Und von dort segelten wir ab und kamen am folgenden Tag auf die Höhe von Chios ; tags darauf aber fuhren wir nach Samos , und nach einem Aufenthalt in Trogyllium gelangten wir am nächsten Tag nach Milet . ||| 16 Paulus hatte nämlich beschlossen , an Ephesus vorbeizusegeln , damit er in ( der Provinz ) Asia nicht zu viel Zeit verbringen müsste ; denn er beeilte sich , um möglichst am Tag der Pfingsten in Jerusalem zu sein . |||

Die Abschiedsrede des Paulus an die Ältesten von Ephesus 

17 Von Milet aber sandte er nach Ephesus und ließ die Ältesten der Gemeinde herüberufen . ||| 18 Und als sie zu ihm gekommen waren , sprach er zu ihnen : Ihr wisst , wie ich mich vom ersten Tag an , als ich Asia betrat , die ganze Zeit unter euch verhalten habe , ||| 19 dass ich dem Herrn diente mit aller Demut , unter vielen` Tränen und Anfechtungen , die mir widerfuhren durch die Nachstellungen der Juden ; ||| 20 und wie ich nichts verschwiegen habe von dem , was nützlich ist , sondern es euch verkündigt und euch gelehrt habe , öffentlich und in den Häusern , ||| 21 indem ich Juden und Griechen die Buße zu Gott und den Glauben an unseren Herrn Jesus Christus bezeugt habe . ||| 22 Und siehe , jetzt reise ich gebunden im Geist nach Jerusalem , ohne zu wissen , was mir dort begegnen wird , ||| 23 außer dass der Heilige Geist von Stadt zu Stadt Zeugnis gibt und sagt , dass Fesseln und Bedrängnisse auf mich warten . ||| 24 Aber auf das alles nehme ich keine Rücksicht ; mein Leben ist mir auch selbst nicht teuer , denn es gilt meinen Lauf mit Freuden zu vollenden und den Dienst , den ich von dem Herrn Jesus empfangen habe , nämlich das Evangelium der Gnade Gottes zu bezeugen . ||| 25 Und nun siehe , ich weiß , dass ihr mein Angesicht nicht mehr sehen werdet , ihr alle , bei denen ich umhergezogen bin und das Reich Gottes verkündigt habe . ||| 26 Darum bezeuge ich euch am heutigen Tag , dass ich rein bin von aller Blut . ||| 27 Denn ich habe nichts verschwiegen , sondern habe euch den ganzen Ratschluss Gottes verkündigt . ||| 28 So habt nun acht auf euch selbst und auf die ganze Herde , in welcher der Heilige Geist euch zu Aufsehern gesetzt hat , um die Gemeinde Gottes zu hüten , die er durch sein eigenes Blut erworben hat ! ||| 29 Denn das weiß ich , dass nach meinem Abschied räuberische Wölfe zu euch hineinkommen werden , die die Herde nicht schonen ; ||| 30 und aus eurer eigenen Mitte werden Männer aufstehen , die verkehrte Dinge reden , um die Jünger anzuziehen in ihre Gefolgschaft . ||| 31 Darum wacht und denkt daran , dass ich drei Jahre lang Tag und Nacht nicht aufgehört habe , jedem Einzelnen unter Tränen zu ermahnen . ||| 32 Und nun , Brüder , übergebe ich euch Gott und dem Wort seiner Gnade , dass die Kraft hat , euch aufzuerbauen und ein Erbteil zu geben unter allen Geheiligten . ||| 33 Silber und Gold oder Kleidung habe ich von niemand begehrt ; ||| 34 ihr wisst ja selbst , dass diese Hände für meine Bedürfnisse und für diejenigen meiner Gefährten gesorgt haben . ||| 35 In allem habe ich euch gezeigt , dass man so arbeiten und sich der Schwachen annehmen soll , eingedenk der Worte des Herrn Jesus , der selbst gesagt hat : Geben ist glückseliger als Nehmen ! ||| 36 Und nachdem er dies gesagt hatte , kniete er nieder und betete mit ihnen allen . ||| 37 Da weinten alle sehr , fielen Paulus um den Hals und küssten ihn , ||| 38 am meisten betrübt über das Wort , das er gesagt hatte , dass sie sein Angesicht nicht mehr sehen würden . Und sie geleiteten ihn zum Schiff . |||

Weiterreise nach Tyrus 

21 Als wir uns von ihnen losgerissen hatten und schließlich abgefahren waren , kamen wir geradewegs nach Kos und am folgenden Tag nach Rhodos und von da nach Patara . ||| 2 Und als wir ein Schiff fanden , das nach Phönizien fuhr , stiegen wir ein und fuhren ab . ||| 3 Als wir aber Zypern erblickten , ließen wir es links liegen , fuhren nach Syrien und gelangten nach Tyrus ; denn dort sollte das Schiff die Fracht ausladen . ||| 4 Und als wir die Jünger gefunden hatten , blieben wir sieben Tage dort ; und sie sagten dem Paulus durch den Geist , er solle nicht nach Jerusalem hinaufziehen . ||| 5 Als wir schließlich diese Tage vollendet hatten , brachen wir auf und zogen fort , wobei sie uns alle mit Frau und Kind bis vor die Stadt hinaus begleiteten ; und wir knieten am Meeresstrand nieder und beteten . ||| 6 Und nachdem wir voneinander Abschied genommen hatten , stiegen wir in das Schiff ; sie aber kehrten wieder nach Hause zurück . |||

Paulus in Ptolemais und Cäsarea 

7 Und wir beendigten die Fahrt , die wir in Tyrus begonnen hatten , und kamen nach Ptolemais und begrüßten die Brüder und blieben einen Tag bei ihnen . ||| 8 Am folgenden Tag aber zogen wir , die wir Paulus begleiteten , fort und kamen nach Cäsarea ; und wir gingen in das Haus des Evangelisten Philippus , der einer von den Sieben war , und blieben bei ihm . ||| 9 Dieser hatte vier Töchter , Jungfrauen , die weissagten . ||| 10 Als wir uns aber mehrere Tage dort aufhielten , kam aus Judäa ein Prophet namens Agabus herab . ||| 11 Der kam zu uns , nahm den Gürtel des Paulus und band sich die Hände und die Füße und sprach : So spricht der Heilige Geist : Den Mann , dem dieser Gürtel gehört , werden die Juden in Jerusalem so binden und in die Hände der Heiden ausliefern ! ||| 12 Als wir aber dies hörten , baten sowohl wir als auch die Einheimischen , dass er nicht nach Jerusalem hinaufziehen solle . ||| 13 Aber Paulus antwortete : Was tut ihr da , dass ihr weint und mir das Herz brecht ? Ich bin bereit , mich in Jerusalem nicht nur binden zu lassen , sondern auch zu sterben für den Namen des Jesus ! (* Gedenke hier auch Petrus , der Jesus verriet , nachdem er des selbigen sagte )  ||| 14 Und da er sich nicht überreden ließ , beruhigten wir uns und sprachen : Der Wille des Herrn geschehe ! ||| 15 Nach diesen Tagen aber machten wir uns reisefertig und zogen hinauf nach Jerusalem . ||| 16 Es gingen aber auch etliche Jünger aus Cäserea mit uns , die brachten uns zu einem gewissen Mnason aus Zypern , einem alten Jünger , bei dem wir als Gäste wohnen sollten . |||

Paulus in Jerusalem 

17 Und als wir in Jerusalem angekommen waren , nahmen uns die Brüder mit Freuden auf . ||| 18 Am folgenden Tag aber ging Paulus mit uns zu Jakobus , und alle Ältesten fanden sich ein . ||| 19 Und nachdem er sie begrüßt hatte , erzählte er alles bis ins Einzelne , was Gott unter den Heiden durch seinen Dienst getan hatte . ||| 20 Sie aber priesen den Herrn , als sie dies hörten ; und sie sprachen zu ihm : Bruder , du siehst , welch große Zahl von Juden gläubig geworden ist , und alle sind Eiferer für das Gesetz . ||| 21 Es ist ihnen aber über dich berichtet worden , du würdest alle Juden , die unter den Heiden sind , den Abfall von Mose lehren und sagen , sie sollten ihre Kinder nicht beschneiden und nicht nach den Gebräuchen wandeln . ||| 22 Was ist nun zu tun ? Auf jeden Fall muss die Menge zusammenkommen ; denn sie werden hören , dass du gekommen bist . ||| 23 So tue nun das , was wir dir sagen : Wir haben vier Männer , die ein Gelübte auf sich haben ; ||| 24 diese nimm zu dir , lass dich reinigen mit ihnen und trage die Kosten für sie , dass sie das Haupt scheren lassen ; so können alle erkennen , dass nichts ist , sondern dass auch du ordentlich wandelst und das Gesetz hältst . ||| 25 Was aber die gläubig gewordenen Heiden betrifft , so haben wir ( ja ) geschrieben und angeordnet , dass sie von alledem nichts zu befolgen haben , sondern sich nur hüten sollen vor dem Götzenopfer und dem Blut und vor Ersticktem und Unzucht . ||| 26 Da nahm Paulus die Männer zu sich und ging am folgenden Tag , nachdem er sich hatte reinigen lassen , mit ihnen in den Tempel und kündigte die Erfüllung der Tage der Reinigung an , bis für jeden von ihnen das Opfer dargebracht werden sollte . |||

Paulus wird im Tempel gefangen genommen 

27 Als aber die sieben Tage zu ende gingen , brachten die Juden aus ( der Provinz  ) Asia , die ihn im Tempel sahen , die ganze Volksmenge in Aufruhr und legten Hand an ihn ||| 28 und schrien : Ihr israelitischen Männer , kommt zu Hilfe ! Das ist der Mensch , der überall jedermann lehrt gegen das Volk und das Gesetz und diese Stätte . Dazu hat er auch noch Griechen in den Tempel geführt und diese heilige Stätte entweiht ! ||| 29 Sie hatten nämlich vorher in der Stadt den Epheser Trophimus mit ihm gesehen und meinten , Paulus habe ihn in den Tempel geführt . ||| 30 Da kam die ganze Stadt in Bewegung , und es entstand ein Volksauflauf ; und sie ergriffen den Paulus und schleppten ihn zum Tempel hinaus , und sogleich wurden die Türen verschlossen . ||| 31 Als sie ihn aber zu töten suchten , kam die Meldung hinauf zu dem Befehlshaber der Schar , dass ganz Jerusalem in Aufruhr sei . ||| 32 Der nahm sogleich Soldaten und Hauptlehrer mit sich und eilte zu ihnen hinab . Als sie aber den Befehlshaber und die Soldaten sahen , hörten sie auf , den Paulus zu schlagen . ||| 33 Da kam der Befehlshaber herzu und verhaftete ihn und ließ ihn mit zwei Ketten fesseln und erkundigte sich , wer er denn sei und was er getan habe . ||| 34 In der Menge aber schrien die einen dies , die anderen das ; und da er wegen des Tumultes nichts Gewissens erfahren konnte , befahl er , ihn in die Kaserne zu führen . ||| 35 Als er aber an die Stufen kam , musste er von den Soldaten getragen werden wegen der Gewalttätigkeit der Volksmenge . ||| 36 Denn die Masse des Volkes folgte nach und schrie : Hinweg mit ihm ! ||| 37 Und als Paulus in die Kaserne geführt werden sollte , sprach er zu dem Befehlshaber : Darf ich etwas zu dir sagen ? Er aber sprach : Du verstehst Griechisch ? ||| 38 Bist du also nicht der Ägypter , der vor diesen Tagen einen Aufruhr erregte und die 4000 Mann Meuchelmörder in die Wüste hinausführte ? ||| 39 Aber Paulus sprach : Ich bin ein jüdischer Mann aus Tarsus , Bürger einer nicht unberühmten Stadt in Cilicien . Ich bitte dich , erlaube mir , zum Volk zu reden ! ||| 40 Und als er ihm die Erlaubnis gab , stellte sich Paulus auf die Stufen und gab dem Volk ein Zeichen mit der Hand . Und als es ganz still geworden war , redete er sie in hebräischer Sprache an und sagte : |||

Die Rede des Paulus an das jüdische Volk 

22

Ihr Männer , Brüder und Väter , hört jetzt meine Verteidigung vor euch an ! ||| 2 Als sie aber hörten , dass er in hebräischer Sprache zu ihnen redete , wurden sie noch ruhiger ; und er sprach : ||| 3 Ich bin ein jüdischer Mann , geboren in Tarsus in Cilicien , aber erzogen in dieser Stadt , zu den Füßen Gamaliels , unterwiesen in der gewissenhaften Einhaltung des Gesetzes der Väter , und ich war ein Eiferer für Gott , wie ihr alles heute seid . ||| 4 Ich verfolgte diesen Weg bis auf den Tod , indem ich Männer und Frauen band uns ins Gefängnis überlieferte , ||| 5 wie mir auch der Hohepriester und die ganze Ältestenschaft Zeugnis gibt . Von ihnen empfing ich sogar Briefe an die Brüder und zog nach Damaskus , um auch die , welche dort waren , gebunden nach Jerusalem zu führen , damit sie bestraft würden . ||| 6 Es geschah mir aber , als ich auf meiner Reise in die Nähe von Damaskus kam , dass mich am Mittag plötzlich vom Himmel her ein helles Licht umstrahlte . ||| 7 Und ich fiel zu Boden und hörte eine Stimme , die zu mir sprach : Saul ! Saul ! Warum verfolgst du mich ? ||| 8 Ich aber antwortete : Wer bist du , Herr ? Und er sprach zu mir : Ich bin Jesus , der Nazarener , den du verfolgst ! ||| 9 Meine Begleiter aber sahen zwar das Licht und wurden voll Furcht , aber die Stimme dessen , der mit mir redete , hörten sie nicht . ||| 10 Und ich sprach : Was soll ich tun , Herr ? Der Herr sprach zu mir : Steh auf und geh nach Damaskus ! Dort wird man dir alles sagen , was dir zu tun bestimmt ist . ||| 11 Da ich aber wegen des Glanzes jenes Lichtes nicht sehen konnte , wurde ich von meinen Begleitern an der Hand geführt und kam nach Damaskus . ||| 12 Aber ein gewisser Ananaias , ein gottesfürchtiger Mann nach dem Gesetz , der von allen Juden , die dort wohnen , ein gutes Zeugnis hat , ||| 13 der kam zu mir , trat herzu und sprach zu mir : Bruder Saul , werde wieder sehend ! Und zur selben Stunde konnte ich ihn sehen . ||| 14 Er aber sprach : Der Gott unserer Väter hat dich vorherbestimmt , seinen Willen zu erkennen und den Gerechten zu sehen und die Stimme aus seinem Mund zu hören ; ||| 15 denn du sollst bei allen Menschen ein Zeuge für ihn sein von dem , was du gesehen und gehört hast . ||| 16 Und nun , was zögerst du ? Steh auf und lass dich taufen , und lass deine Sünden abwaschen , indem du den Namen des Herrn anrufst ! ||| 17 Es geschah mir aber , als ich nach Jerusalem zurückgekehrt war und im Tempel betete , dass ich in eine Verzückung geriet ||| 18 und Ihn sah , der zu mir sprach : Eile und geh schnell aus Jerusalem fort , denn sie werden dein Zeugnis über mich nicht annehmen ! ||| 19 Und ich sprach : Herr , sie wissen selbst , dass ich die , welche an dich glaubten , ins Gefängnis werden und in die Synagogen schlagen ließ , ||| 20 und dass auch ich dabeistand , als das Blut deines Zeugen Stephanus vergossen wurde , und seiner Hinrichtung zustimmte und die Kleider derer verwahrte , die ihn töteten . ||| 21 Und er sprach zu mir : Geh hin , denn ich will dich in die Ferne zu den Heiden senden ! ||| 22 Sie hörten ihm aber zu bis zu diesem Wort ; und dann erhoben sie ihre Stimme und sprachen : Hinweg mit einem solchen von der Erde ! Denn es darf nicht sein , dass er am Leben bleibt ! |||

Paulus vor dem römischen Befehlshaber 

23 Als sie aber schrien und die Kleider von sich warfen und Staub in die Luft schleuderten , ||| 24 ließ der Befehlshaber ihn in die Kaserne führen und befahl , ihn unter Geißelhieben zu verhören , um zu erfahren , aus welchem Grund sie derart über ihn schrien . ||| 25 Als man ihn aber mit den Riemen festband , sprach Paulus zu dem Hauptmann , der dabeistand : Ist es euch erlaubt , einen Römer zu geißeln , und dazu noch ohne Urteil ? ||| 26 Als der Hauptmann das hörte , ging er hin und meldete es dem Befehlshaber und sprach : Hab acht , was du tun willst , denn dieser Mensch ist ein Römer ! ||| 27 Da kam der Befehlshaber herzu und sprach zu ihm : Sage mir , bist du ein Römer ? Er antwortete : Ich habe dieses Bürgerrecht für eine große Summe erworben . |||  Paulus aber sprach : Ich dagegen bin sogar darin geboren ! ||| 29 Sogleich ließen die , welche ihn gewaltsam verhören wollten , von ihm ab , und auch der Befehlshaber fürchtete sich , nachdem er erfahren hatte , dass er ein Römer war , und weil er ihn hatte fesseln lassen . ||| 30 Da er aber mit Gewissheit erfahren wollte , weshalb er von den Juden angeklagt wurde , ließ er ihm am folgenden Tag die Fesseln abnehmen und befahl den obersten Priestern samt ihrem ganzen Hohen Rat , zu kommen ; und er führte Paulus hinab und stellte ihn vor sie . |||

Paulus vor dem Hohen Rat 

23

Da sah Paulus den Hohen Rat eindringlich an und sprach : Ihr Männer und Brüder , ich habe mein Leben mit allem guten Gewissen vor Gott geführt bis zu diesem Tag . ||| 2 Aber der Hohepriester Ananias befahl den Umstehenden , ihn auf den Mund zu schlagen . | 3 Da sprach Paulus zu ihm : Gott wird dich schlagen , du getünchte Wand ! Du sitzt da , um mich zu richten nach dem Gesetz , und befiehlst , mich zu schlagen gegen das Gesetz ? ||| 4 Die Umstehenden aber sprachen : Schmähst du den Hohenpriester Gottes ? ||| 5 Da sprach Paulus : Ich wusste nicht , ihr Brüder , dass er Hohepriester ist , denn es steht geschrieben : " Über einen Obersten deines Volkes sollst du nichts Böses reden " . ||| 6 Da aber Paulus wusste , dass der eine Teil aus Sadduzäern , der andere aus Pharisäern bestand , rief er in die Ratsversammlung hinein : Ihr Männer und Brüder , ich bin ein Pharisäer und der Sohn eines Pharisäers ; wegen der Hoffnung auf die Auferstehung der Toten werde ich gerichtet ! ||| 7 Als er aber dies sagte , entstand ein Streit zwischen den Pharisäern und den Sadduzäern , und die Versammlung spaltete sich . ||| 8 Die Sadduzäer sagen nämlich , es gebe keine Auferstehung , auch weder Engel noch Geist ; die Pharisäer aber bekennen sich zu beidem . ||| 9 Es entstand aber ein großes Geschrei , und die Schriftgelehrten von der Partei der Pharisäer standen auf , stritten heftig und sprachen : Wir finden nichts Böses an diesem Menschen ; wenn aber ein Geist zu ihm geredet hat oder ein Engel , so wollen wir nicht gegen Gott kämpfen ! ||| 10 Da aber ein großer Aufruhr entstand , befürchtete der Befehlshaber , Paulus könnte von ihnen zerrissen werden , und er befahl der Truppe , herabzukommen und ihn rasch aus ihrer Mitte herauszuführen und in die Kaserne zu bringen . ||| 11 Aber in der folgenden Nacht trat der Herr zu ihm und sprach : Sei getrost , Paulus ! Denn wie du in Jerusalem von mir Zeugnis abgelegt hast , so sollst du auch in Rom Zeugnis ablegen . |||

Der geplante Mordanschlag der Juden 

12 Als es aber Tag geworden war , rotteten sich etliche Juden zusammen und verschworen sich , weder zu essen noch zu trinken , bis sie Paulus umgebracht hätten . ||| 13 Es waren aber mehr als vierzig , die diese Verschwörung gemacht hatten . ||| 14 Diese gingen zu den obersten Priestern und Ältesten und sprachen : Wir haben uns mit einem Fluch verschworen , nichts zu genießen , bis wir Paulus umgebracht haben . ||| 15 So werdet nun ihr samt dem Hohen Rat bei dem Befehlshaber vorstellig ( mit der Bitte ) , dass er ihn morgen zu euch hinabführen soll , ( indem ist so tut , ) als ob ihr seine Sache genauer untersuchen wolltet ; wir aber sind bereit , ihn vor seiner Ankunft umzubringen ! ||| 16 Als aber der Sohn der Schwester des Paulus von diesem Anschlag hörte , kam er , ging in die Kaserne hinein und berichtete es dem Paulus . ||| 17 Da rief Paulus einen der Hauptleute zu sich und sprach : Führe diesen jungen Mann zu dem Befehlshaber , denn er hat ihm etwas zu berichten ! ||| 18 Der nahm ihn und führte ihn zu dem Befehlshaber und sprach : Der Gefangene Paulus rief mich zu sich und bat mich , diesen jungen Mann zu dir zu führen , der dir etwas zu sagen hat . ||| 19 Da nahm ihn der Befehlshaber bei der Hand , ging mit ihm beiseite und fragte ihn : Was hast du mir zu berichten ? ||| 20 Und er sprach : Die Juden sind übereingekommen , dich zu bitten , dass du morgen Paulus in den Hohen Rat hinabführen lässt , als ob sie seine Sache noch genauer untersuchen wollten . ||| 21 Lass dich aber nicht von ihnen bereden , denn mehr als 40 Männer von ihnen stellen ihm nach ; die haben sich verschworen , weder zu essen noch zu trinken , bis sie ihn umgebracht haben , und jetzt sind sie bereit und warten auf deine Zusage . ||| 22 Da entließ der Befehlshaber den jungen Mann und gebot ihm : Sage niemand , dass du mir dies angezeigt hast ! |||

Paulus wird nach Cäsarea gebracht 

23 Und er ließ zwei Hauptleute zu sich rufen und sprach : Haltet 200 Soldaten bereit , dass sie nach Cäsarea ziehen , dazu 70 Reiter und 200 Lanzenträger , von der dritten Stunde der Nacht an ; ||| 24 auch soll man Tiere bereitstellen , damit sie Paulus draufsetzen und ihn sicher zu dem Statthalter Felix bringen ! ||| 25 Und er schrieb einen Brief , der folgenden Inhalt hatte : ||| 26 " Claudius Lysias schickt dem hochedlen Statthalter Felix einen Gruß ! ||| 27 Dieser Mann wurde von den Juden ergriffen , und er sollte von ihnen umgebracht werden ; da griff ich mit der Truppe ein und befreite ihn , weil ich erfuhr , dass er ein Römer ist . ||| 28 Da ich aber den Grund ihrer Anklage gegen ihn ermitteln wollte , führte ich ihn in ihren Hohen Rat hinab . ||| 29 Da fand ich , dass er wegen Streitfragen ihres Gesetzes angeklagt wurde , dass aber keine Anklage gegen ihn vorlag , die Tod oder Gefangenschaft verdiente . ||| 30 Da mir aber angezeigt wurde , dass vonseiten der Juden ein Anschlag gegen diesen Mann geplant ist , so habe ich ihn sogleich zu dir geschickt und auch den Klägern befohlen , vor dir zu sagen , was gegen ihn vorliegt . Lebe wohl !" ||| 31 Die Kriegsknechte nun nahmen Paulus , wie ihnen befohlen war , und führten ihn während der Nacht nach Antipatris . ||| 32 Am folgenden Tag aber ließen sie die Reiter mit ihm ziehen und kehrten wieder in die Kaserne zurück . ||| 33 Jene aber übergaben bei ihrer Ankunft in Cäsarea dem Statthalter den Brief und führten ihm auch Paulus vor . ||| 34 Nachdem aber der Statthalter den Brief gelesen hatte und auf die Frage , aus welcher Provinz er sei , erfahren hatte , dass er aus Cilicien stammte , ||| 35 sprach er : Ich will dich verhören , wenn deine Ankläger auch eingetroffen sind ! Und er befahl , ihn im Prätorium des Herodes zu bewachen . |||

Paulus wird vor dem Statthalter Felix angeklagt 

24 Nach fünf Tagen aber kam der Hohepriester Ananias mit den Ältesten und einem Anwalt , einem gewissen Tertullus , herab ; und sie erschienen vor dem Statthalter gegen Paulus . ||| 2 Als dieser aber gerufen worden war , begann Tertullus mit der Anklagerede und sprach : ||| 3 Dass wir viel Frieden durch dich genießen und dass diesem Volk durch deine Fürsorge heilsame Zustände geschaffen worden sind , das erkennen wir allezeit und überall an , hochedler Felix , mit aller Dankbarkeit ! ||| 4 Damit ich dich aber nicht allzu sehr bemühe , bitte ich dich , uns in Kürze nach deiner Freundlichkeit anzuhören . ||| 5 Wir haben nämlich diesen Mann als eine Pest befunden , als einen , der Aufruhr stiftet unter allen Juden in der ganzen Welt , als einen Anführer der Sekte der Nazarener . ||| 6 Er versuchte sogar , den Tempel zu entheiligen ; doch wir ergriffen ihn und wollten ihn nach unserem Gesetz richten . ||| 7 Aber Lysias , der Befehlshaber , kam dazu und entriss ihn mit großer Gewalt unseren Händen ; ||| 8 und er befahl , dass seine Ankläger zu dir kommen sollten . Von ihm kannst du selbst , wenn du ihn verhörst , alles erfahren , dessen wir ihn anklagen ! ||| 9 Und auch die Juden stimmten dem zu und behaupteten , es verhielte sich so . |||

Die Verteidigungsrede des Paulus 

10 Paulus aber gab , nachdem ihn der Statthalter durch ein Zeichen zum Reden aufgefordert hatte , folgende Antwort : Da ich weiß , dass du seit vielen Jahren Richter über dieses Volk bist , so verteidige ich meine Sache desto zuversichtlicher , ||| 11 weil du erfahren kannst , dass es nicht länger als zwölf Tage her ist , seit ich hinaufzog , um in Jerusalem anzubeten . ||| 12 Und sie fanden mich weder im Tempel , dass ich mich mit jemandem gestritten oder einen Volksauflauf erregt hätte , noch in den Synagogen , noch in der Stadt . ||| 13 Sie können auch das nicht beweisen , dessen sie mich jetzt anklagen . ||| 14 Das bekenne ich dir aber , dass ich nach dem Weg , den sie eine Sekte nennen , dem Gott der Väter auf diese Weise diene , dass ich an alles glaube , was im Gesetz und in den Propheten geschrieben steht ; ||| 15 und ich habe die Hoffnung zu Gott , auf die auch sie selbst warten , dass es eine künftige Auferstehung der Toten geben wird , sowohl der Gerechten als auch der Ungerechten . ||| 16 Daher übe ich mich darin , allezeit ein unverletztes Gewissen zu haben gegenüber Gott und den Menschen . ||| 17 Ich bin aber nach vielen Jahren gekommen , um Almosen für mein Volk und Opfer zu bringen . ||| 18 Dabei fanden mich etliche Juden aus ( der Provinz ) Asia im Tempel , als ich gereinigt war , ohne dass ein Volksauflauf oder Tumult entstanden wäre ; ||| 19 die sollten vor dir erscheinen und Anklage erheben , wenn sie etwas gegen mich hätten . ||| 20 Oder diese selbst sollen sagen , ob sie irgendein Unrecht an mit gefunden haben , als ich vor dem Hohen Rat stand ; ||| 21 außer um jenes einzigen Wortes Willen , das ich ausrief , als ich unter ihnen stand : Wegen der Auferstehung der Toten werde ich heute von euch gerichtet ! ||| 22 Als Felix dies hörte , verwies er sie auf eine spätere Zeit , da er über den Weg recht genau Bescheid wusste , und sprach : Wenn Lysias , der Befehlshaber , herabkommt , will ich eure Sache untersuchen ! ||| 23 Und er befahl dem Hauptmann , Paulus in Gewahrsam zu halten und ihm Erleichterung zu gewähren und auch keinem der Seinen zu verbieten , ihm Dienste zu leisten oder zu ihm zu kommen . |||

Das Gespräch des Apostels mit Felix  und Drusilla . Haft in Cäsarea 

24 Nach etlichen Tagen aber kam Felix mit seiner Frau Drusilla , die eine Jüdin war , und ließ den Paulus holen und hörte ihn über den Glauben an Christus . ||| 25 Als er aber von Gerechtigkeit und Enthaltsamkeit und dem zukünftigen Gericht redete , wurde Felix von Furcht erfüllt , und er antwortete : Für diesmal kannst du gehen ; wenn ich aber gelegene Zeit finde , will ich dich wieder rufen lassen ! ||| 26 Zugleich hoffte er aber auch , dass er von Paulus Geld erhalten würde , damit er ihn freiließe . Darum ließ er ihn auch öfters kommen und besprach sich mit ihm . ||| 27 Als aber zwei Jahre verflossen waren , bekam Felix den Porcius Festus zum Nachfolger , und da sich Felix die Juden zu Dank verpflichten wollte , ließ er Paulus gebunden zurück . |||

Paulus und Festus 

25

Als nun Festus in der Provinz angekommen war , zog er nach drei Tagen von Cäsarea hinauf nach Jerusalem . ||| 2 Da wurden der Hohepriester und die Vornehmsten der Juden bei ihm vorstellig gegen Paulus und redeten ihm zu , ||| 3 und sie baten es sich als eine Gunst gegen ihn aus , dass er ihn nach Jerusalem holen ließe ; dabei planten sie einen Anschlag , um ihn unterwegs umzubringen . ||| 4 Festus jedoch antwortete , Paulus werde in Cäsarea in Verwahrung gehalten , er selbst aber werde in Kürze wieder abreisen . ||| 5 So lasst nun , sprach er , eure Bevollmächtigten mit hinabziehen ; und wenn eine Schuld an diesem Mann ist , sollen sie ihn anklagen ! ||| 6 Nachdem er aber mehr als zehn Tage bei ihnen gewesen war , zog er nach Cäsarea hinab , und am folgenden Tag setzte er sich auf den Richterstuhl und ließ Paulus vorführen . ||| 7 Und als dieser erschien , stellten sich die Juden , die von Jerusalem herabgekommen waren , ringsherum auf und brachten viele und schwere Anklagen gegen Paulus vor , die sie nicht beweisen konnten , ||| 8 während er sich so verteidigte : Weder gegen das Gesetz der Juden , noch gegen den Tempel , noch gegen den Kaiser habe ich etwas verbrochen ! |||

Paulus beruft sich auf den Kaiser 

9 Festus aber , der sich die Juden zu Dank verpflichten wollte , antwortete dem Paulus und sprach : Willst du nach Jerusalem hinaufziehen und dich dort hierüber von mir richten lassen ? ||| 10 Aber Paulus sprach : Ich stehe vor dem Richterstuhl des Kaisers , dort muss ich gerichtet werden ! Den Juden habe ich kein Unrecht getan , wie du selbst sehr wohl weißt . ||| 11 Denn wenn ich im Unrecht bin und etwas begangen habe , was den Tod verdient , so weigere ich mich nicht zu sterben . Wenn aber ihre Anklagen nichtig sind , so kann mich niemand ihnen preisgeben . Ich berufe mich auf den Kaiser ! ||| 12 Da besprach sich Festus mit seinem Rat und antwortete : Du hast dich auf den Kaiser berufen ; zum Kaiser sollst du gehen ! |||

Statthalter Festus und König Aprippa besprechen sich 

13 Als aber etliche Tage vergangen waren , kam der König Agrippa mit Bernice nach Cäsarea , um Festus zu begrüßen . ||| 14 Und als sie sich mehrere Tage dort aufgehalten hatten , legte Festus dem König die Sache des Paulus vor und sprach : Es ist ein Mann von Felix gefangen zurückgelassen worden ; ||| 15 seinetwegen wurden , als ich in Jerusalem war , die obersten Priester und Ältesten der Juden vorstellig und verlangten seine Verurteilung . ||| 16 Ich antwortete ihnen , es sei nicht der Brauch der Römer , einen Menschen dem Tod preiszugeben , ehe der Angeklagte die Kläger vor Augen habe und Gelegenheit erhalte , sich der Klage wegen zu verteidigen . ||| 17 Als sie nun hier zusammengekommen waren , setzte ich mich ohne irgendeinen Aufschub am folgenden Tag auf den Richterstuhl und ließ den Mann vorführen . ||| 18 Als nun die Kläger auftraten , brachten sie über ihn gar keine Klage wegen Sachen vor , die ich vermutet hatte ; ||| 19 sondern sie hielten ihm einige Streitfragen vor , die ihre besondere Religion betrafen und einen verstorbenen Jesus , von dem Paulus behauptete , er lebe . ||| 20 Da ich aber nicht wusste , wie ich über diese Sache eine Untersuchung anstellen sollte , fragte ich , ob er nach Jerusalem ziehen und sich dort hierüber richten lassen wolle . ||| 21 Da sich aber Paulus darauf berief , dass er bis zur Entscheidung des Kaisers in Gewahrsam bleiben wollte , befahl ich , ihn in haft zu behalten , bis ich ihn zum Kaiser sende . ||| 22 Agrippa aber sprach zu Festus : Ich möchte den Menschen auch gerne hören ! Und er antwortete : Morgen sollst du ihn hören ! ||| 23 Am folgenden Tag nun kamen Agrippa und Bernice mit großem Prunk und gingen mit den Obersten und den angesehensten Männern in die Stadt in den Gerichtssaal , und dann wurde Paulus auf Befehl des Festus gebracht . ||| 24 Und Festus sprach : König Agrippa und ihr Männer , die ihr mit uns anwesend seid ! Da seht ihr den , um dessentwillen mich die ganze Menge der Juden anging in Jerusalem und hier , indem sie laut schrien , er dürfe nicht länger leben . ||| 25 Weil ich aber feststellte , dass er nichts getan hat , was den Tod verdient , und er selbst sich auch auf den Kaiser berufen hat , so habe ich beschlossen , ihn abzusenden . ||| 26 Ich weiß jedoch dem Herrn nichts Gewisses über ihn zu schreiben . Darum habe ich ihn euch vorgeführt , und besonders dir , König Agrippa , damit ich nach erfolgter Untersuchung etwas zu schreiben weiß . ||| 27 Denn es scheint mir unvernünftig , einen Gefangenen abzusenden , ohne die gegen ihn erhobenen Klagen anzugeben . |||



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