1. Korinther 

Nach Apostelgeschichte 18,1 - 22 wurde die Gemeinde in Korinth vom Apostel Paulus während seiner zweiten Missionsreise gegründet . Etwa vier bis fünf Jahre später ( ca. 55 n. Chr. ) entstand der Erste Brief des Apostels Paulus an die Christen in Korinth . Er enthält die Antworten des Apostels auf bestimmte Probleme und Missstände , mit denen diese Gemeinde sich auseinandersetzen musste . 

Zuschrift und Gruß 

1

Paulus , berufener Apostel Jesu Christ durch Gottes Willen , und Sosthenes , der Bruder , ||| 2 an die Gemeinde Gottes , die in Korinth ist , an die Geheiligten in Christus Jesus , an die berufenen Heiligen , samt allen , die den Namen unseres Herrn Jesus Christus anrufen an jedem Ort , sowohl bei ihnen als auch bei uns : ||| 3 Gnade sei mit euch und Friede von Gott , unserem Vater , und dem Herrn Jesus Christus ! |||

Dank für die Gnade Gottes 

4 Ich danke meinem Gott allezeit euretwegen für die Gnade Gottes , die euch in Christus Jesus gegeben ist , ||| 5 dass ihr in allem reich gemacht worden seid in ihm , in allem Wort und in aller Erkenntnis , ||| 6 wie denn das Zeugnis von Christus in euch gefestigt worden ist , ||| 7 sodass ihr keinen Mangel habt an irgendeiner Gnadengabe , während ihr die Offenbarung unseres Herrn Jesus Christus erwartet , ||| 8 der euch auch fest machen wird bis ans Ende , sodass ihr unverklagbar seid am Tag unseres Herrn Jesus Christus . ||| 9 Gott ist treu , durch den ihr berufen seid zur Gemeinschaft mit seinem Sohn Jesus Christus , unserem Herrn . |||

Ermahnung wegen Spaltung in der Gemeinde 

10 Ich ermahne euch aber , ihr Brüder , kraft des Namens unseres Herrn Jesus Christus , dass ihr alle einmütig seid in eurem Reden und keine Spaltungen unter euch zulasst , sondern vollkommen zusammengefügt seid in derselben Gesinnung und in derselben Überzeugung . ||| 11 Mir ist nämlich , meine Brüder , durch die Leute der Chloe bekannt geworden , dass Streitigkeiten unter euch sind . ||| 12 Ich rede aber davon , dass jeder von euch sagt : Ich gehöre zu Paulus ! ___ Ich aber zu Apollos ! ___ Ich aber zu Kephas ! ___ Ich aber zu Christus ! ||| 13 Ist Christus denn zerteilt ? Ist etwa Paulus für euch gekreuzigt worden , oder seid ihr auf den Namen des Paulus getauft ? ||| 14 Ich danke Gott , dass ich niemand von euch getauft habe , außer Krispus und Gajus ; ||| 15 so kann doch niemand sagen , ich hätte auf meinen Namen getauft ! ||| 16 Ich habe aber auch das Haus des Stephanas getauft . Sonst weiß ich nicht , ob ich noch jemand getauft habe ; ||| 17 denn Christus hat mich nicht gesandt zu taufen , sondern das Evangelium zu verkündigen , ( und zwar ) nicht in Redeweisheit , damit nicht das Kreuz des Christus entkräftet wird . ||| 

Das Wort vom Kreuz und die Weisheit der Menschen 

18 Denn das Wort vom Kreuz ist eine Torheit denen , die verlorengehen ; uns aber , die wir gerettet werden , ist es eine Gotteskraft ; ||| 19 denn es steht geschrieben : " Ich will zunichtemachen die Weisheit der Weisen , und den Verstand der Verständigen will ich verwerfen" . ||| 20 Wo ist der Weise , wo der Schriftgelehrte , wo der Wortgewaltige dieser Weltzeit ? Hat nicht Gott die Weisheit dieser Welt zur Torheit gemacht ? ||| 21 Denn weil die Welt durch ( ihre ) Weisheit Gott in seiner Weisheit nicht erkannte , gefiel es Gott , durch die Torheit der Verkündigung diejenigen zu retten , die glauben . ||| 22 Während nämlich die Juden ein Zeichen fordern und die Griechen Weisheit verlangen , ||| 23 verkündigen wir Christus den Gekreuzigten , den Juden ein Ärgernis , den Griechen eine Torheit ; ||| 24 denen aber , die berufen sind , sowohl Juden als auch Griechen ( verkündigen wir ) Christus , Gottes Kraft und Gottes Weisheit . ||| 25 Denn das Törichte Gottes ist weiser als die Menschen , und das Schwache Gottes ist stärker als die Menschen . ||| 26 Seht doch eure Berufung an , ihr Brüder ! Da sind nicht viele Weise nach dem Fleisch , nicht viele Mächtige , nicht viele Vornehme ; ||| 27 sondern das Törichte der Welt hat Gott erwählt , um die Weisen zuschanden zu machen , und das Schwache der Welt hat Gott erwählt , um das Starke zu schanden zu machen ; ||| 28 und das Unedle der Welt und das Verachtete hat Gott erwählt , und das , was nichts ist , damit er es zunichtemache , was etwas ist , ||| 29 damit sich vor ihm kein Fleisch rühme . ||| 30 Durch ihn aber seid ihr in Christus Jesus , der uns von Gott gemacht worden ist zur Weisheit , zur Gerechtigkeit , zur Heiligung und zur Erlösung , ||| 31 damit ( es geschehe ) , wie geschrieben steht : "Wer sich rühmen will , der rühme sich des Herrn !" |||

Zentrum und Ziel der apostolischen Verkündigung 

2

So bin auch ich , meine Brüder , als ich zu euch kam , nicht gekommen , um euch in hervorragender Rede oder Weisheit das Zeugnis Gottes zu verkündigen . ||| 2 Denn ich hatte mir vorgenommen , unter euch nichts anderes zu wissen als nur Jesus Christus , und war als Gekreuzigten . ||| 3 Und ich war in Schwachheit und mit viel Furcht und Zittern bei euch . ||| 4 Und meine Rede und meine Verkündigung bestand nicht in überredenden Worten menschlicher Weisheit , sondern in Erweisung des Geistes und der Kraft , ||| 5 damit euer Glaube nicht auf Menschenweisheit beruhe , sondern auf Gottes Kraft . ||| 

Die Weisheit der Welt und die Weisheit Gottes 

6 Wir reden allerdings Weisheit unter den Gereiften ; aber nicht die Weisheit dieser Weltzeit , auch nicht der Herrscher dieser Weltzeit , die vergehen , ||| 7 sondern wir reden Gottes Weisheit im Geheimnis , die verborgene , die Gott vor den Weltzeiten zu unserer Herrlichkeit vorherbestimmt hat , ||| 8 die keiner der Herrscher dieser Weltzeit erkannt hat ___ denn wenn sie sie erkannt hätten , so hätten sie den Herrn der Herrlichkeit nicht gekreuzigt ___ , ||| 9 sondern , wie geschrieben steht : " Was kein Auge gesehen und kein Ohr gehört und keinem Menschen ins Herz gekommen ist , was Gott denen bereitet hat , die ihn lieben" . ||| 10 Uns aber hat es Gott geoffenbart durch seinen Geist ; denn der Geist erforscht alles , auch die Tiefen Gottes . ||| 11 Denn wer von den Menschen kennt die ( Gedanken ) des Menschen als nur der Geist des Menschen , der in ihm ist ? So kennt auch niemand die ( Gedanken ) Gottes als nur der Geist Gottes . ||| 12 Wir aber haben nicht den Geist der Welt empfangen , sondern den Geist , der aus Gott ist , sodass wir wissen können , was uns von Gott geschenkt ist ; ||| 13 und davon reden wir auch , nicht in Worten , die von menschlicher Natur Weisheit gelehrt sind , sondern in solchen , die vom Heiligen Geist gelehrt sind , indem wir Geistliches geistlich erklären . ||| 14 Der natürliche Mensch aber nimmt nicht an , was vom Geist Gottes ist ; denn es ist ihm eine Torheit , und er kann es nicht erkennen , weil es geistlich beurteilt werden muss . ||| 15 Der geistliche ( Mensch ) dagegen beurteilt zwar alles , er selbst jedoch wird von niemand beurteilt ; ||| 16 denn "wer hat den Sinn des Herrn erkannt , dass er ihn belehre ?" Wir aber haben den Sinn des Christus . |||

Geistliche Unmündigkeit und Zwietracht in der Gemeinde 

3

Und ich , meine Brüder , konnte nicht zu euch reden als zu geistlichen , sondern als zu fleischlichen ( Menschen ) , als zu Unmündigen in Christus . ||| 2 Milch habe ich euch zu trinken gegeben und nicht feste Speise ; denn ihr konntet sie nicht vertragen , ja ihr könnt sie auch jetzt noch nicht vertragen , ||| 3 denn ihr seid noch fleischlich . Solange nämlich Eifersucht und Streit und Zwietracht unter euch sind , seid ihr da nicht fleischlich und wandelt nach Menschenweise ? ||| 4 Denn wenn einer sagt : Ich gehöre zu Paulus ! der andere aber : Ich zu Apollos ! ___ seid ihr da nicht fleischlich ? |||

Die Verkündiger sind Diener Gottes 

5 Wer ist denn Paulus , und wer Apollos ? Was sind sie anderes als Diener , durch die ihr gläubig geworden seid , und zwar , wie es der Herr jedem gegeben hat ? ||| 6 Ich habe gepflanzt , Apollos hat begossen , Gott aber hat das Gedeihen gegeben . ||| 7 So ist also weder der etwas , welcher pflanzt , der , welcher begießt , sondern Gott , der das Gedeihen gibt . ||| 8 Der aber , welcher pflanzt , und der , welcher begießt , sind eins ; jeder aber wird seinen eigenen Lohn empfangen entsprechend seiner eigenen Arbeit . |||

Die Aufbauarbeit am Haus Gottes 

9 Denn wir sind Gottes Mitarbeiter ; ihr aber seid Gottes Ackerfeld und Gottes Bau . ||| 10 Gemäß der Gnade Gottes , die mir gegeben ist , habe ich als ein weiser Baumeister den Grund gelegt ; ein anderer aber baut darauf . Jeder aber gebe acht , wie er drauf aufbaut . ||| 11 Denn einen anderen Grund kann niemand legen außer dem , der gelegt ist , welcher ist Jesus Christus . ||| 12 Wenn aber jemand auf diesen Grund Gold , Silber , kostbare Steine , Holz , Heu , Stroh baut , ||| 13 so wird das Werk eines jeden offenbar werden ; der Tag wird es zeigen , weil es durchs Feuer geoffenbart wird . Und welcher Art das Werk eines jeden ist , wird das Feuer erproben . ||| 14 Wenn jemandes Werk , das er darauf gebaut hat , bleibt , so wird er Lohn empfangen ; ||| 15 wird aber jemandes Werk verbrennen , so wird er Schaden erleiden ; er selbst aber wird gerettet werden , doch so wie durchs Feuer hindurch . ||| 

16 Wisst ihr nicht , dass ihr Gottes Tempel seid , und dass der Geist Gottes in euch wohnt ? ||| 17 Wenn jemand den Tempel Gottes verderbt , den wird Gott verderben ; denn der Tempel Gottes ist heilig , und der seid ihr . |||

 18 Niemand betrüge sich selbst ! Wenn jemand unter euch sich für weise hält in dieser Weltzeit , so werde er töricht , damit er weise werde ! ||| 19 Denn die Weisheit dieser Welt ist Torheit vor Gott ; denn es steht geschrieben : " Er fängt die Weisen in ihrer List" . ||| 20 Und wiederum : " Der Herr kennt die Gedanken der Weisen , dass sie nicht sind" . ||| 21 So rühme sich nun niemand irgendwelcher Menschen ; denn alles gehört euch : ||| 22 Es sei Paulus oder Apollos oder Kephas oder die Welt , das Leben oder der Tod , das Gegenwärtige oder das Zukünftige ___ alles gehört euch ; ||| 23 ihr aber gehört Christus an , Christus aber gehört Gott an . |||


Paulus als Verwalter göttlicher Geheimnisse 

4

So soll man uns betrachten : als Diener des Christus und Haushalter der Geheimnisse Gottes . ||| 2 Im Übrigen wird von einem Haushalter nur verlangt , dass er treu erfunden wird . ||| 3 Mir aber ist es das Geringste , dass ich von euch oder von einem menschlichen Gerichtstag beurteilt werde ; auch beurteile ich mich nicht selbst . ||| 4 Denn ich bin mir nichts bewusst ; aber damit bin ich nicht gerechtfertigt , sondern der Herr ist es , der mich beurteilt . ||| 5 Darum richtet nichts vor der Zeit , bis der Herr kommt , der auch das im Finstern Verborgene an Licht bringen und die Absichten der Herzen offenbar machen wird ; und dann wird jedem das Lob von Gott zuteilwerden . |||

Die Überheblichkeit der Korinther und das Vorbild des Apostels 

Das aber , meine Brüder , habe ich auf mich und Apollos bezogen um euretwillen , damit ihr an uns lernt , in eurem Denken nicht über das hinauszugehen , was geschrieben steht , damit ihr euch nicht für den einen auf Kosten des anderen aufbläht . ||| 7 Denn wer gibt dir den Vorzug ?  Und was besitzt du , dass du nicht empfangen hast ? Wenn du es aber empfangen hast , was rühmst du dich , als ob du es nicht empfangen hättest ? ||| 8 Ihr seid schon satt geworden , ihr seid schon reich geworden , ihr seid ohne uns zur Herrschaft gelangt ! O dass ihr doch wirklich zur Herrschaft gelangt wärt , damit auch wir mit euch herrschen könnten ! ||| 9 Es scheint mir nämlich , dass Gott uns Apostel als die Letzten hingestellt hat , gleichsam zum Tod bestimmt ; denn wir sind der Welt ein Schauspiel geworden , sowohl Engeln als auch Menschen . ||| 10 Wir sind Narren um des Christus willen , ihr aber seid klug in Christus ; wir schwach , ihr aber stark ; in in Ehren , wir aber verachtet . ||| 11 Bis zu dieser Stunde leiden wir Hunger und Durst und Blöße , werden geschlagen und haben keine Bleibe ||| 12 und arbeiten mühsam mit unseren eigenen Händen . Wenn wir geschmäht werden , segnen wir ; wenn wir Verfolgung leiden , halten wir stand ; ||| 13 wenn wir gelästert werden , spenden wir Trost ; zum Kehricht der Welt sind wir geworden , zum Abschaum aller bis jetzt . ||| 14 Nicht zu eurer Beschämung schreibe ich das , sondern ich ermahne euch als meine geliebten Kinder . ||| 15 Denn wenn ihr auch zehntausend Lehrmeister hättet in Christus , so habt ihr doch nicht viele Väter ; denn ich habe euch in Christus Jesus gezeugt durch das Evangelium (*Gottes ) . ||| 16 So ermahne ich euch nun : Werdet meine Nachahmer ! ||| 17 Deshalb habe ich Timotheus zu euch gesandt , der mein geliebtes und treues Kind im Herrn ist ; der wird euch an meine Wege in Christus erinnern , wie ich überall in jeder Gemeinde lehre . ||| 18 Weil ich aber nicht selbst zu euch komme , haben sich etliche aufgebläht ; ||| 19 ich werde aber bald zu euch kommen , wenn der Herr will , und nicht die Worte der Aufgeblähten kennenlernen , sondern die Kraft . ||| 20 Denn das Reich Gottes ( besteht ) nicht in Worten , sondern in Kraft ! ||| 21 Was wollt ihr ? Soll ich mit der Rute zu euch kommen , oder in Liebe und im Geist der Sanftmut ? |||

Sünde in der Gemeinde und die Notwendigkeit von Gemeindezucht 

5

Überhaupt hört man von Unzucht unter euch , und zwar von einer solchen Unzucht , die selbst unter den Heiden unerhört ist , dass nämlich einer die Frau seines Vaters hat ! ||| 2 Und ihr seid aufgebläht und hättet doch eher Leid tragen sollen , damit der , welcher diese ( *eine solche ) Tat begangen hat , aus eurer Mitte hinweggetan wird ! ||| 3 Denn ich als dem Leib nach abwesend , dem Geist nach aber anwesend habe schon , als wäre ich anwesend , über den , der dies auf solche Weise begangen hat , beschlossen , ||| 4 den Betreffenden im Namen unseres Herrn Jesus Christus und nachdem euer und mein Geist sich mit der Kraft unseres Herrn Jesus Christus vereinigt hat , ||| 5 dem Satan zu übergeben zum Verderben des Fleisches , damit der Geist gerettet werde am Tag des Herrn Jesus . ||| 

6 Euer Rühmen ist nicht gut ! Wisst ihr nicht , dass ein wenig Sauerteig den ganzen Teig durchsäuert ? ||| 7 Darum fegt den alten Sauerteig aus , damit ihr ein neuer Teig seid , da ihr ja ungesäuert seid ! Denn unser Passahlamm ist ja für uns geschlachtet worden : Christus . ||| 8 So wollen wir denn nicht mit altem Sauerteig Fest feiern , auch nicht mit Sauerteig der Bosheit und Schlechtigkeit , sondern mit ungesäuerten Broten der Lauterkeit und Wahrheit . |||

9 Ich habe euch in dem Brief geschrieben , dass ihr keinen Umgang mit Unzüchtigen haben sollt ; ||| 10 und zwar nicht mit den Unzüchtigen dieser Welt überhaupt , oder den Habsüchtigen oder Räubern oder Götzendienern ; sonst müsstet ihr ja aus der Welt hinausgehen . ||| 11 Jetzt aber habe ich euch geschrieben , dass ihr keinen Umgang haben sollt mit jemand , der sich Bruder nennen lässt und dabei ein Unzüchtiger oder Habsüchtiger oder Götzendiener oder Lästerer oder Trunkenbold oder Räuber ist ; mit einem solchen sollt ihr nicht einmal essen . ||| 12 Denn was gehen mich auch die an , die außerhalb ( der Gemeinde ) sind , dass ich sie richten sollte ? Habt ihr nicht die zu richten , welche drinnen sind ? ||| 13 Die aber außerhalb sind , richtet Gott . So tut den Bösen aus eurer Mitte hinweg ! ||| 

 

Rechtsstreit unter Christen 

Wie kann jemand von euch , der eine Beschwerde gegen einen anderen hat , sich bei den Ungerechten richten lassen anstatt bei den Heiligen ? ||| 2 Wisst ihr nicht , dass die Heiligen die Welt richten werden ? Wenn nun durch euch die Welt gerichtet werden soll , seid ihr dann unwürdig , über die allergeringsten Dinge zu entscheiden ? ||| 3 Wisst ihr nicht , dass wir Engel richten werden ? Wie viel mehr die Angelegenheiten dieses Lebens ? ||| 4 Wenn ihr nun über Angelegenheiten dieses Lebens Entscheidungen zu treffen habt , so setzt ihr solche zu Richtern ein , die bei der Gemeinde nichts gelten ! ||| 5 Zur Beschämung sage ich´s euch : Demnach ist also nicht ein einziger Weiser unter euch , der ein unparteiisches Urteil fällen könnte für seinen Bruder ; ||| 6 sondern ein Bruder führt Rechtsstreit mit dem anderen , und das vor Ungläubigen ! ||| 7 Es ist ja überhaupt schon ein Schaden unter euch , dass ihr Prozesse miteinander führt . Warum lasst ihr euch nicht lieber Unrecht tun ? Warum lasst ihr euch nicht lieber übervorteilen ? ||| 8 Stattdessen übt ihr Unrecht und übervorteilt , und dies gegenüber Brüdern ! ||| 

Warnung vor der Sünde . 
Der Leib als Tempel des Heiligen Geistes 

9 Wisst ihr denn nicht , dass Ungerechte das Reich Gottes nicht erben werden ? Irrt euch nicht : Weder Unzüchtige noch Götzendiener , weder Ehebrecher noch Weichlinge , noch Knabenschänder , ||| 10 weder Diebe noch Habsüchtige , noch Trunkenbolde , noch Lästerer , noch Räuber werden da Reich Gottes erben . ||| 11 Und solche sind etliche von euch gewesen ; aber ihr seid abgewaschen , ihr seid geheiligt , ihr seid gerechtfertigt worden in dem Namen des Herrn Jesus und in dem Geist unseres Gottes ! ||| 

12 Alles ist mir erlaubt ___ aber nicht alles ist nützlich ! Alles ist mir erlaubt ___ aber ich will mich von nichts beherrschen lassen ! ||| 13 Die Speisen sind für den Bauch und der Bauch für die Speisen ; Gott aber wird diesen und jene wegtun . Der Leib aber ist nicht für die Unzucht , sondern für den Herrn , und der Herr für den Leib . ||| 14 Gott aber hat den Herrn auferweckt und wird auch uns auferwecken durch seine Kraft . ||| 

 15 Wisst ihr nicht , dass eure Leiber Glieder des Christus sind ? Soll ich nun die Glieder des Christus nehmen und Hurenglieder daraus machen ? Das sei ferne ! ||| 16 Oder wisst ihr nicht , dass , wer einer Hure anhängt , ein Leib mit ihr ist ? 
"Denn es werden" , heißt es , "die zwei ein Fleisch sein ." ||| 17 Wer aber dem Herrn anhängt , ist ein Geist mit ihm . ||| 
 18 Flieht die Unzucht ! Jede Sünde , die ein Mensch ( sonst ) begeht , ist außerhalb des Leibes ; wer aber Unzucht verübt , sündigt an seinem eigenen Leib . ||| 19 Oder wisst ihr nicht , dass euer Leib ein Tempel des in euch wohnenden Heiligen Geistes ist , den ihr von Gott empfangen habt , und dass ihr nicht euch selbst gehört ? ||| 20 Denn ihr seid teuer erkauft ; darum verherrlicht Gott in eurem Leib und in eurem Geist , die Gott gehören ! ||| 


Antwort auf Fragen der Korinther zu Ehe und Ehelosigkeit 

Was aber das betrifft , wovon ihr mir geschrieben habt , so ist es ja gut für den Menschen , keine Frau zu berühren ; ||| 2 um aber Unzucht zu vermeiden , soll jeder ( Mann ) seine eigenen Frau und jede ( Frau ) ihren eigenen Mann haben . ||| 3 Der Mann gebe der Frau die Zuneigung , die er ihr schuldig ist , ebenso aber auch die Frau dem Mann . ||| 4 Die Frau verfügt nicht selbst über ihren Leib , sondern der Mann ; gleicherweise verfügt aber auch der Mann nicht selbst über seinen Leib , sondern die Frau . ||| 5 Entzieht euch einander nicht , außer nach Übereinkunft eine Zeit lang , damit ihr euch dem Fasten und dem Gebet widmen könnt ; und kommt dann wieder zusammen , damit euch der Satan nicht versucht um eurer Unenthaltsamkeit willen . ||| 6 Das sage ich aber aus Nachsicht und nicht als Befehl . ||| 7 Denn ich wollte , alle Menschen wären wie ich ; aber jeder hat seine eigene Gnadengabe von Gott , der eine so , der andere so . ||| 8 Ich sage aber den Ledigen und den Witwen : Es ist gut für sie , wenn sie bleiben wie ich . ||| 9 Wenn sie sich aber nicht enthalten können , so sollen sie heiraten ; denn heiraten ist besser als in Glut geraten . |||

Verbot der Ehescheidung 

10 Den Verheirateten aber gebiete nicht ich , sondern der Herr , dass eine Frau sich nicht scheiden soll von dem Mann ||| 11 ( wenn sie aber schon geschieden ist , so bleibe sie unverheiratet oder versöhne sich mit dem Mann ) , und dass der Mann die Frau nicht entlassen soll . ||| 12 Den Übrigen aber sage ich , nicht der Herr : Wenn ein Bruder eine ungläubige Frau hat , und diese ist einverstanden , bei ihm zu wohnen , so soll er sie nicht entlassen ; ||| 13 und eine Frau , die einen ungläubigen Mann hat , der einverstanden ist , bei ihr zu wohnen , soll ihn nicht verlassen . ||| 14 Denn der ungläubige Mann ist geheiligt durch die Frau , und die ungläubige Frau ist geheiligt durch den Mann ; sonst wären ja eure Kinder unrein , nun aber sind sie heilig . ||| 15 Wenn sich aber der Ungläubige scheiden will , so scheide er sich ! Der Bruder oder die Schwester ist in solchen Fällen nicht gebunden ; in Frieden aber hat uns Gott berufen . ||| 16 Denn was weißt du , Frau , ob du den Mann retten kannst ? Oder was weißt du , Mann , ob du die Frau retten kannst ? ||| 

Jeder soll in seinem von Gott gegeben Stand bleiben 

17 Doch wie Gott es jedem Einzelnen zugeteilt hat , wie der Herr jeden Einzelnen berufen hat , so wandle er ! Und so ordne ich es in allen Gemeinden an . ||| 18 Ist jemand nach erfolgter Beschneidung berufen worden , so suche er sie nicht rückgängig zu machen ; ist jemand in unbeschnittenem Zustand berufen worden , so lasse er sich nicht beschneiden . ||| 19 Beschnitten sein ist nichts und unbeschnitten sein ist auch nichts , wohl aber Gottes Gebote halten . ||| 20 Jeder bleibe in dem Stand , in dem er berufen worden ist . ||| 21 Bist du als Sklave berufen worden , so sei deshalb ohne Sorge ! Wenn du aber auch frei werden kannst , so benütze es lieber . ||| 22 Denn der im Herrn berufene Sklave ist ein Freigelassener des Herrn ; ebenso ist auch der berufene Freie ein Sklave des Christus . ||| 23 Ihr seid teuer erkauft ; werdet nicht Knechte der Menschen ! ||| 24 Brüder , jeder bleibe vor Gott in dem ( Stand ) , in dem er berufen worden ist . ||| 

Ratschläge des Apostels an die Unverheirateten 

25 Wegen der Jungfrauen aber habe ich keinen Befehl des Herrn ; ich gebe aber ein Urteil ab als einer , der vom Herrn begnadigt worden ist , treu zu sein . ||| 26 So halte ich nun um der gegenwärtigen Not willen ( das ) für richtig , dass es für einen Menschen gut ist , so zu bleiben ( wie er ist ) . ||| 27 Bist du an eine Frau gebunden , so suche keine Trennung ( von ihr ) ; bist du frei von einer Frau , so suche keine Frau . ||| 28 Wenn du aber auch heiratest , so sündigst du nicht ; und wenn die Jungfrau heiratet , so sündigt sie nicht ; doch werden solche Bedrängnis im Fleisch haben , die euch gerne ersparen möchte . ||| 29 Das aber sage ich , ihr Brüder : Die Zeit ist nur noch kurz bemessen ! So sollen nun in der noch verbleibenden Frist die , welche Frauen haben , sein , als hätten sie keine , ||| 30 und die weinen , als weinten sie nicht , und die sich freuen , als freuten sie sich nicht , und die kaufen , als besäßen sie es nicht , ||| 31 und die diese Welt gebrauchen , als gebrauchten sie sie gar nicht ; denn die Gestalt dieser Welt vergeht . ||| 32 32 Ich will aber , dass ihr ohne Sorgen seid ! Der Unverheiratete ist für die Sache des Herrn besorgt , wie er dem Herrn gefällt ; ||| 33 der Verheiratete aber sorgt für die Dinge der Welt , wie er der Frau gefällt . ||| 34 Es ist ein Unterschied zwischen der Ehefrau und der Jungfrau . Die Unverheiratete ist besorgt um die Sache des Herrn , dass sie heilig sei sowohl am Leib als auch am Geist ; die Verheiratete aber sorgt für die Dinge der Welt , wie sie dem Mann gefällt . ||| 35 Das sage ich aber zu eurem eigenen Nutzen , nicht um euch eine Schlinge um den Hals zu werfen , sondern um des Anstandes willen , und damit ihr ohne Ablenkung beständig beim Herrn bleiben könnt . ||| 36 Wenn aber jemand meint , er handle unschicklich an seiner Jungfrau , wenn sie über die Jahre der Reife hinauskommt , und wenn es dann so sein muss , der tue , was er will ; er sündigt nicht , sie mögen heiraten ! ||| 37 Wenn aber einer im Herzen fest steht und keine Not hat , sondern Vollmacht , nach seinem eigenen Herzen Willen zu handeln , und in seinem eigenen Herzen beschlossen hat , seine Jungfrau zu bewahren , der handelt recht . ||| 38 Also , wer verheiratet , handelt recht , wer aber nicht verheiratet , handelt besser . |||

Die Ehe besteht bis zum Tod des einen Ehepartners 

39 Eine Frau ist durch das Gesetz gebunden , solange ihr Mann lebt ; wenn aber ihr Mann entschlafen ist , so ist sie frei , sich zu verheiraten , mit wem sie will ; doch nur im Herrn ! ||| 40 Glückseliger aber ist sie nach meinem Urteil , wenn sie so bleibt ; ich denke aber , dass auch ich den Geist Gottes habe . |||

Das Essen von Götzenopferfleisch und die Grenzen der Freiheit des Gläubigen 

Was aber die Götzenopfer angeht , so wissen wir : Wir alle haben Erkenntnis . Die Erkenntnis bläht auf , die Liebe aber erbaut . ||| 2 Wenn aber jemand meint , etwas zu wissen , der hat noch nichts so erkannt , wie man erkennen soll . ||| 3 Wenn aber jemand Gott liebt , der ist von ihm erkannt . ||| 4 Was nun das Essen der Götzenopfer betrifft , so wissen wir , dass eine Götze in der Welt nichts ist , und dass es keinen anderen Gott gibt außer dem Einen . ||| 5 Denn wenn es auch solche gibt , die Götter genannt werden , sei es im Himmel oder auf Erden ___ wie es ja wirklich viele "Götter" und viele "Herren" gibt ___ , ||| 6 so gibt es für uns doch nur einen Gott , den Vater , von dem alle Dinge sind und wir für ihn ; und einen Herrn , Jesus Christus , durch den alle Dinge sind , und wir durch ihn . ||| 7 Aber nicht alle haben die Erkenntnis , sondern etliche machen sich ein Gewissen wegen des Götzen und essen ( das Fleisch ) noch immer als Götzenopferfleisch , und so wird ihr Gewissen befleckt , weil es schwach ist . ||| 

8 Nun bringt uns aber eine Speise nicht näher zu Gott ; denn wir sind nicht besser , wenn wir essen , und sind nicht geringer , wenn wir nicht essen . |||

9 Habt aber acht , dass diese eure Freiheit den Schwachen nicht zum Anstoß wird ! ||| 10 Denn wenn jemand dich , der du die Erkenntnis hast , im Götzentempel zu Tisch sitzen sieht , wird nicht sein Gewissen , weil es schwach ist , dazu ermutigt werden , Götzenopferfleisch zu esen ? ||| 11 Und so wird wegen deiner Erkenntnis der schwache Bruder verderben , um dessen willen Christus gestorben ist . ||| 12 Wenn ihr aber auf solche Weise an den Brüdern sündigt , so sündigt ihr gegen Christus . ||| 13 Darum , wenn eine Speise meinem Bruder ein Anstoß ( zur Sünde ) wird , so will ich lieber in Ewigkeit kein Fleisch essen , damit ich meinem Bruder keinen Anstoß ( zur Sünde ) gebe . |||

Paulus verteidigt seinen Aposteldienst 

Bin ich nicht ein Apostel ? Bin ich nicht frei ? Habe ich nicht unseren Herrn Jesus Christus gesehen ? Seid nicht ihr mein Werk im Herrn ? ||| 2 Wenn ich für andere kein Apostel bin , so bin ich es doch wenigstens für euch ; denn das Siegel meines Aposteldienstes seid ihr im Herrn . ||| 3 Dies ist meine Verteidigung denen gegenüber , die mich zur Rede stellen : ||| 4 Sind wir nicht berechtigt zu essen und zu trinken ? ||| 5 Sind wir nicht berechtigt , eine Schwester als Ehefrau mit uns zu führen , wie auch die anderen Apostel und die Brüder des Herrn und Kephas ? ||| 6 Oder sind nur ich und Barnabas nicht berechtigt , die Arbeit zu unterlassen ? ||| 7 Wer zieht je auf eigene Kosten in den Krieg ? Wer pflanzt einen Weinberg und isst nicht von dessen Frucht ? Oder wer weidet eine Herde und nährt sich nicht von der Milch der Herde ? ||| 8 Sage ich das nur aus menschlicher Sicht ? Oder sagt dies nicht auch das Gesetz ? ||| 9 Ja , im Gesetz Moses steht geschrieben : 

"Du sollst dem Ochsen nicht das Maul verbinden , wenn er drischt" . Kümmert sich Gott etwa um die Ochsen ? ||| 10 Oder sagt er das nicht vielmehr um unseretwillen ? 

Denn es ist ja um unsertwillen geschrieben worden : Der , welcher pflügt , soll auf Hoffnung hin pflügen , und der , welcher drischt , soll auf Hoffnung hin ( dreschen ) , dass er an seiner Hoffnung ( auch ) Anteil bekommt . ||| 11 Wenn wir euch die geistlichen Güter gesät haben , ist es etwas Großes , wenn wir von euch diejenigen für den Leib ernten ? ||| 12 Wenn andere an diesem Recht über euch Anteil haben , sollten wir es nicht viel eher haben ? Aber wir haben uns dieses Rechtes nicht bedient , sondern wir ertragen alles , damit wir dem Evangelium von Christus kein Hindernis bereiten . ||| 

13 Wisst ihr nicht , dass die , welche die heiligen Dienste tun , auch vom Heiligtum essen , und dass die , welche am Altar dienen , vom Altar ihren Anteil erhalten ? ||| 14 So hat auch der Herr angeordnet , dass die , welche das Evangelium verkündigen , vom Evangelium leben sollen . |||

 Die Haltung des Paulus bei der Verkündigung des Evangeliums 

15 Ich aber habe davon keinerlei Gebrauch gemacht ; ich habe dies auch nicht deshalb geschrieben , damit es mit mir so gehalten wird . Viel lieber wollte ich sterben , als dass mir jemand meinen Ruhm zunichtemachte ! ||| 16 Denn wenn ich das Evangelium verkündige , so ist das kein Ruhm für mich ; denn ich vin dazu verpflichtet , und wehe mir , wenn ich das Evangelium nicht verkündigen würde ! ||| 17 Denn wenn ich dies freiwillig tue , so habe ich Lohn ; wenn aber unfreiwillig , bin ich mit einem Haushalterdienst betraut . |||18 Was ist denn nun mein Lohn ? Dass ich bei meiner Verkündigung das Evangelium von Christus kostenfrei darbiete , sodass ich von meinem Anspruch am Evangelium keinen Gebrauch mache . ||| 19 Denn obwohl ich frei bin von allen , habe ich mich doch allen zum Knecht gemacht , um desto mehr ( Menschen ) zu gewissen . ||| 20 Den Juden bin ich wie ein Jude geworden , damit ich die Juden gewinne ; denen , die unter dem Gesetz sind , bin ich geworden , als wäre ich unter dem Gesetz , damit ich die unter dem Gesetz gewinne ; ||| 21 denen , die ohne Gesetz sind , bin ich geworden , als wäre ich ohne Gesetz ___ obwohl ich vor Gott nicht ohne Gesetz bin , sondern Christus gesetzmäßig unterworfen ___ , damit ich die gewinne , die ohne Gesetz sind . ||| 22 Den Schwachen bin ich wie ein Schwacher geworden , damit ich die Schwachen gewinne ; ich bin allen alles geworden , damit ich auf alle Weise etliche rette . |||23 Dies aber tue ich um des Evangeliums willen , um an ihm teilzuhaben . |||

Der Kampf und der Lohn eines Dieners des Herrn 

24 Wisst ihr nicht , dass die , welche in der Rennbahn laufen , zwar alle laufen , aber nur einer den Preis erlangt ? Lauft so , dass ihr ihn erlangt ! ||| 

25 Jeder aber , der sich am Wettkampf beteiligt , ist enthaltsam in allem ___ jene , um einen vergänglichen Siegeskranz zu empfangen , wir aber einen unvergänglichen . ||| 26 So laufe ich nun nicht wie auf Ungewisse ; ich führe meinen Faustkampf nicht mit bloßen Luftstreichen , ||| 27 sondern ich bezwinge meinen Leib und beherrsche ihn , damit ich nicht anderen verkündige und selbst verwerflich werde . |||

Das warnende Beispiel von Israel in der Wüste

10 

Ich will aber nicht , meine Brüder , dass ihr außer Acht lasst , dass unsere Väter alle unter der Wolke gewesen und alle durch das Meer hindurchgegangen sind . ||| 2 Sie wurden auch alle auf Mose getauft in der Wolke und im Meer , ||| 3 und sie habe alle dieselbe geistliche Speise gegessen und alle denselben geistlichen Trank getrunken ; ||| 4 denn sie tranken aus einem geistlichen Felsen , der ihnen folgte . Der Fels aber war Christus . ||| 5 Aber an der Mehrzahl von ihnen hatte Gott kein Wohlgefallen ; sie wurden nämlich in der Wüste niedergestreckt . ||| 6 Diese Dinge aber sind zum Vorbild für uns geschehen , damit wir nicht nach dem Bösen begierig werden , so wie jene begierig waren . ||| 7 Werdet auch nicht Götzendiener , so wie etliche von ihnen , wie geschrieben steht : "Das Volk setzte sich nieder , um zu essen und zu trinken , und stand auf , um sich zu vergnügen" . ||| 8 Lasst uns auch nicht Unzucht treiben , so wie etliche von ihnen Unzucht trieben , und es fielen an einem Tag 23000 . ||| 9 Lasst uns auch nicht Christus versuchen , so wie auch etliche von ihnen ihn versuchten und von den Schlangen umgebracht wurden . ||| 10 Murrt auch nicht , so wie auch etliche von ihnen murrten und durch den Verderber umgebracht wurden . ||| 11 Alle diese Dinge aber , die jenen widerfuhren , sind Vorbilder , und sie wurden zur Warnung für uns aufgeschrieben , auf die das Ende der Weltzeiten gekommen ist . ||| 12 Darum , wer meint , er stehe , der sehe zu , dass er nicht falle ! ||| 13 Es hat euch bisher nur menschliche Versuchung betroffen . Gott aber ist treu ; er wird nicht zulassen , dass ihr über euer Vermögen versucht werdet , sondern er wird zugleich mit der Versuchung auch den Ausgang schaffen , sodass ihr sie ertragen könnt . |||

Die Gemeinschaft beim Mahl des Herrn ist unvereinbar mit Götzendienst 

14 Darum , meine Geliebten , flieht vor dem Götzendienst ! ||| 15 Ich rede ja mit Verständigen ; beurteilt ihr , was ich sage ! ||| 16 Der Kelch des Segens , den wir segnen , ist er nicht ( die ) Gemeinschaft des Blutes des Christus ? Das Brot , das wir brechen , ist es nicht ( die ) Gemeinschaft des Leibes des Christus ? ||| 17 Denn es ist ein Brot , so sind wir , die Vielen , ein Leib ; denn wir alle haben Teil an dem einen Brot . ||| 18 Seht das Israel nach dem Fleisch ! Stehen nicht die , welche die Opfer essen , in Gemeinschaft mit dem Opferaltar ? ||| 19 Was sage ich nun ? Dass ein Götze etwas sei , oder dass ein Götzenopfer etwas sei ? ||| 20 Nein , sondern dass die Heiden das , was sie opfern , den Dämonen opfern und nicht Gott ! Ich will aber nicht , dass ihr in Gemeinschaft mit den Dämonen seid . ||| 21 Ihr könnt nicht den Kelch des Herrn trinken und den Kelch der Dämonen ; ihr könnt nicht am Tisch des Herrn teilhaben und am Tisch der Dämonen ! ||| 22 Oder wollen wir den Herrn zur Eifersucht reizen ? Sind wir etwa stärker als er ? |||

Zur Ehre Gottes leben 

23 Es ist mir alles erlaubt ___ aber es ist nicht alles nützlich ! Es ist mir alles erlaubt ___ aber es erbaut nicht alles ! ||| 24 Niemand suche das Seine , sondern jeder das des anderen . ||| 

25 Alles , was auf dem Fleischmarkt angeboten wird , das esst , ohne um des Gewissens willen nachzuforschen ; ||| 26 denn "dem Herrn gehört die Erde und was sie erfüllt" . ||| 27 Und wenn jemand von den Ungläubigen euch einlädt und ihr hingehen wollt , so esst alles , was euch vorgesetzt wird , und forscht nicht nach um des Gewissens willen . ||| 28 Wenn aber jemand zu euch sagt : Das ist Götzenopferfleisch ! ___ so esst es nicht , um dessen willen , der den Hinweis gab , und um des Gewissens willen , denn "dem Herrn gehört die Erde und was sie erfüllt" . ||| 29 Ich rede aber nicht von deinem eigenen Gewissen , sondern von dem des anderen ; denn warum sollte meine Freiheit von dem Gewissen eines anderen gerichtet werden ? ||| 30 Und wenn ich es dankbar genieße , warum sollte ich gelästert werden über dem , wofür ich danke ? ||| 

31 Ob ihr nun esst oder trinkt oder sonst etwas tut ___ tut alles zur Ehre Gottes ! ||| 

32 Gebt weder den Juden noch den Griechen noch der Gemeinde Gottes einen Anstoß , ||| 33 so wie auch ich in allen Stücken allen zu Gefallen lebe und nicht meinen Nutzen suche , sondern den der vielen , damit sie gerettet werden . |||

Die Stellung des Mannes als Haupt und die Bedeckung des Hauptes der Frau 

11

Seid meine Nachahmer , gleichwie auch ich ( Nachahmer ) des Christus bin ! ||| 2 Ich lobe euch , Brüder , dass ihr in allem an mich gedenkt und an den ÜBerlieferungen festhaltet , so wie ich sie euch übergeben habe . ||| 3 Ich will aber , dass ihr wisst , dass Christus das Haupt jedes Mannes ist , der Mann aber das Haupt der Frau , Gott aber das Haupt des Christus . ||| 4 Jeder Mann , der betet oder weissagt und etwas auf dem Haupt hat , schändet sein Haupt . ||| 5 Jede Frau aber , die mit unbedecktem Haupt betet oder weissagt , schändet ihr Haupt ; es ist ein und dasselbe , wie wenn sie geschoren wäre ! ||| 6 Denn wenn sich eine Frau nicht bedecken will . so soll ihr auch das Haar abgeschnitten werden ! Wenn es aber für eine Frau schändlich ist , sich das Haar abzuschneiden oder abscheren zu lassen , so soll sie sich bedecken . ||| 7 Denn der Mann darf das Haupt nicht bedecken , weil er Gottes Bild und Ehre ist ; die Frau aber ist die Ehre des Mannes . ||| 8 Denn der Mann kommt nicht von der Frau , sondern die Frau vom Mann ; ||| 9 auch wurde der Mann nicht um der Frau willen erschaffen , sondern die Frau um des Mannes willen . ||| 

10 Darum soll die Frau ( ein Zeichen der ) Macht auf dem Haupt haben , um der Engel willen . |||

11 Doch ist im Herrn weder der Mann ohne die Frau , noch die Frau ohne den Mann . ||| 12 Denn gleichwie die Frau vom Mann ( kommt ) , so auch der Mann durch die Frau ; aber alles ( kommt ) von Gott . ||| 13 Urteilt bei euch selbst , ob es schicklich ist , dass eine Frau unbedeckt zu Gott betet ! ||| 14 Oder lehrt euch nicht schon die Natur , dass es für einen Mann eine Unehre ist , langes Haar zu tragen ? ||| 15 Dagegen ist es für eine Frau eine Ehre , wenn sie langes Haar trägt ; denn das lange Haar ist ihr anstelle eines Schleihers gegeben . ||| 16 Wenn aber jemand rechthaberisch sein will ___ wir haben eine solche Gewohnheit nicht , die Gemeinden Gottes auch nicht . |||

Das Mahl des Herrn soll würdig gefeiert werden 

17 Das aber kann ich , da ich am Anordnen bin , nicht loben , dass eure Zusammenkünfte nicht besser , sondern schlechter werden . ||| 18 Denn erstens höre ich , dass Spaltungen unter euch sind , wenn ihr in der Gemeinde zusammenkommt , und zum Teil glaube ich es ; ||| 19 denn es müssen ja auch Parteiungen unter euch sein , damit die Bewährten offenbar werden unter euch ! ||| 20 Wenn ihr nun am selben Ort zusammenkommt , so geschieht das doch nicht , um das Mahl des Herrn zu essen ; ||| 21 denn jeder nimmt beim Essen sein eigenes Mahl vorweg , so dass der eine hungrig , der andere betrunken ist . ||| 22 Habt ihr denn keine Häuser , wo ihr essen und trinken könnt ? Oder verachtet ihr die Gemeinde Gottes und beschämt die , welche nichts haben ? Was soll ich euch sagen ? Soll ich euch etwa loben ? Dafür lobe ich ( euch ) nicht ! ||| 23 Denn ich habe von dem Herrn empfangen , was ich auch euch überliefert habe , nämlich dass der Herr Jesus in der Nacht , als er verraten wurde , Brot nahm , ||| 24 und dankte , es brach und sprach : Nehmt , esst ! Das ist mein Leib , der für euch gebrochen wird ; dies tut zu meinem Gedächtnis ! ||| 25 Desgleichen auch den Kelch , nach dem Mahl , indem er sprach : Dieser Kelch ist der neue Bund in meinem Blut ; dies tut , sooft ihr ihn trinkt , zu meinem Gedächtnis ! ||| 26 Denn sooft ihr dieses Brot esst und diesen Kelch trinkt , verkündigt ihr den Tod des Herrn , bis er kommt . ||| 27 Wer also unwürdig dieses Brot isst oder den Kelch des Herrn trinkt , der ist schuldig am Leib und Blut des Herrn . ||| 28 Der Mensch prüfe aber sich selbst , und so soll er von dem Brot essen und aus dem Kelch trinken ; ||| 29 denn wer unwürdig isst und trinkt , der isst und trinkt sich selbst ein Gericht , weil er den Leib des Herrn nicht unterscheidet . ||| 30 Deshalb sind unter euch viele Schwache und Kranke , und eine beträchtliche Zahl sind entschlafen . ||| 31 Denn wenn wir uns selbst richteten , würden wir nicht gerichtet werden , so werden wir vom Herrn gezüchtigt , damit wir nicht samt der Welt verurteilt werden . ||| 33 Darum , meine Brüder , wenn ihr zum Essen zusammenkommt , so wartet aufeinander ! ||| 34 Wenn aber jemand hungrig , so esse er daheim , damit ihr nicht zum Gericht zusammenkommt . Das Übrige ich will ich anordnen , sobald ich komme . |||

Die Geisteswirkungen und Gnadengaben in der Gemeinde 

12

Über die Geisteswirkungen aber , ihr Brüder , will ich euch nicht in Unwissenheit lassen . ||| 2 Ihr wisst , dass ihr einst Heiden wart und euch fortreißen ließt zu den stummen Götzen , so wie ihr geführt wurdet . ||| 3 Darum lasse ich euch wissen , dass niemand , der im Geist Gottes redet , Jesus verflucht nennt ; es kann aber auch niemand Jesus Herrn nennen als nur im Heiligen Geist . ||| 4 Es bestehen aber Unterschiede in den Gnadengaben , doch es ist derselbe Geist ; ||| 5 auch gibt es unterschiedliche Dienste , doch es ist derselbe Herr ; ||| 6 und auch die Kraftwirkungen sind unterschiedlich , doch es ist derselbe Gott , der alles in allem wirkt . ||| 7 Jedem wird aber das offensichtliche Wirken des Geistes zum ( allgemeinen ) Nutzen verliehen . ||| 8 Dem einen nämlich wird durch den Geist ein Wort der Weisheit gegeben , einem anderen aber ein Wort der Erkenntnis gemäß demselben Geist ; ||| 9 einen anderen Glauben in demselben Geist ; einem anderen Gnadengaben der Heilungen in demselben Geist ; ||| 10 einem anderen Wirkungen von Wunderkräften , einem anderen Weissagung , einem anderen Geister zu unterscheiden , einem anderen verschiedene Arten von Sprachen , einem anderen die Auslegung der Sprachen . ||| 11 Dies alles aber wirkt ein und derselbe Geist , der jedem persönlich zuteilt , wie er will . |||

Ein Leib , viele Glieder 

12 Denn gleichwie der Leib einer ist und doch viele Glieder hat , alle Glieder des einen Leibes aber , obwohl es viele sind , als Leib eins sind , so auch der Christus . ||| 13 Denn wir sind ja alle durch einen Geist in einen Leib hinein getauft worden  , ob wir Juden sind oder Griechen , Knechte oder Freie , und wir sind alle getränkt worden zu einem Geist . ||| 14 Denn auch der Leib ist nicht ein Glied , sondern viele . ||| 15 Wenn der Fuß spräche : Ich bin keine Hand , darum gehöre ich nicht zum Leib ! ___ gehört er deswegen etwa nicht zum Leib ? ||| 16 Und wenn das Ohr spräche : Ich bin kein Auge , darum gehöre ich nicht zum Leib ! ___ gehört es deswegen etwa nicht zum Leib ? || 17 Wenn der ganze Leib Auge wäre , so bliebe das Gehör ? Wenn er ganz Ohr wäre , wo bliebe der Geruchssinn ? ||| 18 Nun aber hat Gott die Glieder , jedes einzelne von ihnen , so im Leib eingefügt , wie er gewollt hat . ||| 19 Wenn aber alles ein Glied wäre , wo bliebe der Leib ? ||| 20 Nun aber gibt es zwar viele Glieder , doch nur einen Leib . ||| 21 Und das Auge kann nicht zur Hand sagen : Ich brauche dich nicht ! , oder das Haupt zu den Füßen : Ich brauche euch nicht ! ||| 22 Vielmehr sind gerade die scheinbar schwächeren Flieder des Leibes notwendig , ||| 23 und die ( Glieder ) am Leib , die wir für weniger ehrbar halten , umgeben wir mit desto größerer Ehre , und umso größere Anständigkeit ; ||| 24 denn unsere anständigen brauchen es nicht . Gott aber hat den Leib so zusammengefügt , dass er dem geringeren Glied umso größere Ehre gab , ||| 25 damit es keinen Zwiespalt im Leib gebe , sondern die Glieder gleichermaßen füreinander sorgen . ||| 26 Und wenn ein Glied leidet , so leiden alle Glieder mit ; und wenn ein Glied geehrt wird , so freuen sich alle Glieder . ||| 27 Ihr aber seid ( der ) Leib des Christus , und jeder ist ein Glied ( daran ) nach seinem Teil . ||| 28 Und Gott hat in der Gemeinde etliche eingesetzt , erstens Apostel , zweitens als Propheten , drittens als Lehrer , sodann Wunderkräfte , dann Gnadengaben der Heiligungen , der Hilfeleistung , der Leitung , verschiedene Sprachen . ||| 29 Sind etwa alle Apostel ? Sind etwa alle Propheten ? Sind etwa alle Lehrer ? Haben etwa alle Wunderkräfte ? || 30 Haben alle Gnadengaben der Heilungen ? Reden alle in Sprachen ? Können alle auslegen ? ||| 

31 Strebt aber eifrig nach den vorzüglicheren Gnadengaben , und ich will euch einen noch weit vortrefflicheren Weg zeigen . |||

Das Hohelied der Liebe 

13

Wenn ich in Sprachen der Menschen und der Engel redete , aber keine Liebe hätte , so wäre ich ein tönendes Erz oder eine klingende Schelle . ||| 2 Und wenn ich Weissagung hätte und alle Geheimnisse wüsste und alle Erkenntnis , , und wenn ich allen Glauben besäße , sodass ich Berge versetze , aber keine Liebe hätte , so wäre ich nichts . ||| 3 Und wenn ich alle meine Habe austeilte und meinen Leib hingäbe , damit ich verbrannt würde , aber keine Liebe hätte , so nützte es mir nichts ! ||| 4 Die Liebe ist langmütig und gütig , die Liebe beneidet nicht , die Liebe prahlt nicht , sie bläht sich nicht auf ; ||| 5 sie ist nicht unanständig , sie sucht nicht das Ihre , sie lässt sich nicht erbittern , sie rechnet das Böse nicht zu ; ||| 6 sie freut sich nicht an der Ungerechtigkeit , sie freut sich aber an der Wahrheit ; ||| 7 sie erträgt alles , sie glaubt alles , sie hofft alles , sie erduldet alles . |||

Das Vorläufige und das Vollkommene 

8 Die Liebe hört niemals auf . Aber seien es Weissagungen , sie werden weggetan werden ; seien es Sprachen , sie werden aufhören ; sei es Erkenntnis , sie wird weggetan werden . ||| 9 Denn wir erkennen stückweise und wir weissagen stückweise ; ||| 10 wenn aber einmal das Vollkommene da ist , dann wird das Stückwerk weggetan . ||| 11 Als ich ein Unmündiger war , redete ich wie ein Unmündiger , dachte wie ein Unmündiger und urteilte wie ein Unmündiger ; als ich aber ein Mann wurde , tat ich weg , was zum Unmündigsein gehört . ||| 12 Denn wir sehen jetzt mittels eines Spiegels wie im Rätsel , dann aber von Angesicht zu Angesicht ; jetzt erkenne ich stückweise , dann aber werde ich erkennen , gleichwie ich erkannt bin . ||| 13 Nun aber bleiben Glaube , Hoffnung , Liebe , diese drei ; die größte aber von diesen ist die Liebe . |||

Die Geisteswirkungen sollen zur Erbauung der Gemeinde dienen 

14

Strebt nach der Liebe , doch bemüht euch auch eifrig um die Geisteswirkungen ; am meisten aber , dass ihr weissagt ! ||| 2 Denn wer in Sprachen redet , der redet nicht für Menschen , sondern für Gott ; denn niemand versteht es , sondern er redet Geheimnisse im Geist . ||| 3 Wer aber weissagt , der redet für Menschen zur Erbauung , zur Ermahnung und zum Trost . ||| 4 Wer in einer Sprache redet , erbaut sich selbst ; wer aber weissagt , erbaut die Gemeinde . ||| 5 Ich wünschte , dass ihr alle in Sprachen reden würdet , noch viel mehr aber , dass ihr weissagen würdet . Denn wer weissagt , ist größer , als wer in Sprachen redet ; es sei denn , dass er es auslegt , damit die Gemeinde Erbauung empfängt . ||| 6 Nun aber , ihr Brüder , wenn ich zu euch käme und in Sprachen redete , was würde ich euch nützen , wenn ich nicht zu euch redete , sei es durch Offenbarung oder durch Erkenntnis oder durch Weissagung oder durch Lehre ? ||| 7 Ist es doch ebenso mit den leblosen Instrumenten , die einen Laut von sich geben , sei es eine Flöte oder eine Harfe ; wenn sie nicht bestimmte Töne geben , wie kann man erkennen , was auf der Flöte oder der Harfe gespielt wird ? ||| 8 Ebenso auch , wenn die Posaune einen undeutlichen Ton gibt , wer wird sich zum Kampf rüsten ? ||| 9 So auch ihr , wenn ihr durch die Sprache nicht eine verständliche Rede gebt , wie kann man verstehen , was geredet wird ? Denn ihr werdet in den Wind reden . ||| 10 Es gibt wohl mancherlei Arten von Stimmen in der Welt , und keine von ihnen ist ohne Laut . ||| 11 Wenn ich nun den Sinn des Lautes nicht kenne , so werde ich dem Redenden ein Fremder sein und der Redende für mich ein Fremder . ||| 12 Also auch ihr , da ihr eifrig nach Geisteswirkungen trachtet , strebt danach , dass ihr zur Erbauung der Gemeinde Überfluss habt ! ||| 13 Darum : Wer in einer Sprache redet , der bete , dass er es auch auslegen kann . ||| 14 Denn wenn ich in einer Sprache bete , so betet zwar mein Geist , aber mein Verstand ist ohne Frucht . ||| 15 Wie soll es nun sein ? Ich will mit dem Geist beten , ich will aber auch mit dem Verstand beten ; ich will mit dem Geist lobsingen , ich will aber auch mit dem Verstand lobsingen . ||| 16 Sonst , wenn du mit dem Geist den Lobpreis sprichst , wie soll der , welcher die Stelle des Unkundigen einnimmt , das Amen sprechen zu deiner Danksagung , da er nicht weiß , was du sagt ? ||| 17 Du magst wohl schön danksagen , aber der andere wird nicht erbaut . ||| 18 Ich danke meinem Gott , dass ich mehr in Sprachen rede als ihr alle . ||| 19 Aber in der Gemeinde will ich lieber fünf Worte mit meinem Verstand reden , damit ich auch andere unterweise , als zehntausend Worte in einer Sprache . ||| 20 Ihr Brüder , werdet nicht Kinder im Verständnis , sondern in der Bosheit seid Unmündige , im Verständnis aber werdet erwachsen . ||| 21 Im Gesetz steht geschrieben : " Ich will mit fremden Sprachen und mit fremden Lippen zu diesem Volk reden , aber auch so werden sie nicht auf mich hören , spricht der Herr" . ||| 22 Darum dienen die Sprachen als ein Zeichen , und zwar nicht für die Gläubigen , sondern für die Ungläubigen ; die Weissagung aber ist nicht für die Ungläubigen , sondern für die Gläubigen . ||| 23 Wenn nun die ganze Gemeinde am selben Ort zusammenkäme , und alle würden in Sprachen reden , und es kämen Unkundige oder Ungläubige herein , würden sie nicht sagen , dass ihr von Sinnen seid ? ||| 24 Wenn aber alle weissagten , und es käme ein Ungläubiger oder Unkundiger herein , so würde er von allen überführt , von allen erforscht ; ||| 25 und so würde das Verborgene seines Herzens offenbar , und so würde er auf sein Angesicht fallen und Gott anbeten und bekennen , dass Gott wahrhaftig in euch ist . |||

Geistliche Ordnung in den Gemeindezusammenkünften 

26 Wie ist es nun , ihr Brüder ? Wenn ihr zusammenkommt , so hat jeder von euch etwas : einen Psalm , eine Lehre , eine Sprachenrede , eine Offenbarung , eine Auslegung ; alles lasst zur Erbauung geschehen ! ||| 27 Wenn jemand in einer Sprache reden will , so sollen es zwei , höchstens drei sein , und der Reihe nach , und einer soll es auslegen . ||| 28 Ist aber kein Ausleger da , so schweige er in der Gemeinde ; er mag aber für sich selbst und für Gott reden . ||| 29 Propheten aber sollen zwei oder drei reden , und die anderen sollen es beurteilen . ||| 30 Wenn aber einem anderen , der dasitzt , eine Offenbarung zuteilwird , so soll der erste schweigen . ||| 31 Denn ihr könnt alle einer nach dem anderen weissagen , damit alle lernen und alle ermahnt werden . ||| 32 Und die Geister der Propheten sind den Propheten untertan . ||| 33 Denn Gott ist nicht ein Gott der Unordnung , sondern des Friedens , wie in allen Gemeinden der Heiligen . ||| 34 Eure Frauen sollen in den Gemeinden schweigen ; denn es ist ihnen nicht gestattet zu reden , sondern sie sollen sich unterordnen , wie es auch das Gesetz sagt . ||| 35 Wenn sie aber etwas lernen wollen , so sollen sie daheim ihre eigenen Männer fragen ; denn es ist für Frauen schändlich , in der Gemeinde zu reden . ||| 36 Oder ist von euch das Wort Gottes ausgegangen ? Oder ist es zu euch allein gekommen ? ||| 37 Wenn jemand glaubt , ein Prophet zu sein oder geistlich , der erkenne , dass die Dinge , die ich euch schreibe , Gebote des Herrn sind . ||| 38 Wenn es aber jemand missachten will , der missachte es ! ||| 39 Also , ihr Brüder , strebt danach , zu weissagen , und das Reden in Sprachen verhindert nicht . ||| 40 Lasst alles anständig und ordentlich zugehen ! |||

Das Zeugnis von der Auferstehung des Christus 

15 

Ich erinnere euch aber , ihr Brüder , an das Evangelium , das ich euch verkündigt habe , das ihr auch angenommen habt , in dem ihr auch fest fest , ||| 2 durch das ihr auch gerettet werdet , wenn ihr an dem Wort festhaltet , das ich euch verkündigt habe ___ es sei denn , dass ihr vergeblich geglaubt hättet . ||| 3 Denn ich habe euch zuallererst das überliefert , was ich auch empfangen habe , nämlich dass Christus für unsere Sünden gestorben ist , nach den Schriften , ||| 4 und dass er begraben worden ist und dass er auferstanden ist am dritten Tag , nach den Schriften , ||| 5 und dass er dem Kephas erschienen ist , danach den Zwölfen . ||| 6 Danach ist er  mehr als 500 Brüdern auf einmal erschienen , von denen die meisten noch leben , etliche aber auch entschlafen sind . ||| 7 Danach erschien er dem Jakobus , hierauf sämtlichen Aposteln . ||| 8 Zuletzt aber von allen erschien er auch mir , der ich gleichsam eine unzeitige Geburt bin . ||| 9 Denn ich bin der geringste unter den Aposteln . ||| 9 Denn ich bin der geringste von den Aposteln , der ich nicht wert bin , ein Apostel zu heißen , weil ich die Gemeinde Gottes verfolgt habe . ||| 10 Aber durch Gottes Gnade bin ich , was ich bin ; und seine Gnade , die er an mir erwiesen hat , ist nicht vergeblich gewesen , sondern ich habe mehr gearbeitet als sie alle ; jedoch nicht ich , sondern die Gnade Gottes , die mit mir ist . ||| 11 Ob es nun aber ich sei oder jene , so verkündigen wir , uns habt ihr geglaubt . |||

Die Auferstehung der Toten 

12 Wenn aber Christus verkündigt wird , dass er aus den Toten auferstanden ist , wieso sagen denn etliche unter euch , es gebe keine Auferstehung der Toten ? ||| 13 Wenn es wirklich keine Auferstehung der Toten gibt , so ist auch Christus nicht auferstanden ! ||| 14 Wenn aber Christus nicht auferstanden ist , so ist unsere Verkündigung vergeblich , und vergeblich auch euer Glaube ! ||| 15 Wir werden aber auch als falsche Zeugen Gottes erfunden , weil wir von Gott bezeugt haben , dass er Christus auferweckt hat , während er ihn doch nicht auferweckt hat , wenn wirklich Tote nicht auferweckt werden ! ||| 16 Denn wenn Tote nicht auferweckt werden , so ist auch Christus nicht auferweckt worden . ||| 17 Ist aber Christus nicht auferweckt worden , so ist euer Glaube nichtig , so seid ihr noch in euren Sünden ; ||| 18 dann sind auch die in Christus Entschlafene verloren . ||| 19 Wenn wir nun in diesem Leben auf Christus hoffen , so sind wir die elendesten unter allen Menschen ! ||| 20 Nun aber ist Christus aus den Toten auferweckt ; er ist der Erstling der Entschlafenen geworden . ||| 21 Denn weil der Tod durch einen Menschen kam , so kommt auch die Auferstehung der Toten durch einen Menschen ; ||| 22 denn gleichwie in Adam alle sterben , so werden auch in Christus alle lebendig gemacht werden . ||| 23 Ein jeder aber in seiner Ordnung : Als Erstling Christus ; danach die , welche Christus angehören , bei seiner Wiederkunft ; ||| 24 danach das Ende , wenn er das Reich Gott , dem Vater , übergeben wird , wenn er jede Herrschaft , Gewalt und Macht beseitigt hat . ||| 25 Denn er muss herrschen , bis er alle Feinde unter seine Füße gelegt hat . ||| 26 Als letzter Feind wird der Tod beseitigt . ||| 27 Denn "alles hat er seinen Füßen unterworfen" . ||| Wenn es aber heißt , dass ihm alles unterworfen ist , so ist offenbar , dass derjenige ausgenommen ist , der ihm alles unterworfen hat . ||| 28 Wenn ihm aber alles unterworfen sein wird , dann wird auch der Sohn selbst sich dem unterwerfen , der ihm alles unterworfen hat , damit Gott alles in allen sei . ||| 29 Was würden sonst die tun , die sich für die Toten taufen lassen , wenn die Toten gar nicht auferweckt werden ? Weshalb lassen sie sich denn für die Toten taufen ? ||| 30 Und warum begeben auch wir uns stündlich in Gefahr ? ||| 31 So wahr ihr mein Ruhm seid , den ich habe in Christus Jesus , unserem Herrn : Ich sterbe täglich ! ||| 32 Wenn ich als Mensch in Ephesus mit wilden Tieren gekämpft habe , was nützt es mir , wenn die Toten nicht auferweckt werden ? ___ " Lasst uns essen und trinken , denn morgen sind wir tot !" ||| 33 Lasst euch nicht irreführen : Schlechter Umgang verdirbt gute Sitten ! ||| 34 Werdet doch wirklich nüchtern und sündigt nicht ! Denn etliche haben keine Erkenntnis Gottes ; das sage ich euch zur Beschämung . |||

Der geistliche Leib und die Auferstehung 

35 Aber jemand könnte einwenden : Wie sollen die Toten auferstehen ? Und mit was für einem Leib sollen sie kommen ? ||| 36 Du Gedankenloser , was du säst , wird nicht lebendig , wenn es nicht stirbt ! ||| 37 Und was du säst , dass ist ja nicht der Leib , der werden soll , sondern ein bloßes Korn , etwa vom Weizen , oder von einer anderen Saat . ||| 38 Gott aber gibt ihm einen Leib , wie Er es gewollt hat , und zwar jedem Samen seinen besonderen Leib . ||| 39 Nicht alles Fleisch ist von gleicher Art ; sondern anders ist das Fleisch der Menschen , anders das Fleisch des Viehs , anders das der Fische , anders das der Vögel . ||| 40 Und es gibt himmlische Körper und irdische Körper ; aber anders ist der Glanz der Himmelskörper , anders der der irdischen ; ||| 41 einen anderen Glanz hat die Sonne und einen anderen Glanz der Mond , und einen anderen Glanz haben die Sterne ; denn ein Stern unterscheidet sich vom anderen im Glanz . ||| 42 So ist es auch mit der Auferstehung der Toten : Es wird gesät in Verweslichkeit und auferweckt in Unverweslichkeit ; ||| 43 es wird gesät in Unehre und wird auferweckt in Herrlichkeit ; es wird gesät in Schwachheit und wird auferweckt in Kraft ; ||| 44 es wird gesät ein natürlicher Leib , und es gibt einen geistlichen Leib . ||| 45 So steht auch geschrieben : Der erste Mensch , Adam , "wurde zu einer lebendigen Seele" ; der letzte Adam zu einem lebendigmachenden Geist . ||| 46 Aber nicht das Geistliche ist das Erste , sondern das Natürliche , danach ( kommt ) das Geistliche . ||| 47 Der erste Mensch ist von der Erde , irdisch ; der zweite Mensch ist der Herr aus dem Himmel . ||| 48 Wie der Irdische beschaffen ist , so sind auch die Irdischen ; und wie der Himmlische beschaffen ist , so sind auch die Himmlischen . ||| 49 Und wie wir das Bild des Irdischen getragen haben , so werden wir auch das Bild des Himmlischen tragen . ||| 

Die Verwandlung der Gläubigen . 
Der Sieg über den Tod . 

50 Das aber sage ich , Brüder , dass Fleisch und Blut das Reich Gottes nicht erben können ; auch erbt das Verwestliche nicht die Unverweslichkeit . ||| 51 Siehe , ich sage euch ein Geheimnis : Wir werden zwar nicht alle entschlafen , wir werden aber alle verwandelt werden . ||| 53 Denn dieses Verwesliche muss Unverweslichkeit anziehen , und dieses Sterbliche muss Unsterblichkeit anziehen . ||| 54 Wenn aber dieses Verwesliche Unverweslichkeit anziehen und dieses Sterbliche Unsterblichkeit anziehen wird , dann wird das Wort erfüllt werden , dass geschrieben steht : " Der Tod ist verschlungen in Sieg ! ||| 55 Tod , wo ist dein Stachel ? Totenreich , wo ist dein Sieg ?" ||| 56 Der Stachel des Todes aber ist die Sünde , die Kraft der Sünde aber ist das Gesetz . ||| 57 Gott aber sei Dank der uns den Sieg gibt durch unseren Herrn Jesus Christus ! ||| 58 Darum , meine geliebten Brüder , seid fest , unerschütterlich , nehmt immer zu in dem Werk des Herrn , weil ihr wisst , dass eure Arbeit nicht vergeblich ist im Herrn ! |||

Die Liebesgabe für die Gläubigen in Jerusalem 

16 

Was aber die Sammlung für die Heiligen anbelangt , so sollt auch ihr so handeln , wie ich es für die Gemeinden in Galatien angeordnet habe . ||| 2 An jedem ersten Wochentag lege jeder unter euch etwas beiseite und sammle , je nachdem er Gedeihen hat , damit nicht erst dann die Sammlungen durchgeführt werden müssen , wenn ich komme . ||| 3 Wenn ich aber angekommen bin , will ich die , welche ihr als geeignet erachtet , mit Briefen absenden , damit sie eure Liebesgabe nach Jerusalem überbringen . ||| 4 Wenn es aber nötig ist , dass auch ich hinreise , sollen sie mit mir reisen . |||

Persönliche Anliegen und abschließender Zuspruch 

5 Ich werde aber zu euch kommen , wenn ich Mazedonien durchzogen habe , denn durch Mazedonien werde ich ziehen . ||| 6 Bei euch aber werde ich vielleicht verweilen oder auch überwintern , damit ihr mich geleitet , wohin ich reise . ||| 7 Denn ich will euch jetzt nicht nur im Vorbeigehen sehen , sondern ich hoffe , einige Zeit bei euch zu bleiben , wenn der Herr es zulässt . ||| 8 Ich werde aber bis Pfingsten in Ephesus bleiben ; ||| 9 denn eine Tür hat sich mir aufgetan , weit und vielversprechend ; und es gibt viele Widersacher . ||| 10 Wenn aber Timotheus kommt , so seht zu , dass er ohne Furcht bei euch sein kann , denn er arbeitet im Werk des Herrn , wie ich auch . ||| 11 Darum soll ihn niemand gering schätzen ! Geleitet ihn vielmehr in Frieden , damit er zu mir kommt ; denn ich erwarte ihn mit den Brüdern . ||| 12 Was aber den Bruder Apollos betrifft , so habe ich ihm viel zugeredet , mit den Brüdern zu euch zu kommen ; doch er war durchaus nicht bereit , jetzt zu kommen . Er wird aber kommen , wenn er die rechte Gelegenheit findet . ||| 13 Wacht , steht fest im Glauben , seid mannhaft , seid stark ! ||| 14 Lasst alles bei euch in Liebe geschehen ! ||| 15 Ich ermahne euch aber , ihr Brüder : Ihr wisst , dass das Haus des Stephanas der Erstling von Achaja ist , und dass sie sich dem Dienst an den Heiligen gewidmet haben ; ||| 16 ordnet auch ihr euch solchen unter und jedem , der mitwirkt und arbeitet . ||| 17 Ich freue mich aber über die Ankunft des Stephanas und Fortunatus und Achaikus ; denn diese haben mir ersetzt , dass ich euch entbehren muss ; ||| 18 denn sie haben meinen und euren Geist erquickt . Darum erkennt solche an ! ||| 19 Es grüßen euch die Gemeinden in ( der Provinz ) Asia . Es grüßen euch vielmals im Herrn Aquila und Priscilla samt der Gemeinde in ihrem Haus . ||| 20 Es grüßen euch alle Brüder . Grüßt euch untereinander mit einem heiligen Kuss ! ||| 21 Das ist mein , des Paulus , handschriftlicher Gruß . ||| 22 Wenn jemand den Herr Jesus Christus nicht liebt , der sei verflucht ! ||| Maranatha ! ( = Unser Herr , komm ! oder Unser Herr wird kommen ! ) ||| 23 Die Gnade des Herrn Jesus Christus sei mit euch ! ||| 24 Meine Liebe ( ist ) mit euch allen in Christus Jesus ! Amen . |||

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